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Dienstag, 23. Oktober 2012
Belegte Brötchen mit dezenter Minznote
Der junger Bursche, der morgens in der Fabrik Backwaren verkauft ist immer noch sauer auf mich; und das nur, weil er einen Witz nicht verstanden hat. Wir scherzten herum, dass es Tage gibt, wo er mehr verdienen könnte, wenn er morgens statt belegte Brötchen Bier feilböte. Dies bezog sich darauf, dass man manchen Tagen schon am Morgen anmerkt, dass sie scheiße werden. Er meinte dann, dass er keinen Alkohol tränke (was ja mit der eigentlich Aussage schon mal gar nichts zu tun hat), worauf ich - scherzhaft - sagte, dass ich das verstünde: mir ging es auch so, dass ich manchmal morgens kein Bier wolle, weil sich das mit dem Kiffen nicht vertrage. Der Scherz war noch nicht mal gut, aber nun denn. Als ich dran war, atmete er kurz durch und sagte: „Entschuldigung, aber darf ich was fragen? Wie kommen Sie darauf, dass ich kiffe?“. Ich habe ihm versichert, dass das ein Scherz war, der auch gar nicht auf ihn persönlich gemünzt war. Hat er mir aber irgendwie nicht geglaubt und seitdem ist er sehr wortkarg mir gegenüber. Kann ich mit leben. Ich könnte ihn aber auch mal fragen, ob er einen neuen Dealer hat, der Stoff den er jetzt rauche mache ihn so introvertiert und weniger gesprächig.
Der Vorteil: er weiß vorher nie, wer was nimmt. Somit kann er mir nicht aufs Brötchen spucken. Eventuell spuckt er aber prophylaktisch einfach mal auf alle Brötchen? Hm. Das wäre doof, aber bisher gabs geschmacklich noch keine Unterschiede und da er die meiste Zeit Kaugummi kaut, würde man bestimmt eine leichte Minznote rausschmecken.
Der Vorteil: er weiß vorher nie, wer was nimmt. Somit kann er mir nicht aufs Brötchen spucken. Eventuell spuckt er aber prophylaktisch einfach mal auf alle Brötchen? Hm. Das wäre doof, aber bisher gabs geschmacklich noch keine Unterschiede und da er die meiste Zeit Kaugummi kaut, würde man bestimmt eine leichte Minznote rausschmecken.
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Dienstag, 23. Oktober 2012
Glück fängt manchmal mit einem Y an und endet mit einem PS
Schicksal, doo. Manchmal nervig, aber heute richtig gut drauf, das alte Miststück. Auf der Fahrt in die Fabrik das schon bekannte Piepsen nebst Nachricht auf dem Display: „Reifendruck überprüfen“ (oder so ähnlich). Solange das Symbol aber nicht rot leuchtet und es noch nicht komplett hysterisch piepst, ist das halb so wild. Also erstmal in die Fabrik und den Dienst runtergerissen. Auf der Heimfahrt an einer Tanke vorbei, wo Luft noch keine 50 Cent für 5 Minuten kostet (gibt es immer mehr. Die spinnen doch!), die Reifen belüftet und mit nun schmutzigen Fingern in die Tanke rein, um noch Kippen zu kaufen. Dabei ein kurzer Blick ins Zeitschriftenregal und da glitzert und funkelt es: ein YPS-Heft! In halb Deutschland nicht mehr zu kriegen, aber da lag noch ein Exemplar, in Folie eingeschweißt, originalverpackt, mit Urzeitkrebsen. Hach. Das sind so die Momente, wo man kurz an eine höhere Macht, ja sogar an den einen Gott glauben könnte. Diese höhere Macht, vielleicht sogar Gott, ließ Luft aus meinen Reifen, um mich zu dieser Tankstelle zu führen, die noch ein YPS-Heft vorrätig hat. Mit Urzeitkrebsen. Originalverpackt. Die Verkäuferin war wahrscheinlich ziemlich froh, dass es die Verkaufstheke gibt. Sie ahnte wohl, dass ich sie umarmt hätte, wäre sie in greifbarer Nähe gewesen. Ich hatte sogar ein Lächeln auf den Lippen, als ich dem Daimler-Arschloch, das mich so dämlich geschnitten hat den Finger zeigte. Glück fängt manchmal mit einem Y an und endet mit einem PS.
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Sonntag, 21. Oktober 2012
Keine Haxe, nur Bier
Diese Oktoberfest-Manie nimmt überhand. Gestern waren zeitgleich drei Stück in der näheren Umgebung. Ich war auf dem am wenigsten weit entfernten und ich muss sagen: gute Wahl. Bei allen anderen hätte mich der längere Anfahrtsweg geärgert, wo ich doch so früh wieder gegangen wäre. Bier haut mich momentan ziemlich aus den Latschen, dabei war das noch so eine dünne Oktoberfestplörre. Weizen wäre gar nicht gegangen, schon gar nicht aus Maßkrügen, wie die meisten sich das reingeschüttet haben. Mit dem Oktoberfestbier ging eine Maß, aber ich bin dann doch auf die kleineren 0,4er-Gläser umgestiegen. Gegessen habe ich nichts, was aber nicht daran lag, dass nicht alles sehr lecker aussah (tat es), sondern dass die Portionen brutal waren und wenn schon so ein armes Schwein seine Haxen verliert, soll sich das auch gelohnt haben und nicht die Hälfte davon im Müll landen. Ich hätte ein schlechtes Gewissen dem humpelnden Schwein gegenüber. Also nichts gegessen, dafür Bier. Was dabei rumkommt, kann man sich ja vorstellen. Immerhin war ich dadurch früh im Bett, heute morgen nur leicht bis gar nicht verkatert und der heutige Tag war somit auch ganz ok.
Und über alles andere hüllen wir das große weiße Tuch des Schweigens.
Und über alles andere hüllen wir das große weiße Tuch des Schweigens.
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Freitag, 19. Oktober 2012
Morgen dann Oktoberfest
Dieser goldene Herbst ist schon nicht schlecht. Viel Sonne, aber keine Hitze, die Bäume sind schön bunt und auch die Laune ist nicht schlecht - wären da nicht die drückenden Kopfschmerzen und die schon seit viel zu langem andauernde Erkältung. Ich schiebe das jetzt mal aufs Wetter, weil ich sonst nicht wüsste, wem oder was ich die Schuld zuweisen könnte. Also: Schönes, aber blödes Wetter.
Ich war heute wieder kurz davor die Sauna anzuwerfen, aber dann wars schon so spät und wegen einem Gang lohnt sich das nicht und überhaupt. Morgen dann vielleicht. Mal sehen. Morgen ist nämlich auch noch „Oktoberfest“ hier im Kaff und wenn ich das richtig verstanden habe, werden wir so ziemlich die ersten vor Ort sein, um auch ja nichts zu verpassen. Nun habe ich in letzter Zeit das Problem, dass Bier bei mir sehr schnell Wirkung zeigt, weshalb ich mit Sicherheit einiges verpassen werde - hauptsächlich die Dinge, die später passieren werden. Vielleicht gönne ich mir sogar eine Haxe; das dürfte die verheerende Wirkung des Bieres etwas drosseln. Allerdings widerspricht es komplett dem aktuellen Ernährungsplan. Wie mans macht ist es falsch, ergo lasse ich mich einfach mal überraschen, was der frühe Abend so bringt und harre der Dinge. Und am Sonntag werde ich dann so richtig gar nichts machen. Eine kleine Fahrradtour vielleicht, aber die dann auch eher am frühen Nachmittag. Und die Wäsche. Die am Abend. Und sonst nichts. Rein gar nichts. Ach ja: schlafen. Schlafen werde ich ganz ganz viel. Und lesen. Und dabei einschlafen.
Hey, das klingt doch nach einem guten Plan. So wird das gemacht.
Ich war heute wieder kurz davor die Sauna anzuwerfen, aber dann wars schon so spät und wegen einem Gang lohnt sich das nicht und überhaupt. Morgen dann vielleicht. Mal sehen. Morgen ist nämlich auch noch „Oktoberfest“ hier im Kaff und wenn ich das richtig verstanden habe, werden wir so ziemlich die ersten vor Ort sein, um auch ja nichts zu verpassen. Nun habe ich in letzter Zeit das Problem, dass Bier bei mir sehr schnell Wirkung zeigt, weshalb ich mit Sicherheit einiges verpassen werde - hauptsächlich die Dinge, die später passieren werden. Vielleicht gönne ich mir sogar eine Haxe; das dürfte die verheerende Wirkung des Bieres etwas drosseln. Allerdings widerspricht es komplett dem aktuellen Ernährungsplan. Wie mans macht ist es falsch, ergo lasse ich mich einfach mal überraschen, was der frühe Abend so bringt und harre der Dinge. Und am Sonntag werde ich dann so richtig gar nichts machen. Eine kleine Fahrradtour vielleicht, aber die dann auch eher am frühen Nachmittag. Und die Wäsche. Die am Abend. Und sonst nichts. Rein gar nichts. Ach ja: schlafen. Schlafen werde ich ganz ganz viel. Und lesen. Und dabei einschlafen.
Hey, das klingt doch nach einem guten Plan. So wird das gemacht.
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Donnerstag, 18. Oktober 2012
2990
Den halben Tag an einem Problem rumgeknabbert, um dann am frühen Nachmittag zu hören, dass sich das eh erledigt hat. Das sind so die Momente, wo einem ein gepflegter Mord gar nicht so abwegig erscheint. Gerne mit Messer und ohne Handschuhe. Da würde man dann zu stehen, wäre ja auch verdient. Mannmannmann.
Ansonsten müde und platt und eigentlich zu gar nichts zu gebrauchen. Pünktlich zum Wochenende hin, flammt die Erkältung wieder auf. Die Nase läuft, der Hals kratzt, der Kopf dröhnt. Super. Es riecht überall nach japanischem Heilpflanzenöl, bzw. ICH rieche wahrscheinlich danach, aber es hilft kein bisschen. Wenn es morgen früh genauso nervig wie heute ist, melde ich mich krank und bleibe im Bett. Und setze mir dieses Heilpflanzenöl intravenös. Vielleicht schlägt es dann an.
Ansonsten müde und platt und eigentlich zu gar nichts zu gebrauchen. Pünktlich zum Wochenende hin, flammt die Erkältung wieder auf. Die Nase läuft, der Hals kratzt, der Kopf dröhnt. Super. Es riecht überall nach japanischem Heilpflanzenöl, bzw. ICH rieche wahrscheinlich danach, aber es hilft kein bisschen. Wenn es morgen früh genauso nervig wie heute ist, melde ich mich krank und bleibe im Bett. Und setze mir dieses Heilpflanzenöl intravenös. Vielleicht schlägt es dann an.
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