Mittwoch, 12. Januar 2022
Sie sind nun auch hier...

Wir haben jetzt hier auch Spaziergänger. So um die 200 stand in der Zeitung, was für so ein Kaff erstaunlich viele sind. Ich will dazu gar nichts mehr schreiben. Diese Leute nerven mich nur noch. Es macht mich (noch) depressiv(er), ich werde latent-aggressiv und überhaupt tut mir das alles nicht gut. Ausblenden geht ja aber auch nicht, bei all der Omnipräsenz, die dieses Thema und diese Leute und überhaupt der ganze Mist hat.

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Heute Anruf von der Krankenkasse. Sie hätte mir doch was geschickt, ob das noch nicht angekommen sei. Doch, ist es. Ich möchte aber nicht einfach so ein Formular unterschreiben und wegschicken, bei dem ich nicht weiß, welche Auswirkungen es genau haben wird. Ende der Woche bin ich beim Arzt, den werde ich diesbezüglich fragen. Grundsätzlich sehe ich es ja positiv, wenn mit dem Formular auch Dinge angestoßen würden oder wenigstens die Möglichkeiten dafür geschaffen würden, aber wenn man von der ganzen Materie keine Ahnung hat, reitet man sich da vielleicht in Dinge, die nicht gut sind. Und da der Termin beim Arzt eh schon angedacht war, hatte ich das Besprechen des Formulars und die sich daraus bietenden Möglichkeiten und/oder Risiken eh angesprochen. Tue ich dann auch.

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Hätte der Dame von der Krankenkasse aber vielleicht berichten können, was für einen enorm gesunden Lebensstil ich nun verfolge: Kein Gluten, kein Koffein, keinen Zucker, kein Alkohol! Der ganze Verzicht macht mir auch relativ wenig aus. Naja, Kaffee fehlt mir schon so ein bisschen, aber die Bremse beim Alkohol war eh mehr als nötig. Zucker ist bei mir nicht so das große Thema, zumal ab und an ein Stückchen hochkakaoische Schokolade drin ist. Klappt also ganz gut. Heute ist allerdings auch der erste Tag von nun anstehenden sechs Wochen dieser sogenannten "Darmkur". Mal schauen, wie sich das noch entwickelt.

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Sonntag, 9. Januar 2022
Kamera läuft... und... Action!

Morgen startet dieses Neues Jahr-Vorsatz-Gedöns. Ein bisschen ungeplant, weil übermorgen eine Untersuchung ansteht, die wiederum schon Vorbereitungen am morgigen Tag beinhaltet. Ich erspare Ihnen die Details, aber sagen wir mal so: es wird keiner mehr behaupten können, dass ich ein verschlossener Mensch wäre und mein Innerstes nicht zu zeigen bereit wäre.

Jedenfalls dachte ich mir, dass das ja wohl der ideale Zeitpunkt wäre, mit so einer Wellness-Deinkörperistdeintempel-Dingens-Kur loszulegen. Für ein paar Wochen gibt es dann kein Koffein, keinen Alkohol, keinen Zucker, kein Gluten. Dafür Dinge, von denen ich nicht mal wusste, dass es die in Tablettenform gibt. Der restliche Plan beinhaltet über alle Maßen gesunde Nahrung, hauptsächlich in Form von Gemüse. Die Leute im Internet schwöre drauf. Was wäre das toll, wie großartig man sich fühle und überhaupt: die Welt ist ein Paradies und die schönen Wolken und überhaupt.
Sagen wir mal so: wer mal ein paar Wochen nicht säuft, Junk Food und Zucker weglässt und grundsätzlich nicht frisst, als gäbe es kein Morgen, der dürfte positive Effekte bemerken. Genauso wird es also auch mir gehen. Die Völlerei und die diversen Rotwein- und Schnapseskapaden zu Ende des letzten Jahres haben sicher Spuren hinterlassen, die durch simples Weglassen zumindest ansatzweise und rudimentär gekittet werden. Schaden tut es somit nicht, also legen wir los. Es sei denn der Kameramann sagt am Dienstag ich solle doch unbedingt eine Rotwein-Burger-Diät machen. Dann natürlich das.

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Freitag, 7. Januar 2022
Was bleibt ist der Currywurst-Style

Der große Supermarkt ist ein Sammelsurium an guten Vorsätzen fürs neue Jahr: überall wimmelt es von Low Carb, Vegan, Fit for dieses und jenes und so weiter und all das in Form von Büchern, Lebensmitteln und Sport-Utensilien. Auf letzteres fallen sogar einige der Verweigerer rein. Da finden sich dann im Einkaufswagen "Faszienrollen" direkt neben dem 10er Pack Tiefkühlpizza und dem Chips "Currywurst-Style". Vielleicht hat die Rolle aber auch nur die perfekte Höhe, um das rechte diabetesgeschädigte Bein beim Sitzen im Fernsehsessel darauf abzulegen.

Bin gespannt, wie lange die neujahrsbedingten Vorsatzprodukte im Markt vorhanden sein werden. Sicher nicht allzu lange; dann wir der Platz für Osterdeko und entsprechendes Verkaufsmaterial benötigt. Letztlich ist so ein Supermarkt nur eine immerfortwährende Ankündung der als nächstes anstehenden Festivitäten und Sonderterminen. Einzig die Chips "Currywurst-Style" sind - einem Fels in der Brandung gleich - immer da. Komme was wolle.

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Samstag, 1. Januar 2022
Happy New Year

Wenn der erste Tag des Jahres damit beginnt, dass man Roland Kaiser ?Santa Maria? trällern hört, also nicht wirklich, sondern als Stimme im Kopf, dann ist man sich nicht mehr so ganz sicher, ob der ganze Optimismus bezüglich 2022, den man sich in der Nacht beim Übergang ins neue Jahr hart erarbeitet hat wirklich gerechtfertigt ist. Andererseits: es gibt immer Schlimmeres. Es waren klar strukturierte Sätze, klar verständlich, wenn auch mit zweifelhaftem Sinn, aber eben doch kein Bausa, Kapital Bra oder sonstigen vor sich hinnuschelnde Möchtegerngangstas. Und eigentlich spricht auch nichts gegen eine Insel, die aus Träumen geboren wurde. Bin eh zu alt für Bitches und den ganzen Gangsta-Mist. Also 2022 gibts die aus Träumen geborene Insel, wie es scheint.

Ansonsten fing das Jahr unspektakulär an. Etwa länger geschlafen als sonst (weil später ins Bett), die Katzis haben die zwar geringere aber dennoch stattgefundene Böllerei ganz gut verkraftet und der dezente Optimismus der Nacht konnte sich trotz Santa Maria in den neuen Tag und somit das neue Jahr retten. Es bleibt also spannend und man wird sehen, was so kommt.

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Dienstag, 28. Dezember 2021
Bauchkraulprofi

Gibt es da nicht diese "alte Weisheit", dass jemand aus dem Bekannten- oder Verwandtenkreis stirbt, wenn man zwischen den Jahren Wäsche wäscht. Jetzt drücke ich mal allen die Daumen, dass das nicht stimmt. Ansonsten hätte ich aber immerhin frische Unterwäsche für die Beerdigung.

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Die große Katze lässt sich also doch am Bauch kraulen... nur nicht von mir. Was habe ich den Tieren nur angetan, dass sie so einen Respekt vor mir haben? Es war nichts wissentschlich Schlimmes, aber wer weiß schon, was Katzen als schlimm, weniger schlimm oder harmlos betrachten. Eventuell war es ein falscher Blick, ein zu weicher oder zu harter Griff, der falsche Lichteinfall durchs halbgeöffnete Fenster in einem vollkommen unpassenden Moment. Man weiß es nicht und ich befürchte, ich werde es auch nicht mehr herausfinden. Selbst schuld, denn ich bin der Meinung, dass ich grundsätzlich ziemlich gut im Bauchkraulen bin.

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