Sonntag, 8. März 2026
War gar nicht schlimm

Na also, geht doch: Keine Exzesse, keine Eskapaden, keine Dramen. Dafür sehr kalt, was man hätte erahnen können, wenn man eine Party in einem ungeheizten Partyzelt im Freien veranstaltet. Im März. Für einen runden Geburtstag waren es erstaunlich wenig Gäste, was dann vielleicht doch ein Indiz auf die nicht ganz pflegeleichte Mitgastgeberin ist. Ich habe nun auch ihre Eltern kennengelernt und sagen wir mal so: Auch ohne Psychologiestudium erkennt man schnell, dass man bei der Ursachenforschung unbedingt ein Augenmerk auf die Beiden legen sollte.
Nun denn, alles in allem war es ganz nett, sich mal wieder unter (ein paar) junge Leute zu mischen, es gab Nahrung und Getränke und wenn man auch Jacky-Cola aus der Dose oder selbstgemischte Eigenkreationen steht, war man im Paradies. Und ich habe was gelernt, was ich nicht wusste. Bei den kleinen Fläschchen mit Pflaumenlikör, Saurer Apfel usw. steht eine Zahl auf dem Flaschenboden. Laut Gesetz ist man verpflichtet, so oft mit der Flasche auf den Tisch zu klopfen, wie diese Zahl auf der eigenen Flasche vorgibt. Das kann durchaus auch mal dreistellig werden.

Einen kleinen Vortrag über E-Autos und E-Mobilität im Allgemeinen habe ich auch erhalten. Die Grundrichtung war erwartbar, ich habe es stoisch ertragen (brennen alle, mit dem Lithium wird China unseren Untergang einweihen, im Ausland ist das "Tanken" mit Strom viel einfacher und günstiger, das mit den E-Autos ist eh nur ein Hype, der bald vorbei sein wird), weil diskutieren hier nichts bringt. Gälte auch für Politik, weshalb das Thema erst gar nicht auf den Tisch kam - trotz den Wahlen heute.

Um halb Zwölf war ich zuhause. Die Füße eiskalt und auch ansonsten durchgefroren. Den Magen in Aufruhr wegen zuviel Flammkuchen, Fleischkäse und Kuchen. Nach einer heißen, einer sehr heißen Dusche ins Bett, noch eine halbe Stunde nachgefroren, dann in einen tiefen Schlaf mit absonderlichen Träumen gefallen. Die Träume hatten nichts mit der Party zu tun; da hat wohl die Zeit zwischen Veranstaltung und Schlaf nicht gereicht, um das in die Traumwelt einzuplanen. Vielleicht waren die wirren Träume heute nacht auch nur zum Warmmachen und um mich auf das Inferno vorzubereiten, dass mit mit den Träumen zu dem gestrigen Event bevorstehen. Wobei... war ja gar nicht schlimm. Das werden handzahme, wenn auch kalte Träume.

---

Die Sonne kommt raus. Der Plan ist, die Räder ein bisschen auf Vordermann zu bringen (Entstauben, ein bisschen reinigen, Ketten ölen, Luft auf die Reifen) und ein kleiner Lauf in der Frühlingssonne. Außerdem ausgiebig frühstücken. Nach der Völlerei gestern abend darf man nämlich nicht sofort auf Null. Man muss das "ausschleichen", also heute ein feudales Frühstück, aber vielleicht nur ein süßes Stück anstatt zwei. Das ist wie bei Extremkraftsportlern, die auch nicht einfach so aufhören können/sollen/dürfen. Ich bin eben ein Extremvöllerist und da gilt das gleiche - Langsam runter von den Wettkampfmengen, aber ganz vorsichtig und nicht in einer Hauruck-Aktion.

Folgen Sie mir für weitere wertvolle Ernährungstipps.

... comment