Donnerstag, 11. Juni 2026
Es wird gepackt
Heute wird gepackt. Drei Worte, ein großes Unterfangen. Es gibt sogar einen Plan! Naja, Plan. Es gibt einen Zettel, darauf eine Liste an Dingen, die man halt so mitnehmen sollte. Bzw. von Dingen, von denen ICH denke, dass man sie mitnehmen sollte. Die Liste ist eigentlich nur der Aufschrieb eines spontanen Brainstormings mit mir selbst. Das Ergebnis der ersten zwei Minuten; dann war mir langweilig. Jedenfalls habe ich eine Liste und anhand derer werde ich packen und zwar zuerst in diese praktischen Packbeutel, die man dann vakuumiert und somit enorm viel Platz spart. Und frisch halten sich die Kleidungsstücke auch noch. Ist wie bei Gefriertüten. Die Sous-Vide-Packmethode. Das ist natürlich blanke Theorie. Ob das funktionieren wird... keine Ahnung. Ich bin da wieder einmal von einem Instagram-Post geinfluenct worden.
Ich bestelle übrigens nie durch einen direkten Klick auf das Posting, sondern google den Hersteller separat oder kaufe woanders. Die Leute sollen nicht meinen, dass dieses Influencergedöns funktioniert; die kriegen keine Klicks mit anschließendem Kauf von mir. Naja, doch, kriegen sie, aber sie merken es nicht. Die denken, ich wäre ein Kunde, der einfach so über sie gestolpert ist. Dem egal ist, dass hyperaktive Menschen sich ein kleines Stück Fell vors Gesicht halten und da reinlabern, wie toll diese Vakuumtüten doch seien, während der Matcha-Tee (bezahlte Werbung) auf dem kleinen Beistelltisch ("Der ist soooo süß, den habe ich letztens bei Jysk (bezahlte Werbung) gesehen und musste ich un-be-dingt gleich mitnehmen. Mit dem Code "CLAUDI2026" bekommst Du 5% Rabatt!") moosig-grün vor sich hin dampft.
Meine kleine Meuterei gegen das Influencer-System. Ich habe vor, das bis ans Ende meines Lebens durchzuziehen. Den Rollator kaufe ich im Sanitätshaus und nicht durch Klick auf eines von oldiebutgoldie.de gesponserten Influence-Rentner-Postings und Heizdecken gibts auf der Kaffeefahrt und nicht über einen bezahlten Artikel bei der Online-Ausgabe der Apotheken-Umschau.
Wo war ich? Ach so... Packen. Genau. Also: Die Dinge von der Liste werden zuerst auf dem Bett ausgebreitet. Dort wird auch erst nochmal durchgezählt. Diesmal möchte ich so effizient wie nur möglich reisen. Keine drei Paar Unterhosen pro Tag. Es wird kein Aktiv-Urlaub mit drei Stunden Extrem-Sport am Morgen und mittags nochmal zwei. Das wäre übrigens ein Argument für Urlaub im FKK-Resort: Man spart Unmenge an Gepäck. Eigentlich reicht ein kleiner Rucksack fürs Handgepäck.
Wenn schließlich nur noch das da liegt, was auch wirklich mit soll, kommen die Beutel zum Einsatz. Auf Instagram hieß es, das sei "voll einfach". Schauen wir mal. Wenn also die Beutel gefüllt und mit einem Vakuum versehen sind, landen sie im Koffer und das wars eigentlich. Mittels einer 3,99 Euro Kofferwaage (kostengünstig online gekauft - einfach so, uninfluenct) wird sich zeigen, ob ich unter der magischen Grenze von 23 Kilogramm geblieben bin. Diesbezüglich bin ich aber guter Dinge, denn - siehe oben - ich werde ja hocheffizient geplant und gepackt haben. Und das wars. Klingt einfach und sollte in zehn Minuten erledigt sein. Tatsächlich wird es natürlich Stunden in Anspruch nehmen und mich an den Rande eines Nervenzusammenbruchs führen. Aber danach ist ja Urlaub und ich kann mich vom Packen erholen.
Ich bestelle übrigens nie durch einen direkten Klick auf das Posting, sondern google den Hersteller separat oder kaufe woanders. Die Leute sollen nicht meinen, dass dieses Influencergedöns funktioniert; die kriegen keine Klicks mit anschließendem Kauf von mir. Naja, doch, kriegen sie, aber sie merken es nicht. Die denken, ich wäre ein Kunde, der einfach so über sie gestolpert ist. Dem egal ist, dass hyperaktive Menschen sich ein kleines Stück Fell vors Gesicht halten und da reinlabern, wie toll diese Vakuumtüten doch seien, während der Matcha-Tee (bezahlte Werbung) auf dem kleinen Beistelltisch ("Der ist soooo süß, den habe ich letztens bei Jysk (bezahlte Werbung) gesehen und musste ich un-be-dingt gleich mitnehmen. Mit dem Code "CLAUDI2026" bekommst Du 5% Rabatt!") moosig-grün vor sich hin dampft.
Meine kleine Meuterei gegen das Influencer-System. Ich habe vor, das bis ans Ende meines Lebens durchzuziehen. Den Rollator kaufe ich im Sanitätshaus und nicht durch Klick auf eines von oldiebutgoldie.de gesponserten Influence-Rentner-Postings und Heizdecken gibts auf der Kaffeefahrt und nicht über einen bezahlten Artikel bei der Online-Ausgabe der Apotheken-Umschau.
Wo war ich? Ach so... Packen. Genau. Also: Die Dinge von der Liste werden zuerst auf dem Bett ausgebreitet. Dort wird auch erst nochmal durchgezählt. Diesmal möchte ich so effizient wie nur möglich reisen. Keine drei Paar Unterhosen pro Tag. Es wird kein Aktiv-Urlaub mit drei Stunden Extrem-Sport am Morgen und mittags nochmal zwei. Das wäre übrigens ein Argument für Urlaub im FKK-Resort: Man spart Unmenge an Gepäck. Eigentlich reicht ein kleiner Rucksack fürs Handgepäck.
Wenn schließlich nur noch das da liegt, was auch wirklich mit soll, kommen die Beutel zum Einsatz. Auf Instagram hieß es, das sei "voll einfach". Schauen wir mal. Wenn also die Beutel gefüllt und mit einem Vakuum versehen sind, landen sie im Koffer und das wars eigentlich. Mittels einer 3,99 Euro Kofferwaage (kostengünstig online gekauft - einfach so, uninfluenct) wird sich zeigen, ob ich unter der magischen Grenze von 23 Kilogramm geblieben bin. Diesbezüglich bin ich aber guter Dinge, denn - siehe oben - ich werde ja hocheffizient geplant und gepackt haben. Und das wars. Klingt einfach und sollte in zehn Minuten erledigt sein. Tatsächlich wird es natürlich Stunden in Anspruch nehmen und mich an den Rande eines Nervenzusammenbruchs führen. Aber danach ist ja Urlaub und ich kann mich vom Packen erholen.
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