Mittwoch, 5. August 2026
Hitzetage

Die 23 Grad am gestrigen Morgen war ein Klacks gegen diese Wand an Hitze, die heute da steht. Es hat so gar nicht abgekühlt. Brutal.

Die Bahn hatte wohl auch ihre Probleme. Einige Züge sind ausgefallen, dafür ließ man die Regionalexpresse mit weniger Wagons an den Start - perfekt, um die Leute aufzufangen, die diese nehmen müssen, um den Ausfall der anderen Züge irgendwie auszugleichen. Ein prall gefüllter RE bei 38 Grad Außentemperatur... ein großer Spaß kann ich Ihnen sagen. Aufgeheizte Körper, eng beieinander, man kennt die Person nicht, die sich von hinten an einen drängt, man selbst reibt seine Schulter an der ebenfalls unbekannten Person neben sich. Es klingt wie eine Orgie in einem umklimatisierten Swingerclub, aber die einzige Körperflüssigkeit, die ausgetauscht wurde, was Schweiß. Nehme ich mal an; bei mir war das zumindest so, aber ich kann natürlich nicht für den kompletten Regionalexpress sprechen. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass es zu amourösen Aktivitäten kam - nicht dort, nicht gestern.

Irgendwann auf der Fahrt eine Nachricht auf dem Handy. Keine guten. Es sind anstrengende Zeiten. Gepaart mit dem nervigen Tag im Headquarter war das der eigenen Stimmung nicht zuträglich und eine gewisse Grundaggressivität breitete sich in mir aus. Gut, wenn man das merkt. Man kann dann versuchen, das wegzuatmen, was bei der Hitze die Aggressivität eher erhöht.

Knapp drei Stunden später am Zielbahnhof angekommen. Das Auto hat geglüht und musste erstmal ein paar Minuten bei offenen Türen runterkühlen. Es half nur wenig; die Sitze blieben heiß und entsprechend war das Sitzgefühl beim Einsteigen. Zuhause angekommen entgegen der sonstigen Gewohnheit den Arbeitsrechner in der Tasche gelassen und erstmal seufzend in den Wohnzimmersessel gefallen. Es war angenehm kühl dort. Der Unterschied zwischen 28 Grad (Wohnzimmer) und 38 Grad (draußen) lässt diesen Eindruck entstehen. Nach einer halben Stunde dann doch auf die schlechten Nachrichten reagiert, die immer wieder eintrudelten. Long Story short: War dann nichts mit Feierabend. Nochmal los, dies und das getan, hier und dorthin gefahren, um kurz vor 22 Uhr nach Hause gekommen, ins Bett und gelesen (runterkommen. So wichtig), um halb Elf Licht aus. Immerhin auch geschlafen in der Nacht (ebenfalls so wichtig). Viel zu früh wach, aber egal.

Schauen wir mal, was der heutige Tag bringt. Eins schon mal nicht: Abkühlung.

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