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Freitag, 25. Mai 2012
Mahlzeit
Meine Mutter hat Leberwerte, die dreifach über dem Normbereich liegen. Nun ist das Drama groß. Ist die böse Krankheit wieder zurückgekehrt? Warum war ihr diese Woche so schlecht und woher kamen die Schmerzen? Wo meine gelegentliche Paranoia herkommt, weiß ich also. Tatsächlich glaube ich nicht, dass es Krebs ist, aber das wird nächste Woche eh geklärt. Da steht das vierteljährliche Nachsorge-CT an. Bis dahin ist das große Zittern angesagt. Immerhin wird sie morgen dank einer großen Meute an Verwandten beim Grillen gut abgelenkt sein. Und weil ich ein guter Junge bin, steuere ich auch was dazu bei. Lecker Nudelsalat und Datteln im Speckmantel*. Letzteres als Bonus, so richtig wollte das eigentlich niemand. Mir egal: ich will sie und deshalb mache ich die morgen auch. Eingelegt in Orangensaft (kein Scherry der Kinder wegen - wobei die das eh nicht probieren werden, wie ich sie kenne), gefüllt mit einem Hauch Parmesan, umhüllt von Serrano-Schinken und durchspießt von einem Zahnstocher aus Birkenholz (der vorher in kaltem Wasser eingeweicht wird, damit er auf dem Grill nicht verbrennt). In meinem Übermut war ich sogar noch kurz davor Bagels machen zu wollen, aber das teste ich lieber erstmal für mich selbst (oder einem geneigten Gast, der es nicht zu eng sieht, wenn es komplett daneben ginge), bevor ich mich damit auf die große Bühne des verwandtschaftlichen Grillevents traue.
Und zur Einstimmung gebe ich mir jetzt Cooking in progress. Mahlzeit.
* Es sind übrigens keine Datteln im Speck- sondern im Serrano-Mantel, wie man aufgrund der Auflistung unschwer erkennen konnte. Sollte aber trotzdem, oder gerade deshalb gut kommen.
Und zur Einstimmung gebe ich mir jetzt Cooking in progress. Mahlzeit.
* Es sind übrigens keine Datteln im Speck- sondern im Serrano-Mantel, wie man aufgrund der Auflistung unschwer erkennen konnte. Sollte aber trotzdem, oder gerade deshalb gut kommen.
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Donnerstag, 24. Mai 2012
2843
Laut der Wetter-App auf dem iPhone war es hier heute heißer als in Palma de Mallorca, heißer als in Tunesien und New York hat mit 18 Grad komplett abgekackt. Nach einem Tag im Büro unterm Dach wäre ich aber ganz froh gewesen, wenn es mehr New York und weniger Sahel Zone gewesen wäre. Die Kunden dachten bestimmt ich hätte einen Zimmerbrunnen. Waren aber nur Schweissströme, die da plätscherten.
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Donnerstag, 24. Mai 2012
2842
Wenn man sehr kaltes Bier in ein Glas gibt, dieses dann in einem eher warmen Raum auf einem Stück Küchenkrepp abstellt, ergibt das schon nach kurzer Zeit einen feuchten Fleck rund ums Glas, was aussieht, als würde das Glas auslaufen. Das liegt daran, dass dieses Glas "schwitzt" und das Kondenswasser am Glasrand auf das Küchenkrepp läuft. Das ist die große Erkenntnis des Abends, was in schonungsloser Brutalität zeigt, dass es ein ansonsten eher erkenntnisloser Abend ist.
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Mangels TV-Gerät und aufgrund schwachem USB-Stick-Empfang kam ich erst heute dazu das Finale von Rachs Restaurantschule zu sehen. Kleiner Spoiler für alle, die es noch nicht gesehen haben: er hat alle in irgendeiner Form übernommen. Ob ich das getan hätte... eher nicht. Hatte aber trotzdem einen Klos im Hals und wegen des blöden Zugs hier im Zimmer feuchte Augen. Wenn ich mal in Berlin bin, gehe ich dort vorbei, schaue durch die gewaltigen Fenster und gehe dann in den Mc Donalds nebenan. Aber nur, wenn es noch den New York Cheese Beef Classic gibt. Neee, Quatsch. Natürlich würde ich mich zu einem leckeren Essen dort niederlassen.
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Morgen ist Donnerstag. Pre-Friday quasi. Hurra!
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Mangels TV-Gerät und aufgrund schwachem USB-Stick-Empfang kam ich erst heute dazu das Finale von Rachs Restaurantschule zu sehen. Kleiner Spoiler für alle, die es noch nicht gesehen haben: er hat alle in irgendeiner Form übernommen. Ob ich das getan hätte... eher nicht. Hatte aber trotzdem einen Klos im Hals und wegen des blöden Zugs hier im Zimmer feuchte Augen. Wenn ich mal in Berlin bin, gehe ich dort vorbei, schaue durch die gewaltigen Fenster und gehe dann in den Mc Donalds nebenan. Aber nur, wenn es noch den New York Cheese Beef Classic gibt. Neee, Quatsch. Natürlich würde ich mich zu einem leckeren Essen dort niederlassen.
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Morgen ist Donnerstag. Pre-Friday quasi. Hurra!
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Dienstag, 22. Mai 2012
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Das abendliche Blöken der Schafe bereitet einen schon mal seelisch und moralisch auf das anstehende Fest hier in den Bergen vor. Irgendein Gesangsverein oder ähnliches packt dann zwei Zelte mitten in die Hänge, man betrinkt sich kollektiv und singt dann die ganze Nacht - nur durch gelegentliche Trinkpausen unterbrochen. Das Ganze dauert drei Tage, allerdings ist es Montag abends bedeutend ruhiger als an den anderen Tagen und vor allem wird am späten Abend abgebaut. Am Dienstag erinnert nichts mehr an Patrone Bavaria und Kanongesänge in Dauerschleife. Eventuell noch der eine oder andere Kotzfleck am Wegesrand, aber das fressen die Vögel schon weg und irgendwann regnet es ja auch wieder. Mein Nachbar, der Vater meines Vermieters, war dort auch öfter, erzählte er mal. Aber dann war ihm der Weg zu beschwerlich. Es ist nicht weit, aber es geht steil bergab auf dem Hinweg und noch viel steiler bergauf auf dem Rückweg. Deshalb säße er abends auf der Terrasse und sänge leise mit. Das sei auch einer der wenigen Momente, in denen er sich einen Riesling gönne, sagte er. Der Zucker... da darf man nicht so oft wie man gerne würde. Vorletztes Jahr ist er gestorben. Der Zucker. Und noch ein paar andere Dinge. Ein Zuhörer weniger für das Fest am Berg.
Die Schafe blöken. Es ist also bald wieder soweit.
Die Schafe blöken. Es ist also bald wieder soweit.
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Montag, 21. Mai 2012
2841
Wir ziehen demnächst wieder innerhalb der Fabrik um. Hintergrund ist, dass sehr viel Platz gar nicht mehr gebraucht und deshalb unnötig beheizt und mit Strom versorgt ist. Muss ja auch nicht sein. Grüße an das Robbenbaby, das wir dadurch retten. Jedenfalls kommen wir in ein anderes Gebäude und dort in zwei Büros, aus denen durch brachiales Entfernen einer Zwischenwand eins wird. Man wird mir den miesesten Platz geben, was aber auch ok ist: bin ja auch am seltenstens vor Ort (wobei mir die Tage, an denen ich dort bin, immer noch zuviel sind, aber das ist ein anderes Thema). Auf dem gleichen Flur wird neben Cheffe noch der Überhead-of von allem sitzen. Der ist aber noch seltener da als ich, also ich das wenig dramatisch. Der Raucherraum ist die Treppe runter, dann links. Dort steht auch ein Getränkeautomat. Zum Kaffeeautomaten ist es dann auch näher - sofern der noch funktioniert. Maschinen, die den Geist aufgeben, werden ja nicht mehr repariert, sofern es keine für die tägliche Arbeit wichtige Maschinen wie Kopierer, etc. sind. Wobei zu diskutieren wäre, ob da nicht auch eine Kaffeemaschine dazuzählt. Irgendwie ist die ja durchaus auch ein grundlegendes Element guter Arbeit. Aber man wird sehen.
Zur Kantine wäre es jetzt ein gutes Stück weiter, aber wir haben ja keine Kantine mehr. Dafür seit neuestem eine Art Lieferservice für Firmen. Man kann aus diversen Tagesgerichten wählen, das Zeug wird kurz vor Zwölf in Warmhalteboxen angekarrt und man holt sich seine Bestellung (Bestellung spätestens bis 23.59 Uhr des Vortages, wenns hart auf hart kommt, kann man auch noch morgens bis 6.00 Uhr anrufen). Der Betrag für die Bestellung wird direkt abgebucht. Morgen dann also der erste Versuch und gleich die Bewährungsprobe: Hühnerfrikasse mit Spargel und Reis. Hossa.
Die beständigsten Jobs in der Fabrik sind übrigens jene, die an den ständigen Umzügen beteiligt sind. Krisensicher, also bei jeder noch so kleinen Krise kommen die Leute zum Einsatz. Ziemlich clever, wenn man man es sich so überlegt.
Zur Kantine wäre es jetzt ein gutes Stück weiter, aber wir haben ja keine Kantine mehr. Dafür seit neuestem eine Art Lieferservice für Firmen. Man kann aus diversen Tagesgerichten wählen, das Zeug wird kurz vor Zwölf in Warmhalteboxen angekarrt und man holt sich seine Bestellung (Bestellung spätestens bis 23.59 Uhr des Vortages, wenns hart auf hart kommt, kann man auch noch morgens bis 6.00 Uhr anrufen). Der Betrag für die Bestellung wird direkt abgebucht. Morgen dann also der erste Versuch und gleich die Bewährungsprobe: Hühnerfrikasse mit Spargel und Reis. Hossa.
Die beständigsten Jobs in der Fabrik sind übrigens jene, die an den ständigen Umzügen beteiligt sind. Krisensicher, also bei jeder noch so kleinen Krise kommen die Leute zum Einsatz. Ziemlich clever, wenn man man es sich so überlegt.
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