Montag, 3. August 2026
Leidensgenossen
Die kleine Katze liegt in letzter Zeit die halbe Nacht auf dem Bett. Das ist ungewöhnlich. Eigentlich blieb sie immer noch ein bisschen, wenn ich ins Bett ging, ließ sich kraulen, verschwand aber, sobald ich das Licht ausmachte. Mittlerweile geht sie dann an den Bettrand und legt sich dort ab. Sie scheint den leichten Lufthauch zu genießen, der durch die offenen Türen hereinweht. Es wirklich nur ein Hauch, kaum spürbar, aber Katzen sind sensible Tiere. Sie registrieren auch das und anscheinend mögen sie das. Es sei ihr gegönnt.
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Am Morgen spüre sogar ich diesen Hauch an frischer Luft. Es ist großartig. Endlich durchatmen. Der frühe Morgen ist der einzige Zeitpunkt, an dem dies möglich ist.
Bei meinen Eltern steht die Luft im Haus. Sie haben zwar alle Fenster offen, die man aufmachen kann, aber die Luft scheint dort nicht zu zirkulieren. Da helfen auch die vielen Ventilatoren nicht, die ich ihnen gekauft habe. Draußen ist es dagegen die meiste Zeit einigermaßen erträglich, teilweise sogar richtig schön. Trotzdem sitzen sie drinnen in der stickigen Luft. Warum sie nicht draußen sitzen, das ginge dort auch ganz hervorragend, frage ich sie. Der Grund ist mein Vater. Der möchte nicht. Einen Grund kann er nicht nennen. Bei vielen Dingen ist gerade mein Vater der Grund. Das ist nicht gut. Grundsätzlich nicht und auch nicht bei der Hitze dieser Tage. Wie kann man sich nur allem so verschließen und darauf warten, dass man sich die eigene Seele so sehr vergiftet hat, dass man daran erstickt? Werde ich auch mal so? Genetisch vorbelastet bin ich ja wohl. Keine schöne Vorstellung.
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Mittlerweile ist die Katze umgezogen: Vom Bett nach draußen. Dort liegt sie auf den über Nacht abgekühlten Fließen und chillt weiter. Wahrscheinlich geht es ihr wie mir und sie ist auch dauerhaft müde. Wir sind Leidensgenossen.
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Am Morgen spüre sogar ich diesen Hauch an frischer Luft. Es ist großartig. Endlich durchatmen. Der frühe Morgen ist der einzige Zeitpunkt, an dem dies möglich ist.
Bei meinen Eltern steht die Luft im Haus. Sie haben zwar alle Fenster offen, die man aufmachen kann, aber die Luft scheint dort nicht zu zirkulieren. Da helfen auch die vielen Ventilatoren nicht, die ich ihnen gekauft habe. Draußen ist es dagegen die meiste Zeit einigermaßen erträglich, teilweise sogar richtig schön. Trotzdem sitzen sie drinnen in der stickigen Luft. Warum sie nicht draußen sitzen, das ginge dort auch ganz hervorragend, frage ich sie. Der Grund ist mein Vater. Der möchte nicht. Einen Grund kann er nicht nennen. Bei vielen Dingen ist gerade mein Vater der Grund. Das ist nicht gut. Grundsätzlich nicht und auch nicht bei der Hitze dieser Tage. Wie kann man sich nur allem so verschließen und darauf warten, dass man sich die eigene Seele so sehr vergiftet hat, dass man daran erstickt? Werde ich auch mal so? Genetisch vorbelastet bin ich ja wohl. Keine schöne Vorstellung.
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Mittlerweile ist die Katze umgezogen: Vom Bett nach draußen. Dort liegt sie auf den über Nacht abgekühlten Fließen und chillt weiter. Wahrscheinlich geht es ihr wie mir und sie ist auch dauerhaft müde. Wir sind Leidensgenossen.
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