Montag, 17. September 2012
2958

Sonntage, speziell die Abende arten immer in Stress aus. Mist, die Wäsche muss ja noch gemacht werden. Verdammt, die Spülmaschine muss aus- und wieder eingeräumt werden. Argh, der Müll muss raus und überhaupt: wie siehts hier denn aus?

Ich sollte das alles auf Samstag Abend schieben. Dann habe ich da einen Stressflash, aber kann den Sonntag zum Erholen nutzen. Dummerweise fehlen Samstag abends noch die letzten Quentchen an Wäsche, Geschirr und Müll, damit sich das lohnen würde. Es ist also schon irgendwie ganz gut getimed, nur ich bin ein störendes Objekt in diesem ausgeklügelten Ablauf. Sollte mir vielleicht auch zu denken geben.

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Sonntag, 16. September 2012
Draußen nur Eimer

Auch im Hinblick auf diese Idioten, die gerade reihenweise Botschaften anzünden, ist es unglaublich befreiend, wenn man auf einem Fest mit den Worten "Hallo Zusammen, schön, dass Sie da sind" anstatt mit einem "Willkommen an diesem wunderschönen Tag, den Gott uns geschenkt hat" begrüßt wird. Vor allem, wenn auch der Rest so herrlich ideologiefrei vonstatten geht. Das Einzige, was da später wahrscheinlich noch gebrannt hat, war der Grill und keine Häuser. Gerade war ich nochmal auf der Seite der Extremchristen, mit denen ich früher zu tun hatte. Grauenhaft. Ein Haufen Spinner, bei denen die Drogen offensichtlich direkt im Körper produziert werden. Das erinnert mich an einen Bericht über eine Krankheit, den ich mal gelesen habe: bei den Leuten wurden manche Kohlehydrate im Körper direkt in Alkohol umgewandelt. Sie waren also nach einer Ladung Pasta schwerst besäuselt, was bei manchen gar nicht auffällt, bei Kindern aber schon und die können auch davon betroffen sein. Vielleicht ist das bei den Leuten ähnlich: irgendwas aus der Nahrung wird im Körper direkt umgewandelt, nur nicht in Alkohol, sondern halluzinogene Wirkstoffe. Klingt absurd, aber Sie kennen die Leute nicht: es wäre möglich.

Heute waren also keine Fanatiker zugegen, was das Ganze sehr viel entspannter machte. Sogar eine Ex aus vergangener Zeit zu treffen war nett. Ihr gehts gut, sagt sie und sie sieht auch so aus. Hat mich gefreut. Einen Ex-Kollegen habe ich nur kurz gesprochen, was schade war. Ich wüsste zu gern, wie es im alten Laden so läuft. Sehr skurril, wie man hört, aber das ist ja nur Gerüchteküche und hier wären es Informationen aus ersten Hand gewesen.

Die Location war auch klasse und weckte Erinnerungen. Weiß gar nicht, wie oft ich dort schwerst versackt bin. Ich erinnere mich dunkel an eine Party, bei der es Weinschorle aus Eimern gab. Das war noch lange, bevor ich das Wort "Ballermann" das erste Mal gehört hatte. Die Initiatoren der Party kannten das aber anscheinend sehr wohl. 10 Mark der Eimer. Das waren noch Preise. Kopfschmerzen am nächsten Tag inklusive.

Heute hatte ich dort nur einen Kaffee. Der schmeckte aber scheiße. Kein Wunder hatte ich mich damals für die Weinschorle entschieden. Hätte ich heute auch tun sollen. Vielleicht nicht gleich einen Eimer, aber ein Schoppen wäre schon gegangen.

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Samstag, 15. September 2012
Chefsekretärinnen

Wenn die den heutigen Tag überprüfen würden, wäre eine Abmahnung fällig. So gut wie nichts getan, was aber weniger als Arbeitsverweigerung zu sehen ist: es gab einfach nichts zu tun. Zumindest nichts, was ich zur Hand gehabt hätte und was tierisch dringend gewesen wäre. Ich hoffe, das wird kein Dauerzustand, sonst verwahrlose ich in den Home Office-Tagen völlig und im Büro wirds auch anstrengend. Hab ja nichts mit der Chefsekretärin wie der Kollege und kann zwischendurch mal zum Poppen losziehen. Nicht, dass ich das jetzt unbedingt wollte, aber so kriegt man seine Zeit auch rum und nebenbei erfährt man bestimmt so einiges an Interna. Der Kerl ist eine männliche Mata Hari, wenn ich es mir recht überlege. Cleveres Kerlchen. Wobei an der Sekretärin jetzt auch nichts auszusetzen ist. Ganz im Gegenteil. Es gibt da gewisse moralische Aspekte, beiderseits, die diese Liaison vielleicht in einem etwas unschmeichelhaften Licht erscheinen lassen könnten, aber das kommt dann wahrscheinlich auch auf die Sichtweise an und von hinten ist die Sichtweise dann halt eben so, dass es schon passt (wobei ich auch über die sexuellen Vorlieben der Beiden nichts weiß).

Egal. Jedenfalls war heute Prokrastiniertag vom Allerfeinsten. Das habe ich aber wiederum ganz gut gemacht, dieses Prokrastinieren. Leider steht diesbezüglich nichts in meinem Arbeitsvertrag, also behalte ich das mal lieber für mich. Jetzt ist sowieso erstmal Wochenende (und alle so: Huuuuurrraaaa), ich freu mich, bin guter Dinge und der Großteil der Wäsche ist auch schon gemacht. Was will man mehr - außer Chefsekretärinnen von hinten. Wegen der Sichtweise. Sie wissen schon. Rein aus philosophischen Gründen.

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Freitag, 14. September 2012
2955

Die erste Woche nach dem Urlaub habe ich ganz gut überstanden. Tatsächlich war heute so richtig wenig zu tun. Eigentlich fast gar nichts. Das ist ja eigentlich auch mal nicht schlecht, aber ich befürchte, dass der Zustand anhalten wird. Naja, zumindest einige Zeit, dann kriege ich einen Kunden, der es in sich hat. Aber so richtig. Es bleibt also spannend.

Nichtsdestotrotz ist das Wochenende in greifbarer Nähe und die Temperaturen sind so, dass man ohne schlechtes Gewissen die Sauna anmachen könnte. Werde ich wahrscheinlich auch tun. Der Sommer war irgendwie ziemlich kurz, oder? Nicht, dass ich das schlimm fände, ganz im Gegenteil. Es geht doch nichts über einen gepflegten Herbst. Und der ist ja schon so gut wie da. Schön.

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Donnerstag, 13. September 2012
2954

Gibt ja so Tage, wo es auch mal ganz gut läuft: gerade heimgekommen, den Wagen unter den Carport gefahren, während schon erste Tropfen vom Himmel kamen und fünf Minuten später ging es los: ein Unwetter deluxe mit Mörderregen, Hagel und allem drum und dran. Mit etwas mehr an Glück hat es auch noch die doofen Marder erwischt. Vom Hagelkorn erschlagen oder ertrunken. Oder beides. Naja, aber ich bin auch so ganz zufrieden. Und endlich diese Woche mal wieder den Arsch hochgekriegt. Noch ein Pluspunkt des Tages. Kann so weitergehen. Und weil das alles so schön in Flow ist, gehts morgen ans Bewerbungen schreiben. Bzw. erstmal Jobs suchen und dann schreiben. Also anpassen. Ach, Sie wissen schon, was ich meine.

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Alles gut.

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