Mittwoch, 4. Januar 2017
2017 - let's go

Seit vier Tagen bin ich nun also dem freien Arbeitsmarkt wieder zur Verfügung stehend, um es mal positiv auszudrücken. Mittlerweile kann man die meisten Dinge online erledigen, wobei es egal ist, ob einen jemand böse anschaut, weil man etwas verbummelt hat oder ob das mittels grellrotem Ausrufezeichen, gefolgt von dem mahnenden „Sie sind böse!“-Text innerhalb eines noch grellroteren Rahmens geschieht. Beides doof.
Beim letzten Jobwechsel habe ich wohl auch so ein paar Dinge tatsächlich nicht oder zumindest falsch gemacht. Die Sache mit der Direktversicherung zum Beispiel. Und vom Finanzamt habe ich auch eine Mahnung. Irgendwas mit Einkommenssteuer und so Kram. Darum soll sich morgen der Steuerberater kümmern.
Ein Steuerberater… noch kann ich mir diesen Luxus gönnen. Genau wie eine teure Anschaffung nächste Woche und ein geplanter Urlaub im März.

Es laufen ja auch schon erste Bewerbungen und vielleicht klappt sogar der elegante Übergang in die Muttergesellschaft des Ladens, bei dem ich gekündigt habe. Das wäre zwar insofern doof, weil ich dann immer mal wieder den Leuten über den Weg liefe, die mich für die andere Stelle eingestellt hatten, aber was solls.

2017 scheint spannend zu werden. Ich freu mich schon auf das was da alles kommen mag.

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Freitag, 25. November 2016
Das Knie halt...

In der Probezeit kündigen, ohne einen neuen Job in Aussicht zu haben ist einerseits sehr mutig, andererseits aber auch der Gesundheit zuträglich. Verhungern werde ich sicher nicht und irgendwas wird sich schon finden. Sagt sich einfach, ist aber auch ein bisschen gelogen. Nicht umsonst dauerte es einige Jahre, bis sich etwas Neues auftat. Dass das jetzt so ein Komplettreinfall ist, war ja nicht zu erahnen. Tja. Ich werde darum bitten, meine Probezeit zu verlängern. Könnte man durchaus als Wink mit dem Zaunpfahl bezeichnen; bin gespannt, ob sie das als solches registrieren werden. Bin mir nicht bei allen Beteiligten sicher, dass dem so sein wird. Nun denn.

Ansonsten alles gut. Bis auf ein fieses linkes Knie in einem körperlichen Zustand, den ich schon seit Jahren nicht mehr in der Form hatte. Wäre das Knie ausgeheilt, würde ich mich für einen Halbmarathon im kommenden Spätjahr eintragen, aber ich kann noch nicht abschätzen, wie es sich entwickeln wird. Klingt wie eine Ausrede, ist aber keine. Wenn mein Orthopäde wüsste, was ich dem Knie alles zumute, würde er mich mir seinen japanischen Teekessel an den Kopf werfen. Bezüglich laufen bin aber sogar ich noch vorsichtig. Gleiches gilt für Skifahren. Ansonsten wäre ich nämlich zwischen den Jahren in irgendeinem sündhaft teuren Schickimicki-Hotel direkt an der Piste und würde die Steuerrückzahlung wieder in Umlauf bringen, aber… das Knie.

Aber bis aufs Knie ist alles gut. Also weitestgehend. Passt aber schon. So im Großen und Ganzen.

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Mittwoch, 23. November 2016
Weihnachtsmarktsaison

Das wird eine spannende Weihnachtsmarktsaison. Start am kommenden Freitag mit einer Horde Leute, von denen ich nur zwei kenne und auch die habe ich jeweils nur einmal getroffen. Alle eint die Mitgliedschaft bei einem Online-Portal, das für relativ eindeutige Interessen steht. Ich gehe allerdings nicht davon aus, dass man sich deshalb mitten auf dem Weihnachtsmarkt die Klamotten vom Leib reisst und zwischen Glühweinständen und gebrannten Mandeln die eigenen Bratwürste und kandierten Äpfel auspackt. Von den Temperaturen her würde das zur Zeit allerdings durchaus gehen.

Tags drauf steht dann der hießige Miniweihnachtsmarkt an. Das wird alleine schon ob der Beteiligten spannend. Wahrscheinlich sehe ich V. das erste Mal wieder nach dem letzten Wochenende, aber wir sind ja Profis: ein kurzer prüfender Blick, ein wissendes Lächeln und ein Weihnachtsbier unter Freunden. Alles beim alten und wie gehabt.
K. hat Dienst und das einem Stand, an dem erfahrungsgemäß nie viel los ist. Es gibt dort nur Glühwein und absurd gesunde Backwaren - ergo für mich nur Glühwein, für sie nur Backwaren, da sie keinen Glühwein verträgt. Wir werden über Belanglosigkeiten sprechen müssen, es sei denn, es ist tatsächlich so wenig los, dass der Andrang exakt Null Personen plus eins (mich) ist. Dann reden wir aber wahrscheinlich trotzdem über Belanglosigkeiten, weil… naja, ist halt so. Beim letzten Mal haben wir darüber gesprochen, dass es draußen schon ziemlich kalt zu sein scheint, wenn die Scheiben von innen beschlagen. Was man halt so redet in einem Auto mit beschlagenen Scheiben.
Das kleine Finale wird bei D. sein. Dort gibt es Weizenbier, Steaks und Würstchen und vor allem normale Musik anstatt das allgegenwärtige Weihnachtsgedudel. Wir haben uns schon ein Weilchen nicht mehr gesehen und es wird Zeit, dass sie auf den neuesten Stand kommt. Und dann wird getratscht. Darauf freue ich mich schon sehr. Und auf das Weizenbier. Das große Finale wird in einer Kneipe bei Livemusik stattfinden. Bin gespannt, wer noch alles den Weg dahin findet. Der Miniweihnachtsmarkt macht zwar schon um 22 Uhr zu, aber in der Vergangenheit war das für manche schon zu spät.

Das Wochenende ist eventuell Weihnachtsmarktfrei, vielleicht geht es aber auch auf einen historischen Weihnachtsmarkt. Wenn, dann aber erst sonntags. Der Rest des Wochenendes ist verplant. Dafür steht für Montag garantiert ein Weihnachtsmarktbesuch an. Diesmal mit den Kollegen - oder besser gesagt Noch-Kollegen (das ist eine andere Geschichte). Das sollte aber eher harmlos werden, schließlich ist das in der Pampa und ich muss noch Auto fahren. Und ich habe keine Lust ausfallend zu werden, was an dem Tag mit Glühwein durchaus passieren könnte. Deshalb: kein Glühwein. Dafür aber vielleicht mein Weihnachtsanzug. Ja, ich habe einen Weihnachtsanzug. Er ist rot, mit grünen Motiven, weißen Streifen und er ist sehr hässlich, aber das ist ja gewollt.
Das Wochenende drauf harrt noch der Dinge. Entweder ich feiere oder es wird wohl wieder auf Weihnachtsmarkt rauslaufen. Diesmal in der Stadt. Tendenziell wird aber gefeiert. Nach vielen Jahren mal wieder.

Und rund um Weihnachten dann nochmal Weihnachtsmarkt. Die gehen mittlerweile ja auch über Weihnachten hinaus - falls man bis dahin noch nicht genug gepanschten süßen Rotwein und Billignüsse im Zuckermantel hatte. Tatsächlich war ich die letzten Jahre auch immer wieder nach Weihnachten dort. Bestimmt ist in den Glühweinen irgendwas, das süchtig macht. Alkohol oder so.

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Samstag, 19. November 2016
V. revisited

Was war das für ein Drama, als es vor gefühlt einer Million Jahren mal zu einem nächtlichen Geknutsche mit V. kam. Panische Telefonate mit D., was ich tun soll. Herumgefahre durch die Gegend mit theatralischer Musikuntermalung. Kein Blickkontakt auf der Party am nächsten Tag und überhaupt war das alles ganz kompliziert und heftig und überhaupt. Und heutzutage? Wildes Geknutsche, Hände an Stellen, wo sie eher nicht sein sollten und nur einen Wimpernschlag entfernt von einer Nummer in der Küche, während die anderen Anwesenden dort trunken am Tisch schlafen. Am nächsten Tag kurz vorbeifahren, die Sachen abholen, die man dort nächtens vergessen hat und sich dabei anlächeln.

Alles ein bisschen skurill zur Zeit, aber ich will mich nicht beschweren.

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Donnerstag, 4. August 2016
Weitermachen wie gehabt

Die beschissene Gutmütigkeit sollte man mir so langsam mal austreiben. Ich bin da aber auch nicht lernfähig und weitestgehend beratungsresistent. Nun denn, manchmal macht es ja auch bei mir Klick - so zB. heute und somit habe ich heute Dinge erledigt, die ich schon vor Tagen erledigen wollte, meiner dämlichen Gutmütigkeit sei Dank aber nicht erledigt habe. Jetzt dann aber. Muss diese Haltung idealerweise noch die nächsten zwei, drei Stunden durchhalten, dann habe ich es überstanden.

Im übrigen bin ich eine elende Dramaqueen. Es ist so übel, dass es mir selbst schon auffällt. Ich habe ja früher schon gerne mal ausgiebig in Selbstmitleid gebadet, aber diesmal ertappe ich mich dabei und haue mir dann innerlich auf die Finger (das muss man auch erstmal schaffen. So rein aus anatomischer Sicht), weil es - wenn man mal ehrlich ist - gar nicht so viel zu jammern gibt. Ich bin mir sogar sehr sicher, dass ich in ein, zwei Monaten herzhaft über mein heutiges Gejammer lachen werden. Tatsächlich bin ich nämlich, und ich rede mir ein, dass ich mir das nicht nur einrede, auf einem ziemlich guten Weg. Also so ziemlich ziemlich gut. Klar wird es da noch ein paar steile Kurven, fiese Anstiege und Schotter geben, aber wann hat man schon eine frisch betonierte, dreispurige Straße vor sich. Und wenn ist man dann in einer 70 PS-Möhre unterwegs.

Was bleibt also zu tun? Eigentlich nur weitermachen wie gehabt und ein, zwei Monate abwarten. Des Lachens wegen.

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