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Dienstag, 10. Februar 2026
Was soll man da sagen...
Und dann kommt aus der kalten eine Info, die man so nicht erwartet hat, die einen völlig unvorbereitet trifft - als gäbe es da eine Möglichkeit, sich vorzubereiten. Es war also keine Grippe oder starke Erkältung sondern posttraumatische Angststörungen. Und dann fallen so nebenbei Sätze, in denen die Sache an Tiefe gewinnt. Direkte Schutzbefohlene aus der Familie, Kind, Missbrauch. Man sitzt da, hört das und ist überfordert. Wie reagiert man da? Wahrscheinlich jeder unterschiedlich und jeder auf seine Art. Nach den gesundheitlichen Querelen und immer wieder neu auftauchenden Kriegsschauplätzen, hat sich bei mir anscheinend der interessierte und "neutrale" Beobachter herauskristallisiert. Mit Zuhören und Nachfragen, aber immer etwas distanziert und ohne Mitleid. Natürlich Mitgefühl! Aber kein Mitleid, kein Jammern auf die Schlechtigkeit die Welt, immer mit Optimismus und einer positiven (sofern man bei diesen Dingen von positiv) Sicht der Dinge. Nicht geheuchelt, das wäre schlimm, viel schlimmer als triefendes Mitleid.
Sie wirke auch auf manche kalt, sagt sie. Weil sie sagt, dass es eben so ist, man eh nichts ändern kann, der Beteiligte schon lange tot ist und er nicht auch noch im Tod über sie bestimmen soll. Das sagt sich einfach, ist es aber nicht. Genau das sage ich ihr. Und natürlich ist dem so; das weiß sie, das weiß ich. Trotzdem ist es ein guter Ansatz, der beste für sie und auch hier gilt: das mag nicht für jeden gelten. Für sie aber schon.
Es war kein tiefgreifendes Gespräch, wie auch via Online Videocall. Ich fühlte mich auch nicht bereit für Deep Talk bei dieser Thematik, aber vielleicht ist es wie bei Erster Hilfe direkt am Unfallort. Man macht nur etwas falsch, wenn man gar nichts macht. Gar nichts habe ich aber auch nicht gemacht. Ich habe zugehört und war emphatisch. Ohne Mitleid. Ob das gut war? Keine Ahnung. Aber falsch war es sicher auch nicht. Vielleicht spreche ich sie bei Gelegenheit darauf an. Ob das okay war, ob ich mehr tun kann, ob sie darüber reden möchte. Persönlich und direkt und nicht via Monitor. Wenn sie das möchte: gerne. Aber selbst dann gibt es Dinge, auf die man sich nicht vorbereiten kann. Sowas zum Beispiel.
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PS: die Bahn fällt aus. Somit also auch heute Home Office. Wenn man auf der Suche nach einem Grund für eine Abmahnung ist... bei mir wird man wahrscheinlich ziemlich schnell fündig.
Sie wirke auch auf manche kalt, sagt sie. Weil sie sagt, dass es eben so ist, man eh nichts ändern kann, der Beteiligte schon lange tot ist und er nicht auch noch im Tod über sie bestimmen soll. Das sagt sich einfach, ist es aber nicht. Genau das sage ich ihr. Und natürlich ist dem so; das weiß sie, das weiß ich. Trotzdem ist es ein guter Ansatz, der beste für sie und auch hier gilt: das mag nicht für jeden gelten. Für sie aber schon.
Es war kein tiefgreifendes Gespräch, wie auch via Online Videocall. Ich fühlte mich auch nicht bereit für Deep Talk bei dieser Thematik, aber vielleicht ist es wie bei Erster Hilfe direkt am Unfallort. Man macht nur etwas falsch, wenn man gar nichts macht. Gar nichts habe ich aber auch nicht gemacht. Ich habe zugehört und war emphatisch. Ohne Mitleid. Ob das gut war? Keine Ahnung. Aber falsch war es sicher auch nicht. Vielleicht spreche ich sie bei Gelegenheit darauf an. Ob das okay war, ob ich mehr tun kann, ob sie darüber reden möchte. Persönlich und direkt und nicht via Monitor. Wenn sie das möchte: gerne. Aber selbst dann gibt es Dinge, auf die man sich nicht vorbereiten kann. Sowas zum Beispiel.
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PS: die Bahn fällt aus. Somit also auch heute Home Office. Wenn man auf der Suche nach einem Grund für eine Abmahnung ist... bei mir wird man wahrscheinlich ziemlich schnell fündig.
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