Dienstag, 16. Oktober 2012
Einmal eiskratzen reicht für dieses Jahr

Heute morgen schon schwer genervt gewesen, weil ich zum ersten mal seit langer Zeit wieder die Scheiben vom nächtlichen Eis befreien musste. War ich gar nicht mehr gewohnt. Und dann auch noch die beschlagenen Scheiben. Das dauert ja ewig, bis man endlich was sieht. Bestimmt vier, fünf Kilometer. In der Fabrik dann ein Anruf auf dem Handy von einer nicht im Adressbuch vorhandenen Nummer: der Sohn vom Vermieter. Der Mieter, der meinen bisherigen (leider nur geliehenen) Tiefgaragenstellplatz wieder haben wollte kommt nicht rein und ob es mir was ausmachen würde, wieder zu tauschen. Macht es kein bisschen. Ich bin also wieder Tiefgaragenstellplatzbesitzer, bzw. Tiefgaragenstellplatzleiher. Morgen früh werde ich also nicht kratzen müssen und so wie es aussieht den ganzen Winter über nicht. Gibt so Tage und manche beinhalten auch Gutes.

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Dienstag, 16. Oktober 2012
DMFKAG - Yoga-Matte oder Die Matte formerly known as Gymnastikmatte

Es ist ein Fall für sich, wenn man sich eine Gymnastikmatte im Kaufhaus kaufen will. Man kommt in die Sportabteilung und da sind erstmal die ganzen coolen Fußballsachen: endgeile Fußballschuhe, bunte, glänzende Bälle, die Trikots der ganzen Fußballgötter. Herrlich. Danach kommen die Laufsachen. High-Tech-Schuhe vom anderen Stern, große Plakate auf denen sehr schöne Menschen die angebotenen Klamotten in vollem Lauf tragen ohne auch nur einen Tropfen Schweiß auf der Stirn zu haben. So ist das nämlich, wenn man diese Klamotten kauft und sich in die hautengen Dinger presst. Danach kommt Tennis, Squash und Badminton. Immer noch ok, aber schon nicht mehr sooo cool. Es folgt die Abteilung „Sportwäsche“. Nicht wirklich sexy, gehört aber dazu. Und schließlich: Gymnastik. Die Abteilung, wo sich Jung und Alt trifft, ohne das wirklich zu wollen.

Es heißt übrigens auch nicht mehr „Gymnastik“-, sondern „Yoga“-Matte und grün ist nicht grün, sondern „Lady Line Fitness“, wozu auch rosa und hellblau zählen. Kackbraun hat keine eigene „Line“ und dieses Modell gibts auch nur in der einen Farbe. Das billigste Modell (reduziert von 20,99 auf 15,99) ist blau, ohne „Line“, und aus dem gleichen Material, mit dem man auf Baustellen die Fugen ausschäumt. Es ist aber am wenigsten Ladylike und versprüht noch einen gewissen kernigen, dezent männlichen Charme, weshalb ich mich für diese Matte entschieden habe.

Gymnastik-, bzw. Yoga-Matten sind übrigens auch im gerollten Zustand so groß, dass sie aus den Einkaufstüten herausragen, weshalb man von den Leuten, die sich gerade durch die coolen Fußballgötter-Trikots wühlen beim Rausgehen auch mitleidig angeschaut wird.

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Sonntag, 14. Oktober 2012
Also lecker wars schon

Die Sache mit den Schwarzwurzeln kann man getrost als Reinfall werten. Zum einen sind meine Arbeitshandschuhe, die ich mangels Küchenhandschuhen zum Waschen und Schälen benutzte jetzt nur noch ein klebriger Klumpen Leder, zum anderen ist mein Magen anscheinend mit der Zubereitungsform nicht einverstanden und grummelt vor sich hin. Das könnten aber auch noch die Nachwehen vom Sauerkraut gestern sein.

Ich habe die Dinger also gewaschen (mit Arbeitshandschuhen und einer Bürste, die eigentlich für die Fingernägelhygenie gedacht war), geschält, zugeschnitten und ausgiebig gekocht. Danach kamen sie unter ebenfalls schon gekochte, dann aber leicht angeröstete Kartoffeln, Hühnchenfleisch, Champignons und Zwiebel. Eine Art Westernpfanne, nur ohne Mais und Bohnen. Also eigentlich gar keine Westernpfanne. Hm. Es war halt das ganze erwähnte Zeug am Ende in einer Pfanne, es war heiß und es war durchaus lecker. Aber: was für ein Aufwand. Ich teste es vielleicht trotzdem nochmal, dann aber mit Einweghandschuhen, bei denen man auch ein kleines bisschen Basisgefühl in den Fingerspitzen hat und mit einem anderen Rezept (wobei ich diesmal eigentlich gar keins hatte). Immerhin gibts Punkte auf dem Gesundheitskarmakonto. Das war bestimmt gesund und frisch war auch alles.

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Sonntag, 14. Oktober 2012
Morgen also Schwarzwurzel

In einem Anfall von wasauchimmer heute Schwarzwurzel gekauft. In der Rohform, sie sind also noch schwarz, was den Namen erklärt. Sie sind auch sandig, wie man im Kofferraum sieht. Nun habe ich also Schwarzwurzel, aber nicht den Hauch einer Ahnung, wie man die verarbeitet. Aber zum Glück gibt es ja Internet und da steht z.B. Schwarzwurzeln wären die Spargel des Winters. Dies würde bedeuten, dass ich sie mit einer Sauce Hollandaise (habe ich nicht) oder in Schinken (habe ich nicht) eingewickelt servieren könnte. Ein Salat wäre noch machbar, aber von einem Schwarzwurzelsalat habe ich noch nie gehört und einen zu erfinden übersteigt meine kulinarischen Ansprüche. Tendenziell würde ich die Dinger schälen, in Salzwasser kochen und eventuell am Ende noch mit einem Schuss Olivenöl in der Pfanne kurz anbraten. Ich denke das sollte hinhauen.

Morgen also Schwarzwurzel. Dazu, quasi als Backup, Champignons und Bio-Hähnchenfleisch. Klingt einfach, aber Sie sollten mal die Küche danach sehen.

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Samstag, 13. Oktober 2012
Bin schon ganz froh kein Mönch in einem rein von Mönchen bevölkerten Kloster zu sein

Den ganzen lieben langen Tag lang war mir nach posten, aber ich hatte nicht den Hauch einer Ahnung was. Es war so ein unbestimmtes Gefühl irgendwas rauslassen zu müssen, aber was genau war mir zu keinem Zeitpunkt klar. Ist es mir immer noch nicht und trotzdem kribbelt es weiterhin in den Fingern. Ok, das könnte auch der eingeklemmte Nerv sein, der jetzt beidseitig zuschlägt, aber es ist eine andere Art von Kribbeln. Es hat was von in Urlaub fliegen und sich die ganze Zeit denken, dass man was vergessen hat. Tickets? Sind da. Bügeleisen ausgemacht? Ich habe gar kein Bügeleisen. Der Katze was zu fressen hingestellt? Die Katze ist schon eine Weile tot. Hm. Also so in der Art, Sie wissen, was ich meine.
Jedenfalls ist da der Drang zu posten ohne zu wissen was. So ein bisschen wie das seltsame Gefühl, dass einen pubertierenden Jungen ereilt, der seit seiner Geburt in einem rein von Mönchen bevölkerten Kloster aufgewachsen ist und gar nicht weiß, was da passiert, wenn was da unten passiert. Passiert das eigentlich pubertierenden Jungen, die seit ihrer Geburt in rein von Mönchen bevölkerten Klöstern aufwachsen? Wahrscheinlich schon, aber was muss passieren, damit sich da unten was regt? Da reichen wahrscheinlich schon die mittelalterlichen Stiche von Maria in den uralten Bibeln. Wobei… die hatten noch nie Kontakt zu einer Frau und wissen gar nicht um die Unterschiede und ich glaube nicht, dass man in rein von Mönchen bevölkerten Klöstern beim Abendessen irgendwelche Zoten rauslässt oder Stammtischwitze erzählt. Kennen die ja gar nicht, woher auch. Der einzige Mönch, den sie zum Verkauf des selbsthergestellten Käse in die dreissig Kilometer entfernte Stadt schicken ist blind und taub. Der kann unmöglich Stammtischwitze aufschnappen, die er dann abends beim letzten Mahl vor der Abendmesse rumerzählt.

Naja, jedenfalls war da der ganze Tag dieser Drang etwas posten zu müssen, nur was war nicht klar. Ist es immer noch nicht, aber damit werde ich wohl leben müssen.

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