Freitag, 8. Mai 2026
Freitag - das andere Wort mit "F"

Es gibt wieder hohen Besuch im Garten. Naja, er ist eher tief, aber dafür - so scheint es - wohlgenährt: Ein Igel ist wieder unterwegs; eingefangen von der Garage am Carport. Das ist der Vorteil, wenn da kein Auto steht - man sieht die Tiere, die dort herumhuschen in voller Pracht. Neben den ganzen Katzen hier in der Hood sind das auch Marder, manchmal fliegt eine Hummel vorbei und aktiviert die Kamera und nun also wieder ein Igel. Ich habe noch nicht herausgefunden, wo er tagsüber chillt, aber ist ja letztlich egal. Es scheint ihm gut zu gehen.

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Sie ist am Boden zerstört, weil ihr Erstgeborener aus- und mit der Freundin zusammenzieht. Großes Drama, ganz schlimm und furchtbar sei das. Meine Frage, ob sie im neuen Heim des Filius auch ein Zimmerchen hat, wenn die Sehnsucht mal nicht mehr auszuhalten sei, verneint sie. Schade, aber dann muss sie sich halt auf Besuche ohne Übernachtung einstellen - sollte machbar sein; es sind knapp zwei Kilometer Luftlinie zwischen den Wohnungen.

Mein Hinweis, dass nun ja die Chance mal zwischendurch sturmfrei zu haben gestiegen sei (zwinker, zwinker) wurde ignoriert. Tja, Zeiten ändern sich.

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Und als hätte sie es geahnt, als lese sie heimlich hier mit, schickt sie eine Nachricht. So eine Nachrichtenkachel mit lustigem Spruch: "Freitag. Mein zweitliebstes Wort, das mit "F" beginnt." Ich schreibe zurück, frage, ob das andere "Futtern" sei; möchte ihr die Chance geben, doch noch in die eine, die anzügliche Richtung abzubiegen. Bisher keine Antwort. Wahrscheinlich ist sie schon bei der Arbeit und hat anderes zu tun, als zu antworten. Heute Abend wird das Thema vergessen und durch sein, es wird gejammert über die Schwere des Lebens, der Arbeit im Speziellen und überhaupt sei doch alles so schlimm. Und Freitag ist dann plötzlich doch das allerliebste Wort.

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Eingekauft, beim Frisör gewesen, jetzt eine Runde laufen. Was man halt so macht an einem freien Tag.

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