Dienstag, 20. März 2012
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Jeden Tag eine neue Überraschung in der Irrenanstalt, die sich Büro nennt. Der nicht wirklich talentierte Herr Cheffe kriegt einen erweiterten Aufgabenbereich, was bedeutet, dass er sein immenses Potential nun nicht mehr zu 100% in unseren Bereich einbringen kann - wie er es sicher bald getan hätte. Stattdessen übergibt er den ganzen Mist, den er großkotzig verkündet und halbherzig angeleiert hat, an einen armen Trottel, der das nun ausbaden weiterführen und zu einem rühmlichen Ende bringen soll. Aktueller Stand ist, so habe ich zwischen Tür und Angel erfahren, dass ich dieser Trottel sein soll.
Wobei mir nicht ganz klar ist, wieso man ihm noch mehr Aufgaben gibt. Außer viel Gedöns ist bisher noch nicht wirklich etwas bei den bisherigen Tätigkeiten zu sehen. Es ist mir ein Rätsel, wie er das macht. Guttenberg, der alte Blender wäre neidisch, wenn er das alles mitkriegen würde.

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Außerdem war ich noch beim Frisör, einkaufen und tanken. Und gleich kommt Fußball, was eine super Ausrede für Bier ist. Prost.

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Montag, 19. März 2012
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Heute erfahren, dass ich bei einem Kunden ein rotes, sogar ein tiefrotes Tuch bin. Das ist großartig. Diese Leute möchte ich gar nicht zum Freund haben; ich hätte Bedenken, dass sie mich auf ihr geistiges und sozieles Level runterziehen. Und das Beste: ich muss mich nicht mehr persönlich mit diesen Nasen auseinandersetzen. Meinen Input liefere ich den Kollegen, die das dann kommunizieren. Das ist fast so, als hätte ich einen Rudel Sekretärinnen. Ok, sie kommen nicht im engen Kostüm, Nylons und High Heels ins Büro wie bei Mad Men, aber es ist ein Anfang. Aber bei meinem Glück läuft es irgendwann darauf hinaus, dass es die männlichen Kollegen sind, die so gestylt anmarschieren, während die Damen weiterhin die "Weiblich, muss aber nicht jeder wissen"-Nummer durchziehen.

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Sonntag, 18. März 2012
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Gibt ja Sonntage, die genau so sind, wie Sonntage sein müssen: gechillt bis zum Anschlag. Ein entspanntes Frühstück, viel gelesen, Sauna. Hach. Herrlich. Bin so erholt, dass ich sogar fast Lust aufs Arbeiten morgen habe. Aber nur fast.

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Schnitzel Wiener Art zu produzieren ist übrigens eine Kunst ...die sich mir leider noch nicht so recht erschlossen hat. Liegt aber wahrscheinlich am allgemeinen Chaos, dass herrscht, wenn ich mit der Küche in Berührung komme. Zum Ausgleich muss ich mal wieder Dampfnudeln machen. Das klappt sicher und ist somit ein Garant für gute Laune und Balsam fürs Ego.

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Wer Viscoglide-Technology liest und dabei schmutzige Gedanken hat, soll sich bitte ganz schnell die Augen mit Seife auswaschen! Da gehts um Stifte! Ist übrigens ein bisschen blöd mit der Seife; die brennt in den Augen.

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Müde.

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Samstag, 17. März 2012
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Der erste Tag Sonne (bzw. der erste Tag Sonne und ich draußen) und schwupp ist das Gesicht gesonnenbranded (so heißt das bestimmt auf neudeutsch). Das wird noch was geben, wenns mal richtig losgeht mit Sommer, Sonne, Sonnenschein. Sollte mir schon mal was mit Lichtschutzfaktor 64 besorgen. Alternativ jemanden, die/der mir die Haut nach einem üblen Sonnenbrand vom Körper pellt - idealerweise am Stück, damit keine Fitzelchen zurückbleiben. Und tatsächlich gibt es viele Leute, die das mit großem Vergnügen tun würden. Hab ich zumindest mal gehört.

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Freitag, 16. März 2012
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Heute mittag versucht eine Kollegin in Österreich zu erreichen und dabei erfahren, dass die Chancen, dort an einem Freitag mittag jemanden zu erwischen eher gering sind. Die machen es richtig. War dann auch bis zum eigenen Feierabend angemessen neidisch.

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Überhaupt ist Feierabend super. Momentan hätte ich am liebsten nur noch Feierabend. Muss unbedingt wieder Lotto spielen. Hat ja anders keinen Wert.

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Später dann kurz heftig erschrocken, weil ich dachte, Puck die Stubenfliege gäbe es wirklich und stünde mir gegenüber. War aber das Miststück mit einer abgrundtief hässlichen Sonnenbrille. Da ist bei der ganzen Sauferei wohl neben vielem anderen auch der gute Geschmack flöten gegangen. Andererseits: sich äußerlich einer gemeine Stubenfliege anzunähern ist dann ja fast wieder auf absurde Weise passend.

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Endlich Wochenende. Puh.

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