Montag, 9. Januar 2012
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Wecker sollten nicht um halb Sechs am Morgen klingeln. Schon gar nicht, wenn man vier mal snoozt und dann doch erst nach Sechs aus dem Bett kommt.

Gibt so Tage, die sind einfach Mist. Oder Wochen. Dieses Jahr ist bisher noch nicht wirklich mein Freund. Wird ja aber vielleicht noch. Eine gute Sache wäre zum Beispiel den Blender in der Versenkung verschwinden zu lassen. Es gibt tatsächlich Menschen, die zu allem ihre Meinung lauthals kundtun müssen und es dabei schaffen noch irgendwelche Eigenlobhudeleien dabei unterzubringen. Ich stelle mir das so dermaßen anstrengend vor. Der umgekehrte Weg, also sein Licht unter den Scheffel zu stellen ist ja schon nicht ohne, aber dieses andauernde Herumgeprahle muss doch weh tun, vor allem, wenn man tief im Inneren weiß, dass das eigentlich nur große Show ist. Und das muss er wissen; andere merken es ja auch so langsam. Naja, was solls.

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Sonntag, 8. Januar 2012
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Schrimps mit Zucchini-Paprikagemüse kann ich nur empfehlen. Und es stimmt tatsächlich: geht ruckzuck. Rechnet man allerdings die Zeit für die Spülerei und das Wiederherstellen der Küche dazu, dauerts deutlich länger. Trotzdem: war lecker.

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Die Buchauswahl um Supermarkt war nicht so berauschend, also wurde es per Spontanzugriff eines von Roger Willemsen. Ich mag den Mann eigentlich, nur wenn er gar zu verschwurbelt redet wirds anstrengend. Genauso ist das Buch. Wer sagt denn bitte, dass eine Frau sich "die Scham" wäscht. Sie wäscht sich untenrum, zwischen den Beinen, wasweißich, aber "die Scham"? Sowas sagt man doch nur noch im medizinischen Umfeld und da ist dann auch noch ein Bein mit dabei.
Außerdem hätte ich die Tante schon nach der ersten Zugetappe rausgeworfen. Allerdings gabs danach in irgendeinem der Landhotels Sex und was erträgt man nicht alles, wenn die Chance auf Sex besteht. Insofern lasse ich ihm das mal noch durchgehen.

Alles in allem ein "Ziemlich ok"-Buch, aber manchmal hätte man den Herrn Willemsen vielleicht doch vor den allzu lyrischen Eskapaden ausbremsen sollen.

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Und morgen dann wieder Fabrik, aber nicht den Hauch von Lust. Tja. da dürfte es mir wie vielen anderen gehen.

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Samstag, 7. Januar 2012
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Samstag mittag, 14 Uhr und weit und breit kein Eiweisbrot mehr zu bekommen. Das ist eine Verschwörung. Dafür zum Glück auch keine Dinge wie frische Schwarzwurzel oder Rosenkohl, die ich in meiner Not hätte mitnehmen können, um sie dann morgen abend wegzuwerfen, weil ich mich nicht rangetraut hätte. Anfängerprobleme halt.

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Heute sehnsüchtig auf eine "Gehen wir heute abend kurz was trinken?"-Email gewartet. Mir wäre danach. Andererseits ganz gut, dass da nichts kam, denn noch so eine Nacht müssten mein Körper und ich erstmal verkraften und da übermorgen wieder Fabrik angesagt ist, wäre das vielleicht doch nicht so gut.

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Vorgestern in der einen Kneipe nach Jahren wieder einen Typen getroffen, dessen Schwester ich flüchtig kannte. Aus ihr ist eine veritable Reicher-Typ-Beine-Breit-Lady geworden, die gerne mal schwanger wird, wenn der Kerl die Notbremse ziehen will. Er ist noch immer so ein Arschloch wie früher, allerdings bröckelt die körperliche Substanz, die er früher wohl mal hatte. Mit Anfang Dreissig lässt der "Ach, der ist ja süß"-Faktor merklich ab; zumal wenn dahinter gerade mal gar nichts steckt. Seit einiger Zeit lässt er sich vom Lover der Schwester aushalten, sprich er hat einen lapidaren, aber übermäßig gut bezahlten Job in dessen Firma. Funktioniert wohl ganz gut, und wenn er Glück hat auch dauerhaft. Naja, zumindest so lange sich die Schwester noch ein paar Jährchen dran hält und den Typen bei Laune hält. Sollte das wegbrechen wirds schwer für das Bürschchen, so ganz ohne sinnvolle Ausbildung. Noch läuft es ja aber und somit kann er voller Stolz vom 8000 Euro-Fernseher und dem hochgetunten Allerweltswagen berichten.
Seine ganze Sweetness kam zum Vorschein, als er so ein jungens Ding trösten wollte, die gerade ganz üblen Stress mit ihrem Lover hat und ständig rumheulte. Er wollte sie am liebsten zuhause bei sich trösten. Aber wie gesagt: die Substanz bröckelt und wer so dermaßen plumb auf Angriff geht (es fielen Sätze wie: "Du musst Dich rächen", was dann mit ihm geschehen sollte) wird am Ende der Nacht Fünf gegen Willi spielen, was ok ist: dank dem geschenkten Job arbeitet er nicht wirklich viel und hat zarte Hände. Das sollte passen.

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Freitag, 6. Januar 2012
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Gibt so Tage, an denen aus einem "Gehen wir heute abend kurz was trinken?" eine durchzechte Nacht wird. Dem einen Weizen folgt ein weiteres, später dann Pils. Dazwischen irgendwelche selbstangemischte Likörschnäpse. Irgendwann Bacardi-Cola wie in den guten alten Zeiten. Alkoholgetränkte Gespräche, anfangs noch auf Smalltalk-Level, später hochpolitisch aber auf B*ILD-Niveau. Gefühlte tausend Gänge zur Toilette. Lüsterne Blicke der schon Schwerstbetankten auf alles, was halbwegs weiblich ist. Dank Winterzeit ist es noch dunkel bei der Heimkehr. Ja, solche Tage gibt es.

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Mittwoch, 4. Januar 2012
Gü! Hier! Im Edeka!

Nasenbluten. Drei blutrote Papiertaschentücher und ein halbes Waschbecken voll. Es sah aus wie nach einer ziemlich fiesen Rachegeschichte. Der perfekte Mord, weil es garantiert keine Mordwaffe zu finden gäbe. Jetzt ist aber wieder gut. Darauf ein Bier (auch hier gibt es Rücklagen zu vernichten).

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Es gibt übrigens tatsächlich Gü hier im Edeka: Zitronen- und Schokokuchen. Heißt natürlich viel hipper, aber letztlich sind es diese beiden Geschmacksrichtungen. Nachdem ich nun weiß, dass man mit so einer Aussage Frauen rumkriegt, musste ich es natürlich gleich rausposaunen. Also nochmal zum mitschreiben: Hier(!) im Edeka gibt es Gü!

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