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Sonntag, 15. März 2026
Gewandert
11 Kilometer, die ersten viereinhalb Kilometer nach oben, dann entspannt nach unten. Oben "Drei Schlösser", was pure Angeberei ist, denn es sind Ruinen, aber selbst in diesem Zustand erkennt man, dass es niemals "Schlösser" waren. Eventuell war es auch ein Übersetzungsfehler (war es nicht) oder die Franzosen haben einfach eine andere Einstellung zum Thema Schloss.
Ich hatte so viele Jahre Französisch in der Schule - es ist frustrierend und traurig, was davon übrig ist, nämlich rein gar nichts. Lesen geht einigermaßen, aber sprechen ist eine Zumutung für alle Beteiligten. Es ist ein Gestammel, als hätte ich just in dem Moment einen Schlaganfall. Es rutschen englische Wörter rein und es ist alles nur noch peinlich. Zwei Minuten später weiß ich alle Wörter, kann halbwegs den Satz bilden, den ich zwei Minuten zuvor nur stammelte und ansonsten in die Gegend schaute wie dereinst Mogli in der Hypnosesession mit Ka. Naja, die Leute leben vom Tourismus und ich habe sie immerhin monetär ganz gut unterstützt. Und wahrscheinlich auch Gesprächsstoff für das Essen mit der Familie am Abend geliefert. Mon dieux, quelle idiot.
Ich hatte so viele Jahre Französisch in der Schule - es ist frustrierend und traurig, was davon übrig ist, nämlich rein gar nichts. Lesen geht einigermaßen, aber sprechen ist eine Zumutung für alle Beteiligten. Es ist ein Gestammel, als hätte ich just in dem Moment einen Schlaganfall. Es rutschen englische Wörter rein und es ist alles nur noch peinlich. Zwei Minuten später weiß ich alle Wörter, kann halbwegs den Satz bilden, den ich zwei Minuten zuvor nur stammelte und ansonsten in die Gegend schaute wie dereinst Mogli in der Hypnosesession mit Ka. Naja, die Leute leben vom Tourismus und ich habe sie immerhin monetär ganz gut unterstützt. Und wahrscheinlich auch Gesprächsstoff für das Essen mit der Familie am Abend geliefert. Mon dieux, quelle idiot.
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Samstag, 14. März 2026
Männerstolz
Man sollte in der Ferne immer die lokalen Spezialitäten probieren. Daran halte ich mich üblicherweise auch, allerdings gibt es hier in Frankreich Spezialitäten, die schon sehr speziell sind. Schnecken hatte ich mal probiert, das brauche ich nicht nochmal und dieses ganze Innerenzeugs ist auch nicht meins. Spezialitäten sind meist sehr fleischlastig. Oder süß. Mit süßen Spezialitäten macht man nichts falsch. Zucker, oft in Kombi mit viel Fett... was soll da schon schief gehen. Aber ein mit Rinderhack gefüllter Schafskopf und so Kram? Da muss ich dann passen.
Gestern gab es aber eine Spezialität, die ich schon ob des Namens probieren wollte: Männerstolz. Das ist eine geräucherte Wurst und die Form ist wohl auch der Grund für den Namen. Die Länge war durchaus okay, aber bezüglich Durchmesser war da nicht viel, was für Stolz sorgen könnte. Und wäre das gute Ding so schrumpelig, wäre eher Sorge denn Stolz angebracht. Aber lecker war sie. Dazu kam eine Senfsoße und Kartoffelbrei. Eine wunderbare Kombi. Vielleicht kommt daher der Stolz: ein männlicher Koch hat aus einer simplen Wurst, etwas Senf und Kartoffeln ein leckeres Gericht gezaubert. Da darf man(n) auch mal stolz sein.
Gestern gab es aber eine Spezialität, die ich schon ob des Namens probieren wollte: Männerstolz. Das ist eine geräucherte Wurst und die Form ist wohl auch der Grund für den Namen. Die Länge war durchaus okay, aber bezüglich Durchmesser war da nicht viel, was für Stolz sorgen könnte. Und wäre das gute Ding so schrumpelig, wäre eher Sorge denn Stolz angebracht. Aber lecker war sie. Dazu kam eine Senfsoße und Kartoffelbrei. Eine wunderbare Kombi. Vielleicht kommt daher der Stolz: ein männlicher Koch hat aus einer simplen Wurst, etwas Senf und Kartoffeln ein leckeres Gericht gezaubert. Da darf man(n) auch mal stolz sein.
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Freitag, 13. März 2026
Freitag, der 13.
Freitag, der 13. Wuah. Aber meinetwegen, was soll schon schief gehen. Bin heute ja nur viel auf der Autobahn unterwegs, werde ich einem uralten und womöglich baufälligen Haus übernachten und auch ansonsten gibt es einige Unbekannten. Man wird sehen, ich starte jedenfalls optimistisch in den Tag.
Die Pizza vom gestrigen Abend lag die ganze Nacht quer im Magen und da liegt sie immer noch. Allerdings ist es gerade um Magen und Darm eh nicht sonderlich gut bestellt. Zuviel Zucker, nehme ich an. Eigentlich ist gerade Fastenzeit, aber ewige Rebell in mir macht natürlich genau das Gegenteil. Naja, ist ja bald vorbei, die Fastenzeit... dann kann ich ja damit loslegen. Apropos Nahrung: Auch da könnten Herausforderung am heutigen Tag anstehen. An der Destination meiner Wahl sind Schnecken und Foie de Gras beliebte Leckereien. Normalerweise probiere ich landestypische Spezialitäten, aber diesmal mache ich wohl eine Ausnahme. Es gäbe auch Sauerkraut, einen riesigen Berg davon und auf diesem Berg ein halber Zoo, relativ frisch geschlachtet und zu Wurst und ähnlichem verarbeitet. Da mein Körper aber mit einer simplen Pizza überfordert ist, weiß ich nicht, ob das eine gute Idee ist. Vielleicht nehme ich einen Salat, allerings: Rohkost am Abend... auch schwierig. Naja, mal schauen.
Die Pizza vom gestrigen Abend lag die ganze Nacht quer im Magen und da liegt sie immer noch. Allerdings ist es gerade um Magen und Darm eh nicht sonderlich gut bestellt. Zuviel Zucker, nehme ich an. Eigentlich ist gerade Fastenzeit, aber ewige Rebell in mir macht natürlich genau das Gegenteil. Naja, ist ja bald vorbei, die Fastenzeit... dann kann ich ja damit loslegen. Apropos Nahrung: Auch da könnten Herausforderung am heutigen Tag anstehen. An der Destination meiner Wahl sind Schnecken und Foie de Gras beliebte Leckereien. Normalerweise probiere ich landestypische Spezialitäten, aber diesmal mache ich wohl eine Ausnahme. Es gäbe auch Sauerkraut, einen riesigen Berg davon und auf diesem Berg ein halber Zoo, relativ frisch geschlachtet und zu Wurst und ähnlichem verarbeitet. Da mein Körper aber mit einer simplen Pizza überfordert ist, weiß ich nicht, ob das eine gute Idee ist. Vielleicht nehme ich einen Salat, allerings: Rohkost am Abend... auch schwierig. Naja, mal schauen.
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Donnerstag, 12. März 2026
Müde, sehr müde
Müde, sehr müde. Keine gute Voraussetzungen für ein Wochenende, das nicht im Zeichen von Extreme-Schlafing steht. Es geht nach Frankreich, genauer gesagt ins Elsass, was die Sprachbarriere schon mal exorbitant senkt. Tatsächlich hatte ich sehr viel und sehr lange Französischunterricht in der Schule, aber mangels Anwendung und Übung ist davon nicht mehr viel übrig. Das eine oder andere Wort oder manchmal auch ganze Sätze kriege ich noch übersetzt, vorlesen könnte ich Geschriebenes wohl auch noch ganz gut und in elegantem Tonfall, aber würde man mich in einem rein französisch sprechenden Teil Frankreichs aussetzen (und davon gibt es viele) und ich stöße nur auf englischhassende und somit -ignorierende Franzosen... ich wäre dem Untergang geweiht. Zu Anfang käme ich vielleicht noch durch, würde mir freilaufende Schnecken fangen und zubereiten, dazu gestohlenes Baguette und Rotwein dezent aus den Fässern der Winzer entnommen. Aber lange hielte ich das nicht aus und dann heißt es: Merde!
Das Wochenende ist aber in einem Gebiet, wo man eine Sprache spricht, die dem hiesigen Dialekt erstaunlich ähnlich ist. Dort komme ich auf jeden Fall durch. Leider spielt das Wetter wohl nicht so recht mit; speziell am Samstag - dem Tag, der für die große Wanderung eingeplant ist - wird grau und verregnet. Eventuell wird deshalb am Sonntag gewandert und der Samstag für Sightseeing genutzt. Da stört ein Schirm weniger als beim sportlichen Marsch durch Wald und Wiese. Ansonsten könnte ich auch mit einem Wochenende nur im Hotelbett gut leben... so müde, wie ich bin.
Das Wochenende ist aber in einem Gebiet, wo man eine Sprache spricht, die dem hiesigen Dialekt erstaunlich ähnlich ist. Dort komme ich auf jeden Fall durch. Leider spielt das Wetter wohl nicht so recht mit; speziell am Samstag - dem Tag, der für die große Wanderung eingeplant ist - wird grau und verregnet. Eventuell wird deshalb am Sonntag gewandert und der Samstag für Sightseeing genutzt. Da stört ein Schirm weniger als beim sportlichen Marsch durch Wald und Wiese. Ansonsten könnte ich auch mit einem Wochenende nur im Hotelbett gut leben... so müde, wie ich bin.
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Mittwoch, 11. März 2026
Schlafscore: 89
In einer Runde mit anderen Leuten mit Problemen, sagte die Frau, die berufsbedingt keine Probleme hat (naja, auch sie wird Probleme haben, aber halt andere) sinngemäß, dass man nicht immer die Welt retten kann. Das bezog sich (auch und mit einer klaren Tendenz) auf mich und - natürlich - hatte und hat sie damit recht. Trotzdem versucht man das immer mal wieder. Auch ich. Aktuell sogar vermehrt. Manche der Probleme betreffen nicht die Welt, dafür aber andere Leute und eins der Probleme ist sogar das gleiche wie damals, als es zu der Aussage mit dem Weltretten kam. Wahrscheinlich stimmt das Gesagte von damals auch weiterhin: Man kann nicht immer die Welt retten. Würde es trotzdem gerne versuchen, weiß aber weiterhin nicht wie. Immerhin eins habe ich von damals mitgenommen: Daran verzweifeln werde ich nicht. Wenn es nicht klappt, muss die Welt halt ohne mich klar kommen. Bzw. die Person (die ja Teil der Welt ist).
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Andernorts wird schon eifrig gewechselt - weg von den bösen, hin zu den autonom oder zumindest mehr demokratisch arbeitenden Unternehmen. Damit fange ich nun auch an. Weg mit dem Bezahlaccount von ChatGPT, hin zu Claude. Tatsächlich dachte ich wegen dem Namen, Claude wäre die europäische Alternative. Ist sie aber gar nicht; die französische KI heißt Mistral. Aber immerhin hat der Chef hinter Claude dem "Kriegsminister" gesagt, dass man seine Software bitte nicht zum Abschießen von anderen Leuten nehmen solle. Das fand der "Kriegsminister" doof und zickt nun rum und alles, was der "Kriegsminister" doof findet, lohnt einen zweiten Blick, also wechsle ich zu Claude. Bzw. bin schon, aber bisher fuhr ich zweigleisig. Nun bald nicht mehr. Andererseits (ich hatte das schon mal geschrieben) wäre es natürlich spannend, wenn eine mit meinen Eingaben trainierte KI in den Krieg zieht... aber viel dämlicher als Trump und Co. könnte sie sich wohl auch nicht nicht anstellen; egal wer sie trainiert hat.
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Schlafscore: 89
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Andernorts wird schon eifrig gewechselt - weg von den bösen, hin zu den autonom oder zumindest mehr demokratisch arbeitenden Unternehmen. Damit fange ich nun auch an. Weg mit dem Bezahlaccount von ChatGPT, hin zu Claude. Tatsächlich dachte ich wegen dem Namen, Claude wäre die europäische Alternative. Ist sie aber gar nicht; die französische KI heißt Mistral. Aber immerhin hat der Chef hinter Claude dem "Kriegsminister" gesagt, dass man seine Software bitte nicht zum Abschießen von anderen Leuten nehmen solle. Das fand der "Kriegsminister" doof und zickt nun rum und alles, was der "Kriegsminister" doof findet, lohnt einen zweiten Blick, also wechsle ich zu Claude. Bzw. bin schon, aber bisher fuhr ich zweigleisig. Nun bald nicht mehr. Andererseits (ich hatte das schon mal geschrieben) wäre es natürlich spannend, wenn eine mit meinen Eingaben trainierte KI in den Krieg zieht... aber viel dämlicher als Trump und Co. könnte sie sich wohl auch nicht nicht anstellen; egal wer sie trainiert hat.
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Schlafscore: 89
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