Samstag, 17. November 2012
Gelichtkonzeptet. Aber sowas von.

Der Backofen ist da. Den alten rauswuchten, abklemmen, den neuen anklemmen und reinwuchten ging ruckzuck. Wahrscheinlich, weil nicht ich das gemacht habe. Die Uhr lässt sich einstellen, er heizt, was man gleich zu Anfang ca. 45 Minuten lang testet und er sieht schick aus. Alles gut.
Den alten Backofen haben die Herren gleich mitgenommen, genau wie die Unmengen an Verpackungsmaterial, die der neue mit sich brachte. Was das Lichtkonzept ist weiß ich immer noch nicht, aber da es diverse Lichtquellen gibt, wirds wohl das sein. Es gibt ein Licht innerhalb des Backofens (weiß) und zwei beleuchtete Schalter auf der Front (blau). Wenn das das Lichtkonzept ist, das auch auch noch als „Lichtkonzept weiß/blau“ beworben wird, ist es ein bisschen mau. Da ginge mein Feuerzeug auch als „Lichtkonzept (orange)“ und mein alter Wecker als „Lichtkonzept (grün)“ durch. Aber nun denn: wenn eins bei einem Backofen unwichtig ist, dann die Farbe der Lichter. Obwohl: nach Feng Shui hat das bestimmt die Mörderbedeutung und Kuchen aus falsch beleuchteten Backöfen macht ein schlechtes Karma. Und womöglich noch dick. Will man ja auch nicht. Aber da werden die Damen und Herren beim Backofenhersteller schon aufgepasst haben, dass weiß und blau total gut mit allen Backgerichten harmonieren.

Jedenfalls habe ich also nun einen optimal gelichtkonzepteten Backofen, der auch schon durchgeglüht ist. Morgen wird er nochmal durchgeputzt, genau wie die diversen Bleche und dann kanns eigentlich schon losgehen. Hm. Ich müsste morgen dann mal probebacken… Nur was? Hm. Ach, das entscheide ich morgen spontan. Am liebsten wäre mir Pizza, aber dafür bräuchte ich noch den optional erhältlichen Pizzastein, den ich aber nicht physisch habe, sondern nur als Option. Mal schauen, wo ich den morgen noch herkriege. Wenns klappt, gibt es morgen Pizza. Wenn nicht… ähem… tja…. dann nicht.

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Donnerstag, 15. November 2012
Der Ofen ist aus (aber ab morgen wieder an)

Der Backofen verabschiedet sich ins Nirwana. Beziehungsweise: eigentlich funktioniert er noch ganz gut, aber das Bedienfeld ist schon wieder defekt. Beim letzten Mal kostete die Reparatur knapp 300 Euro und das ist es mir nicht ein zweites Mal wert - vor allem, weil die Reparatur nicht mal zwei Jahre vorgehalten hat. Deshalb lege ich lieber noch was drauf und besorge mir einen neuen Backofen.

Da gibt es ja mittlerweile Funktionen ohne Ende. Besonders toll finde ich natürlich dieses Selbstreinigen. Das muss er auf jeden Fall haben und dann der restlichen Küche mal erklären, wie das geht. Spart mir eine Menge an Arbeit, wenn die sich mal komplett alleine reinigt. Auch wichtig: eine Pizzabackstufe, also quasi der kulinarische Blitzkrieg. 300 satte Grad. Da gibt es dann keine Ausrede mehr für misslungene Pizzen. Zumindest nicht aus Ofensicht. Muss also sein. Ansonsten halt die Standards: Ober- und Unterhitze, Umluft, Licht und einen Griff zum Tür öffnen. Ob die nach unten, rechts oder links aufgeht ist mir eigentlich egal. Bezüglich der anderen Sperenzchen wie Teleskopauszug usw. muss ich mal schauen, was die Späße kosten. Was aber sicher ist: er wird kein Schicki-Micki-Touchbedienfeld haben, sondern Knöpfe und/oder Regler, die man auch einfach so austauschen (oder im Zweifelsfall tapen) kann, wenn sie mal kaputt sein sollten, ohne gleich einen kompletten Hochleistungsrechner mit dazukaufen zu müssen.

Nachtrag: Backofen ist gekauft, morgen vormittag kommt er. Er hat keine Selbstreinigungsfunktion, dafür Pizzastufe. Man muss Prioritäten setzen.

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Mittwoch, 14. November 2012
So ist das nämlich!

Wir testen in der Fabrik ein neues System: alle Anfragen müssen schriftlich über ein Tool eingereicht werden. Das hat den Vorteil, dass alles dokumentiert ist, nichts verloren geht und eine Struktur ins Chaos kommt. Das könnte auch wunderbar funktionieren, wäre da nicht die dämliche Angewohnheit mancher Leute, sofort anzurufen, wenn sie so eine Anfrage abgesetzt haben. Mein Vorschlag war, dass wir uns eine 0800er-Nummer einrichten. Damit verdienen wir wenigstens noch was, wenn das Generve schon das Gleiche bleibt. Aktuelles Stand: der Vorschlag wird überprüft. Mein zweiter Vorschlag, dass eine Anfrage in der Priorität nach unten gesetzt wird, wenn innerhalb von fünf Minuten nach Abschicken der Anfrage ein Anruf zu genau dieser Anfrage kommt, wurde abgeschmettert. Dabei fand ich das eigentlich ziemlich klasse, weil es die Leute erzogen hätte. Man sollte öfter auf mich hören: die Welt wäre ein besserer Ort.

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Dienstag, 13. November 2012
Berater(innen) beraten

In der Fabrik sind plötzlich einige neue Gesichter und keiner wusste bisher, was das für Leute sind und warum sie durch die Gänge schleichen. Nun ist es offiziell: das sind „Consultants“, also Berater oder wie der erfahrene Angestellte sie nennt: der Anfang vom Ende. Es mag gute Consultants geben, nur leider bin ich noch keinem begegnet. Ironischerweise gehen ja auch ganz gerne mal Consultingfirmen vor die Hunde, was in etwa so ist, als würde bei einem Fachmann für Sicherheitsschlösser ständig eingebrochen. Jedenfalls gibt es bei uns nun eine Beratungsunit. Warum genau und was die machen… man weiß es nicht. Sie sehen aber schon mal wichtig aus und das ist die Hauptsache. Ich hatte die wundervolle Aufgabe ein paar von denen mein täglich Brot näher zu bringen und weil ich manchmal auch Glück habe, waren die zwei Damen aus der Truppe auch mit dabei. Ich habe dann als Beispielprojekt einen Kunden aus der Modeecke genommen und immer wieder, so ganz nebenbei aber dann doch in Bezug auf das Projekt, darauf hingewiesen, dass Röcke ja nun wohl total in seien und man als moderne, selbstbewusste Frau - gerade in hochseriösen Berufen wie beispielsweise Consulting - ja eigentlich gar nicht umhin kommt, im schicken Rock oder gar Kostüm ins Büro zu kommen. Aus dem Augenwinkel habe ich die abschätzigen Blicke der Damen auf ihren Hosenanzug (Dame 1) und Jeans (Dame 2) bemerkt und bin guter Dinge, dass die weitere Zukunft mit den Beratern im Haus durchaus auch seine angenehmen Momente haben dürfte.

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Montag, 12. November 2012
Aber ansonsten ist alles so einigermaßen entspannt

Gestern abend hielt ich es noch für eine Superidee: Linsensuppe vom Caterer. Wenig Kalorien, nahrhaft und passend zur Jahreszeit. Mittlerweile weiß ich: diese Idee war alles mögliche, nur nicht gut. So langsam sollte ich gelernt haben, dass mein Magen und alles weitere ein Mädchen ist. Hab ich aber nicht. Und somit quälen mich jetzt die Linsen und werden es wohl noch den ganzen Abend und weite Teile der Nacht tun. Immerhin hatte ich für morgen ein Einsehen und habe das Sauerkraut wieder abbestellt. Ob der Grillteller die bessere Alternative ist, wird sich zeigen, aber selbst noch so zickende Eingeweide sind kein Grund für gebackenen Hüttenkäse als Mittagessen. Oder noch schlimmer: Milchreis mit Kirschgrütze. Mal ehrlich: Milchreis?
Ich kann beim Grillteller ja den Reis weglassen, dann sollte das passen.

Die positiven Aspekte des Tages: ich war spontan beim Frisör und bekam noch einen Termin auf die Schnelle. Der Nachteil: es war bei der dauerquasselnden Frisörin aus Sachsen. Viel Reden und das auf sächsisch. Finden Sie den Fehler.
Außerdem konnte ich mich zurückhalten und habe einer Esoteriktante nicht(!) den Kopf dezent an die Wand gedonnert. Kaputt gegangen wäre da, außer vielleicht der Wand, nicht viel. Ich weiß ja auch nicht, aber schwer esoterische Menschen wirken immer wie bis über beide Ohren zugekifft, aber ohne so lustig zu sein wie echte Kiffer. Vielleicht habe ich auch nur ein Problem damit, so übertrieben glückliche Menschen in meiner Nähe zu ertragen, zumal, wenn dieses Glücklichsein auf so absurden Ideen beruht. Vielleicht schlummert in mir ein Wissenschaftler, dem es zutiefst zuwider ist, wenn Leute von Chakren und Energiewellen und Auren sprechen und sie das auch noch so besoffen-glücklich macht. Wahrscheinlich nervt es mich aber einfach nur, dass ich mir diesen Mist anhören und das ganze glückselige Getue (Umarmen, Eklig-freundlichsein, etc.) live miterleben muss. Ich finde, da kann man schon stolz auf sich sein, wenn man sich der Option dem Ganzen via eines kurzen Andiewanddonnerns schlagartig Einhalt gebieten zu können, erfolgreich widersetzt.

Aber ansonsten ist alles so einigermaßen entspannt.

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