Samstag, 17. Januar 2026
Arm, aber mobil
Er war wie aus einer Screwball Comedy entsprungen. Pullunder überm Hemd, Brille mit Drahtgestell und etwas fahrig. Schaute immer woanders hin, wenn er mit einem redet. Einmal stand er so da, die Hände in der Hüfte und schaute in der Ferne, wie Superman, nachdem er die Welt gerettet hat. Allerdings hatte Superman keine Spucke in den Mundwinkeln und Superman hätte auch anders über den Gebrauchtwagen geredet, hätte erwähnt, dass er ein Jahr älter ist als zugelassen, dass ihm Dinge fehlen, die man heutzutage gerne hätte und überhaupt war da wenig supermanartig außer der Haltung. Trotzdem mache ich nächste Woche eine Probefahrt, wohl wissend, dass ich das Auto nicht nehmen werde. Wie ich wohl auch nicht bei diesem Händler Kunden sein möchte. Die Stimmung bei den Mitarbeitern war etwas seltsam. Bad Vibrations.
Das war der letzte Termin (bezgl. Fahrzeug) am gestrigen Tag. Der erste war am angenehmsten. Ein junger Mann, der auch an einem vorbeischaute - allerdings nur mit einem Auge und das nicht absichtlich. Es war dem Auge geschuldet. Nach einer kurzen, ersten Verwirrung sind wir eine Konfiguration durchgegangen, bei der mir beim Blick auf den Preis immer übler wurde. Am Ende kam aber sofort, unaufgefordert und ohne Bettelei ein Hausrabatt und nochmal irgendwas, das den Preis schon mal sehr nach unten korrigierte. Das machte ein wohliges Gefühl, man fühlte sich gut aufgehoben. Wunderbar. War allerdings immer noch teuer. Beim zweiten Modell (andere Marke) konnte noch nichts konkretes gesagt werden, da das über einen Kollegen in einem anderen Haus läuft: das ist ein Verbund verschiedener Autohäuser mit unterschiedlichen Marken. Tatsächlich wäre das aber mein Wunschauto (vielleicht eine andere Farbe: ich war bei der Konfiguration sehr mutig) und auch das (neue) Modell beim oben genannten Superman-Mundwinkelspeichelverkäufer.
Der zweite Termin war um die Ecke vom letzten Termin. Man hatte dort zwei Gebrauchte, die ich mir einfach mal anschauen wollte. Das sei kein Problem schrieb mir ein Verkäufer, er fahre das eine Auto aktuell und da er da sei, wäre es das Auto auch. Dem war auch so, aber das Auto konnte so gar nicht überzeugen. Optisch. Wer kommt auf die Idee weißes Ledersitze in ein Fahrzeug zu bauen. Also außer drittklassige Rapper mit einem guten Vorschuss vom Label oder Zuhälter mit schlechtem Geschmack? Das Auto hatte jedenfalls weiße Ledersitze, wie überhaupt viel Weiß im Innenraum verbaut wurde. Trotzdem hatte alles die Anmutung eines LKW Führerhauses. Das ist kein Wohlfühlauto. Schade. Ich habe zwar auch hier einen Termin für eine Probefahrt nächste Woche, aber werde wohl absagen. Wäre vergeudete Zeit.
Es bleiben also zwei Modelle, eins ist klarer Favorit, aber ist ja auch eine Entscheidung. Deshalb will ich heute zu einem weiteren Händler, der vom Favoritenmodellen noch ein paar Varianten stehen hat. Es geht um Sitze, Größe innen und außen und Form. Und nächste Woche dann die Entscheidung. Danach bin ich arm, aber mobil.
Das war der letzte Termin (bezgl. Fahrzeug) am gestrigen Tag. Der erste war am angenehmsten. Ein junger Mann, der auch an einem vorbeischaute - allerdings nur mit einem Auge und das nicht absichtlich. Es war dem Auge geschuldet. Nach einer kurzen, ersten Verwirrung sind wir eine Konfiguration durchgegangen, bei der mir beim Blick auf den Preis immer übler wurde. Am Ende kam aber sofort, unaufgefordert und ohne Bettelei ein Hausrabatt und nochmal irgendwas, das den Preis schon mal sehr nach unten korrigierte. Das machte ein wohliges Gefühl, man fühlte sich gut aufgehoben. Wunderbar. War allerdings immer noch teuer. Beim zweiten Modell (andere Marke) konnte noch nichts konkretes gesagt werden, da das über einen Kollegen in einem anderen Haus läuft: das ist ein Verbund verschiedener Autohäuser mit unterschiedlichen Marken. Tatsächlich wäre das aber mein Wunschauto (vielleicht eine andere Farbe: ich war bei der Konfiguration sehr mutig) und auch das (neue) Modell beim oben genannten Superman-Mundwinkelspeichelverkäufer.
Der zweite Termin war um die Ecke vom letzten Termin. Man hatte dort zwei Gebrauchte, die ich mir einfach mal anschauen wollte. Das sei kein Problem schrieb mir ein Verkäufer, er fahre das eine Auto aktuell und da er da sei, wäre es das Auto auch. Dem war auch so, aber das Auto konnte so gar nicht überzeugen. Optisch. Wer kommt auf die Idee weißes Ledersitze in ein Fahrzeug zu bauen. Also außer drittklassige Rapper mit einem guten Vorschuss vom Label oder Zuhälter mit schlechtem Geschmack? Das Auto hatte jedenfalls weiße Ledersitze, wie überhaupt viel Weiß im Innenraum verbaut wurde. Trotzdem hatte alles die Anmutung eines LKW Führerhauses. Das ist kein Wohlfühlauto. Schade. Ich habe zwar auch hier einen Termin für eine Probefahrt nächste Woche, aber werde wohl absagen. Wäre vergeudete Zeit.
Es bleiben also zwei Modelle, eins ist klarer Favorit, aber ist ja auch eine Entscheidung. Deshalb will ich heute zu einem weiteren Händler, der vom Favoritenmodellen noch ein paar Varianten stehen hat. Es geht um Sitze, Größe innen und außen und Form. Und nächste Woche dann die Entscheidung. Danach bin ich arm, aber mobil.
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