Mittwoch, 1. April 2026
Es läuft ein bisschen unrund

Es lief nicht gut. Nein, kein April-Scherz. Es lief wirklich nicht gut. Nun gilt es, die altbekannte Krone zu richten und weiterzugehen. Allerdings suche ich noch die Krone; die hat es ganz schön weggehauen. Soviel dazu.

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Dazu passend ist es wieder mal ein Graus, die Nachrichten zu überfliegen. Der Kanzler redet von 80 Prozent, behauptet dann, der andere habe das gesagt, der andere sagt, das stimme nicht, das wäre vom Kanzler gekommen... was für ein unwürdiges Schauspiel. Aber an unwürdigen Schauspielen mangelt es zur Zeit eh nicht. Was der orange Ficker und seine nicht minder widerliche Gefolgschaft tagtäglich absondern und - noch schlimmer - tun, raubt einem völlig den letzten Rest an Resilienz. Dazu noch Kriege hier und dort, Nazis in Israel (diesen Widerspruch werde ich wohl nie verstehen), überall Korruption und Gier und "Tech-Oligarchen", die auch nur Arschlöcher mit viel zu viel Geld sind. Viel, viel, viel zu viel. Und da soll man gechillt bleiben? Klar wünscht man manchen Typen so richtig fiese, äußerst schmerzhafte und langwierige Krankheiten an den Hals. Das ist nicht schön, aber was will man machen. Was heißt "man"; im konkreten Fall "ich". Weiß ja nicht, ob es anderen auch so geht. Sonderlich stolz bin ich auch nicht für solche Gedanken, aber immerhin behalte ich sie für mich und treibe damit die Spaltung nicht noch selbst voran (wobei ich auch hier nicht verstehe, wie man manches weiterhin verteidigen und womöglich gut finden kann, aber nun denn. Diskutieren werde ich darüber nicht. Bringt nichts, außer noch höheren Blutdruck).

Soviel zur Lage der Nation, der Welt und letztlich (man liest es zwischen den Zeilen) auch bei mir.

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Mein Vater ist ein depressiver, alter Mann mit Übergewicht und einem schwachen Herz. Perfekt wäre abnehmen und mehr Bewegung. Eigentlich wäre mehr Bewegung schon mal ein großer Hebel, aber er hat sich vor Jahren dafür entschieden, dass er nun einen Rollator benutzen möchte und damit ging es immer mehr bergab (Bewegung. Gewicht ging meistens hoch oder blieb auf hohem Niveau). Das ist alles nicht gut, hat Folgeerkrankungen dies und das. Gestern war er beim Kardiologen und er sollte auch wegen "Abnehmspritze" nachfragen. Ohne kriegt er es nämlich nicht in den Griff und wird auch wahrscheinlich nicht mehr allzu lange leben. Das käme ihm in seiner Depression ganz gelegen, er redet eh schon die meiste Zeit davon, wie beschissen alles sei und dass er nicht mehr leben möchte. Eigentlich war ich der Meinung, dass der Kardiologe freudig in die Luft springt und meinen Vater zu seinem Entschluss gratuliert. Dem war aber nicht so. Das Hauptthema war, dass das teuer sei und man das selbst zahlen müsse, denn wegen Übergewicht kriegt man das Zeug nicht verschrieben. Das wäre finanziell kein Thema, aber der Grundtenor war so negativ, dass es nun zu keiner Spritze kommt. Mein Vater war eh negativ eingestellt diesbezüglich, meine Mutter (die extra mitgekommen war) hätte es sehr befürwortet und hatte ähnlich wie ich, große Hoffnung in diesen Arztbesuch gesetzt. Nun bleibt es also beim Status quo, bzw. es geht weiter abwärts und es wird sich erst etwas tun, wenn mein Vater entweder an Herzversagen (könnten auch andere Organe sein) stirbt oder er sich erfolgreich noch eine Diabetes zu dem ganzen anderen Mist angefressen hat. Was zuerst eintritt?... Man wird sehen.

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Klingt alles düster, aber immerhin geht es teilweise auch aufwärts: Auf der Waage. Hurra.

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Es läuft ein bisschen unrund, würde ich mal sagen.

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