Donnerstag, 5. März 2026
Ein immerwährender Umzug
Das mit dem Strukturieren klappt nicht. Wahrscheinlich braucht es eine innere Grundordnung und die ist nicht vorhanden. Ohne diese Grundordnung ist es wie als körperlich eingeschränkter Helfer bei einem Umzug: Man möchte helfen, hat seine Hand auch am schweren Schrank, aber steht dabei eher im Weg als wirklich das Gewicht mitzutragen und eigentlich läuft man nur von einer Ecke in die andere, ist völlig plan- und am Ende auch hilflos. Aber anders als bei einem Umzug bin ich mit der Strukturierungsproblematik allein, renne zwar auch wie ein aufgescheuchtes Huhn von Baustelle zu Baustelle, aber geschafft wird dadurch nichts. Ein immerwährender Umzug, während das Gehupe der Autofahrer immer lauter wird, weil man in zweiter Reihe steht und alles blockiert. Was für ein Albtraum.
Gestern im Video-Gespräch merkte man mir an, wie ich unter Strom stehe. Womöglich lag es daran, dass in einem Satz auch die Worte "diese ganze Scheisse" fielen und dass meine Atmung stakkatohaft-hektisch war. Naja, man muss kein Mentalist sein, um an schiffstaugroßen Halsschlagadern und der Gestik eines Menschen am Rande des Wahnsinns zu erkennen, dass da eine gewisse Anspannung vorhanden ist. Tatsächlich war das sogar ziemlich sicher spürbar, denn es kam auch die Frage auf, wer mich denn vertreten könne, wenn ich mal in Urlaub bin oder krank würde. Plötzlich war da eine gewisse Nervosität beim Gegenüber spürbar. Das wäre fast schon witzig ...wenn es witzig wäre.
Die Anspannung schlägt sich auch bei der Ernährung nieder: Die ist unterirdisch. Schokolade und anderer Süßkram, um den Serotoninspiegel zu pushen, kleine Mini-Glücksmomente ohne nennenswerte Halbwertszeit und um den klebrig-süßen Geschmack wegzubekommen immer wieder Knäckebrot mit Käse und vor allem diese teuflischen Nüsse im Teigmantel. Für den Übergang zurück zu süß gibt es die nicht weniger teuflischen Nüsse "Honig & Salz". Honig. Das klingt noch so gesund, aber natürlich weiß man, dass an den Dingern nichts, aber auch rein gar nichts gesund ist. Eigentlich sind das gebrannte Mandeln, die plötzlich nicht mehr nur am Jahr- oder auf dem Weihnachtsmarkt verfügbar sind, sondern das ganze Jahr. In rauen Mengen und überall. Die süß-salzige Mischung bildet den Übergang zurück zu Schokolade, denn das Leben ist nicht leicht und es braucht zart-schmelzendes Glück und so dreht sich diese Spirale der Leberverfettung immer weiter Richtung Herzinfarkt und Selbstverachtung.
Fahrradfahren verlernt man nie. Wenn man es längere Zeit nicht gemacht hat, ist es vielleicht ein bisschen holprig am Anfang, aber man wird es weiterhin können. Das gilt nicht unbedingt für den ganzen Psychokram. Eigentlich sollte man wissen was los ist, was da vor sich geht und vor allem, wie man aus dem Mist wieder rauskommt. Vielleicht weiß man es sogar in der Theorie, aber selbst mit diesem Wissen fliegt man - um im Fahrradbild zu bleiben - ganz gehörig und volle Kanne auf die Schnauze. Und es ist nicht wie beim Reiten, wo man sofort wieder aufs Pferd soll, weil es dann irgendwann klappen wird (keine Ahnung, ob das stimmt). Wenn man bei dem Psychokram auf die Schnauze fliegt, fühlt man sich darin bestätigt, dass das alles nicht klappt, nicht klappen kann und niemals klappen wird. Dann wäre liegen bleiben eigentlich eine gute Sache, aber so einfach ist es dann auch nicht. Das wird nicht helfen und eigentlich weiß man das auch und ach Mist, man sollte doch wissen, wie das geht... es ist ein fieser Kreislauf.
Das Wissen um die Abläufe und Szenarien ist da. Vielleicht klappt es doch noch, dieses Wissen auch zu nutzen. Das ist der Plan.
Gestern im Video-Gespräch merkte man mir an, wie ich unter Strom stehe. Womöglich lag es daran, dass in einem Satz auch die Worte "diese ganze Scheisse" fielen und dass meine Atmung stakkatohaft-hektisch war. Naja, man muss kein Mentalist sein, um an schiffstaugroßen Halsschlagadern und der Gestik eines Menschen am Rande des Wahnsinns zu erkennen, dass da eine gewisse Anspannung vorhanden ist. Tatsächlich war das sogar ziemlich sicher spürbar, denn es kam auch die Frage auf, wer mich denn vertreten könne, wenn ich mal in Urlaub bin oder krank würde. Plötzlich war da eine gewisse Nervosität beim Gegenüber spürbar. Das wäre fast schon witzig ...wenn es witzig wäre.
Die Anspannung schlägt sich auch bei der Ernährung nieder: Die ist unterirdisch. Schokolade und anderer Süßkram, um den Serotoninspiegel zu pushen, kleine Mini-Glücksmomente ohne nennenswerte Halbwertszeit und um den klebrig-süßen Geschmack wegzubekommen immer wieder Knäckebrot mit Käse und vor allem diese teuflischen Nüsse im Teigmantel. Für den Übergang zurück zu süß gibt es die nicht weniger teuflischen Nüsse "Honig & Salz". Honig. Das klingt noch so gesund, aber natürlich weiß man, dass an den Dingern nichts, aber auch rein gar nichts gesund ist. Eigentlich sind das gebrannte Mandeln, die plötzlich nicht mehr nur am Jahr- oder auf dem Weihnachtsmarkt verfügbar sind, sondern das ganze Jahr. In rauen Mengen und überall. Die süß-salzige Mischung bildet den Übergang zurück zu Schokolade, denn das Leben ist nicht leicht und es braucht zart-schmelzendes Glück und so dreht sich diese Spirale der Leberverfettung immer weiter Richtung Herzinfarkt und Selbstverachtung.
Fahrradfahren verlernt man nie. Wenn man es längere Zeit nicht gemacht hat, ist es vielleicht ein bisschen holprig am Anfang, aber man wird es weiterhin können. Das gilt nicht unbedingt für den ganzen Psychokram. Eigentlich sollte man wissen was los ist, was da vor sich geht und vor allem, wie man aus dem Mist wieder rauskommt. Vielleicht weiß man es sogar in der Theorie, aber selbst mit diesem Wissen fliegt man - um im Fahrradbild zu bleiben - ganz gehörig und volle Kanne auf die Schnauze. Und es ist nicht wie beim Reiten, wo man sofort wieder aufs Pferd soll, weil es dann irgendwann klappen wird (keine Ahnung, ob das stimmt). Wenn man bei dem Psychokram auf die Schnauze fliegt, fühlt man sich darin bestätigt, dass das alles nicht klappt, nicht klappen kann und niemals klappen wird. Dann wäre liegen bleiben eigentlich eine gute Sache, aber so einfach ist es dann auch nicht. Das wird nicht helfen und eigentlich weiß man das auch und ach Mist, man sollte doch wissen, wie das geht... es ist ein fieser Kreislauf.
Das Wissen um die Abläufe und Szenarien ist da. Vielleicht klappt es doch noch, dieses Wissen auch zu nutzen. Das ist der Plan.