Sonntag, 15. Februar 2026
Altersdepression und nächtliche Aktionen der kleinen Katze

Altersdepression. Auch nicht schön. Für den Betroffenen nicht, aber auch die Angehörigen haben keinen Spaß. Man erwischt sich bei dem Gedanken, ob man nicht ein paar Haschkekse kredenzt. Der Appetit ist eines der wenigen Dinge, die nicht leiden. Das geht so nicht weiter mit diesem aggressiven Grundton, der alles und alle überstrahlt.

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Das Schrittziel wird diesen Monat nicht klappen. Dem Februar fehlen bekanntlich ein paar Tage und eben jene fehlen auch fürs Erreichen der Ziele. Man könnte natürlich an den verbleibenden Tagen doppelt und dreifach aktiv sein, aber dafür fehlt gerade etwas anderes: Motivation.

Heute regnet es immerhin mal nicht durchgehend, also werde ich den faulen Hintern später auch bewegen. Ein Lauf an der frischen Luft, um den Kopf durchzupusten und die Innereien durchzuschütteln. Freue mich schon drauf.

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Die kleine Katze ist gerade sehr anhänglich. Mittlerweile kommt sie dreimal in der Nacht und meckert. Wieso und weshalb ist nicht so ganz klar. Manchmal lässt sie sich überreden, springt ins Bett und ist nach kurzem Kraulen zufrieden. Dann geht sie wieder und alles ist gut... bis sie ein paar Stunden später wieder da ist und die Nummer von vorne losgeht. Es dauert dann auch gleich mal einiges länger, bis man sie von den Vorzügen eines Betts inklusive Kraulen überzeugt hat.

Ich habe zwei Verdachtsmomente, was los ist:
1. Die Toilette. Sie möchte mich darauf aufmerksam machen, dass sie diese im Einsatz hatte und ich doch mal bitte dort nach dem rechten schauen möge. Mache ich ja auch, aber nicht nachts um drei.
2. Eine andere Katze, ein Kater wahrscheinlich. Selbiger schleicht in letzter Zeit ums Haus und ist auch im Revier der kleinen Katze unterwegs. Das missfällt ihr und dieses Missfallen tut sie des Nachts kund. Vielleicht erwartet sie, dass ich ihr folge und die andere Katze/den Kater verscheuche. Auch das mache ich ungern mitten in de Nacht, zumal sich die andere Katze/der Kater wahrscheinlich auch nicht sonderlich beeindruckt von meiner Vertreibungsaktion zeigen würde und der Erfolg somit nur von kurzer Dauer, wenn überhaupt vorhanden wäre.

Mein Plan ist nun, dass ich die kleine Katze tagsüber nerve, wenn sie schläft, in der Hoffnung, dass sie in der Nacht dann so fertig ist, dass sie Ruhe gibt. Bin mir allerdings nicht sicher, ob das klappt.

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Samstag, 14. Februar 2026
Feucht am Valentinstag

Frohen Valentinstag allerseits. Wenn die Rose des Herzallerliebsten nach Super Bleifrei riecht, wissen Sie, was Sache ist.

Dem Kater aus der Nachbarschaft ist auch nach Valentin; zumindest singt er die halbe Nacht liebestolle Arien an sämtliche Damen. Besonders erfolgreich war er wohl nicht, sonst hätte die Singerei irgendwann sicher ein Ende gehabt. Bin mir eh nicht sicher, ob die Aktion von Erfolg gekrönt gewesen wäre. Er ist nicht mehr der Jüngste. Andererseits stört das die Herren der Schöpfung oft wenig, gebalzt wird bis zum bitteren Ende.

Auch ich werde meinen adonisgleichen Körper heute nackt der Welt präsentieren. Das allerdings nicht im strafrechtlich relevanten Sinne - der Nachmittag wird im Zeichen von Wellness stehen und Sauna spielt dabei eine tragende Rolle. Danach den ausgelaugten Körper gebademantelt auf einer Liege der weiteren Erholung zuführen. Herrlich. In den wachen Momenten im Reiseführer blättern und damit den Geist in Urlaub schicken... ich glaube, das könnte ein ganz guter Tag werden.

Das Wetter ist allerdings nicht gut für den geplanten Morgenlauf. Ich habe keine Lust auf sintflutartigen Regen und Wind und den ganzen Mist. Also kein Lauf. Vielleicht heute abend aufs Laufband, aber wahrscheinlich bin ich dann zu tiefenentspannt, als das an so etwas zu denken wäre. Egal, ist dann halt so bei Regen am Valentinstag.

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Freitag, 13. Februar 2026
Bin wieder unter Strom

Gestern hatte ich für längere Zeit keinen Strom. Die Elektriker taten Dinge, welche Dinge weiß ich nicht. Ist auch egal, die Hauptsache war, dass der Strom nachher wieder da ist. Die Chancen standen gut und es klappte auch.

Post hätte in der Zeit nicht kommen dürfen, denn die Klingel ging nicht. Merkt man ja nicht, denn eine Klingel ist wenig auffällig, solange sie nicht benutzt wird und würde sie nun benutzt, fiele es nicht auf, da sich an ihrem Grundzustand, den sie die meiste Zeit ihres Daseins inne hat, nichts ändert. Klingle wer möchte. Ich hoffe, sie geht wieder - jetzt wo der Strom wieder fließt. Teste ich nachher mal.

Was nicht mehr ging (ich aber erst am Abend bemerkt habe): der Katzenbrunnen. Merkt man auch nicht sofort, denn er sprudelt in Etappen. Oder eben gar nicht, wenn er zwischendurch mal aus war. Wenn er längere Zeit still steht, trocknet der obere Blubberbereich aus und es kommt zu Kalkflecken. So fiel das überhaupt auf. Die kleine Katze darf sich freuen: es gibt wieder frisches Wasser. Hurra.

Und auch neu seit gestern: eine Wallbox im Carport. Eigentlich relativ unauffällig - außer wenn es dunkel ist, denn dann bemerkt man ein pulsierendes weißes Licht. Das sogenannte Bereitschaftslicht, das besagt, dass die Wallbox bereit ist. Ich hoffe, das kann man irgendwie deaktivieren. Es ist ja schön, wenn die Wallbox bereit ist, das muss man aber nicht so demonstrativ zur Schau stellen. Blink Blink Blink. Strahl Strahl Strahl. Pulsier Pulsier Pulsier. Ist ja gut, Wallbox. Wir haben verstanden.

Aber das kommt alles noch. Bin ja fresh im Game. Laufen tut es übrigens noch nicht. Ich denke, die Elektriker hatten am Nachmittag keinen Bock mehr; deshalb ist der sogenannte Wechselrichter noch nicht in Funktion, aber egal. Immerhin steht der ganze Technikkram. Die Einrichtung sollte nicht mehr so dramatisch werden.

Das ist alles sehr spannend, aber auch nerdig.

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Donnerstag, 12. Februar 2026
Good News

Die Nachrichten dieser Welt machen mich fertig. Mittlerweile bin ich an dem Punkt, an dem ignorieren eine gute Option darstellt. Aber ein paar Informationen möchte ich schon, allerdings nur schöne. Dafür gibt es "Konstruktiven Journalismus", aber der ist mir teilweise noch zu negativ. Klar ist es toll Lösungen anzubieten, aber ich möchte das Schlechte dieser Welt ignorieren. Ich bin soweit, dass ich glaube, dass es keine Lösungen gibt oder besser: dass es Lösungen gibt, aber die keinen interessieren. Der orange Psychopath wäre weg vom Fenster, wenn es nicht diesen Haufen Arschlöcher gäbe, die ihn unterstützen, um selbst Macht zu haben. Oder Thema Umwelt, dies und das. Egal. Konstruktiver Journalismus ist aber immer mal eins: konstruktiv. Trotzdem zu negativ.

Es gibt aber auch die "guten Nachrichten". Nur Katzenbabys, gerettete Kinder und Robben, Sonnenschein im Lalalauneland. Diese "Good News" gibt es sogar vom ZDF, siehe hier. Hach, wie schön. Aber hey... da steht ja nicht wirklich viel und vor allem: die aktuellste Nachricht ist vom 22. Januar. Ist seitdem etwa nichts Positives mehr passiert? Überhaupt ist die Menge an Meldungen auf der Seite sehr überschaubar. Das ist ja noch frustrierender! Es gibt gute Nachrichten, aber leider nicht sehr oft und leider sind es auch nicht sonderlich viele. Na Danke. Dass es so wenig Good News gibt, ist keine gute Nachricht.

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Heute sind wieder Elektriker da. Sie machen die Elektrik. Ob sie das gut machen... keine Ahnung. Weiß man wahrscheinlich erst am Ende. Wenn es da nicht zischt und bizzelt und alles macht, was es soll, ist es wohl gut gemacht. Oder wie ein Profi letztens zu mir sagte, nachdem er etwas im Schaltschrank tauschte und das ein paar Tage nochmal überprüfte: "Ist nichts schwarz, hat also nichts gebrannt. Das ist gut." Ja, das ist gut. Finde ich auch.

Wenn das Tagwerk der Elektriker heute erledigt ist, wäre alles angeschlossen und bereit. Dann braucht es noch das Go des "Netzbetreibers". Dort habe ich mich bereits angemeldet und bin bisher positiv überrascht. Die Anmeldung ging einfach, die Daten sind hinterlegt und das auch noch korrekt. Könnte gut sein, dass alles klappt. Ich bin guter Dinge.

Gibt also doch noch Good News.

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Mittwoch, 11. Februar 2026
Aufs Dach gestiegen

Halb Drei ist früh, viel zu früh. Das sind viereinhalb Stunden Schlaf und davon kann man noch eine halbe Stunde Katzestreicheln und -bekuscheln abziehen. Ich war trotzdem wach und konnte nicht mehr einschlafen. Nach ein paar Seiten im Buch und anschließendem Hin- und Hergewälze habe ich aufgegeben und nun sitze ich im Wohnzimmer und bin genervt. Immerhin: man kann auch um diese Zeit einiges erledigen. Die Spülmaschine ist schon ausgeräumt und das Katzenklo gereinigt. Und ich bin weiterhin genervt. Eigentlich auch müde, die Augen sind schwer, aber ich kann ums Verrecken nicht Schlafen. Das wird ein anstrengender Tag; für die Vorhersage braucht es keinen Nostradamus.

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Gestern fuhr die Bahn nicht, ergo: Home Office. Soweit, so nervig. Um kurz vor 9 Uhr klingelt es an der Tür, es stehen drei Männer vor der Tür. Genaugenommen steht einer vor der Tür und zwei vor einem Anhänger, der an einem Transporter hängt. Man wolle aufs Dach. Hört man ja nicht ständig, aber immerhin war mir klar, weshalb. Nur: wieso gestern? Es gab keinen Termin, das mit dem Dach sollte irgendwann passieren, erstmal kämen die Elektriker und das erst am Mittwoch (also heute). Gestern war Dienstag. Ein Anruf bei der Firma, die das alles "koordiniert", bzw. es koordinieren sollte ergab: die wissen auch von nichts. Was die aber nun wissen: ich kann am Telefon ganz schön pissig werden. Wurde ich auch. Jedenfalls wollten die drei Männer mir tatsächlich aufs Dach steigen und dort die Solarpanels aufbauen. Na meinetwegen: je schneller das erledigt ist, desto besser. Und schnell waren die. Keine Ahnung welche Nationalität (etwas osteuropäisches, natürlich, aber was genau... keine Ahnung) die Jungs waren - man scheint dort völlig schwindelfrei zu sein. Ähnlich wie dieser Stamm in den USA, die völlig problemlos auf den Gerüsten der Wolkenkratzern in New York herumturnen. Vielleicht nicht ganz so; es gibt einen durchaus nennenswerten Unterschied bei der Höhe der Wolkenkratzer im Vergleich zu dem Dach hier. Aber auch hier stand das Gerüst ruckzuck, die Halteschienen waren in ein paar Stunden montiert und nach der Mittagspause kamen die Panels hoch. Um halb Fünf war alles erledigt, das Dach ist bestückt, die Leitung liegt bereit für die Elektriker, die heute kommen und es gingen nur zwei Ziegel zu Bruch, wobei die Hauptarbeit darin bestand, den kleinen Restbestand zu suchen, der hier noch irgendwo rumliegt. Er wurde gefunden.

Am Mittag kam auch der "Koordinator" vorbei und hat sich wortreich entschuldigt. Anscheinend führt dieses Dachdeckerteam ein Eigenleben (was grundsätzlich okay ist; das ist ein Subunternehmen) und in diesem sind Termine nur eine grobe Richtung, keine Vorgabe. Nun denn; der Bahn sei Dank war ich zuhause und was erledigt ist, ist erledigt. Heute und morgen wird dann weiterer technischer Kram erledigt und somit sollte alles durch sein - bis auf die Anmeldung beim Netzbetreiber. Laut Internet dauert sowas um die vier Wochen. Danach kann es losgehen mit Solar und Photovoltaik. Große Freude allerseits - außer bei der kleinen Katze. Die Arbeiten heute finden im Keller statt und da um die Ecke steht ihre Toilette. Wenn da aber den ganzen Tag fremde Leute hantieren, wird das blöd für sie. Rausgehen und dort alles erledigen wäre natürlich eine Möglichkeit. Ging bis vor ein, zwei Monaten ja auch wunderbar. Vielleicht wäre das eine gute Gelegenheit, diese Tradition wieder aufleben zu lassen. Man wird sehen.

Im März startet also die Solarenergiegewinnung und somit wäre alles bereit für ein E-Auto. Bis das hier ist dauert es allerdings noch. Das ist ein bisschen nervig, aber Internet sei Dank werde ich bis dahin so gut informiert sein, dass ich bei Abholung dem Händler erklären kann, wie das Auto funktioniert. Bis dahin wüsste ich aber schon gerne, ob die Wallbox funktioniert. Vielleicht lade ich den Nachbarn mal zu einer Runde aufladen ein. Da freut der sich bestimmt und ich kann schauen, ob alles läuft.

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Um kurz vor Vier nochmal ins Bett und tatsächlich knapp eine Stunde geschlafen. Immerhin.

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