Montag, 14. Mai 2012
2833

Irgendwie ist etwas in kürzester Zeit komplett zumüllen zu können ja auch eine Gabe. Ich kann das. Es fehlen nur Nuancen und ich hätte das Zeug zum Messi. Wahrscheinlich ist das Einzige, was mich davon abhält komplett im Dreck und angesammeltem Mist zu verrotten die Angst, dass plötzlich Tine Wittler oder Vera Int-Veen vor der Tür stehen könnten. Das will man dann ja auch nicht. Also räume ich immer mal wieder alibimäßig auf. Den Dyson hätte ich mir aber sparen können. Bei einem normaler Staubsauger käme es für sehr lange Zeit auch nicht zum Saugkraftverlust – so selten, wie der in Gebrauch ist. Dafür werde ich wohl niemals nie eine Hausstauballergie entwickeln. Abhärtung ist alles.

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PMS. Ja, das gibts auch bei uns Jungs.

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Sonntag, 13. Mai 2012
Muttertag

Um dem Klischee zu entgehen und vor allem um nicht in die peinliche Situation zu kommen, morgens mit ganz vielen anderen Kerlen das einzige Mal im Jahr beim Gärtner rumzustehen, hatte ich mich entschlossen einen Muttertagskuchen zu backen. Eine ziemlich heroische Entscheidung, finde ich. Ich hätte mir aber die Rezepte lieber mal im Vorfeld angeschaut. Da war immer von Butter die Rede und was ich nicht da hatte war: Butter. Naja, ein kläglicher Rest und der war auch nicht mehr wirklich in einem Zustand, den man seiner Mutter zumuten wollte. Zum Einfetten der Form ging er aber noch durch. Dummerweise bestanden alle Rezepte in sämtlichen vorhandenen Büchern auf Butter als Backzutat. Aber zum Glück gibt es das WWW und siehe da: Öl geht auch. Klappte auch ganz gut mit dem Teig anmischen. Es war zu Anfang ein heller Teig mit Schokoladenstückchen, der mehr oder weniger elegant in den beiden Minikuchenförmen landete. Dann kam Kakao dazu und wurde dazugegossen. Sie merken schon: es geht tendenziell in Richtung Marmorkuchen.

Es war viel Teig. Sehr viel Teig. Sehr sehr sehr viel Teig. Die Formen waren auch gut gefüllt. Soll man nicht machen. Stand bestimmt auch irgendwo, aber ich habs ignoriert. Und es war immer noch Teug übrig. Der landete in sechs Muffinförmchen, allerdings als reine Schokovariante.

Sogar in der Öl-statt-Butter-Rezeptvariante kam Backpulver zum Einsatz. Eine Tüte. Backpulver ist auch bekannt als Triebmittel. Das hätte mich stutzig machen sollen. Hats unterbewusst auch, aber halt eben nur unterbewusst. Bzw. später dann sogar ziemlich bewusst, nämlich in den Moment, als der Teig im Ofen mehr und mehr wurde und irgendwann sogar über die Form hinaus gesuppt ist. Merken: Backpulver lässt Teige wachsen!

Ich hatte zwei Rezepte ausgedruckt. Im einen stand: "Backen bei 170 Grad", im anderen "Bei 180 Grad ca. 50 Minuten". Ich hatte 170 Grad, aber diverse Zwischenöffnungen des Ofens (zu Anfang beispielsweise: vergessen den dunklen und hellen Teig zu durchrühren zwecks Marmorierung). Also - so meine Schätzung - plusminus 50 Minuten, dann passt das. Passte auch, aber halt eher so plusminus. Ein paar Minuten mehr wären sicher optimaler gewesen. Auch im Hinblick auf das Entnehmen des Kuchens aus der Form. Bei der Springform gings ganz gut, der Gugelhupf hat sich aber gewehrt wie eine Nonne vor der Kasse bei den Chippendales. Es war eine Geschachere und Geziehe und Getue. Irgendwann war der Kuchen aber draußen... zu knapp 92 Prozent. Sah nicht so gut aus und Puderzucker übertüncht vieles, aber keine eklatanten Lücken im Gebäck. Den Kuchen habe ich an die Nachbarschaft verfüttert. Der Kuchen aus der Springform sah bei weitem besser aus, fand aber einen anderen Abnehmer. Somit kam meine Frau Mama in den Genuss von fünf (einen habe ich getestet) wirklich guten Schokomuffins mit einer herzallerliebsten Zuckerschriftverzierung.

Und weil Rührkuchenteig dünnflüssiger ist als Muffinteig wandern die enthaltenen Schokosctückchen viel schneller an den Boden. Wie man das Problem löst? Keine Ahnung, aber bis zum nächsten Muttertag werde ich da bestimmt eine Lösung gefunden haben. Alternativ gibts Zitronentarte. Oder Blumen.

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Sonntag, 13. Mai 2012
2831

Back from birthday. Was für eine schöne Geburtstagsfeier. Bunt gemischtes Publikum, leckeres Essen, kühle Getränke, tolle Location (daheim beim Geburtstagskind). Ich liebe solche Abende. Sogar der ehemalige Darsteller in einem Amateur-P*rn*-Dreh war erträglich, was nicht immer der Fall ist. Ein Steher war er nie (siehe Film), auch nicht in Sachen Kommunikation. Die Datteln im Speckmantel haben alles rausgerissen, genau wie die Calapenios (wie immer das geschrieben wird) und die Hackbällchen und und und. Habe ich schon den Ramazotti erwähnt? Oder die Leute. Hach. Was für ein schöner Abend.

Jetzt gleich Zombies. Im Fernsehen. Ein perfekter Abschluss.

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Samstag, 12. Mai 2012
Und draußen blitzt es

Eine Dreiviertelstunde in der prallen Sonne gewesen. Ergebnis: ein halber Hitzekollaps, Schweißströme von Niagaraausmaßen und erneut eine verbrannte Rübe. Die Sonne ist noch nicht mein Freund, scheint es. Kann ja noch kommen.

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Beim Einkaufen v. getroffen. Morgen wäre eine Ü30-Party, meinte sie. v. geht natürlich hin. Eh klar. Ich kann nicht und irgendwie ist mir das gerade ziemlich recht.

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Wochenende. Endlich. Und schwupp ist es wieder vorbei. Das geht ruckzuck.

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Donnerstag, 10. Mai 2012
Kopfwackeln

In der Spelunke sitzt immer mein ehemaliger Hausarzt. Er ist der gleiche Jahrgang wie mein Vater und früher ist man dann eben zu ihm, wenn es irgendwo gezwickt hat. Später dann eher nicht mehr, denn er war schwerer Alkoholiker. Ich erinnere mich, wie ich mal eine richtig heftige Erkältung hatte und auf der Suche nach Linderung der Beschwerden zu ihm gegangen bin. Seine erste Frage war, wie lange ich krankgeschrieben werden möchte. Darum ging es mir aber gar nicht, ich wollte was gegen den heftigen Husten und überhaupt wissen, was Sache ist. Sagte ich ihm auch. Es dauerte ein bisschen, bis er sein Stethoskop gefunden hatte. Er hörte halbherzig Rücken und Brust ab, die Zunge streckte ich auch raus, nachdem er mit dem Spatel endlich den Mund getroffen hatte. Ob ich das Medikament, das auf dem Rezept stand tatsächlich auch geholt habe, weiß ich nicht mehr genau. Eher nicht. Aver wie das bei schweren Erkältungen so ist: ich wurde wieder gesund. Er nicht. Heute saß er wieder in der Spelunke. Sein Kopf bewegt sich nervös, fast wie bei einer Taube. Er trinkt schon lange nicht mehr, aber irgendeine Krankheit hat er. Welche, weiß niemand. Seine Frau ist bis zum Anschlag religiös, sieht das alles als gottgegeben und kümmert sich lieber um der Erhalt kirchlicher Belange als um ihren Mann. Ob er Kinder hat weiß ich nicht. Er trinkt immer einen Kaffee und ein Glas Leitungswasser. Das bestellt er wenn er reinkommt und es hält den ganzen Abend. Dazu raucht er Zigarette um Zigarette. Und wackelt dabei mit dem Kopf. Von den anderen Anwesenden war schon so ziemlich jeder schon einmal in seiner Praxis. Früher. Als das Kopfwackeln noch nicht war und er tatsächlich praktizierte. Manche waren auch später noch dort, wenn sie einen Krankmeldung brauchten, aber nicht wirklich krank waren.
Kürzlich hat er mich angesprochen. Was das für eine Party wäre da hinten. Ich habe es ihm erzählt und sein Kopf wackelte. Ob das bedeuten sollte, dass er verstanden hat oder der Kopf einfach so wackelte... man weiß es nicht. Ebenso wenig weiß man, was er macht, wenn er nicht in der Spelunke sitzt. Wahrscheinlich auch mit dem Kopf wackeln, aber wenn man sonst nichts macht, ziehen sich die Tage schon sehr.

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