Freitag, 14. März 2025
Seitlich bitte auch kurz

Den ersten Termin am Morgen beim Frisör ergattert (9 Uhr), wobei „ergattert“ nicht mehr so ganz stimmt, nachdem zwei Häuser weiter ein anderer Friörladen aufgemacht hat, der mit Discounter-Kampfpreisen die Laufkundschaft abgreift. Ich würde ja auch dahin gehen, aber ich bin eine treue Seele. Außerdem schreckt mich das weibliche Klientel dort ab: junge Damen mit Nägeln, für die man einen Waffenschein braucht und Wimpern, bei denen man mit einem Wimpernschlag ganz Windkraftparks auf Touren bringen kann. Da passe ich nicht rein. Bei „meinem“ Frisör sind ältere bis alte Damen, thematisch geht es um Königshäuser und Prominente, die ich auch kenne, es ist alles langsamer und gemütlich, aus dem Radio dudelt leise ein hiesiger Sender mit dem besten aus den letzten 30 Jahren und von heute (und auch da nur Songs, die völlig unschrill daherkommen. Kein Gangster Rap, kein Ethno-Techno). Es ist großartig und am Ende ist es ein Eingeständnis meinerseits: ich bin eine ältere bis alte Dame. Das ist meine Welt, da bin ich zuhause. Und dieser Prinz Harry... mannmannmann. Aber da steckt diese Meghan dahinter, ganz sicher! Der ist nicht zu trauen. Aber zum Glück gibts noch den William. Ein guter Junge. Ja, seitlich bitte auch kurz.

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Donnerstag, 13. März 2025
Update: Ohne Punkt und Komma

Neuigkeiten bezüglich fehlender Kommas und Punkte: zuständig ist anscheinend tatsächlich der Verlag. Auf meine Email kam eine Antwort und wie könnte es anders sein: es ist ein verdammtes Stilmittel! Diese Information steht schon gleich am Anfang der Antwort, es folgt eine ausführliche Erklärung und wer sich sonst noch so dieses Stilmittels im Laufe seines Schaffens bediente (Wenn Sie mal klugscheissen wollen: Stichwort „Ulysses“). Ich habe das nur überflogen, weil es mir peinlich ist, auf einen Fehler hingewiesen zu haben, der keiner ist, um im Anschluss darauf hingewiesen zu werden, dass einem sowas ja auffallen könnte ...würde man sich nur ein kleines bisschen für Literatur im Allgemeinen und Weltliteratur im Speziellen interessieren.

Ich habe zurückgeschrieben, mich bedankt und mit einem lachenden Smiley mein Unwissen bedauert. Das war wahrscheinlich eine der seltenen E-Mails, die ein Verlag (zumindest dieser; ist ja nicht Egmont Ehapa mit dem lustigen Taschenbuch. Wobei die bestimmt auch schon mit dem „Stilmittel“ der fehlenden Satzzeichen gearbeitet haben. Ging nur an mir vorbei. Ähnlich wie bei Ulysses) bekam, in dem ein Smiley auftaucht. Meine Antwort wurde sicher ausgedruckt und hängt jetzt als Mahnmal am schwarzen Brett direkt neben der Kaffeeküche, um den Verlagsleuten zu zeigen: seht her, das sind unsere Leser. Also greift nicht nach den Sternen; die trübe Beleuchtung der Reklame an der verwahrlosten Trinkhalle muss reichen. Das gilt im Besonderen für Euch, liebes Team vom Marketing.

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Mittwoch, 12. März 2025
Eine überstandene Grippe ist wie von Rambo befreit worden zu sein

Das Softwareupdate sagt: noch ungefähr 4 Tage. Ja, klar. Kein Problem. Lass Dir Zeit. Ich warte solange hier vor dem Bildschirm und schaue YouTube-Videos über Eichhörnchen.

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Die Krankheitswelle ist anscheinend doch noch nicht durch. Bei der Arbeit und im Verwandten- und Bekanntenkreis gibt es weiterhin und immer wieder neue gesundheitsbedingte Ausfälle. Nur ich stehe da wie der Fels in der Brandung. Allerdings bin ich auch Late Adopter. Bei Corona habe ich auch gewartet, bis alle die erste Runde durch hatten und sich schon fürs zweite Mal anstellten. Insofern: hey Grippe, wie siehts aus? Ich bin bereit. Wobei... bereit bin ich natürlich nicht, aber wann ist man schon bereit für eine Grippe. Mal so ein bisschen Kreislauf, damit man den Tag ohne schlechtes Gewissen auf der Couch liegend verbringen kann. Oder Kopfschmerzen, die dann aber immer weniger werden und ausklingen - gerade so sehr, dass man alle Termine und die Arbeit absagt, aber nur so ein bisschen leidet. Dafür ist man bereit. Aber doch nicht für eine Grippe. Grippe will keiner. Und alle, die jammern, dass sie schon wieder eine Grippe hatten: hattet ihr nicht! Ihr wart erkältet, stark erkältet meinetwegen, aber ihr hattet keine Grippe. Grippe gehabt zu haben ist wie von Rambo aus einem vietnamesischen Gefangenenlager befreit werden. Man ist völlig fertig, kann fast nicht laufen, muss gestützt werden, aber man ist glücklich, dass es vorbei ist. So ist Grippe nämlich. Zumindest nach dem, was man so hört. Wüsste nicht, dass ich je eine Grippe hatte. Aber stark erkältet war ich schon und selbst da war ich froh, als endlich im Hubschrauber Richtung Freiheit saß es vorbei war. Also mal nicht so laut jammern, Freunde.

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Ein doofer Tag. Freu mich schon aufs Bett.

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Dienstag, 11. März 2025
Ohne Punkt und Komma

Der Tag im Büro war ruhig, aber arbeitsintensiv. Solche Tage sind mir die liebsten. Dass der angekündigte Regen weitestgehend ausblieb und ich trockenen Fußes zur U-Bahn kam war ein zusätzliches Bonbon. Die Züge fuhren pünktlich, es war überall ein Sitzplatz frei, niemand aß gekochte Eier. Es gibt nichts zu meckern. Einzig das neue Buch auf dem Kindle, wo aber das Kindle nichts für kann: es liegt am Buch. Ich habe es auch auf anderen Plattformen getestet. Und zwar sind ab einem bestimmten Kapitel plötzlich die Satzzeichen weg. Es gibt keine Punkte und keine Kommas mehr. Das ist natürlich nicht schön beim Lesen; die Dinger sind ja nicht umsonst erfunden worden. Ich war mir zuerst unsicher, ob das nicht vielleicht ein Stilmittel des Autors sein soll, aber was würde er damit ausdrücken wollen? Es ergibt keinen Sinn.
Nun habe ich überlegt, wo ich mich da beschwere. Beim Buchhändler, wo ich das E-Book gekauft habe? Der kann aber wahrscheinlich wenig machen. Dann wohl besser direkt beim Verlag. Vielleicht gab es beim Umwandeln ein Problem und das ist mittlerweile behoben und ich kriege die neue Version. Keine Ahnung, hatte ich bisher noch nicht. Bzw. doch: bei einem gedruckten Buch. Da bedankte sich der Verlag für den Hinweis, man habe das auch schon bemerkt, im Frühjahr würde nachgedruckt, ich bekäme dann ein korrektes Exemplar. Frühjahr wäre dann ja bald. Ich bin gespannt.

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Montag, 10. März 2025
Abgebrannt und dann noch Streik

Heute fallen streikbedingt viele Flüge aus. Das ist doof, vor allem, wenn man eigentlich fliegen wollte. Für innerdeutsche Flüge kann man ja auf die Bahn umsteigen (und sich dabei fragen, warum man das nicht von Anfang an so geplant hatte), für einen Flug in oder aus dem Urlaub ist das eher schwierig. Nicht schön für die Betroffenen. Vor allem, weil es schon sehr kurzfristig war.

Ähnlich kurzfristig war es für einen Herrn aus der Stadt hier um die Ecke. Es gab einen Brand, der auf einige der Nebenhäuser übergriff. Das war irgendwann letzte Woche. Der Herr kam am Samstag in der Nacht aus der Ferne, hatte davon nichts mitbekommen und stand vor dem Haus, das nicht mehr bewohnbar ist, keine Nachbarn weit und breit und keine Ahnung was zu tun sei. Den Bewohnern wurden Wohnungen und Hotelzimmer zur Verfügung gestellt, aber davon wusste der Herr nichts. Hier zeigt sich übrigens endlich mal das Soziale bei den sozialen Medien. Dort konnte ihm schnell mit Informationen und schließlich auch konkret geholfen werden. Zumindest kurzfristig; das Haus ist noch längere Zeit nicht bewohnbar, aber nun ist ja Montag, die Behörden haben wieder auf, die Nachbarn haben die gleiche Problematik und einer weiß immer, was nun am besten zu tun ist. Doof wäre natürlich, wenn der Herr sich überlegt hätte, gleich heute wieder in die Ferne zu fliegen. Daraus wird nichts.

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Sonntag, 9. März 2025
Wenn die Arbeit ruft, helfen auch keine Noise Cancelling Kopfhörer

Ein kleiner Lauf am Morgen, das Tempo gemäß dem Plan locker, die Stimmung gut, weil kein Wind, aber Sonne in angenehmen Ausmaß. Nun kann der Sonntag beginnen; wobei er ja schon wieder fast vorbei ist. Das sind die Nachteile des Ausschlafens, aber wenn das schon mal bei mir klappt, will ich auch nicht meckern. Das ist heute alles gut so wie es ist.

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In meiner Bubble wimmelt es von Nachrichten über massive Einbrüche bei Tesla-Verkäufen. Schuld daran ist wohl der Ketamin-Nazi, nur: das ist ihm wahrscheinlich herzlich egal. Zum einen wegen Ketamin, zum anderen hat er schon genug Kohle. Er braucht keins mehr; jede Milliarde, die zusätzlich reinkommt ist schön und gut, aber völlig belanglos. Sie wird nicht benötigt und es fällt auch nicht weiter auf, wenn sie nicht da ist. Trotzdem ist es natürlich gut, wenn der Typ und alles, was von ihm kommt nicht unterstützt wird. Es wird Zeit, dass Europa aufwacht und Dinge selbst in die Hand nimmt. Wir haben zwar auch ein paar Trottel (Orban, auch Deine Zeit wird kommen), aber ich habe die Hoffnung, dass die große Gemeinschaft die eher einfangen kann, als das orange Ding seinen Hofnarren.

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Gestern abend nach langer Zeit mal wieder eine Pizza gegessen und erstaunlicherweise ganz gut vertragen. Meist liegt mir das Ding schwer im Magen, es grummelt, es macht und tut und der Körper kämpft noch bis weit in den nächsten Tag hinein. Diesmal nicht und das lag nicht daran, dass es eine dezent-kleine Pizza (war es nicht) mit nur den gesündesten Auflagen (auch das nicht) war. Vielleicht hat mein Organismus einfach nur resigniert, als er spürte, was da auf ihn zu kommt. Kohlehydrate? Transfettsäuren? Phosphat und Berge von Salz? Seufz, nach gut. Kipp rein.

Wird trotzdem nicht zur Gewohnheit werden, aber ab und an, nicht zu oft, manchmal, kann man das ja mal machen. Jetzt wäre interessant, wie mein Körper mittlerweile zu Döner steht. Das gabs noch viel länger nicht mehr. Ende des Monats bin ich in Berlin und in Berlin muss Döner sein. Da wird sich also zeigen, wie das läuft. Bin aber guter Dinge; zur Sicherheit werde ich aber trotzdem lieber nur einen kleinen nehmen.

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Morgen ruft wieder die Arbeit. Ein Ruf, bei dem Noise Cancelling Kopfhörer an ihre Grenzen kommen.

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Samstag, 8. März 2025
Telefoniert

Das Telefonat war wenig zielführend. Wobei... was hätte eigentlich das Ziel sein sollen? Keine Ahnung, jedenfalls war es ernüchternd. Es stehen Aussage gegen Aussage und es geht dabei gar nicht um der einen oder der anderen Seite glauben. Ein bisschen Einsicht, das wäre vielleicht sowas wie ein Ziel gewesen. Zu erkennen, dass man vielleicht selbst ein falsches Bild einer Situation hat. Und das große Ziel ist wahrscheinlich, jemanden erkennen zu lassen, dass Hilfe nötig ist. Hilfe für sich selbst. Zu erkennen, dass man sich helfen lassen muss. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Nicht mal im Ansatz. In die richtige Richtung zu schubsen ist nicht meine Aufgabe, schon alleine, weil ich nicht weiß, wie ich das machen sollte. Und es ist ein bisschen anders, als Herzmassage im Zuge einer ersten Hilfe Maßnahme. Da muss man machen, einfach machen. Das einzig Falsche, was man tun kann, ist nichts zu tun. Aber das hier war nichts, wo eine Herzmassage vonnöten war. Es bräuchte Worte und ich habe Bedenken, dass anders als bei einer Herzmassage etwas falsch zu machen, tatsächlich falsch ist. Dass die falschen Worte einen falsch eingeschlagenen Weg zementieren und ein Umdenken, ein Hinterfragen, ein sich Umschauen erst recht verhindern.

Also habe ich zugehört, bin neutral geblieben, habe zu Aussagen keine konkrete Antwort gegeben, sondern nur Ratschläge für körperliche und geistige Gesundheit gegeben und auch diese nur auf dem Level der Apotheken-Umschau. Geh raus an die frische Luft, Natur ist toll. Versuche zur Ruhe zu kommen, tief durchatmen, Meditieren ist super. Küchenpsychologie mit dem Wirkgrad von Echinacea und Umcaluabo. Wahrscheinlich war Zuhören die beste Medizin. Es braucht keine Kommentare oder Anmerkungen. Einfach zuhören. Immerhin: das habe ich gut hingekriegt. Ich befürchte nur, dass das nicht reicht.

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Freitag, 7. März 2025
Die neuen Nachbarn leben im Dunkeln

Gegenüber sind neue Nachbarn eingezogen. Ich konnte noch nicht Hallo sagen, denn immer, wenn ich sie zufällig draußen sehe, bin ich entweder viel zu schluffig angezogen oder ich komme vom Laufen, sehe also auch schluffig aus, rieche dazu aber auch noch wie ein neoverweigernder Iltis. Das will ich niemandem antun.
Einfach so klingeln und Hallo sagen möchte ich nicht, denn die neuen Nachbarn haben alle Rollläden zu; auch tagsüber - da klingelt man dann nicht. Wieso alles zu ist... keine Ahnung. Vielleicht Vampire? Das wäre nicht so gut. Ich habe ja schon ein ungutes Gefühl, wenn ich an medizinisches Blutspenden denke. Vielleicht Xeroderma pigmentosum? Das kann aber eigentlich nicht sein, denn ich habe die Nachbarn ja auch schon ohne Schutzbekleidung tagsüber im Sonnenlicht gesehen. Vielleicht was Religiöses oder Kulturelles? Keine Ahnung, aber ich werde es noch herausfinden. Ich bin zwar viel schluffig unterwegs, aber nicht nur. Es besteht durchaus die Chance, mich mal unschluffig und in kommunikationsfähigen Zustand zu erwischen und dann sage ich Hallo - und direkt danach die Frage, was es mit den geschlossenen Rollläden auf sich hat.

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Donnerstag, 6. März 2025
Übergangsnachtwäsche

Am Wochenende bis zu 19 Grad. Tagsüber. Nachts dann wieder Minusgrade. Gibt es auch Übergangsnachtwäsche?

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Die Hälfte der Firma ist bei einem Workshop, einige sind krank... schon lange nicht mehr so entspannt und vor allem auch produktiv gearbeitet wie gestern. Faszinierend. Eine Email brachte mich kurz aus dem Konzept, aber auch nur leicht, ein dezentes Wackeln. Ein Tag, über den ich mich nicht beschweren kann.

Zwischendurch noch ein kurzes Telefonat mit einem nicht workshoppenden und nicht kranken Kollegen. Er war bei einem Termin dabei, der unschön verlief und ich wollte ein paar Details von ihm hören - zum Abgleich mit einer anderen Meinung, bei der ich mir nicht sicher war, ob ich der trauen kann. Die Meinungen beider Personen ist unabhängig voneinander identisch. Ich hatte es befürchtet. Meine Hoffnung war, dass die erste Info, die ich bekam vielleicht übertrieben, vielleicht sogar falsch, auf jeden Fall aber tendenziös dargestellt gewesen sei. War sie wohl nicht. Das bedeutet, dass eine andere Person, die ebenfalls in dem Termin dabei war (diesen auch einberufen hatte), ein Problem hat. Jetzt wäre es toll, wenn diese Person das auch einsieht. Ob dem so ist, erfahre ich noch diese Woche. Der große Vorteil, den ich bei einem Gespräch mit dieser Person hätte: been there, done that.

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Mittwoch, 5. März 2025
Anonyme Samsung Hasser

Der gestrige Weg ins Büro hat sich gelohnt: es ist ein neues Handy dabei rausgesprungen. Nicht, dass ich ein neues Handy bräuchte, mein bisheriges liegt die meiste Zeit ungenutzt neben mir, aber manchmal ist es eben doch im Einsatz und vielleicht habe ich dabei schon mal die Welt gerettet, weshalb man der Meinung war, mir unbedingt ein neues und dabei auch ein neueres Modell zukommen zu lassen.

Nun haben ich das Pech, in einer Firma zu arbeiten, die auf Samsung bei der mobilen Kommunikation setzt. Ich mag Samsung nicht. Samsung war früher immer so kunterbunt und bonbonig (was für ein Wort. Also: es war wie ein Bonbon), so abgelutscht und grellfarben. Als hätte man sein Android bei Wish bestellt. Das wurde besser; die Oberfläche sieht nun ganz gut aus, aber die alten Vorurteile kriegt man nun mal schwer raus - das gilt auch für mich und Samsung. Ich arbeite daran, gehe einmal die Woche zur Selbsthilfegruppe der anonymen Samsung-Hasser, aber das ist ein Prozess, es braucht Zeit, bis ich Samsung als vollwertiges Mitglied der Android-Familie akzeptieren kann.

Jedenfalls habe ich also ein neues Handy. Es ist (juhuuu!) kleiner als das davor. Es ist schneller (sagt die IT) und besser (sagt die IT) und es hat eine Hülle, mit der es im Auto nicht von der Ablage rutscht - sofern man da einen magnetischen Aufkleber angebracht hat. Was ich nicht habe. Und außerdem möchte ich nicht mit einem Samsung im Auto gesehen werden. Wie gesagt: es ist ein Prozess. Das sagen auch die anderen aus der ASH (Selbsthilfegruppe „Anonyme Samsung Hasser“).

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