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Donnerstag, 15. Januar 2026
Atmen nicht vergessen
Es läuft unrund und ich kann nicht mal festmachen, woran es liegt. Eine undefinierbare Unruhe tagsüber und der ständige Drang nach Nahrung (gerne süß. Trostnahrung sozusagen), eine Wachphase mitten in der Nacht, verkrampftes Gebiss. Am Morgen Kopfschmerz und gleich wieder diese Unruhe.
Ich kenne das alles, natürlich, erinnere mich, wie es war. Wie man rauskommt, weiß ich allerdings nicht mehr. Die Erinnerung fehlt. Tatsächlich war es auch gar nicht so einfach und eine längerfristige Sache. Das weiß ich noch. So muss es aber nicht mehr ablaufen, jetzt, wo man die Muster erkennt. Man kann gegenarbeiten, früher Maßnahmen ergreifen, etwas tun. Nur was... Da fehlt die Erinnerung.
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Zu Weihnachten habe ich Buch geschenkt bekommen. "Die Welt aus den Fugen" von Peter Scholl-Latour. Wie ich zu der Ehre kam, weiß ich nicht, habe aber eine Ahnung. Die schenkende ist eine alte Dame und sie verschenkt (so sagte man mir - ich bekam bisher selten etwas von ihr) nur Dinge, die sie sich auch selbst schenken würde. Oder selbst irgendwann geschenkt bekam, diese Geschenke aber nie genutzt habe. Wie es sich mit dem Buch verhält... keine Ahnung. Ich habe jedenfalls begonnen, es zu lesen.
Bisher bin ich bei der Hälfte und es ist spannend, Scholl-Latours Einschätzungen in der Retrospektive zu lesen. Tatsächlich stolperte ich schon ein paar Mal über Dinge, die er korrekt vorhersagte. Bei anderem lag er daneben. Es wäre spannend, würde er die aktuelle Weltlage mit den aktuell agierenden Personen noch erleben. Andererseits ist man fast neidisch, dass er das nicht muss.
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One to go. Morgen aber trotz freiem Tag viel geplant. Solardingens, Autoschauen, dies, das. Atmen nicht vergessen.
Ich kenne das alles, natürlich, erinnere mich, wie es war. Wie man rauskommt, weiß ich allerdings nicht mehr. Die Erinnerung fehlt. Tatsächlich war es auch gar nicht so einfach und eine längerfristige Sache. Das weiß ich noch. So muss es aber nicht mehr ablaufen, jetzt, wo man die Muster erkennt. Man kann gegenarbeiten, früher Maßnahmen ergreifen, etwas tun. Nur was... Da fehlt die Erinnerung.
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Zu Weihnachten habe ich Buch geschenkt bekommen. "Die Welt aus den Fugen" von Peter Scholl-Latour. Wie ich zu der Ehre kam, weiß ich nicht, habe aber eine Ahnung. Die schenkende ist eine alte Dame und sie verschenkt (so sagte man mir - ich bekam bisher selten etwas von ihr) nur Dinge, die sie sich auch selbst schenken würde. Oder selbst irgendwann geschenkt bekam, diese Geschenke aber nie genutzt habe. Wie es sich mit dem Buch verhält... keine Ahnung. Ich habe jedenfalls begonnen, es zu lesen.
Bisher bin ich bei der Hälfte und es ist spannend, Scholl-Latours Einschätzungen in der Retrospektive zu lesen. Tatsächlich stolperte ich schon ein paar Mal über Dinge, die er korrekt vorhersagte. Bei anderem lag er daneben. Es wäre spannend, würde er die aktuelle Weltlage mit den aktuell agierenden Personen noch erleben. Andererseits ist man fast neidisch, dass er das nicht muss.
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One to go. Morgen aber trotz freiem Tag viel geplant. Solardingens, Autoschauen, dies, das. Atmen nicht vergessen.
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Mittwoch, 14. Januar 2026
No Ford
Bisschen nervig, dieses ganze Hin und Her an der Autofront. Tut mir leid, aber das ist eben auch ein großes Thema. Es kommt immerhin Bewegung in die Sache: es gibt zwei Korrespondenzen und es geht in den Endspurt.
Eigentlich war auch Ford ein Kandidat für eine Neuanschaffung; allerdings weit hinten auf der Liste, weil: amerikanische Firma. Seit eben sind sie komplett raus, nachdem Ford einen Mitarbeiter freigestellt hat, der dem orangen Trottel zugerufen hat, was man ihm den lieben langen Tag zurufen sollte. Diese Bücklinge sollen ihre Autos gerne verkaufen, aber an Amerika first. Und mich last oder gar not.
Unabhängig von dieser Aktion, ist es nicht mein liebstes Hobby, mich mit Autoverkäufern auseinanderzusetzen. Man hat immer das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden und da ich keine Ahnung habe und ein schlechter Verhandler bin, wird dem wohl auch so sein. Und wer möchte schon gerne über den Tisch gezogen werden. Es ist ein Drama.
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Ach so: kleiner Nachtrag. Meine selbstprogrammierte Standheizungsapp ist dann ja auch obsolet und weitergeben kann ich die auch nicht. Noch ein Drama. Aber anscheinend funktioniert die App des Herstellers auf iPhones. Apple ist wohl nicht so restriktiv in Sachen SMS-Versand wie Google. Das wäre gut; so kämen noch ein paar Euro drauf für Inzahlungnahme. Übrigens auch ein interessantes Wort: Inzahlungnahme.
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Tag 3 bei der Arbeit und sagen wir mal so: die meiste Zeit geht für Prokrastinieren drauf.
Eigentlich war auch Ford ein Kandidat für eine Neuanschaffung; allerdings weit hinten auf der Liste, weil: amerikanische Firma. Seit eben sind sie komplett raus, nachdem Ford einen Mitarbeiter freigestellt hat, der dem orangen Trottel zugerufen hat, was man ihm den lieben langen Tag zurufen sollte. Diese Bücklinge sollen ihre Autos gerne verkaufen, aber an Amerika first. Und mich last oder gar not.
Unabhängig von dieser Aktion, ist es nicht mein liebstes Hobby, mich mit Autoverkäufern auseinanderzusetzen. Man hat immer das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden und da ich keine Ahnung habe und ein schlechter Verhandler bin, wird dem wohl auch so sein. Und wer möchte schon gerne über den Tisch gezogen werden. Es ist ein Drama.
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Ach so: kleiner Nachtrag. Meine selbstprogrammierte Standheizungsapp ist dann ja auch obsolet und weitergeben kann ich die auch nicht. Noch ein Drama. Aber anscheinend funktioniert die App des Herstellers auf iPhones. Apple ist wohl nicht so restriktiv in Sachen SMS-Versand wie Google. Das wäre gut; so kämen noch ein paar Euro drauf für Inzahlungnahme. Übrigens auch ein interessantes Wort: Inzahlungnahme.
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Tag 3 bei der Arbeit und sagen wir mal so: die meiste Zeit geht für Prokrastinieren drauf.
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Dienstag, 13. Januar 2026
Das Leben eine Ansammlung von Störungen
Technische Störung am Zug. Somit hat sich also die erste Bahnfahrt des Jahres erledigt. Und das erste Mal Headquarter im neuen Jahr auch. Könnte ja noch nicht mal mit dem Auto fahren, da ich aktuell keins habe. Naja, ich habe eins, das von meiner Mutter, aber das weiß ja gar nicht, was "Autobahn" bedeutet und dann noch so eine lange Strecke... das kann ich dem armen Ding nicht antun.
Apropos Auto: die Firma von Ralf Schuhmacher (gehört doch ihm, oder?) meldet sich nicht mit meiner Bewertung. Würde ja dort direkt vorfahren, nur: fahren geht ja gerade nicht. Da beißt sich die Maus in den Schwanz und der Hund keinen Faden ab. Am liebsten wäre mir eh, ich könnte meine Mühle bei einem Händler in Zahlung geben und dafür ein anderes mitnehmen. So wie die Ergo-Leute damals in Budapest. Ach, eigentlich wäre mir am liebsten, wenn alles so wäre wie vorher. Nach der viel zu teuren Inspektion läuft das Auto 1A noch viele Kilometer, bringt mich sorgenfrei von A nach B und alles ist gut und alle sind zufrieden. So kommt jetzt am Freitag jemand und schaut, wie ich noch mehr Geld ausgeben kann, indem das Dach solarisiert wird und dann braucht es nochmal Geld, um fortan stromig zu fahren und wer weiß, was dann noch ansteht.
Wahrscheinlich Gesundheitsthemen. Ich habe am Hals so ein Ding, das nach Insektenstich aussieht, allerdings ist das Teil nun schon lange da und geht nicht weg. Gleiches habe ich an der Hüfte. Ich schrecke noch davor zurück, bei Google oder ChatGTP nachzuschauen, was das denn sein könnte. Gibt so Dinge, die möchte man nicht wissen. Außerdem kann ja sein, dass ich bin wie mein Auto... da kommt erst die Sache mit den Beulen (meine Inspektion quasi) und wenn das durch ist und ich denke, alles wäre nun gut, kommt der Hammer. Irgendein fieser Krebs oder so (mein Hinterachsdifferential sozusagen). Will ich nicht.
Aber was hat man nicht alles, was man eigentlich gar nicht will. Herr Sträter hat sich auch bis Ende März krank gemeldet. Das ist nicht schön. Also schön, dass er es macht und sich um sich kümmert, aber nicht schön, dass er es muss. Und ich meckere wegen "Geld"... mannmannmann.
Am Ende gehts uns allen wie dem Zug: so Störung kommt immer wieder, eigentlich ist das Leben eine Ansammlung von Störungen. Beim Zug ist es halt eine technische. Gute Besserung, lieber Zug. Und auch gute Besserung an Herrn Sträter. Ich gelobe weniger zu meckern.
Apropos Auto: die Firma von Ralf Schuhmacher (gehört doch ihm, oder?) meldet sich nicht mit meiner Bewertung. Würde ja dort direkt vorfahren, nur: fahren geht ja gerade nicht. Da beißt sich die Maus in den Schwanz und der Hund keinen Faden ab. Am liebsten wäre mir eh, ich könnte meine Mühle bei einem Händler in Zahlung geben und dafür ein anderes mitnehmen. So wie die Ergo-Leute damals in Budapest. Ach, eigentlich wäre mir am liebsten, wenn alles so wäre wie vorher. Nach der viel zu teuren Inspektion läuft das Auto 1A noch viele Kilometer, bringt mich sorgenfrei von A nach B und alles ist gut und alle sind zufrieden. So kommt jetzt am Freitag jemand und schaut, wie ich noch mehr Geld ausgeben kann, indem das Dach solarisiert wird und dann braucht es nochmal Geld, um fortan stromig zu fahren und wer weiß, was dann noch ansteht.
Wahrscheinlich Gesundheitsthemen. Ich habe am Hals so ein Ding, das nach Insektenstich aussieht, allerdings ist das Teil nun schon lange da und geht nicht weg. Gleiches habe ich an der Hüfte. Ich schrecke noch davor zurück, bei Google oder ChatGTP nachzuschauen, was das denn sein könnte. Gibt so Dinge, die möchte man nicht wissen. Außerdem kann ja sein, dass ich bin wie mein Auto... da kommt erst die Sache mit den Beulen (meine Inspektion quasi) und wenn das durch ist und ich denke, alles wäre nun gut, kommt der Hammer. Irgendein fieser Krebs oder so (mein Hinterachsdifferential sozusagen). Will ich nicht.
Aber was hat man nicht alles, was man eigentlich gar nicht will. Herr Sträter hat sich auch bis Ende März krank gemeldet. Das ist nicht schön. Also schön, dass er es macht und sich um sich kümmert, aber nicht schön, dass er es muss. Und ich meckere wegen "Geld"... mannmannmann.
Am Ende gehts uns allen wie dem Zug: so Störung kommt immer wieder, eigentlich ist das Leben eine Ansammlung von Störungen. Beim Zug ist es halt eine technische. Gute Besserung, lieber Zug. Und auch gute Besserung an Herrn Sträter. Ich gelobe weniger zu meckern.
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Montag, 12. Januar 2026
Wieder im Dienst
Back to work. Bin gespannt, ob ich gleich das Passwort für den Laptop noch weiß. Und das andere für die restlichen Anwendungen. Wir sind da etwas restriktiv; die Sparkasse Gelsenkirchen könnte sich mal eine Scheibe bei uns abschneiden.
So richtig viel Lust habe ich (noch) nicht. Auf dem Schreibtisch liegt noch ein Aufschrieb von vor dem Urlaub und schon dieses Projekt ist ein bisschen doof. Aber jetzt, im neuen Jahr, mit frischer Energie, neuer Kraft und neuen Ideen wird es bestimmt ganz toll. Ist ja oft so. Anderer Blickwinkel, geänderte Prämissen, Käpten, mein Käpten und so. Ich lasse mich überraschen.
---
Erich von Däniken ist tot. Sein Einfluss zu seiner großen Zeit war so gewaltig, dass sogar mein Vater Bücher von ihm hatte. Mein Vater hat eigentlich keine Bücher; von ihm hatte er welche. Ob er sie gelesen hat, weiß ich nicht.
Ob die Wesen auf dem All zu seiner Beerdigung kommen? Man sollte die Augen offen halten. Aber vielleicht sind sie auch froh, dass der Schnüffler endlich weg ist.
So richtig viel Lust habe ich (noch) nicht. Auf dem Schreibtisch liegt noch ein Aufschrieb von vor dem Urlaub und schon dieses Projekt ist ein bisschen doof. Aber jetzt, im neuen Jahr, mit frischer Energie, neuer Kraft und neuen Ideen wird es bestimmt ganz toll. Ist ja oft so. Anderer Blickwinkel, geänderte Prämissen, Käpten, mein Käpten und so. Ich lasse mich überraschen.
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Erich von Däniken ist tot. Sein Einfluss zu seiner großen Zeit war so gewaltig, dass sogar mein Vater Bücher von ihm hatte. Mein Vater hat eigentlich keine Bücher; von ihm hatte er welche. Ob er sie gelesen hat, weiß ich nicht.
Ob die Wesen auf dem All zu seiner Beerdigung kommen? Man sollte die Augen offen halten. Aber vielleicht sind sie auch froh, dass der Schnüffler endlich weg ist.
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Sonntag, 11. Januar 2026
Winterlauf
Letzter Urlaubstag. Morgen ruft wieder die Arbeit. So richtig laut ruft sie nicht, aber ignorieren werde ich ihr Rufen auch nicht können. Alleine der Gedanke an die nach den vielen Tagen übervolle Mailbox treibt mir den Angstschweiß auf die blasse Stirn. Aber da muss ich durch.
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Bei der Recherche bzgl. Auto bin ich über ein Fahrzeug gestolpert, dass völliger Irrsinn, aber vielleicht gerade deshalb so spannend wäre: das Ding hat über 600 PS, ist viel zu schnell und absolut überproportioniert für alles und für mein Gebrauchsprofil sowieso. Der Anschaffungspreis ginge noch, die Versicherung würde sich allerdings exorbitant erhöhen und wäre ein nerviger Klotz am Bein. Außerdem wäre es schade, wenn so eine Maschine die meiste Zeit nur Rumstehen würde. Zum Glück scheint meine Midlife Crisis weitestgehend durch zu sein: außer einem kurzen, sehnsüchtigen Seufzen konnte ich die Idee doch einigermaßen schmerzfrei begraben. Aber trotzdem: über 600 PS...
---
Es ist kalt da draußen. Minusgrade, wieviel genau weiß ich nicht. Meine Füße sind schon seit gestern dauerhaft kalt, Eisklötze, die gar nicht mehr warm werden. Immerhin schläft man gut, weil der Körper soviel Energie verbraucht, um das Bett auf eine Temperatur zu bringen, bei der Überleben möglich ist, dass er danach völlig platt und der Schlaf nahezu komatös ist.
Heute möchte ich eigentlich eine Runde laufen. Nicht weit, aber ein bisschen. Die Beine tun noch weh von den 10 Kilometern am Freitag, aber ich will dranbleiben. Vielleicht wird es ja doch das 600 PS-Vehikel und es wäre ja peinlich, als als völlig unsportlicher Mensch in so ein sportliches Teil einzusteigen. Und da ich kein Dart spiele und das somit nicht als "meinen Sport" deklarieren kann, laufe ich eben. Das Auto wird es trotzdem nicht.
Am Nervigsten finde ich neben dem eigentlichen Frieren, dass Atmen während des Laufs bei der Kälte eine kleine Herausforderung ist. Die eisige Luft schmerzt in der Lunge. Man könnte einen Schlauchschal über Mund und Nase ziehen; das würde sicher helfen, aber das vergesse ich immer und wenn ich zurückgehen würde, um einen solchen Schal zu holen, könnte es passieren, dass ich so genervt bin, dass ich direkt zu Hause bleibe.
Auch doof: kalte Füße und rutschige Böden.
Naja, werden auch wieder andere Tage kommen und man muss eben akzeptieren, dass bei diesen Witterungen keine Rekordläufe drin sind. Den faulen Hintern bewegen tut trotzdem gut.
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Bei der Recherche bzgl. Auto bin ich über ein Fahrzeug gestolpert, dass völliger Irrsinn, aber vielleicht gerade deshalb so spannend wäre: das Ding hat über 600 PS, ist viel zu schnell und absolut überproportioniert für alles und für mein Gebrauchsprofil sowieso. Der Anschaffungspreis ginge noch, die Versicherung würde sich allerdings exorbitant erhöhen und wäre ein nerviger Klotz am Bein. Außerdem wäre es schade, wenn so eine Maschine die meiste Zeit nur Rumstehen würde. Zum Glück scheint meine Midlife Crisis weitestgehend durch zu sein: außer einem kurzen, sehnsüchtigen Seufzen konnte ich die Idee doch einigermaßen schmerzfrei begraben. Aber trotzdem: über 600 PS...
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Es ist kalt da draußen. Minusgrade, wieviel genau weiß ich nicht. Meine Füße sind schon seit gestern dauerhaft kalt, Eisklötze, die gar nicht mehr warm werden. Immerhin schläft man gut, weil der Körper soviel Energie verbraucht, um das Bett auf eine Temperatur zu bringen, bei der Überleben möglich ist, dass er danach völlig platt und der Schlaf nahezu komatös ist.
Heute möchte ich eigentlich eine Runde laufen. Nicht weit, aber ein bisschen. Die Beine tun noch weh von den 10 Kilometern am Freitag, aber ich will dranbleiben. Vielleicht wird es ja doch das 600 PS-Vehikel und es wäre ja peinlich, als als völlig unsportlicher Mensch in so ein sportliches Teil einzusteigen. Und da ich kein Dart spiele und das somit nicht als "meinen Sport" deklarieren kann, laufe ich eben. Das Auto wird es trotzdem nicht.
Am Nervigsten finde ich neben dem eigentlichen Frieren, dass Atmen während des Laufs bei der Kälte eine kleine Herausforderung ist. Die eisige Luft schmerzt in der Lunge. Man könnte einen Schlauchschal über Mund und Nase ziehen; das würde sicher helfen, aber das vergesse ich immer und wenn ich zurückgehen würde, um einen solchen Schal zu holen, könnte es passieren, dass ich so genervt bin, dass ich direkt zu Hause bleibe.
Auch doof: kalte Füße und rutschige Böden.
Naja, werden auch wieder andere Tage kommen und man muss eben akzeptieren, dass bei diesen Witterungen keine Rekordläufe drin sind. Den faulen Hintern bewegen tut trotzdem gut.
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