Donnerstag, 24. September 2026
Moralisch gefestigte Autoverkäufer

Mitten in der Nacht, um halb Zwei um genau zu sein, plötzlich wach gewesen. So wach, dass ich eigentlich hätte aufstehen können. An Schlaf war nicht zu denken. Um halb Drei habe ich dann kapituliert und BIN aufgestanden, aber kurz nach Drei hatte ich ein Einsehen, dass das so keinen Sinn hat, also bin ich wieder ins Bett und habe versucht mich müde zu lesen. Das hatte ich schon um halb Zwei probiert - ohne Erfolg. Diesmal hat es geklappt. Nochmal wichtiger und erholsamer Schlaf bis 6.18 Uhr.

Keine Ahnung, was das sollte. Brauche ich aber nicht öfter.

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Ich finde es immer erbaulich und schön, wenn jemand für seinen Job brennt. Okay, wenn jemand voller Freude und Überzeugung Berufskiller ist... das wäre jetzt nicht so erbaulich und gar nicht schön. Aber moralisch gefestigte Jobs - wenn die jemand mit voller Hingabe macht: Großartig!

Sagen wir mal so: Der Typ vom Autohaus entspricht eher nicht dieser Art von Mensch. Da brennt wenig, zumindest wenn es sich außerhalb des reinen Verkaufsprozesses bewegt. Mir wäre das unendlich peinlich, wenn ich so ahnungslos wäre, aber nun denn. Allerdings ist es ja auch fraglich, ob man den Beruf des Autoverkäufers mit moralisch gefestigt in Einklang bringen kann.

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Gleich noch ein Webinar. 45 Minuten sind angesetzt. Es geht - natürlich - um KI. Um was auch sonst. Bin trotzdem gespannt. Ich war schon ewig nicht mehr in einem Webinar. Meistens sehe ich die Dinger im Anschluss als Aufzeichnung. Das hat den Vorteil, dass man vorspulen kann. Kürzlich stolperte ich über ein Webinar eines ehemaligen Vorgesetzten. Er ist immer noch so eine Laberbacke wie damals und weiterhin ist das alles so dermaßen leer und ohne greifbaren Inhalt. Trotzdem hat er sowas wie Karriere gemacht; eigentlich wäre er auch prädestiniert für die große Politik. Wenn es einmal soweit ist, habe ich noch ein paar Sachen hier auf dem Rechner, die sicherlich spannend wären - für politische Gegner, die Presse, mich...

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Ach so, ganz vergessen zu erwähnen: Ich bin ab jetzt elektrisch unterwegs. Natürlich.

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Mittwoch, 23. September 2026
Landschaft und Sehenswürdigkeiten zwischen Brisant und FAKT

Ich hätte gerne eine Trophäe, ein Zertifikat oder wenigstens einen Anstecker; einfach irgendwas, das mich dafür auszeichnet, was für ein exzellenter Warter ich bin. Acht Monate sind eine lange Zeit.

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Vielleicht ist es auch dieser Aufregung geschuldet, dass ich um vier Uhr wach war, bis halb fünf noch krampfhaft zu schlafen versucht, aber dann doch kapituliert habe. Immerhin bis kurz vor fünf konnte ich noch mit dem ersten Kaffee des Tages warten.

In der ARD kommen um diese Uhrzeit übrigens Videos von Sehenswürdigkeiten (diesmal eine Burg, auf der ich als Kind zwei-, dreimal war), unterlegt mit Klaviermusik, die man früher auf Billig-CDs kaufen konnte, um seine mit der privaten Videocam (die mit den kleinen Kassetten) erstellten Filmchen zu vertonen - was genau das ist, was auch hier passiert ist. Filmchenvertonung. Wer tiefergehendes Interesse hat: Das läuft wohl so gegen 4.50 Uhr und 5.00 Uhr - genau zwischen der Brisant-Wiederholung des Vortags und der Wiederholung von FAKT. Letzteres war mir aber nichts am frühen Morgen. Die Arbeit wird noch genug Aufreger mit sich bringen; da braucht es keine Berichte über skrupellose Vermieter oder die blauen Nazis und ihre Obertrulla aus der Schweiz (bzw. in der Schweiz wohnhaftend).

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Gestern abend noch kurz in die Firmenmailbox geschaut. War ein Fehler. Keine Ahnung, ob die Führungsriege Langeweile hat oder kein Vertrauen in die Leute, deren Jobs sie meint so nebenbei miterledigen zu müssen. Als hätte sich die VW Vorstandsschaft in die Produktentwicklung inklusive Halbleiterherstellung eingemischt. Okay, bei VW könnte das durchaus so gewesen sein - nur ohne Halbleiter, weil... ist ja Hexenwerk und elektrisch.

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Noch 0 Tage.

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Dienstag, 22. September 2026
Verfrühung

Verfrühung. Auch ein schönes Wort, das ich m.W. noch nie vorher gehört haben. Wir kommen heute also am Ziel mit einer Verfrühung von zwei Minuten an. Lasset die Sektkorken knallen.

Heute morgen im Bett hatte ich die leise Hoffnung, dass der Zug ausfällt und ich noch einen Homeoffice-Tag einlegen kann. Nix ist, im Gegenteil. Jetzt hat das Ding sogar Verfrühung.

Die Bahn ist wieder relativ voll, dafür ist im Speisewagen viel Platz. Auch recht, dann gibt es eben einen Kaffee, einen Tisch und Ruhe. Teuer für fünf Euro erkauft, aber das ist es irgendwie auch wert.

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Noch 1 Tag.

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Heute Nacht habe ich anscheinend aufregende Dinge geträumt. Ob positiv oder negativ aufregend weiß ich schon nicht mehr. Dass es aufregend war, spüre ich an den Zähnen. Da wurde ganz schön geschrummelt. Wird Zeit, die Beissschiene wieder aus der Schublade zu holen und sie des nachts da zu platzieren, wofür sie gemacht wurde: In den Mund. Eigentlich ist das auch gar nicht so störend, fand ich. Es gibt also keinen Grund, das nicht zu tun, außer Faulheit und abendliche Planlosigkeit (auch erhältlich in den Varianten morgendlich und allgemein). Vielleicht sollte ich mir für heute abend einen Termin setzen. Handy bimmelt dann pünktlich um 21.30 Uhr und erinnert mich: Rein damit!

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Noch 7 Minuten bis zum Ziel... wenn die zwei Minuten Verführung noch aktuell sind.

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Montag, 21. September 2026
Unser Moment

Weil ich auf einer Ticketplattform war, bekomme ich nun überall Werbung für Touren von allen möglichen Künstlern angezeigt, so auch für die Tour von Roland Kaiser. "Unser Moment" nennt sich diese Tour und ich weiß nicht, ob das ein guter Name ist, denn Roland Kaiser ist ja mittlerweile Kult. Die Fans der ersten Stunde sind tot oder nicht mehr konzertfähig, aber er hat auch viele jüngere und junge Fans dazugewonnen. Ob bei denen dieses Wording - "Unser Moment" - zieht? Aber letztlich geht man ja nicht wegen dem Namen einer Tour auf ein Konzert. Oder doch? Keine Ahnung. Bin ja auch nicht Zielgruppe. Allerdings kannte ich mal eine Frau, die sehr Zielgruppe war. Eher jünger (damals Mitte, Ende Dreissig), aber Hardcore-Kaiserianerin. Sie wäre bei der Vorstellung eines gesäuselten "Unser Moment" eines nackten Roland Kaisers unter der gemeinsamen Decke im Hotelbett dahingeschmolzen. Also vielleicht doch nicht so schlecht, der Tourname.

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Der letzte Lauf war vergangenen Mittwoch, aber die Nachwirkungen sind immer noch spürbar. Es lässt sich wohl nicht weiter leugnen: Mittelfristig wird Laufen wohl kein Thema mehr sein. Langfristig sowieso nicht. Der jahrzehntelange Missbrauch am eigenen Körper rächt sich nun. Das Doofe: Joggen war eigentlich das Mittel der Wahl, um den geschundenen Körper einigermaßen Leben einzuhauchen. Wenn das nun wegfällt, braucht es eine adäquate Alternative. So wie ich radle, ist es das nicht. Noch nicht. Ich müsste einfach kraftvoller in die Pedale treten, dann wäre da sicher ein größerer Effekt sichtbar. Allerdings passiert das alles sitzend; es fehlt also an weiteren Komponenten. Der Plan ist, die KI nach Möglichkeiten zu fragen, allerdings schiebe ich das vor mir her, weil ich keine Lust auf die Antwort habe. So richtig schwer ist es ja nicht, die zu orakeln.

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Noch zwei Tage.

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Samstag, 19. September 2026
No Nordsee

Mal kurz eine Woche an die Nordsee. Kann ja nicht so teuer sein, außerhalb der Saison. Tja, leider doch; das ist sehr teuer. Es kommt günstiger, wenn man stattdessen eine Woche nach Mallorca fliegt. Türkei und Ägypten dürfte eventuell noch preiswerter sein. Ostsee wäre auch weniger preisintensiv, aber nochmal ein Schwung weiter bei der Anreise. Da bräuchte es nach der Rückfahrt gleich nochmal einen Erholungsurlaub.

Die Preise überraschen mich dann schon. Bin wohl zu selten in Urlaub und habe deshalb die Marktlage nicht so im Blick.

Am liebsten würde ich Urlaub Urlaub sein lassen, die Zeit ansammeln und dafür im nächsten Jahr mal drei Wochen am Stück irgendwohin. Aber zum einen wird Urlaub im nächsten Jahr aus vielerlei Gründen wahrscheinlich noch teurer und außerdem muss ich meinen Resturlaub noch dieses Jahr aufbrauchen - komme was wolle. Dann brauche ich den eben auf.

Würde ich Skifahren, wäre es leichter. Da ist die Menge an Zielen begrenzt und dass es so richtig scheissteuer wird, ist von vorneherein klar.

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Hatte überlegt, ob ich das Wochenende mit einem kleinen Samstagmorgenlauf einläute. Knie sagt aber nein.

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Noch vier Tage...

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