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Montag, 25. Juli 2011
Zweihundert
Zweihundert sind auch auf der Landstraße locker machbar. Be- und Beunruhigend zugleich.
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Mit dem festen Vorsatz dem Körper, der Seele und dem allgemeinen Wohlbefinden etwas Gutes zu tun in die Kantine gegangen. Dann gabs da Currywurst mit Pommes...
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Der Drang nach körperlicher Gewalt wird mit jeder gesprochenen und/oder geschriebenen Silbe größer. Wenn dann noch ein Anwaltsschreiben in der Post liegt, ist es fast nicht mehr auszuhalten. Ich lese manche Familiendrama-Meldungen in der Zeitung mittlerweile aus einem anderen Blickwinkel.
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Noch 9,5 Jahre, dann geht alles noch vorhandene Geld über verschlungene Wege auf irgendein Konto weit weit weg und ich hinterher. Eine Finca auf Malle, eine Strandlaube in der Karibik, irgendsowas. Eine ehemaliger Kollege ist anscheinend mittlerweile "Facility Manager" für ein paar verkommene Appartments in der Dom Rep. Wie ich ihn kenne gehts ihm gar nicht schlecht dabei.
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Für morgen den festen Vorsatz, dem Körper, der Seele und dem allgemeinen Wohlbefinden in der Kantine etwas Gutes zu tun. Allerdings: es gibt Gyros.
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Mit dem festen Vorsatz dem Körper, der Seele und dem allgemeinen Wohlbefinden etwas Gutes zu tun in die Kantine gegangen. Dann gabs da Currywurst mit Pommes...
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Der Drang nach körperlicher Gewalt wird mit jeder gesprochenen und/oder geschriebenen Silbe größer. Wenn dann noch ein Anwaltsschreiben in der Post liegt, ist es fast nicht mehr auszuhalten. Ich lese manche Familiendrama-Meldungen in der Zeitung mittlerweile aus einem anderen Blickwinkel.
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Noch 9,5 Jahre, dann geht alles noch vorhandene Geld über verschlungene Wege auf irgendein Konto weit weit weg und ich hinterher. Eine Finca auf Malle, eine Strandlaube in der Karibik, irgendsowas. Eine ehemaliger Kollege ist anscheinend mittlerweile "Facility Manager" für ein paar verkommene Appartments in der Dom Rep. Wie ich ihn kenne gehts ihm gar nicht schlecht dabei.
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Für morgen den festen Vorsatz, dem Körper, der Seele und dem allgemeinen Wohlbefinden in der Kantine etwas Gutes zu tun. Allerdings: es gibt Gyros.
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Dienstag, 12. Juli 2011
Psych
Am Donnerstag ist wieder ein Termin beim Psycho-Heini. Er mag mich nicht mehr. Beim letzten Mal habe ich ihm seine Widersprüche ziemlich klar vor Augen geführt. Fand er nicht so gut. Naja, mag wohl niemand wirklich, aber bei ihm ist es die Quintessenz des Jobs Wissen und Durchblick vorzugaukeln und wenn da der Vorhang fällt, ist das neben peinlich auch existenzgefährdend.
Diesmal nehme ich mir Stift und Papier mit. Ich kann kein Steno, aber für die wichtigsten Eckpunkte wirds reichen. Ich erinnere mich noch an so ziemlich jedes Gespräch, aber wenn man die Widersprüche – nicht nur von ihm – nur im groben Wortlaut wiedergibt, ist der Effekt, der Hall des ganzen vorherigen einfach nicht mehr da. Außerdem will ich für mich wissen, worum es wann genau ging.
Diesmal, so mein Tipp, werden skurrile Vorwürfe der Satanstochter kommen (btw: Satan ist tot. Aber das ist einen extra Eintrag wert) und ich bereite mich wie ein Schachspieler darauf vor. Spiele Konstellationen durch, bereite Gegenangriffe vor, überlege, wo ich wie parieren kann, muss, sollte. Das Problem dabei ist nämlich, dass der Psycho-Heini – wie geschildert – auch nicht wirklich auf meiner Seite steht. Wie er das mit sich selbst vereinbaren kann ist mir ein Rätsel, aber er sieht mir nicht so aus, als würde er sich solche Sorgen von der Seele kiffen. Er lächelt immer sehr verkniffen. Vielleicht frisst er die Sorgen anderer in sich hinein und hat deshalb Verstopfung. Ehrlich gesagt: ich würde es ihm gönnen. Mitsamt schmerzhafter Hämoriden. Er hat es verdient. Sie denken jetzt vielleicht, ich wäre ein zorniger misanthropher Mensch. Sie haben recht, was den Zorn betrifft. Das habe ich bei dem Typen tatsächlich (und bei der Tochter Satans um ein millionenfaches mehr), aber ich bin das zurecht. Ich kann Zeugen benennen, die mir da recht geben.
Die Vorwürfe, so sie denn kommen, werde ich mir anhören. Ich muss darauf achten, beim Zuhören nicht mit den Augen zu rollen oder immer wieder leise “Pah” zu sagen. Ob Deine meine durchdachten, durchspielten und bis ins Detail ausgearbeiteten Antworten kommen weiß ich noch nicht. Ich bin letztlich von der Meinung des durchgeknallten Psycho-Heinis abhängig. Bzw. nicht ich, aber jemand sehr wichtiges. Und deshalb sollte man soweit es geht nach des Psychos Pfeife tanzen. Am besten so, dass er nichtmal merkt, dass man ihm nur aus Gründen recht gibt.
Und irgendwann ist das alles hoffentlich durch.
Diesmal nehme ich mir Stift und Papier mit. Ich kann kein Steno, aber für die wichtigsten Eckpunkte wirds reichen. Ich erinnere mich noch an so ziemlich jedes Gespräch, aber wenn man die Widersprüche – nicht nur von ihm – nur im groben Wortlaut wiedergibt, ist der Effekt, der Hall des ganzen vorherigen einfach nicht mehr da. Außerdem will ich für mich wissen, worum es wann genau ging.
Diesmal, so mein Tipp, werden skurrile Vorwürfe der Satanstochter kommen (btw: Satan ist tot. Aber das ist einen extra Eintrag wert) und ich bereite mich wie ein Schachspieler darauf vor. Spiele Konstellationen durch, bereite Gegenangriffe vor, überlege, wo ich wie parieren kann, muss, sollte. Das Problem dabei ist nämlich, dass der Psycho-Heini – wie geschildert – auch nicht wirklich auf meiner Seite steht. Wie er das mit sich selbst vereinbaren kann ist mir ein Rätsel, aber er sieht mir nicht so aus, als würde er sich solche Sorgen von der Seele kiffen. Er lächelt immer sehr verkniffen. Vielleicht frisst er die Sorgen anderer in sich hinein und hat deshalb Verstopfung. Ehrlich gesagt: ich würde es ihm gönnen. Mitsamt schmerzhafter Hämoriden. Er hat es verdient. Sie denken jetzt vielleicht, ich wäre ein zorniger misanthropher Mensch. Sie haben recht, was den Zorn betrifft. Das habe ich bei dem Typen tatsächlich (und bei der Tochter Satans um ein millionenfaches mehr), aber ich bin das zurecht. Ich kann Zeugen benennen, die mir da recht geben.
Die Vorwürfe, so sie denn kommen, werde ich mir anhören. Ich muss darauf achten, beim Zuhören nicht mit den Augen zu rollen oder immer wieder leise “Pah” zu sagen. Ob Deine meine durchdachten, durchspielten und bis ins Detail ausgearbeiteten Antworten kommen weiß ich noch nicht. Ich bin letztlich von der Meinung des durchgeknallten Psycho-Heinis abhängig. Bzw. nicht ich, aber jemand sehr wichtiges. Und deshalb sollte man soweit es geht nach des Psychos Pfeife tanzen. Am besten so, dass er nichtmal merkt, dass man ihm nur aus Gründen recht gibt.
Und irgendwann ist das alles hoffentlich durch.
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Samstag, 4. Juni 2011
Für Twitter zu lang, zum bloggen zu kurz*
Irgendwann kommt eine finale Rechnung des Anwalts und ich weiß nicht, ob ich mich dann freuen werde, weil das gleichbedeutend mit einem finalen Schlussstrich ist, oder ob mir der Betrag dermaßen die Lampen aus der Fassung schießt, dass ich den vehementen Drang verspüren werde, den Schuß gleich mit etwas Großkalibrigem an meiner Hirnmasse zu wiederholen. Tendenziell wird es wohl eine Mischung aus beidem.
* Deshalb neue Kategorie
* Deshalb neue Kategorie
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Dienstag, 31. Mai 2011
Gibt ja so Stimmwunder
Diese Dame gehört definitiv dazu:
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Montag, 2. Mai 2011
Wildnis adieu
Mein Vermieter schreibt mir eine Email an die Firmenadresse, die ich zum Glück noch am ersten Urlaubstag lese. Mein Balkon sei ja total verwildert, er habe das von oben gesehen, so kann man das unmöglich lassen und außerdem würden die Wurzeln die Plane kaputt machen, die da unter den Steinen sei. Ich solle das also säubern und zukünftig sauber halten.
So läuft das hier. Ich widerstehe dem ersten Impuls und beginne meine Email nicht mit "Lieber Herr Blockwart", kann mir aber den Seitenhieb nicht verkneifen, dass Emails doch bitte an meine Privat- und nicht die Firmenadresse zu richten sind. Dem zweiten Impuls diverse Mängel aufzuzählen gebe ich auch nicht nach. Stattdessen beschreibe ich ihm in aller notwendigen Kürze die Widrigkeiten meines beruflichen und privaten Daseins und merke an, dass die Balkonauffrischung ohnehin für Anfang Mai angedacht war - was eine dreiste Lüge ist, aber den Anschein von Souveränität heucheln soll.
Jetzt ist Anfang Mai und seit einer knappen halben Stunde ist auch der Balkon einigermaßen ansehnlich. Drei Rewe-Einkaufstüten voll Biomüll sind in die Biomülltonne gewandert, zusammen mit zwei vollkommen unnützen Gartenhandschuhen. Den Rest erledigt jetzt die chemische Keule, wobei ich befürchte, dass das Zeug, das ich hier habe, zu sanft ist. Es gibt zwei Testplatten, die damit behandelt wurden. Morgen wird sich zeigen, ob es reicht.
Beim Nachbarn linkerseits wachsen auch diverse Pflanzen auf dem Boden und da es an genau einer Stelle von oben tropft, gehe ich davon aus, dass auch der Mieter über mir der floralen Natur freien Lauf lässt und zwar in einem Ausmaß, der planenschädigend ist. Das könnte ich jetzt natürlich dem Blockwart schreiben, aber vorher muss ich noch andernorts Tabula Rasa machen. Die zwei großen Balkontüren sind nun sauber und ehrlich: es war nicht schön. Morgen dann noch der Rest der Wohnung und dann kann ich meckern. Dummerweise bin ich dann aber schon gar nicht mehr da.
Ein Dilemma. Wie immer.
So läuft das hier. Ich widerstehe dem ersten Impuls und beginne meine Email nicht mit "Lieber Herr Blockwart", kann mir aber den Seitenhieb nicht verkneifen, dass Emails doch bitte an meine Privat- und nicht die Firmenadresse zu richten sind. Dem zweiten Impuls diverse Mängel aufzuzählen gebe ich auch nicht nach. Stattdessen beschreibe ich ihm in aller notwendigen Kürze die Widrigkeiten meines beruflichen und privaten Daseins und merke an, dass die Balkonauffrischung ohnehin für Anfang Mai angedacht war - was eine dreiste Lüge ist, aber den Anschein von Souveränität heucheln soll.
Jetzt ist Anfang Mai und seit einer knappen halben Stunde ist auch der Balkon einigermaßen ansehnlich. Drei Rewe-Einkaufstüten voll Biomüll sind in die Biomülltonne gewandert, zusammen mit zwei vollkommen unnützen Gartenhandschuhen. Den Rest erledigt jetzt die chemische Keule, wobei ich befürchte, dass das Zeug, das ich hier habe, zu sanft ist. Es gibt zwei Testplatten, die damit behandelt wurden. Morgen wird sich zeigen, ob es reicht.
Beim Nachbarn linkerseits wachsen auch diverse Pflanzen auf dem Boden und da es an genau einer Stelle von oben tropft, gehe ich davon aus, dass auch der Mieter über mir der floralen Natur freien Lauf lässt und zwar in einem Ausmaß, der planenschädigend ist. Das könnte ich jetzt natürlich dem Blockwart schreiben, aber vorher muss ich noch andernorts Tabula Rasa machen. Die zwei großen Balkontüren sind nun sauber und ehrlich: es war nicht schön. Morgen dann noch der Rest der Wohnung und dann kann ich meckern. Dummerweise bin ich dann aber schon gar nicht mehr da.
Ein Dilemma. Wie immer.
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