Dienstag, 6. November 2012
3009

Man wird älter. Drei Tage feiern geht nicht mehr ganz so spurlos an einem vorbei. Aber das ist vielleicht auch ganz gut so. Wäre ja beängstigend, wenn es da keine Nachwirkungen gäbe.
Positiv: hab so ziemlich jeden, den ich kenne bezüglich Jobs angehauen und tatsächlich ist auch schon was in der Mailbox. Schaue ich mir aber erst morgen an. Außerdem bin ich nicht erkältet, obwohl das eigentlich gut möglich gewesen wäre, bei diesen Rahmenbedingungen.
Negativ: manche Leute sind einfach nur bäääh. Immerhin merkt man das (hoffentlich) früher oder später und kann dann seine Konsequenzen ziehen.

Gerüchten zufolge gab es Sonntag auf Montag sowohl einen Catfight, wie auch einen Fall von jugendlichem Vandalismus. Ich habe beides nicht mitgekriegt und auch nicht böse drum. Obwohl: Catfight ist bestimmt lustig, aber bestimmt war das nur eine schwerere Form von Rumgezicke und das muss dann ja auch nicht sein. Die Vandalismussache wurde übrigens geklärt, man hat sich entschuldigt, alles ist gut. Geht also auch so.

Und jetzt schaue ich erstmal eine Runde „The Walking Dead“. Ist ja auch nicht viel anders als die letzten Nächte, da gabs auch einige Zombies.

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Freitag, 2. November 2012
Ratatatazong

An seinem freien Tag sollte man sich auch mal ausruhen. Das geht ganz wunderbar im Bett: bei schummrigem Licht lesen, man spürt, wie man immer müder wird und dann driftet man so langsam weg. Das ist herrlich. Funktioniert auch meistens ganz gut - es sei denn, die gesamte Nachbarschaft ist der Meinung, dass heute der richtige Tag für Gartenpflege und Hausbauprojekte sei. Dann hat man nämlich ein ohrenbetäubendes Sägen, Hämmern, Bohren, Mähen, Schneiden, und wasweißichnoch. An Schlaf ist nicht zu denken. Ich habs versucht: geht nicht. Also somit kein Mittagsschläfchen. Ich habe mir überlegt, mich am Dienstag mit irgendeiner lauten Aktion zu rächen, aber da wird keiner von denen frei haben, nehme ich mal an und nur für mich lohnt sich Lärm machen nicht. Doof.

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Donnerstag, 1. November 2012
Es gibt Grenzen, auch bei der Haarentfernung

Seit drei Tagen habe ich nicht mehr rasiert und ich überlege, ob ich das nicht lassen soll. Es verdeckt so vorteilhaft das Doppelkinn und die Grauschattierungen sind ein bisschen wie die Multicolorlackierungen, bei denen ein Auto je nach Winkel eine andere Farbe hat. Die Haut beruhigt sich und wird besser und man hat morgens locker fünf Minuten mehr Zeit. Hm. Bis morgen bleibts jedenfalls mal so. Morgen abend wäre ein Geburtstag, ein erster Test, ob ich mit der Nummer durchkomme. Andererseits wächst das ja auch weiter und weiter und irgendwann hat mein ein Gestrüpp wie Hagrid. Das will ich dann auch wieder nicht. Aber vielleicht tatsächlich nur alle drei Tage rasieren und dazwischen den dezenten Hauch von maskuliner Wildheit verströmen. Eine kleine Rebellion gegen den Rasierwahn.

Morgen habe ich frei und ich weiß von einem Friseur, der noch nach alter Sitte mit dem Messer, ganz viel Schaum und warmen Tüchern rasiert. Vielleicht sollte ich mir das mal gönnen. Vielleicht flammt der auch die Härchen aus dem Ohr, wobei ich das eher nicht glaube. Ich kenne ein paar seiner Klienten und die haben teilweise mehr Ohr- denn Haupthaar. Aber vielleicht wollen die das nur nicht. Beim Coiffeur, bei dem ich üblicherweise bin, werde ich ja auch immer gefragt, ob die Augenbrauen auch geschnitten werden sollen, was ich jedesmal vehement verneine. Vielleicht bietet man den Leuten beim Rasierfriseur auch eine Ohrhaarentfernung an, aber das will niemand. Kann ja sein.
Wäre ich dort und würde man mich fragen, käme ein klares „Ja“. Weg mit den Ohrhaaren! Aber die Augenbrauen bleiben wie sie sind. Ja, ich kenne den Waigel noch. Nein, er ist nicht mein großes Idol. Es gibt Grenzen, auch bei der Haarentfernung.

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Mittwoch, 31. Oktober 2012
Buuuuummmmm

Heute während einer ziemlich nervigen, weil stauigen Fahrt gedacht, dass es doch toll wäre, wenn man Autos einfach so explodieren lassen könnte. Wie in den James Bond-Filmen - und zwar genauso! Buuummmm und das Auto hebt sich in die Luft. Wenn es nur so explodiert, aber dabei stehen bleibt, brächte es mir nichts, aber Bumm und zehn Meter in die Luft: großartig. Ein Handwerker-Kastenwagen mit 120 auf der linken Spur ohne Ansatz jemals die Spur zu wechseln? Buuuuummm und weiter gehts. Ein Proll mit Penisersatz-Mega-PS-Benz, der meint von ganz links nach ganz rechts wechseln zu müssen, weil er gedenkt hier nun abzufahren, aber er vorher nicht dazu kam, rüberzuwechseln? Bummm, Auto fliegt explodierend auf die Standspur. Super! Sämtliche Smarts, die sich auch nur zehn Zentimeter von der rechten Spur wegbewegen: Bummmm! Führerschein auf Probe bekommt eine ganz neue Bedeutung, wenn man sein hochgetuntes Asso-Schmuckstück bewegt wie ein Möchtegern-Schumi. Da heißt es nun nicht mehr Nachschulung, sondern: Bummmm! Idealerweise mit Landung nach der Explosion auf dem Arsch im Benz. Würde eine Ladung Sprengstoff sparen.

Funktioniert aber leider nicht und so quält man sich durch die ganzen Psychos, die tagtäglich auf der Autobahn unterwegs sind und hofft, dass keiner komplett durchdreht, auch wenn Ansätze ständig spürbar sind. Wenn man von der Autobahn abfährt, atmet man einmal tief durch, ist froh, das alles unbeschadet überstanden zu haben und verdrängt, dass einem das Gleiche ja schon bald wieder bevorsteht. Und bei jedem Deppen, der einem dann begegnet denkt man still und leise: Buuuuummmmm.

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Dienstag, 30. Oktober 2012
Hokaidokürbissuppe vs. Katzen, gefüttert mit Karotten und Abführmittel

Die Hälfte sämtlicher frei verkäuflicher Hokaido-Kürbisse im Umkreis von zwanzig Kilometern dürfte heute in der Fabrik verspachelt worden sein. Gefühlt jeder hatte Kürbissuppe dabei und die Mikrowelle war im Dauereinsatz. Schwaden von Hokaidokürbissuppenausdünstungen waberten durch die Luft und obwohl ich Kürbissuppe eigentlich ganz gerne mag, war das heute eine Überdosis. Geballter Herbst quasi. Naja, es könnte schlimmer kommen. Ich warte ja auf den Tag im Frühjahr, wo alle eine Kohlsuppendiät starten. DAS wäre dann richtig übel. Das wäre auch der Tag, wo ich mein Faible für Knoblauchsalat entdecken würde, um dem ganzen noch eine feine Note zu verpassen und hauptsächlich, um mich zu rächen.
Die Teller in der Firmenspülmaschine sehen übrigens wegen dieses Kürbissuppenexzesses ziemlich lustig aus. Die verschiedensten Orangenuancen. Also hätte man einem Rudel Katzen Karotten und Abführmittel verpasst und auf die ganzen Teller scheissen lassen. Gibt bestimmt Wissenschaftler, die sowas machen um wasweißichwas rauszufinden. Diese Wissenschaftler dürften allerdings nicht bei uns in der Fabrik zugange sein, weshalb ich mir zu 99,9 Prozent sicher bin, dass die Farbabweichungen an den verschiedenen Zubereitungsarten und Rezepturen liegen. Eine Geschmacksprobe, um das zu 100 Prozent zu verifizieren werde ich trotzdem nicht machen, zumal ich nicht den Hauch einer Ahnung habe, wie Katzenkot, bestehend aus Karotten und Abführmitteln schmeckt. Wahrscheinlich nicht nach Hokaido, Ingwer und was da sonst noch in so einer Suppe ist, aber trotzdem. Mit diesem kleinen Rest an Zweifel werde ich wohl leben müssen und das funktioniert bestimmt auch ganz gut. Da bin ich mir sicher.

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