Dienstag, 27. Oktober 2026
Wegignorieren

Heute das erste Mal mit dem neuen Auto in den heiligen Hallen des Headquarter gewesen. Long Story short: Hat geklappt. Sogar das Laden unterwegs. Wieder eine Sorge weniger.

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Schon letztens die Diskussion gehabt, ob man die Launen seiner Kolleg*innen einfach so ertragen muss. Die meiste Zeit kann ich damit gut leben, manchmal wird es aber zuviel. Ein Kollege kratzt in letzter Zeit sehr hart an der Grenze entlang. Das kürzlich war eigentlich auch keine Diskussion, sondern eher eine Feststellung. Nämlich die, dass das Eis manchmal sehr dünn ist und ich keine Probleme damit habe, es eskalieren zu lassen. Es gab keine Widerworte, somit sehe ich das als genehmigt an. Alles andere wäre mir auch egal. Bin ja nicht Gandhi und wenn jemand so gar kein Feingefühl hat, ist es nicht meine Aufgabe, dessen Seelenfrieden zu garantieren, indem ich alles wegignoriere.

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Freue mich auf Bett und Buch. Bin ein bisschen umfit.

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Montag, 26. Oktober 2026
Thank god it's not a Audi geworden

Heute mal testweise die kaputten Knochen zum Joggen an die frische Luft gehievt. Sollte nur eine kleine Mini-Runde werden und genauso war es auch. Eine halbe Stunde, zwischen vier und fünf Kilometer. Die Knie haben es gelassen hingenommen, aber meine Kondition... aber das ist ein anderes Thema. Da das Grundproblem die - und vor allem das rechte - Knie sind, werte ich den Versuch als gelungen ein. Keine Schmerzen bisher. Wenn das morgen auch noch so ist, werde ich leise und ganz vorsichtig jubeln, denn dann kann es weitergehen mit den Versuchen. Wie ist es, wenn sowas mehrmals die Woche stattfindet? Was passiert, wenn die Strecke länger wird? Wieso, weshalb, warum? Also liebe Knie: Heute Nacht nochmal durcherholen und morgen kein Gezicke. Danke.

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Kefir und ich sind noch keine Freunde... aber ich gebe ihm weiterhin Chance um Chance. Auch heute. Und wieder ist das Ergebnis... naja, jedenfalls nicht so, als dass ich es als wünschenswert bezeichnen würde.

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Bin weiterhin sehr froh, dass es kein Audi geworden ist. Das neue Fahrzeug ist zwar weitestgehend aus dem Dunstkreis, aber immerhin sind die Chefs dort nicht solche ekligen Arschkriecher wie der Audi-Dödel.

Apropos Auto: Da die Bahn morgen Zicken macht - diesmal immerhin mit Ankündigung - überlege ich, ob ich nicht mit dem Auto in die heiligen Hallen fahre. Es sind Schulferien, eventuell wäre also weniger los auf den Straßen. Aber: Ich habe keine Lust. Die Alternative besteht aus mindestens einmal mehr umsteigen, vielleicht Schienenersatzverkehr und der mehrfachen Optionen einen Anschluss zu verpassen. Dem Gegenüber steht ein beheizter Sitz, beheiztes Lenkrad, Podcasts hören, Autobahnfahrenüben... Hm.

Ein Punkt, den ich in die Überlegungen noch mit einfließen lassen muss, ist die Kefirunverträglichkeit. Das wäre aber jede Form der Anreise nicht schön.

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Müde.

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Sonntag, 25. Oktober 2026
Bahnfahrtumplanungsgedöns

Audi - die deutschen Tesla. Man baut ein Werk in Amerika (meinetwegen) und umschmeichelt dabei den orangen Diktator, der diese Information - wahrscheinlich in gewohnt eloquenter Art - verkünden durfte. Wäre ich noch mit Audi unterwegs, würde ich mich schämen. Vielleicht hat mein armes altes Auto das vorhergesehen und ist deshalb Ende letzten Jahres über die metallene Regenbogenbrücke gerollt.

Dass man bei den Amis ein Werk baut, macht durchaus Sinn. Weniger wegen den Zöllen, diese Idiotie wird sich irgendwann schon von alleine regulieren, aber die Modelle, die man drüben bauen möchte, sind perfekt für den Markt. Riesige Berge an Fahrzeug, die schlucken, als gäbe es kein Morgen. Damit können sich die MAGA-Freaks nun reichlich eindecken - wohlwissend, dass ihr weises (naja, oranges) Oberhaupt schon bald für sinkende Spritpreise sorgen wird. Direkt nach den Midterms macht der das. Ganz sicher.

Mannmannmann...

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Mit dem Sturm kam in der Nacht auch der Regen. Das wird nichts mit einem gemütlichen Vormittagslauf. Auf freier Strecke wird man umgepustet und ertrinkt im Stehen. In den Wald kann man auch nicht wegen etwaiger sturmgeschädigter Äste im Zusammenspiel mit Schwerkraft. Fahrradfahren hat sich auch erledigt. Eigentlich geht nur Couch, Kaffee (und später Tee) und Kekse. Netflix hab ich ab heute nicht mehr, aber die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen sind prall gefüllt. Und die Videothek des großen, bösen A habe ich ja auch noch.

Da habe ich letztens "Flow" gesehen. Das war schön. Nun sehe ich gerade "Der Astronaut - Project Hail Mary". Auch das ist bisher gut anzuschauen. Das ist aber nichts für den heutigen Vor- und Nachmittag. Vielleicht schaue ich am Abend weiter und wenn es mich so absolut nach Bewegung dürstet, mache ich das auf dem Crosstrainer.

Es gibt also den großen Plan: Couch, Kaffee/Tee, Kekse und alles weitere wird sich zeigen.

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Dinge, die ich in den nächsten Tagen und Wochen ignorieren möchte:

Midterms
Trump
Wahlen in Brasilien
Sachsen-Anhalt
Weidel und Co.
Söder
Merz
Gas-Kathi
Automobilhersteller
Musk
Kaulitz 1+2 und Wetten, dass?
Israel
Spahn
...

Ach, am Ende würden mir Katzenvideos und Reiseberichte an schöne Orte dieser Welt reichen. Dazu noch die eine oder andere Geschichte rund um Speisen und Rezepte und schöne Momente. Mehr braucht es nicht. Ich bin da einfach in der Handhabung.

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Die Bahn hat seltsame Planänderungen für diese Woche im Programm. Dem muss ich mich widmen, denn mein (bisher ungeänderter) Plan war, diese Woche mit der Bahn zu fahren. Leider beinhaltet die Planänderung der Bahn ein Auslassen meines präferierten Bahnhofs. Warum auch immer.

Somit ändert sich auch der Plan für heute, bzw. er erweitert sich: Couch, Kaffee/Tee, Kekse, Bahnfahrtumplanungsgedöns.

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Samstag, 24. Oktober 2026
Boxschuppenlesungslauschende

Trotz polnischer Vorfahren ist mir die polnische Küche weitestgehend fremd. Ich kenne Bigos und Piroggen, beides aber nur dem Namen nach. Piroggen habe ich gestern nun das erste Mal probiert; dafür dann aber gleich in drei Varianten. Waren alle lecker und so gewürzt, dass man sie locker von Maultaschen und Ravioli unterscheiden kann, die ja technisch in der gleichen Liga spielen, aber dann eben doch was anderes sind. Eine Sorte hatte eine Maggi-Note, die andere eine leichte Schärfe, ohne dass ich sagen kann, wo die herrührte - zumal das die Frischkäse-Version war, wo ich das gar nicht erwartet hatte. Es war auf jeden Fall interessant und ich würde das jederzeit wieder bestellen, allerdings vielleicht nicht dort. Die Kinder sind dort König, so sehr König, dass es eher wie ein Kinderhort für sehr aufgeweckte Kinder mit angeschlossenem Restaurant war. Es waren die Kinder der Wirtsfamilie, die das Restaurant zum großen Abenteuerspielplatz inklusive Ballspielen und Fahrradrennen im Speiseraum betrachteten. Die Erwachsenen fanden das die meiste Zeit okay; nur wenn der Ball zu oft fast auf den Tellern landete oder mit dem Rad an die Beine der Gäste gefahren wurde, kam es zu einer kurzen Ermahnung. Allerdings ohne nennenswerte Wirkung. Tat dem Laden keinen Abbruch: da war später noch ganz schön was los.

Man darf übrigens keine Kartoffelallergie haben - sonst wird es echt eng mit der Auswahl.

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Schon am Nachmittag kam der Wind, der in der Nacht zum Sturm wurde. Hier ging es einigermaßen glimpflich ab; die Katze wurde nicht weggeweht und die Dächer sind noch da, soweit ich sehe. In der großen Stadt fehlte eins - oder zumindest ein Stück davon. Blöderweise auch noch beim Hauptbahnhof, weshalb der gesperrt wurde und somit der Bahnverkehr eingeschränkt war, was sich wiederum als sinnvoll erweisen sollte, denn so konnte schon kein Zug in einen auf die Gleise gestürzten Baum donnern. Man weiß oft nie, wozu es gut ist. Diesmal schon.

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Ich wünsche den Boxschuppenlesungslauschenden viel Spaß heute abend.

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Freitag, 23. Oktober 2026
Ein Leben ohne Privatsekretär*in

Es gibt einen "Red Eye Cocktail". Noch nie vorher davon gehört. Das ist eine Mischung aus Bier und Tomatensaft. Ich nehme an, die Wirkung besteht darin, dass man nie mehr einen Tropfen Alkohol anrühren wird, wenn man die Angst haben muss, sich am nächsten Tag diese Plörre reinzuziehen. Auf was für Ideen die Leute kommen...

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Ein Leben ohne Privatsekretär*in... es ist so anstrengend. Wieso ist da niemand, der Ordnung über meinen Papierkram hält? Ich bin ja offensichtlich zu blöd dafür. Immerhin habe ich gerade noch so eine anstehende Zahlung ans Finanzamt auf die korrekte Summe umgebogen. Das wurde nämlich geändert und ich habe bei der letzten Rate zuwenig überwiesen. Finanzämter mögen das nicht. Immerhin habe ich es diesmal noch rechtzeitig bemerkt... allerdings gibt es noch weitere Finanzamtszahlungssachen, die ausstehen... nur welche? Naja, die werden sich melden. Und sauer sein.

Auch bei Versicherungen und sonstigem Kram bin ich heillos überfordert. Es fehlt an Ordnung; die Einsicht ist immerhin da. Neben Ordnung fehlt es aber auch an einer Lösung für dieses Problem. Bzw. ich wüsste ja eine: Privatsekretär*in. Hab ich nur leider nicht. Es ist alles nicht einfach.

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Die Leiden des jungen Kefirtrinkers... mein Körper ist noch nicht so wirklich bereit für das Ganze, aber ich bleibe dran. Details spare ich mir.

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Ein Tanker mit russischem Diesel ist auf dem Weg nach Amerika. Wie witzig wäre es, wenn patriotisch-amerikanische Dieselfahrzeuge mit der Zusammensetzung des russischen Diesels nicht klarkämen und reihenweise mit schwerem, irreparablen Motorschaden liegenbleiben würden.

Man darf ja wohl noch träumen.

Überhaupt... die Amis. Mannmannmann. Naja, wir haben Sachsen-Anhalt und Co. Auch nicht besser.

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