Samstag, 21. März 2026
Zum Glück keine Modelleisenbahn

Gartenarbeit... wie kann man sowas nur schön finden. Okay, das Destruktive beim Schneiden von Ästen hat was, aber auch dieser Reiz verfliegt sehr schnell. Immerhin wird man belohnt, irgendwann, wenn alles blüht und wieder schön aussieht und so. Aber eigentlich hat auch die Wildnis was und vielleicht sollte man die Natur sich selbst überlassen, sie weiß ja wohl am besten, was für sie gut ist und überhaupt. Und natürlich ist das nur eine Ausrede und kann unter der Überschrift "Faulheit" zusammengefasst werden. Ach so, es gibt noch ein großes Plus: Man sieht hinterher, dass man was geschafft hat, dass man gearbeitet hat, man hat Früchte seiner Arbeit, große Berge an abgeschnittenen Ästen und Blättern (und auch ein paar Blüten... sorry). Man trifft viele andere Menschen beim Grünschnitt und manche kennt man sogar. Deshalb fühlt man sich nicht so alleine in dieser wundersamen Welt der Gartenarbeit. Es gibt noch andere, die sich das geben. Naja. Wenn man es genau nimmt, gibt es noch schlimmere Dinge, die man an einem Samstag machen könnte. Zum Glück mache ich mir nichts aus Modelleisenbahnen.

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Freitag, 20. März 2026
Auf dem Zahnfleisch gehend nach dem gestrigen Drama

Zwei fucking geschlagene Stunden saß ich auf dem Zahnarztstuhl, während eine Ärztin nebst Assistentin über mich gebeugt in meinem offen stehenden Mund hantierten. Mein ganzer Körper war ein einziger großer Krampf, der Sauger saugte über den Mund 97 Prozent meiner gesamten Körperflüssigkeit ab, der Rest wurde für Schweiß benötigt, ich kenne nun sämtliche Geräusche, die die diversen Bohrer und Polierer im menschlichen Kopf erzeugen können und heute habe ich Muskelkater in den Armen (vom Festkrallen im Stuhl) und in den Kiefern. Zwei Stunden. Immerhin lief es ohne Betäubung ab, die Schneidezähne sind da unsensibel und es waren auch keine Nerven in der Nähe der Kampfhandlungen. Trotzdem... zwei Stunden. Auf dem Heimweg war mein Gang nicht der sicherste, ich erkannte ein leichtes Wanken an mir, das aber mangels Anästhesie und/oder Konsum von Drogen rein durch die vorherige Muskelanspannung aller (!) Muskel zustande gekommen sein kein.

Nächste Woche dann noch eine Zahnreinigung und - auch das wird sicher ein Fest - einen Abdruck für eine Beissschiene machen. Ich bin nämlich nicht nur auf Zahnarztstühlen, sondern auch in der Nacht verkrampft und das macht sich durch Knirschen bemerkbar - in diesem Fall bei den Zähnen und nicht wie beim Laufen in den Knien. Wobei auch die nachts Geräusche von sich geben, denn es knackt gelegentlich, wenn ich mich umdrehen. Faszinierend, so ein Körper.

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Dieses Verkrampfe gestern hat Spuren hinterlassen: Beim Mittagspausenlauf wunderte ich mich über Muskelkater in den Waden und überhaupt müde Beine. Ein kurzer innerer Scan des sonstigen Körpers verriet mir: Da tut so ziemlich alles weh. Meine Güte, DAS war wirklich eine Anspannung vom Feinsten.

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Mittagsschlaf? Hm...

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Donnerstag, 19. März 2026
Sie ist (nicht) wieder da

Sie schleicht durch den Garten und hat keine Skrupel, sich auf den Tisch zu setzen, der im Carport steht. Zu Anfang gab es nur das Gerücht über ein "New kid cat in town" und die Frage: "Hast Du eine neue Katze?". Habe ich nicht, allerdings hatte ich ihn bis dahin auch noch nicht gesehen, den Neuen. Oder die Neue. Man weiß es nicht. Jetzt wo ich sie gesehen habe, erklären sich mir die vielen Nachfragen: Diese Katze sieht aus, als wäre die große Katze zurück. Sie sind nicht völlig identisch, aber als sehr nahe Verwandte gingen sie locker durch. Das gleiche wuschelige, eine bisschen zersauselte Fell, die Farbgebung ähnlich und - offenbar - die gleiche Chuzpe, um nicht zu sagen Frechheit. Mittlerweile sehe ich sie öfter und es ist wirklich ein bisschen so, als wäre die große Katze zu Besuch.

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Gestern Abend dieses Buch zu Ende gelesen und dabei ein paar Tränchen verdrückt. Hach.

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Heute Mittag steht ein Zahnarzttermin an. Wird Geld kosten (keine Kassenleistung) und wird nerven (alles, was "Aufbau" im Namen hat nervt beim Zahnarzt). Ein Stück vom Schneidezahn ist abgebrochen, was doof aussieht und noch mehr nervt als ein "Aufbau". Also wird genau das gemacht: aufgebaut. Das geschieht wohl Schicht für Schicht. Wie beim 3D-Drucker. Wenn es zuviel Fläche ist, wird auch Füllmaterial mit einge-aufbaut. So steht es im Angebot und die KI erklärt es in etwa so, dass man Materialien mit reinpackt, damit die Fläche nicht nur aus Füllmaterial besteht. Ich stelle mir das vor wie bei Feldwegen, wo manchmal Scherben von Geschirr und Steine in Schlaglöcher gepackt werden, damit da kein Loch mehr ist, sondern grober Schotter. Beton kann man auf diesen nicht-asphaltierten Wegen anscheinend nicht benutzen. Nun kommt also in meinen Schneidezahn auch Bruchgeschirr und kleine Steine und das Ganze wird mit einem Material am Platz gehalten, das bei Licht aushärtet. Da ist es anders wie so mancher verklemmte Kerl, der bei Licht nicht hart wird und der nur im Dunkeln kann (5 Euro in die Kasse für blöde Witze).

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Mittwoch, 18. März 2026
GSG9-Einsatz im Schlafzimmer

Mein Schlafscore wird sicher ganz gut sein, auch wenn ich um halb Sechs völlig panisch aus dem Schlaf aufschreckte - als wäre ein GSG9-Sonderkommando ohne Vorankündigung ins Zimmer gestürmt und eine Horde maskierter Menschen hätte Maschinengewehre auf mich gerichtet, während der Leiter des Einsatzes irgendwas wie "WO SIND SIE?" oder ähnliches gebrüllt hätte. Es gab aber keinen Einsatz (was gut ist, denn ich habe keine Ahnung, wer "SIE" ist und wo "SIE" sind). Es gab gar keinen Anlass für meinen Aufschrecken, aber es war mitten aus einem Traum, dessen Inhalt ich aber nicht mehr weiß. Ich habe viel geträumt in der Nacht, das liebt die Uhr und deshalb wird der Schlafscore sicher ganz gut sein. Mein Puls hat sich auch wieder normalisiert, der dritte Kaffee des Tages steht bereit und ich bin wach. Leider nicht motiviert und wenn ich ehrlich zu mir bin auch psychisch nicht ganz auf der Höhe. Aber die Sonne scheint und wir schauen, was der Tag so bringt. Wenn es sich nicht bessert, nehme ich eine Auszeit. Vielleicht richtet es aber auch schon ein kleiner Mittagspausenlauf. Man wird sehen.

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Wie schon erwähnt: Die Sonne scheint und das tut sie jetzt schon sehr ausgiebig. Lichttherapie ist echt ein Ding; man sieht dieses besondere Licht einer aufgehenden Sonne und schon ist alles gar nicht mehr so schlimm. Wie ein kleines Pflaster auf die aufgerissene Stelle und der Hoffnung, dass das alles wieder gut wird. Noch ein bisschen pusten, heile heile Gänschen und weiter gehts.

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Dienstag, 17. März 2026
Popel bei Zimmertemperatur

Auch heute nacht war die kleine Katze da, aber diesmal nur kurz. Sie wollte wohl nicht schlafen. Der Winter ist durch, da ist der Drang nachts öfter mal draußen nach dem Rechten zu schauen wieder größer. Mit etwas Glück findet sie auch wieder Gefallen, ihre Geschäfte dort zu verrichten. Andererseits ist es drinnen halt doch noch wärmer und das Personal räumt immer so schön auf. Nicht immer gleich, aber nach ausgiebigem Gemecker dann doch.

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Die Waage. Seufz. Die Schlemmereien der letzten Wochen zeigen Wirkung, wobei das Problem eher in den täglichen Dummheiten liegt, die sich eingeschlichen haben. Bonbons hier und dort und immer wieder mal einfach so, zuviele Nüsse und dann auch noch die schlechten mit Teigmantel oder die mit "Honig" (also Zuckerglasur) und Salz. Letztere sind defacto nichts anderes als gebrannte Mandeln, sind aber das ganze Jahr verfügbar. Wieso ich den Mist jedes Mal wieder kaufe ist mir nicht ganz klar, bzw. doch: Ich bin süchtig nach dem Mist. Und genervt von meiner eigenen Schwäche. Wären die Mittagsläufe nicht und wäre Alkohol noch ein Thema, hätte ich ganz andere Probleme, aber auch so ist es einfach nur bescheuert und eine Sache, die ich angehen möchte. Nein, angehen werde (man muss es aktiv benennen, nicht "möchte", "würde gerne" oder so Larifari-Kram). Im Zuge dessen kommt auch gleich Rückentraining und Kraft allgemein mit auf den Plan. So nämlich!

Gestern Abend war ich doch noch eine kleine Runde laufen. Die Beine waren schwer, aber es wurde besser... bis es nass wurde. Sehr nass. Ich habe die Runde dann abgekürzt, weil es im strömenden Regen einfach keinen Spaß machte.
Mal sehen, wie es heute mittag wird. Laut Vorhersage auch regnerisch, aber aktuell ist der Himmel nur mäßig bewölkt. Könnte also klappen. Alternativ könnte ich ja was für meinen Rücken machen. Oder Kraft allgemein. ...da ist es wieder, das "könnte". Seufz. Es ist nicht einfach.

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Was ist nur los mit den Leuten? Gerade ein Videocall mit einem Kollegen. Ist dem nicht klar, dass ich ihn dank der Kamera AUCH sehen kann; nicht nur er mich? Oder ist es ihm völlig egal? Jedenfalls bohrte er in der Nase, mitten im Call. Sehr ausgiebig, sehr tief, sehr lange und mit positivem Ergebnis. Immerhin hat er den Popel nicht auch noch vor mir gefuttert, aber gerollt und irgendwohin gelegt hat er ihn schon mal. Vielleicht mag er seine Popel in Zimmertemperatur und nicht bei 36,5 Grad. Eben jener Kollege raucht auch gerne mal bei einem Videocall und es sind nicht immer normale Zigaretten. Vielleicht kann er auch einfach nicht richtig drehen; ich glaube aber, da sind auch Kräuter mit im Spiel.

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Im Postfach ist eine Email vom Autohaus, aber ich traue mich nicht reinzuschauen. Es geht wahrscheinlich um meine Anfrage von vor zwei Wochen, wie es denn nun um die Lieferzeit bestellt ist (die Hoffnung, dass sie es jemals schaffen, meinen Bestellstatus in der App freizuschalten habe ich aufgegeben) und irgendwie schlummert in mir die Angst, dass die das verbockt haben. Dass sie sowas schreiben wie "Es tut uns leid, aber wir haben vergessen die Bestellung ins System einzutragen; es dauert nun nochmal drei Monate länger" oder ähnliches. Am Ende wird aber die Neugier überwiegen und ich schaue in die Email. Ich tippe auf ca. in einer halben Stunde.

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