Freitag, 16. Dezember 2011
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Schon vor dem heutigen griechischen Weihnachtsessen Magenprobleme zu haben, ist ja was ganz Neues. Normalerweise kommen die meist erst hinterher ...trotz ausgiebigem Kontereinsatz von Ouzo. Nun gibt es zwei Möglichkeiten: entweder es wird schlimmer (wobei ich nicht wüsste, wie das gehen soll. Es ist ja nichts Verwertbares mehr in mir) oder es hört auf (Im "Jetzt ist es eh egal"-Sinne und es kommt zu einer spontanen Selbstheilung). Kann mit beidem leben, weil machen kann man eh nichts.

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Und derweil ist es weiterhin stürmisch. Blöderweise nur draußen.

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Donnerstag, 15. Dezember 2011
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Muss noch eine Email ans Amt schreiben. Nicht, weil ich wirklich Wichtiges mitzuteilen hätte, aber da die Gegenseite anscheinend jeden Atemzug dokumentiert, sollte ich auch mal Präsenz zeigen. Ich könnte mal dezent auf den Jahrestag der großen Sause hinweisen, der demnächst ansteht. Sylvester vor einem Jahr haben die Korken im Mittelmeer geknallt, als ob es kein Morgen mehr gäbe. Inklusive Vorfeier von fünf Tagen plus ein Tag Nachfeier. Quasi eine Woche Koma. Kann man machen, dann aber bitte ohne Menschen, für die man verantwortlich ist. Interessiert die vom Amt leider nicht mehr. Die sind auch leicht angealzheimert bei solchen Sachen.

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Zwei "anonyme" Anrufe auf dem Handy. Könnte gut und gerne Cheffe sein, der heute zu einem wichtigen Termin beim wichtigen Kunden war. Falls dem so ist, sind entweder den Kunden los oder haben eine Schweinemenge an Arbeit zusätzlich. Beides blöd. Bedingt durch ein leicht übertriebenes Ego könnte auch gut sein, dass er einfach mal durchklingeln wollte, um zu vermelden, was für ein toller Hecht er in diesem großen Teich voller Guppys er doch ist.
Vielleicht wars aber auch ein ganz anderer "Anonymer".

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Hab mit dem Laufen angefangen. Vorerst mal die Nase, der Rest folgt dann irgendwann. Vielleicht.*

* Zeitverwertung. War schon bei Twitter

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Mittwoch, 14. Dezember 2011
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Stürmische Zeiten gerade. Zumindest draußen. Todesmutig turnen Leute beim Nachbarn auf dem Dach herum und montieren Sonnenkollektoren. Auch ein bisschen arg optimistisch jetzt noch Sonnenkollektoren aufs Dach zu setzen, aber vielleicht ist es da wie beim Heizöl: außerhalb der Saison sind die Dinger günstiger. Heruntergefallen ist anscheinend keiner: das hätte man mitgekriegt.
Was macht man an so einem stürmischen Tag, wenn man nicht gerade Sonnenkollektoren auf Dächern anbringt? Genau: am besten nichts im freien. Drinnen ist es aber ehrlich gesagt eher langweilig. Nicht, dass Langeweile etwas Schlechtes wäre. Es geht nichts über gepflegte Langeweile (siehe den Polt-Artikel kürzlich), zumal sich das mit Langweile ab morgen wieder hat (back to work. Grmpf). Wenn es dann mal zuviel wurde mit der Langeweile habe ich gelesen. Und noch eine Runde geschlafen. Und wie! Das wäre glatt als Koma durchgegangen. Ich atme übrigens zwischendurch nicht. Also nicht im Tiefschlaf (obwohl... da vielleicht auch), sondern so kurz vorm finalen Wegsacken. Ganz seltsam. Vielleicht übt sich mein Unterbewusstsein im Suizid light, schaffts aber dann doch nicht ganz. Bisher kam dann nämlich immer ein plötzliches tiefes Einatmen, wie ein Taucher, dem ganz weit unten plötzlich der Sauerstoff ausgeht, er sich nach oben kämpft und dann die Lungen vollsaugt, sobald er an der Oberfläche ist. Jedenfalls wache ich dann davon wieder ein Stückchen auf.

Außerdem sollte man nicht versuchen des Nachts in betrunkenem Zustand auf dem Heimweg mit der neuen Kamera Blitzlichtbilder vom Mond machen. Wenn es unbedingt sein muss, sollte man aber darauf achten, dass keine anderen Leute unterwegs sind. Die schauen dann nämlich ganz komisch. Zum Glück habe ich nicht auch noch gesungen.

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Mittwoch, 14. Dezember 2011
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Ich muss öfter in die Spelunke und dann auf jeden Fall länger bleiben. Was man da alles erfährt. Beispiel: Viagra ist im Ausland günstiger zu haben. Die eigentliche Nachricht ist nicht die Kostenersparnis, sondern die Überbringer der Nachricht. Zwischen Bier vier und fünf ist den Leuten nicht mehr viel peinlich. Besonders klasse fand ich die Aussage, dass man als Rentner nicht mehr soviel Sex hat. Zeit wäre ja genug da, aber man kann es sich nicht mehr leisten, denn selbst im Ausland sind Viagra teuer. Tja.

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Montag, 12. Dezember 2011
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Mit bester Laune, tiefenentspannt auf Mariannengrabenlevel und nur bester Dinge losgezogen, um eine Jacke zu kaufen. Man ist nämlich der Meinung, dass diese Jacke ja nun ihre besten Tage hinter sich habe, die sich aufdröselnden Nähte nicht mehr wirklich schön seien und jetzt, da der Todestag des Schneiders, der dieses Kleinod noch auf dem Sterbebett in den letzten Züge zu Ende brachte selbst den nächsten Verwandten kein Grund mehr ist frische Blumen aufs Grab zu stellen es endlich an der Zeit sei, über eine neue Jacke nachzudenken. Man erklärte sich sogar bereit diese zu finanzieren, aber auch tatsächlich nur diese. Die gebotene Geldsumme dürfe keinesfalls für andere Dinge nicht-kleidungstechnischer Art verwendet werden.

Tatsächlich habe ich das Geld noch nicht, aber dank bester Laune und mariannengrabentiefer Entspannung dachte ich mir, dass ja mal schauen könne, was die Nachkommen des Schneiders heutzutage so im Repertoire haben. Hauptsache nichts von Hilfiger. Ich wohne in einer Gegend, in der dieser Name gewisse Leute immer noch zu billigen und/oder halbzotigen Sprüchen hinreisst.
Direkt vor dem Laden ist gerade einer der drei oder vier Weihnachtsmärkte der Stadt. Um diese Uhrzeit noch relativ leer, aber dank tausendfach angebrachter Lautsprecher und akkordeonspielender rumänischer Bettlersdamen (die Kinder haben noch alle Gliedmaßen; kurz vor Weihnachten wird dann aber nochmal Gas gegegeben, damit der Rubel rollt. Da hinkt dann schon der eine oder andere Knirps) schon sehr weihnachtlich beschallt. In den Schaufenstern des Ladens: keine Jacken. Zumindest keine schönen. Es gab nicht so schöne und nicht so schöne von Hilfiger. Hat aber nichts zu sagen: das komplette obere Stockwerk besteht aus Unmengen von Jacken.

Dummerweise ist aber auch der Elektrodiscounter nicht weit weg und was soll ich sagen: die Stimmen in meinem Kopf sagten mir, ich solle doch noch kurz dort vorbeischauen. Ich war ja auch schon lange nicht mehr dort und wer weiß: vielleicht sind gerade USB-Sticks im Angebot.

Einen USB-Stick habe ich nicht gekauft. Dafür eine Kamera, eine Speicherkarte und eine Tasche für die Kamera. Das war extrem wichtig, denn nun kann ich bei der Suche nach einer Jacke die Kriterien etwas einschränken: es muss eine sein, in die die Kamera mitsamt Tasche reinpasst. Sonst bringt das ja nichts. Dummerweise hatte ich danach keine Lust mehr nach einer solchen Jacke zu suchen. Mache ich dann morgen. Oder übermorgen. Mal sehen...

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