Mittwoch, 12. März 2025
Eine überstandene Grippe ist wie von Rambo befreit worden zu sein

Das Softwareupdate sagt: noch ungefähr 4 Tage. Ja, klar. Kein Problem. Lass Dir Zeit. Ich warte solange hier vor dem Bildschirm und schaue YouTube-Videos über Eichhörnchen.

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Die Krankheitswelle ist anscheinend doch noch nicht durch. Bei der Arbeit und im Verwandten- und Bekanntenkreis gibt es weiterhin und immer wieder neue gesundheitsbedingte Ausfälle. Nur ich stehe da wie der Fels in der Brandung. Allerdings bin ich auch Late Adopter. Bei Corona habe ich auch gewartet, bis alle die erste Runde durch hatten und sich schon fürs zweite Mal anstellten. Insofern: hey Grippe, wie siehts aus? Ich bin bereit. Wobei... bereit bin ich natürlich nicht, aber wann ist man schon bereit für eine Grippe. Mal so ein bisschen Kreislauf, damit man den Tag ohne schlechtes Gewissen auf der Couch liegend verbringen kann. Oder Kopfschmerzen, die dann aber immer weniger werden und ausklingen - gerade so sehr, dass man alle Termine und die Arbeit absagt, aber nur so ein bisschen leidet. Dafür ist man bereit. Aber doch nicht für eine Grippe. Grippe will keiner. Und alle, die jammern, dass sie schon wieder eine Grippe hatten: hattet ihr nicht! Ihr wart erkältet, stark erkältet meinetwegen, aber ihr hattet keine Grippe. Grippe gehabt zu haben ist wie von Rambo aus einem vietnamesischen Gefangenenlager befreit werden. Man ist völlig fertig, kann fast nicht laufen, muss gestützt werden, aber man ist glücklich, dass es vorbei ist. So ist Grippe nämlich. Zumindest nach dem, was man so hört. Wüsste nicht, dass ich je eine Grippe hatte. Aber stark erkältet war ich schon und selbst da war ich froh, als endlich im Hubschrauber Richtung Freiheit saß es vorbei war. Also mal nicht so laut jammern, Freunde.

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Ein doofer Tag. Freu mich schon aufs Bett.

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Dienstag, 11. März 2025
Ohne Punkt und Komma

Der Tag im Büro war ruhig, aber arbeitsintensiv. Solche Tage sind mir die liebsten. Dass der angekündigte Regen weitestgehend ausblieb und ich trockenen Fußes zur U-Bahn kam war ein zusätzliches Bonbon. Die Züge fuhren pünktlich, es war überall ein Sitzplatz frei, niemand aß gekochte Eier. Es gibt nichts zu meckern. Einzig das neue Buch auf dem Kindle, wo aber das Kindle nichts für kann: es liegt am Buch. Ich habe es auch auf anderen Plattformen getestet. Und zwar sind ab einem bestimmten Kapitel plötzlich die Satzzeichen weg. Es gibt keine Punkte und keine Kommas mehr. Das ist natürlich nicht schön beim Lesen; die Dinger sind ja nicht umsonst erfunden worden. Ich war mir zuerst unsicher, ob das nicht vielleicht ein Stilmittel des Autors sein soll, aber was würde er damit ausdrücken wollen? Es ergibt keinen Sinn.
Nun habe ich überlegt, wo ich mich da beschwere. Beim Buchhändler, wo ich das E-Book gekauft habe? Der kann aber wahrscheinlich wenig machen. Dann wohl besser direkt beim Verlag. Vielleicht gab es beim Umwandeln ein Problem und das ist mittlerweile behoben und ich kriege die neue Version. Keine Ahnung, hatte ich bisher noch nicht. Bzw. doch: bei einem gedruckten Buch. Da bedankte sich der Verlag für den Hinweis, man habe das auch schon bemerkt, im Frühjahr würde nachgedruckt, ich bekäme dann ein korrektes Exemplar. Frühjahr wäre dann ja bald. Ich bin gespannt.

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Montag, 10. März 2025
Abgebrannt und dann noch Streik

Heute fallen streikbedingt viele Flüge aus. Das ist doof, vor allem, wenn man eigentlich fliegen wollte. Für innerdeutsche Flüge kann man ja auf die Bahn umsteigen (und sich dabei fragen, warum man das nicht von Anfang an so geplant hatte), für einen Flug in oder aus dem Urlaub ist das eher schwierig. Nicht schön für die Betroffenen. Vor allem, weil es schon sehr kurzfristig war.

Ähnlich kurzfristig war es für einen Herrn aus der Stadt hier um die Ecke. Es gab einen Brand, der auf einige der Nebenhäuser übergriff. Das war irgendwann letzte Woche. Der Herr kam am Samstag in der Nacht aus der Ferne, hatte davon nichts mitbekommen und stand vor dem Haus, das nicht mehr bewohnbar ist, keine Nachbarn weit und breit und keine Ahnung was zu tun sei. Den Bewohnern wurden Wohnungen und Hotelzimmer zur Verfügung gestellt, aber davon wusste der Herr nichts. Hier zeigt sich übrigens endlich mal das Soziale bei den sozialen Medien. Dort konnte ihm schnell mit Informationen und schließlich auch konkret geholfen werden. Zumindest kurzfristig; das Haus ist noch längere Zeit nicht bewohnbar, aber nun ist ja Montag, die Behörden haben wieder auf, die Nachbarn haben die gleiche Problematik und einer weiß immer, was nun am besten zu tun ist. Doof wäre natürlich, wenn der Herr sich überlegt hätte, gleich heute wieder in die Ferne zu fliegen. Daraus wird nichts.

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Sonntag, 9. März 2025
Wenn die Arbeit ruft, helfen auch keine Noise Cancelling Kopfhörer

Ein kleiner Lauf am Morgen, das Tempo gemäß dem Plan locker, die Stimmung gut, weil kein Wind, aber Sonne in angenehmen Ausmaß. Nun kann der Sonntag beginnen; wobei er ja schon wieder fast vorbei ist. Das sind die Nachteile des Ausschlafens, aber wenn das schon mal bei mir klappt, will ich auch nicht meckern. Das ist heute alles gut so wie es ist.

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In meiner Bubble wimmelt es von Nachrichten über massive Einbrüche bei Tesla-Verkäufen. Schuld daran ist wohl der Ketamin-Nazi, nur: das ist ihm wahrscheinlich herzlich egal. Zum einen wegen Ketamin, zum anderen hat er schon genug Kohle. Er braucht keins mehr; jede Milliarde, die zusätzlich reinkommt ist schön und gut, aber völlig belanglos. Sie wird nicht benötigt und es fällt auch nicht weiter auf, wenn sie nicht da ist. Trotzdem ist es natürlich gut, wenn der Typ und alles, was von ihm kommt nicht unterstützt wird. Es wird Zeit, dass Europa aufwacht und Dinge selbst in die Hand nimmt. Wir haben zwar auch ein paar Trottel (Orban, auch Deine Zeit wird kommen), aber ich habe die Hoffnung, dass die große Gemeinschaft die eher einfangen kann, als das orange Ding seinen Hofnarren.

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Gestern abend nach langer Zeit mal wieder eine Pizza gegessen und erstaunlicherweise ganz gut vertragen. Meist liegt mir das Ding schwer im Magen, es grummelt, es macht und tut und der Körper kämpft noch bis weit in den nächsten Tag hinein. Diesmal nicht und das lag nicht daran, dass es eine dezent-kleine Pizza (war es nicht) mit nur den gesündesten Auflagen (auch das nicht) war. Vielleicht hat mein Organismus einfach nur resigniert, als er spürte, was da auf ihn zu kommt. Kohlehydrate? Transfettsäuren? Phosphat und Berge von Salz? Seufz, nach gut. Kipp rein.

Wird trotzdem nicht zur Gewohnheit werden, aber ab und an, nicht zu oft, manchmal, kann man das ja mal machen. Jetzt wäre interessant, wie mein Körper mittlerweile zu Döner steht. Das gabs noch viel länger nicht mehr. Ende des Monats bin ich in Berlin und in Berlin muss Döner sein. Da wird sich also zeigen, wie das läuft. Bin aber guter Dinge; zur Sicherheit werde ich aber trotzdem lieber nur einen kleinen nehmen.

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Morgen ruft wieder die Arbeit. Ein Ruf, bei dem Noise Cancelling Kopfhörer an ihre Grenzen kommen.

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Samstag, 8. März 2025
Telefoniert

Das Telefonat war wenig zielführend. Wobei... was hätte eigentlich das Ziel sein sollen? Keine Ahnung, jedenfalls war es ernüchternd. Es stehen Aussage gegen Aussage und es geht dabei gar nicht um der einen oder der anderen Seite glauben. Ein bisschen Einsicht, das wäre vielleicht sowas wie ein Ziel gewesen. Zu erkennen, dass man vielleicht selbst ein falsches Bild einer Situation hat. Und das große Ziel ist wahrscheinlich, jemanden erkennen zu lassen, dass Hilfe nötig ist. Hilfe für sich selbst. Zu erkennen, dass man sich helfen lassen muss. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Nicht mal im Ansatz. In die richtige Richtung zu schubsen ist nicht meine Aufgabe, schon alleine, weil ich nicht weiß, wie ich das machen sollte. Und es ist ein bisschen anders, als Herzmassage im Zuge einer ersten Hilfe Maßnahme. Da muss man machen, einfach machen. Das einzig Falsche, was man tun kann, ist nichts zu tun. Aber das hier war nichts, wo eine Herzmassage vonnöten war. Es bräuchte Worte und ich habe Bedenken, dass anders als bei einer Herzmassage etwas falsch zu machen, tatsächlich falsch ist. Dass die falschen Worte einen falsch eingeschlagenen Weg zementieren und ein Umdenken, ein Hinterfragen, ein sich Umschauen erst recht verhindern.

Also habe ich zugehört, bin neutral geblieben, habe zu Aussagen keine konkrete Antwort gegeben, sondern nur Ratschläge für körperliche und geistige Gesundheit gegeben und auch diese nur auf dem Level der Apotheken-Umschau. Geh raus an die frische Luft, Natur ist toll. Versuche zur Ruhe zu kommen, tief durchatmen, Meditieren ist super. Küchenpsychologie mit dem Wirkgrad von Echinacea und Umcaluabo. Wahrscheinlich war Zuhören die beste Medizin. Es braucht keine Kommentare oder Anmerkungen. Einfach zuhören. Immerhin: das habe ich gut hingekriegt. Ich befürchte nur, dass das nicht reicht.

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