Samstag, 12. April 2025
Nur der Wind war Zeuge

Das Wandern ist des Müllers Lust. Ob es auch meine ist, wird sich am heutigen Tag zeigen. 14 Kilometer, 400 Höhenmeter, irgendwo in der Wildnis. Grundsätzlich machbar und kein Problem, allerdings steckt mir der gestrige Lauf noch in den Knochen und vor allem im kaputten Knie. Das war ein bisschen viel und das lässt mich das Knie auch wissen. Sogar im Sitzen und im Liegen tat es gestern weh, die Nacht war auch nicht ohne und sogar jetzt am Morgen spüre ich noch die Nachwehen. Und nun die 14 Kilometer-Tour. Aber zugesagt ist zugesagt und der Lauf am Vortag war dumm, aber auch gut fürs Selbstvertrauen. Also kein Gejammer, ich habe ja eine Orthese und den Rest muss Ibuprofen richten.

Es wird eine relativ große Truppe bei der Wanderung. Acht Leute, einige davon mit durchaus ausgeprägtem Ego. Dürfte spannend werden. Vielleicht entwickelt sich das Ganze noch zur Krimiwanderung: war es ein Unfall oder falls nicht: wer hat XY über die Klippe geschubst? Also unbedingt drauf achten, immer ein Alibi zur Hand zur haben. Oder einen wasserdichten Plan, den die niemals herausfinden.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 11. April 2025
Smells like Brackwasser

Früher Vogel und so: eine Minute nach 8 Uhr als alleeallererster an der Autowaschanlage beim Supermarkt. Keine Schlange, kein nerviges Anstehen, es kann direkt losgehen. Naja, so halbdirekt. Die Bürsten liefen noch im Warmlaufmodus und die Einfahrt wurde noch durchgekärchert. So früh ist da anscheinend sonst niemand. Heute schon. Zur Feier des Tages dann auch gleich mal das Vollprogramm genommen, das von oben, unten, vorne und hinten, dazu noch Felgen und am Ende wird extra heftig geblasen. Zum Trocknen.

Der Nachteil, wenn man so früh dran ist: die Anlage stand die ganze Nacht still. Inklusive dem Brackwasser des letzten Tages. Vielleicht lassen die deshalb am Morgen das Teil erstmal eine halbe Stunde leer durchlaufen, bevor die ersten Kunden kommen. Außer heute, denn heute stand der erste Kunde schon Punkt 8 auf der Matte. Was den ersten Kunden, sprich mich, somit in den Genuss frisch aufgewirbelten Dreckwassers brachte, was eine Nacht lang vor sich hingegärt hatte. Nun ist der menschliche Körper seit Corona ja an fiese Aerosole gewöhnt, aber das war schon eine fiese Sache. Vor allem kriegt man den Geruch nur schwer wieder aus dem Wagen. Es dauert eine Weile und einige Kilometer bei offenem Fenster, was bei 4 Grad am Morgen erfrischend, aber nicht nachahmenswert ist. Und so richtig sauber ist das Auto auch nicht. Da kann die Waschanlage aber nichts für; die letzte Autowäsche ist ewig her und gleiches gilt für Regen (selbst bei Regen wird der Wagen nicht immer nass - Carport sei Dank). Nun denn: ich bin nun hellwach, das Auto nur noch halb so dreckig, der Geruch ist weg (das was noch da ist, kommt von mir - auch da kein Vorwurf an die Autowaschanlage) und es ist noch nicht mal 10 Uhr. Eingekauft ist übrigens auch schon - war ja eh beim Supermarkt. Ein produktiver Morgen.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 10. April 2025
Wieder jemand, der sich nicht nur so anstellt

Vielleicht war ich einfach nur Vorreiter? Endlich mal. Vielleicht war es auch einfach Zufall, dass mein "Geht nicht mehr" ein paar Jahre früher kam.

Mittlerweile sind es zwei im direkteren Umfeld, die "es erwischt hat". Die (wahrscheinlich bald ehemalige) Kollegin, die aber immer noch von einem Komplott ausgeht und nicht erkennt, dass die Gründe völlig anders gelagert sind. Dann plötzlich die Info eines Freundes, dass er vorerst nicht mehr zur Arbeit geht. Er sagte das in einem Nebensatz, ganz beiläufig und so war es auch gewollt. Er wollte testen, wie das ankommt und als er sah, dass es kein Entsetzen, dafür aber interessierte Blicke gab, erklärte er, dass er für den folgenden Tag einen Arzttermin habe und sich krankschreiben lassen werde, denn: es ginge nicht mehr. Das kam aus der Kalten und von einer Person, von der es nicht zu erwarten war. Er zählte bisher zur Fraktion "Der soll sich nicht so anstellen", "Es gibt eben manchmal schlechte Tage" und "Bei mir ist auch nicht alles Zuckerschlecken". Umso schöner, dass er für sich erkannt hat, dass es eben was anderes ist als mal ein schlechter Tag und man sich nicht nur so anstellt.

Er ist beim gleichen Arzt, der mich damals krank geschrieben hatte - stößt dort somit nicht auf blanke Hilflosigkeit (und ich war sicher auch nicht der erste, der damit bei denen ankam). Er wird in guten Händen sein und hoffentlich auch die Hilfe annehmen, die man ihm bietet. Aber nach diesem "Outing" bin ich da guter Dinge.

Ich habe es damals nicht erwähnt. Meinen Eltern gegenüber natürlich schon und auch bei D., die mich entsprechend ansah, als der Freund davon erzählte, dass es nicht mehr geht. Es ging nicht darum, das zu verheimlichen, ich wartete nur auf den richtigen Zeitpunkt, der aber nie kam, bzw. immer schon vorbei war, bis ich ansetzen wollte. Nun ist vielleicht doch noch die richtige Zeit und sei es nur dem Freund gegenüber, damit er weiß, dass er nicht der erste ist, der in dieser Nummer steckt. Und dass er jemanden hat, den er bei konkreten Fragen zu den jeweiligen Situationen (und da kommen ja die verschiedensten) kontaktieren kann. Oder auch einfach so. Macht man ja auch viel zu selten, vor allem auch unter Leuten, wo man sich "nicht so anstellt".

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 9. April 2025
4.10 Uhr

4.10 Uhr. Was für eine räudige Zeit, um wach zu sein. Okay, grundsätzlich ist es eine Uhrzeit wie jede andere und es gibt sicher viele Menschen, die um diese Uhrzeit wach sein müssen, weil der Job oder die Situation es verlangt und ebenso sicher gibt es Menschen, die freiwillig wach sind, weil sie vielleicht gerade aus dem Berghain kommen oder grundsätzlich Nachtmenschen. Ich hätte um 4.10 Uhr lieber noch geschlafen. Vielleicht nicht bis zum Weckerklingeln um 6.45 Uhr, aber so 5.38 Uhr wäre super gewesen. Ging aber nicht. Der Körper weigerte sich, wieder einzuschlafen. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Ich war früh im Bett, habe noch gelesen, aber kurz vor Zehn das Licht ausgemacht. Das wären dann etwas über sechs Stunden Schlaf bis 4.10 Uhr. Manchmal reicht dem Körper das, meinem heute anscheinend auch. Dann war da noch das Gedankenkarussell in mannigfaltiger Form. Es gab nicht DEN EINEN Gedanken, sondern derer viele und die auch noch wild durcheinander. Das ist keine gute Voraussetzung für eine Fortsetzung von Schlaf. Last but not least meinte die kleine Katze auch noch, dass nun Zeit zum Spielen und Putzen wäre. Erstaunlich wie geräuschvoll das vonstatten geht. Wahrscheinlich passiert das öfter, nur schlafe ich dann. Heute aber, wo der Mantel des Schlafs eher seiden, denn wollig-schwer war, klang das wie Bauarbeiter, die hochmotiviert zum Start ihrer Schicht die Fassade vom Haus kratzen.

Es ist sehr langweilig morgens um 4.10 Uhr. So langweilig, dass man fast beim Vorsichhinexistieren einschläft - so man denn schlafen könnte. Konnte ich aber nicht. Frühstücksfernsehen fängt übrigens erst um 5.30 Uhr an. Noch ein Brocken unnützes Wissen, das ich mir lieber erspart hätte. Und stattdessen geschlafen. Nun denn. Willkommen, neuer Tag.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 8. April 2025
Orthese on Tour

Der erste „ganze“ Tag mit Orthese und es ist super. Laufen und so ist wie immer, das Ding stört ein bisschen, aber man kann das gut wegignorieren. Dafür wird man von allen ein bisschen mitleidig betrachtet. Niemand drängelt sich an einem vorbei, um den letzten Platz in der Bahn zu bekommen, die Kolleginnen und Kollegen fragen alle besorgt nach und es kommt mir so vor, als knacke das Knie nicht mehr ganz so oft und weniger laut als ohne dieses Ding. Ich gehe nie wieder ohne aus dem Haus - selbst im Falle eine Wunderheilung. Man muss es dann ja nicht so eng schnüren; es muss nur vorhanden und sichtbar sein. Ein Hoch auf die moderne Medizin!

---

Apropos Medizin: ich ergänze ja meine Nahrung, dies passenderweise in Form von Nahrungsergänzungsmitteln. Ich bin da ein Opfer von Internet und Co. Wenn ich einen Artikel zu dem Thema lese oder einen entsprechenden Podcast höre, kann es gut passieren, dass die erwähnten Mittelchen schon am nächsten Tag im heimischen Regal stehen. So auch letztens wieder geschehen und zwar mit L-Kreatin. Hammerzeugs, super gut für sportliche Leistung, damit geht es ab. Tja, das mag schon so sein, aber hätte ich mal das Kleingedruckte gelesen. Mit sportlicher Leistung ist jene im hohen bis höchsten Segment gemeint und da auch eher kraftlastige Aktionen. Also genau das, was ich nicht so mache. Nebenwirkungen: Wassereinlagerungen, man nimmt dadurch auch zu. Das wiederum ist genau das, was ich mache. Stand auch in besagtem Artikel, steht überall im Internet, kann man nachlesen und -hören. Man kann aber auch selektiv Informationen aufnehmen und genau das habe ich gemacht. Leistung steigern, Wassereinlagerung, Energiezuwachs, gefühlt mehr Muskelmasse, was allerdings auch auf eingelagertes Wasser zurückzuführen sein kann.
L-Kreatin wird also wieder aus der Pillendose geworfen. Die BCAA-Trümmer (die sind wirklich riesig!) dürfen vorerst noch bleiben, auch wenn sie am meisten Platz weg nehmen. Pro Tag wirft man sich nämlich 8 davon ein. Neu hinzukommen wird ab morgen L-Carnitin. Das ist super. Wahrscheinlich habe ich das L-Kreatin auch damit verwechselt. Klingt ja auch ähnlich. So ein bisschen wie bei Aspirin und Arsen. Muss man auch aufpassen. L-Carnitin ist jedenfalls sensationell. Es verbrennt das Fett quasi ab dem Moment, an dem die Cellulose der Tablettenhülle die Lippen berührt. Nebenwirkungen: keine. Im Gegenteil. Alles wird gut... Fett geht weg, Zeugungsfähigkeit steigt, Herz und Leber frohlocken. Das wird so toll. Es könnte allerdings sein, dass die Fettverbrennung am Anfang noch etwas stockt. Bei dem vielen Wasser im Körper wird es schwer da überhaupt irgendwas zu verbrennen.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Montag, 7. April 2025
Ignorieren kann ich

In den Nachrichtenportalen überall der gleiche Tipp: wenn man sein Geld längerfristig angelegt hat, bloß nicht auf die Kurse schauen. Und genau so handhabe ich das. Ich war nun schon seit einer Woche nicht mehr in der App, habe keine Ahnung, wie es um mein Portfolio steht, lasse alles laufen wie bisher. Sogar die Sparpläne. Teilweise investiere ich deshalb sogar in den Markt, wo es von verhaltensauffälligen Machtmenschen nur so wimmelt. Aber die Profis sagen: Füße still halten, weitermachen. Hat ein bisschen was von der Szene in "Die nackte Kanone", wo es im Hintergrund übelst explodiert, kracht, scheppert und brennt und Frank Drebin steht da und beschwichtigt "es gibt nichts zu sehen". Das Schlimmste daran: mir wäre Frank Drebin als Präsident fast lieber. Er war zumindest emphatisch.

Wenn ich vielleicht die nächsten zwei, drei Jahre nicht mehr in die App schaue... einfach alles weiterlaufen lasse... wer weiß. Vielleicht ist dann alles gut, die Kurse sind in schwindelerregenden Höhen, die Märkte haben sich nicht nur erholt, sondern sind höher denn je. Vielleicht spiele ich dann in einer Liga mit Bezos, Zuckerberg und den ganzen Superreichen. Vielleicht sollte ich mir schon mal einen schönen Namen für meine Yacht überlegen. Eventuell ist aber auch der Anbieter meiner App insolvent, die Kohle futsch, das Management aber nicht zu belangen. Eventuell haben die dann schöne Namen für ihre Yachten und ich das Nachsehen.

Grundsätzlich ist das Ignorieren der Kurse eine gute Idee, nur sind vielleicht mehrere Jahre des Ignorierens ein zu langer Zeithorizont.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 6. April 2025
Entfernte Verwandte wieder entfernen

Für einen Kälteeinbruch ist ganz schön sonnig da draußen. Ich habe allerdings noch nicht auf die Temperaturen geschaut.

Für nachher steht ein Lauf an. Ob kurz oder etwas länger ist allerdings noch nicht klar. Ich tendiere zu letzterem. Liegt aber wahrscheinlich an der Morgensonne. Die macht gleich mal gute Laune und spornt an. Das Gute ist, dass ich spontan entscheiden kann. Es gibt keine wichtigen Termine, ergo kein Zeitlimit, ob kurz oder lang ist völlig egal. Der einzige Unterschied: bei der etwas längeren Version verzichte ich vielleicht mal noch auf die Einlagen. Deren Premiere soll dann lieber bei der Kurzstrecke stattfinden (was - so es denn nicht heute ist, morgen stattfinden wird).

Keine Termine stimmt nicht ganz. Chauffeur spielen steht noch an. Die entfernte Verwandschaft muss wieder genau da hin: in die Ferne. So fern ist das aber gar nicht. Knapp 45 Minuten Fahrt hin und wenn alles gut geht nochmal soviel zurück. Mit der Bahn kann man die alte Dame nicht schicken; zum einen weil die Bahn eben die Bahn ist und Bahndinge tut. Zum anderen reist man mit Gepäck und das muss auch mit in die Ferne. Also bekommt die Dame eine Heimreise im wohltemperierten Auto mit ausreichend Platz für Gepäck und Fahrgast spendiert. Die Spritpreise sind gerade ganz okay und im Grunde ist es ja auch so eine Art Investition, wobei... allzuviel gibt es da nicht zu erben. Aber man macht das ja auch gerne.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Samstag, 5. April 2025
Grobmotorisch und destruktiv - das ist meine Welt

Die Therapeutin, mit der ich nach Abschluss noch ein einige Monate ab und an telefonieren musste, um die Auswertungen der App zu besprechen, hat nun einen Podcast. Sie war schon damals auf einem dezent esoterischen Trip, aber musste sich im beruflichen Umfeld zügeln. Im Podcast nicht, da gibt sie Gas und reitet auf den Schwingen der Engel auf Energiewolken durch das geistige Diesseits. Oder so ähnlich. Podcast-Abo wieder gelöscht.

---

Seit gestern habe ich nun Einlagen (ein Paar für die Daily Shoes, ein Paar für Laufschuhe) und dieses Ding, das am Bein festgezurrt wird und das Knie nach innen drücken soll. Um selbiges "zu öffnen". Die Idee dahinter ist, dass durch das "Öffnen" das Knie entlastet wird und dadurch die Entzündung verschwindet. Na dann schauen wir mal.

Die Einlagen für den täglichen Gang sind übrigens die günstigeren und auch weniger bearbeiteten. Das liegt daran, dann ich Home Office-bedingt an diesen Tagen weitaus weniger in Straßenschuhen unterwegs bin. In Kilometern gerechnet, entsteht der Großteil an Strecke tatsächlich beim Laufen und hier sind somit auch die besseren (und teureren) Einlagen im Einsatz. Heute ist allerdings Ruhetag; ich werde also erst morgen den ersten Test damit beginnen. Laut Infoblatt kann es zu Anfang schwierig sein, eine Umstellung und man solle es vielleicht langsamer angehen und so. Damit wäre die perfekte Ausrede für miese Zeiten also schon mal gegeben. Mittelfristig bin ich aber gespannt, ob es wirklich eine Hilfe für das zickige Knie sein wird. Auf diese Eigenbluttherapie habe ich keine Lust. Auf OP noch viel weniger.

---

Heute steht Gartenarbeit an. Ich darf die grobmotorischen, destruktiven Sachen wie dicke Äste sägen und Büsche stutzen erledigen. Die filigranen Dinge traut man mir anscheinend nicht zu.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 4. April 2025
Wickeln verboten

Es ist soweit: ich habe eine Heizdecke. Zwar nur eine kleine, fürs Knie, aber trotzdem. Heizdecke. Was kommt als nächstes? Klorollen umhäkeln? Klamotten nur noch in Beige? Oder knallig pink? Alles etwas weicher kochen... die Zähne...? Eine Heizdecke. Mannmannmann.

Tatsächlich hatte ich schon vorher eine Heizdecke, aber die hat so eine Art Fell, ist mit Akku und cool. Kostet auch entsprechend; das Leben als Midlife-Hipster ist teuer. Diese coole Heizdecke (was für ein schönes Oxymoron) liegt auf dem Sessel im Büro und bringt mir den Hintern auf Temperatur, wenn mir die innere Wärme fehlt. Vom gleichen Hersteller hab ich auch noch ein Kissen, auch mit Akku, auch brutal teuer. Man sollte mir Handy, Laptop und alles sonstigen Bestellmöglichkeiten entziehen, wenn mir kalt ist.

Die neue Heizdecke ist kleiner, ohne Akku, dafür mit Kabel und weitaus günstiger. Sie ist einzig und allein fürs Knie bestimmt, soll selbiges wärmen und damit die Entzündung eindämmen. Ich neige nämlich nicht zu Frieren am Knie - diesbezüglich besteht also kein Handlungsbedarf. Entzündungseindämmung ist das Gebot der Stunde und die Aufgabe dieser Heizdecke. Zu diesem Zwecke würde ich sie gerne um Knie und direkt angeschlossenen Schenkel wickeln, aber das darf man nicht. Steht extra im Beipackzettel: nicht wickeln! Außerdem darf man nicht drauf liegen, nicht unter eine andere (nicht beheizbare, aber auch keine andere beheizbare) Decke legen, nicht knicken und - das kennt man von Gremlins - nicht mit Wasser in Berührung bringen (wie es sich mit füttern verhält, steht nicht im Beipackzettel. Wüsste allerdings auch nicht, wie man so eine Decke füttern sollte). Also wird nicht gewickelt, sondern nur aufgelegt. Erfüllt auch seinen Zweck, man muss nur die zweithöchste Stufe aktivieren. Diese Decke kann nämlich in verschiedenen Stufen beheizt werden. Außerdem kann man Laufzeiten eingeben, damit man nicht versehentlich den ganzen Tag das Knie beheizt, weil man im Sessel einschlief, was sicher dem warmen Knie geschuldet wäre, denn mit warmem Knie schläft sich sicher gut.

Nachher bin ich beim Orthopäden. Da kann ich ihm von der Decke berichten und er wird mich loben, denn das war seine Idee. Nicht die Heizdecke im speziellen, aber „warmes Knie“ kam eindeutig von ihm. Er meinte noch was mit Kirschkernkissen, aber wir leben im Zeitalter von Drohnen, KI und Selbstbedienungskassen - die Moderne hat Einzug gehalten und mein Kirschkernkissen ist eine elektronische Heizdecke. Mit verschiedenen Heizstufen und -zeiten. WLAN hat sie allerdings nicht. Mist, da hatte ich gar nicht geschaut. Gibt es Heizdecken mit WLAN? Bei denen man schon auf dem Weg nach Hause übers Internet vorheizen kann? Rein in die gute Stube, Klamotten vom Leib gerissen (zumindest die Hose) und die schon kuschelig warme Decke aufs Knie. Gut, dass mir gerade nicht kalt ist - da wäre der Weg zu Recherche und direktem Bestellen ein kurzer. Gerade gehts aber; außerdem kann ich nicht aufstehen: die Heizdecke würde mir vom Knie rutschen, weil ums Bein wickeln darf man ja nicht.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 3. April 2025
Schlafstadien wie ein Piet Mondrian Gemälde

Habe herausgefunden, woher diese kurzen Wachphasen in der Nacht kommen. Sie sind wirklich kurz und tatsächlich weiß ich am Morgen nichts mehr davon. Trotzdem zeichnet die Uhr etwas auf. Zuerst hatte ich die Katzis in Verdacht. Die sind nachts ja tatsächlich unterwegs und nicht immer leise dabei. Heute Nacht hatte wohl eine der beiden wieder ein Problem mit ihrem Fell, speziell jenem im Magen, weshalb... ach, egal. Das hört man jedenfalls. Es ist kein schönes Geräusch und man kann durchaus davon aufwachen. Aber das würde ja nur den einen Ausschlag erklären. Gekotzt wird aber meist nur einmal, in seltenen Fällen öfter, aber auch nicht jede Nacht. Aber: momentan zickt das Knie wieder zwischendurch und je nach Drehung, kommt es zu einem spontanen Schmerzblitz. Das ist kein richtiger, anhaltender Schmerz. Eher wie der Tritt in eine Scherbe oder wenn man auf die heiße Herdplatte fasst. Beides doof, beides tut im ersten Moment weh und vor allem: man zuckt zurück. Genau dies passiert beim Knie: falsch gedreht, Schmerzimpuls jagt durch den Körper, kurz wach, Schmerz lässt nach, weiterschlafen. Außer eine Katze entleert direkt im Anschluss ihren Magen; dann ist man noch ein bisschen länger wach.

Nun weiß ich also (vermeintlich) den Grund, aber eine Hilfe ist mir das nicht. Es stört den Schlaf ja schon. Das wird in der App grafisch dargestellt: Tiefschlaf ist dunkelblau, leichter Schlaf hellblau, REM Phasen sind in dunklem Pink, die Wachphasen in hellem Pink. Ziel ist viel blau, einige Anteile an dunklem Pink, helles Pink vermeiden. Am liebsten wäre mir noch, wenn die verschiedenen Schlafstadien schön aneinander gereiht wären: erst dunkles Blau, dann dunkles Pink, dann gerne noch helles Blau. Quasi wie früher, wenn man die Festplatte defragmentiere: am Ende war da ein wunderschönes, einheitliches Bild, eine Farbe reiht sich an die andere, alles ist aufgeräumt. Herrlich. Bei mir sieht das aber aus, wie ein Bild von Piet Mondrian.

Morgen bin ich wieder beim Orthopäden: es gibt Geschenke. Einlagen und eine Orthese. Naja, Geschenke sind es eher nicht. Bei Geschenken muss man üblicherweise nichts zahlen; bei diesen Dingen aber schon. Die Hoffnung ist, dass sich dadurch die Knieproblematik etwas bessert und falls dem so ist, wird auch der Schlaf besser und somit auch die grafische Aufarbeitung desselben. Das führt zu besserer Erholung, einer Energie am Morgen, die ihresgleichen sucht und vor allem weint mein innerer Monk weniger, wenn die Schlafgrafik mehr Struktur aufweist. Es wäre eine Win-Win-Win-Situation.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment