Dienstag, 27. Januar 2026
Tee, viel Tee

Wieder um vier Uhr wach und nicht wieder einschlafen können. Es kratzt aber auch im Hals, die Nase ist zu und der Kopf dröhnt. Es scheint mich nun auch erwischt zu haben. Die Fahrt ins Headquarter lasse ich ausfallen (war gestern schon absehbar; deshalb habe ich das Bahnticket storniert) und ob ich den ganzen Tag durchziehe, kann ich noch nicht sagen. Gleich am Morgen ist ein wichtiger Kundentermin; den nehme ich auf jeden Fall wahr. Ist online, da besteht keine Gefahr für Leib und Leben für keinen der Beteiligten. Naja, mir könnte die Leinwand auf den Kopf fallen, Platzwunde, extremer Blutverlust, Ohnmacht, Tod, aber das passiert nicht so häufig und wird bestimmt auch heute gutgehen.
Nach dem Termin klinke ich mich aus, schalte das Handy aus und arbeite ein paar Dinge ab, die man stupide abarbeiten kann. Dazu Tee, viel Tee. Und wenn gar nichts mehr geht: Bett. Schlafend oder meinetwegen auch nur Andiedeckestarrend. Aber halt erholen, schonen, auskurieren. Leider fällt somit wohl auch Laufen aus. Adieu Schrittziel, Adieu 80 im Monat und Adieu 300 im Quartal. Doof, aber ist dann halt so. Kann man nix machen.

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Der gestrige Tag war schon für die Tonne. Am Vormittag ging gar nichts - aus einem Zehnminuten-Update wurden Stunden. Ohne halboffizielle Zugänge auf dem privaten Rechner wäre gar nichts gegangen. Gegen Mittag wurden die Symptome heftiger. Schniefnase, dicker Kopf usw. Dazu noch beschissene Kommunikation bei einem beschissenen Projekt. Gibt so Tage und gestern war so einer. Nervig. War dann früh im Bett, die kleine Katze fand es gut, aber Lesen ging nicht lange gut. Um kurz vor Zehn war Feierabend, das Licht aus und ich im Koma. Insofern ist vier Uhr gar nicht mal so dramatisch, aber fühle mich trotzdem wie überfahren. Jammerjammerjammer.

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Gerd Knebel ist tot. Mir war gar nicht bewusst, was für einen Impakt er hatte. Ich dachte immer, er und seine Projekte wären eher Nischenprodukte mit einem loyalen, harten, aber auch kleinen Fankreis. Okay, Badesalz ist natürlich schon eine Nummer, aber gefühlt lief das alles immer ein bisschen unterm Radar. Mitnichten. Machs gut und Danke für die vielen großartigen Momente.

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