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Dienstag, 14. August 2012
Bringbäckerazubi in Aktion
Der Bringbäcker in der Fabrik ist in Urlaub und deshalb ist allmorgendlich sein Azubi vor Ort. Eins hat er vom Chef auf jeden Fall schon mal gelernt: labern. Anstatt einfach mal flux die Bestellungen durchzuackern, damit die Leute schnell wieder ins Büro kommen, ist er auf Konversation aus und erzählt jedem ungefragt aus seinem Leben. So weiß ich nun, dass er jetzt noch zwei andere Routen hat und wie anstrengend die doch sind. Außerdem erklärt er mir lang und breit, dass das Vollkornbrötchen mit Käse aus ist, aber er noch eins mit Schinken (will ich nicht), mit Frischkäse (will ich auch nicht), nochmal mit Schinken (will ich immer noch nicht und andere anscheinend auch nicht, wenn davon noch so viele übrig sind) hat. Er erklärt, dass er die gar nicht selber macht, aber gerne mal nachfragen kann, ob man nicht mehr Käse-Vollkornbrötchen und stattdessen lieber weniger mit Schinken machen könne. Versprechen kann er da aber nichts. Er sei ja auch ein bisschen im Stress wegen den zwei zusätzlichen Routen und deswegen ist das auch mit der Ware gerade ein bisschen durcheinander. Natürlich habe er mehr dabei, aber überall ist was anderes total beliebt. Das fände er ja total faszinierend. Dann erzählt er mir, was bei uns ganz gut geht, aber woanders überhaupt nicht und was die stattdessen total toll finden.
Irgendwann unterbreche ich ihn dann doch in seinem Redefluss, drücke ihm das abgezählte Geld in die Hand und ziehe von dannen.
Was übrigens überall gut geht sind Butterbrezeln. Wer hätte das gedacht.
Irgendwann unterbreche ich ihn dann doch in seinem Redefluss, drücke ihm das abgezählte Geld in die Hand und ziehe von dannen.
Was übrigens überall gut geht sind Butterbrezeln. Wer hätte das gedacht.
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Montag, 13. August 2012
Monat der Karotte
Ich bin immer ganz fasziniert von den Kochshows, wo die Leute innerhalb eine Stunde oder weniger ein komplettes Menu zaubern. Bei mir reicht die Zeit noch nicht mal für gefüllte Pfannkuchen und danach sieht die Küche aus, als wäre eine Horde Hooligans durchgerauscht. Ob das nur an der fehlenden Übung liegt... ich weiß es nicht. Die Pfannkuchen waren jedenfalls sensationell, drei davon sind eingefroren und werden bei den nächsten Homeoffice-Tagen zum Einsatz kommen. Eine Schüssel Nudel/Reis-Sauce fiel auch noch dabei ab, wobei hier noch eine weitere Frage auftaucht: wie machen das Singles, die kein Gefrierfach haben?
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Gestern, auf der Fahrt in der Stadt, fiel plötzlich der Bügel meiner Sonnenbrille ab. Mit der normalen Brille fahren ist aber äußerst unangenehm. Zum Glück gibts in der Stadt aber auch Optiker und einer hat mir dankenswerterweise den Bügel wieder drangemacht und auch noch gerichtet, denn die Brille war irgendwie schief. In der Wartezeit schaute ich mir die Brillen an, die so rumlagen. Eine war richtig klasse. Sehr leicht, sehr dezent und - weil von Porsche - auch schweineteuer. Aber ich mochte die Brille. Nach meinem Lottogewinn hole ich mir die wahrscheinlich. Mit venezianischen Gläsern natürlich. Von einem blinden Glasbläser erstellt, der am Geruch erkennt, ob das Glas auch wirklich perfekt ist. Alternativ von einem nepalesischen Kind, das schon jetzt als direkter Anwärter auf den irgendwann vakanten Dalai Lama-Job gehandelt wird, aus einem Klumpen Kunststoff geschnitzt. Mit einem Spatel aus Mammut-Elfenbein. Bei Vollmond. Im Monat der Karotte (der Augen wegn, Sie wissen schon).
Vielleicht hole ich mir aber auch eine Brille bei Fielmann und nehme Porsche dann doch als Auto. Man wird sehen. Erstmal im Lotto gewinnen.
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Gestern, auf der Fahrt in der Stadt, fiel plötzlich der Bügel meiner Sonnenbrille ab. Mit der normalen Brille fahren ist aber äußerst unangenehm. Zum Glück gibts in der Stadt aber auch Optiker und einer hat mir dankenswerterweise den Bügel wieder drangemacht und auch noch gerichtet, denn die Brille war irgendwie schief. In der Wartezeit schaute ich mir die Brillen an, die so rumlagen. Eine war richtig klasse. Sehr leicht, sehr dezent und - weil von Porsche - auch schweineteuer. Aber ich mochte die Brille. Nach meinem Lottogewinn hole ich mir die wahrscheinlich. Mit venezianischen Gläsern natürlich. Von einem blinden Glasbläser erstellt, der am Geruch erkennt, ob das Glas auch wirklich perfekt ist. Alternativ von einem nepalesischen Kind, das schon jetzt als direkter Anwärter auf den irgendwann vakanten Dalai Lama-Job gehandelt wird, aus einem Klumpen Kunststoff geschnitzt. Mit einem Spatel aus Mammut-Elfenbein. Bei Vollmond. Im Monat der Karotte (der Augen wegn, Sie wissen schon).
Vielleicht hole ich mir aber auch eine Brille bei Fielmann und nehme Porsche dann doch als Auto. Man wird sehen. Erstmal im Lotto gewinnen.
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Samstag, 11. August 2012
Gleich noch schnell was einkaufen
Kurz vor Acht und ich habe so ziemlich alles mögliche gemacht, nur noch nicht eingekauft. Zum Glück hat der Laden hier ja bis Mitternacht offen. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie das früher war, als Samstag um 12 Uhr alles dicht war. Wäre heute ein Ding der Unmöglichkeit (oder würde die Tankstellenbesitzer sehr sehr reich machen). Na gut, bis Mitternacht müsste nun auch nicht unbedingt sein, zumal man in dem speziellen Laden den merkbefreiten Angestellten damit noch mehr Zeit gibt um dumme Dinge zu tun. Bestimmt schieben sie jetzt schon wieder planlos irgendwelche Kartons durch die Gänge und versperren alles. Machen sie eigentlich immer, wenn ich dort bin und ich kann mir nicht vorstellen, dass da einer am Eingang steht und wartet und "Jetzt!" ruft, sobald ich in Richtung Eingang laufe. Obwohl... zuzutrauen wäre denen das.
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Samstag, 11. August 2012
Hat noch jemand Jane Fonda-Videos?
Man sollte doch meinen, dass es so gegen 18 Uhr im Wald vor lauter Fitness-Süchtigen nur so wimmelt, aber dem war nicht so. Eigentlich ist man um diese Uhrzeit sogar ziemlich allein dort. Nicht, dass ich es besser gefunden hätte, dort auf Menschenmassen zu treffen - ganz im Gegenteil - aber gewundert hat es mich schon.
Rehe waren übrigens auch keine zu sehen, geschweige denn Wildschweine. Was ist nur mit den deutschen Wäldern los? Keine Rehe, keine Wildschweine, keine Fitness-Süchtigen. Eigentlich kein Wunder, dass da niemand hin will. Ist ja nichts los. Nur Bäume, davon aber eine ganze Menge. Immerhin wird man in diesem Wald nicht von dämlichen Schildern belästigt, die einem erklären, dass man es hier mit einem Mischwald der allerfeinsten Sorte zu tun hat, bevölkert von Eichhörnchen, Vögeln, Nattern und Schlaichen. Es gibt nämlich Wälder, wo man alle paar Meter auf ein solches Schild stößt. Die Schilder sind in der Regel sehr alt. Rechts unten steht meist, wer sie produziert hat und oft sind die Postleitzahlen noch vierstellig. Wahrscheinlich ist die Hälfte der auf den Schildern angegebenen angeblich dort residierenden Tiere schon längst ausgestorben oder abgewandert. So genau habe ich mir die Schilder dann aber doch noch nicht angeschaut. Sollte ich aber vielleicht mal machen. Vielleicht steht da was vom possierlichen Tyrannosaurus Rex, der hier durch die Wälder streift und sich gelegentlich auf den sattgrünen Wiesen sonnt. In dem Wald am Wohnort II gibt es auch noch einen Trimm Dich-Pfad - natürlich auch mit Schildern en masse versehen. Wundert mich eigentlich, dass die alle noch hängen und vor allem nicht total verblichen sind. Die Trimm Dich-Ära ist doch schon seit Jahrhunderten vorbei. Wahrscheinlich hat sich die Stadt damals mit der Bestellung der Schilder vertan und nun ist irgendwo eine sehr große Halle mit alten Trimm Dich-Pfad-Schildern, sodass man die einmal alle zwei Jahre austauschen kann und das noch in den nächsten dreihundert Jahren. Das ist allerdings auch tiefste Pampa dort. Man hinkt dem allgemeinen Weltgeschehen immer ein bisschen zurück. Eventuell wurde dort der Trimm Dich-Trend erst frisch aus der Taufe gehoben und es ist jetzt total hipp, diese verrückte Idee durch den Wald zu stromern und an verschiedenen Stationen Übungen zu machen. Man weiß es nicht. Sollte mich mal informieren: vielleicht kann ich denen demnächst mal was ganz Neues zeigen: Airobic. Und zufällig hätte ich dann den Kofferraum voll mit selbstgestrickten Legwarmern, die man natürlich unbedingt dafür braucht. Die verkaufe ich ich den Leuten dann. Plus ein Stirnschweißband (ganz wichtig!). Schwierig wirds nur mit dem Vormachen und meine alten Jane Fonda-Videos habe ich nicht mehr. Mist.
Rehe waren übrigens auch keine zu sehen, geschweige denn Wildschweine. Was ist nur mit den deutschen Wäldern los? Keine Rehe, keine Wildschweine, keine Fitness-Süchtigen. Eigentlich kein Wunder, dass da niemand hin will. Ist ja nichts los. Nur Bäume, davon aber eine ganze Menge. Immerhin wird man in diesem Wald nicht von dämlichen Schildern belästigt, die einem erklären, dass man es hier mit einem Mischwald der allerfeinsten Sorte zu tun hat, bevölkert von Eichhörnchen, Vögeln, Nattern und Schlaichen. Es gibt nämlich Wälder, wo man alle paar Meter auf ein solches Schild stößt. Die Schilder sind in der Regel sehr alt. Rechts unten steht meist, wer sie produziert hat und oft sind die Postleitzahlen noch vierstellig. Wahrscheinlich ist die Hälfte der auf den Schildern angegebenen angeblich dort residierenden Tiere schon längst ausgestorben oder abgewandert. So genau habe ich mir die Schilder dann aber doch noch nicht angeschaut. Sollte ich aber vielleicht mal machen. Vielleicht steht da was vom possierlichen Tyrannosaurus Rex, der hier durch die Wälder streift und sich gelegentlich auf den sattgrünen Wiesen sonnt. In dem Wald am Wohnort II gibt es auch noch einen Trimm Dich-Pfad - natürlich auch mit Schildern en masse versehen. Wundert mich eigentlich, dass die alle noch hängen und vor allem nicht total verblichen sind. Die Trimm Dich-Ära ist doch schon seit Jahrhunderten vorbei. Wahrscheinlich hat sich die Stadt damals mit der Bestellung der Schilder vertan und nun ist irgendwo eine sehr große Halle mit alten Trimm Dich-Pfad-Schildern, sodass man die einmal alle zwei Jahre austauschen kann und das noch in den nächsten dreihundert Jahren. Das ist allerdings auch tiefste Pampa dort. Man hinkt dem allgemeinen Weltgeschehen immer ein bisschen zurück. Eventuell wurde dort der Trimm Dich-Trend erst frisch aus der Taufe gehoben und es ist jetzt total hipp, diese verrückte Idee durch den Wald zu stromern und an verschiedenen Stationen Übungen zu machen. Man weiß es nicht. Sollte mich mal informieren: vielleicht kann ich denen demnächst mal was ganz Neues zeigen: Airobic. Und zufällig hätte ich dann den Kofferraum voll mit selbstgestrickten Legwarmern, die man natürlich unbedingt dafür braucht. Die verkaufe ich ich den Leuten dann. Plus ein Stirnschweißband (ganz wichtig!). Schwierig wirds nur mit dem Vormachen und meine alten Jane Fonda-Videos habe ich nicht mehr. Mist.
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Freitag, 10. August 2012
Bald!
Heute bemerkt, dass es gar nicht mehr weit bis zum lang ersehnten Urlaub ist. Noch etwas über eine Woche. Hossa! Wenn in den drei Wochen Urlaub die Fabrik abbrennt, von einem Meteor getroffen oder Opfer eines Bombenattentats wird: ich werde es nicht mitkriegen und es ist mir auch egal. Ich werde nur chillen und Dinge tun, die ich mag. Sonst nichts. Ich werde morgens ausschlafen und die Tage entspannt angehen. Ich werde die Arbeit komplett ausblenden, vielleicht noch nicht in der ersten Woche, aber dann sicher. Und wie. Ich werde mich am Ende des Urlaubs fragen, wo ich überhaupt arbeite. Ich werde das Navi brauchen, um ins Büro zu kommen. Ich werde Leute mit "Hallo" begrüßen, weil ich ihre Namen vergessen habe. Ich werde das Passwort für den Rechner vergessen haben und erstmal schauen müssen, welcher freie Platz meiner sein könnte. Ich werde so erholt sein, dass ich unter all den Zombies hervorsteche. Das wird ca. drei Stunden andauern, dann bin ich wieder mittendrin im Drama. Aber die gute Laune wird noch mindestens eine Woche nachhallen und das ist doch auch schon mal was.
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