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Montag, 5. September 2011
Erkältet bin ich auch
Manchmal lässt sich Dummheit auch monetär bewerten und der Anwalt meint, ich solle das tun. Auch auf die Gefahr hin dabei schlechter zu fahren als beim Abo-Modell, weil man ja nicht sagen könne, wie lange das nun liefe, aber dennoch. Er meint, und ich gebe ihm da recht, dass ein finaler Abschluss genau das sei: ein Abschluss. Aus, vorbei, gegessen, Leichen zählen. Noch ein paar Jahre was abbezahlen, aber dann ist gut. Asta la Vista, Baby. Eat my shorts.
Ein Problem dabei ist, dass ich soviel Bares gar nicht auf die Schnelle bekomme und so oder so werde ich betteln müssen. Das ist mir zutiefst zuwider, aber anders ginge es nicht. Das große Plus: die Geldgeber wären mehr als froh, wenn dieser Mist abgeschlossen ist - wenn auch so unelegant. Aber tief im Herzen bin ich ja Katholik und somit der festen Überzeugung, dass sich alles in irgendeiner Art und Weise rächt und Gerechtigkeit übers Land zieht. Wäre eigentlich auch ein cooler Spruch für Smith & Wesson: Gerechtigkeit zieht übers Land. Alternativ: 0,44 Zoll Gerechtigkeit. Müsste für meinen Fall aber aus reinem Silber sein und zur Sicherheit sollte man auf jeden Fall hinterher noch einen Holzpfahl reinhämmern. Und Knoblauchzehen auslegen. Ein Eimer Weihwasser kann auch nicht schaden.
So ist das. Ach ja: erkältet bin ich auch.
Ein Problem dabei ist, dass ich soviel Bares gar nicht auf die Schnelle bekomme und so oder so werde ich betteln müssen. Das ist mir zutiefst zuwider, aber anders ginge es nicht. Das große Plus: die Geldgeber wären mehr als froh, wenn dieser Mist abgeschlossen ist - wenn auch so unelegant. Aber tief im Herzen bin ich ja Katholik und somit der festen Überzeugung, dass sich alles in irgendeiner Art und Weise rächt und Gerechtigkeit übers Land zieht. Wäre eigentlich auch ein cooler Spruch für Smith & Wesson: Gerechtigkeit zieht übers Land. Alternativ: 0,44 Zoll Gerechtigkeit. Müsste für meinen Fall aber aus reinem Silber sein und zur Sicherheit sollte man auf jeden Fall hinterher noch einen Holzpfahl reinhämmern. Und Knoblauchzehen auslegen. Ein Eimer Weihwasser kann auch nicht schaden.
So ist das. Ach ja: erkältet bin ich auch.
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Mittwoch, 3. August 2011
Kreislauf. Oder auch nicht.
Heute mittag mal kurz Kreislauf gehabt. Bzw. eher keinen mehr. Zumindest war er weit weg. Vielleicht zu schnell vom Sofa aufgestanden, wahrscheinlicher ist aber, dass der Blutzuckerwert im tiefsten Keller war. Nun denn, auch das habe ich wieder mal überlebt.
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In so Momenten, wo man denkt, dass es doch ganz ok aussieht auf den Konten, kommt etwas, was einen finanziell mal kurz wieder einigermaßen zurückwirft. Das ist der Nachteil an diesen schon in der Grundanschaffung nicht ganz günstigen Karossen: die Folgekosten sind ebenso exorbitant. Immerhin wurde ich dadurch davon abgehalten, irgendwohin zu fahren, wo ich noch mehr Geld ausgegeben hätte. Tja.
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Ich bin jetzt stolzer Besitzer von einer Ladung voller Tupperschüsseln (allerdings nicht die Originale), einer Salatschleuder, 3 Pfannen (zwei nicht mehr ganz neue, eine richtig neue), einer kleinen und einer großen Reibe, einem ziemlich coolen Messerblock (nicht der Block an sich, aber die simple und dennoch wirkungsvolle Idee dahinter) und einigen mehr oder weniger scharfen Messern. Ich rede mir ein, dass nur aufgrund dieser Utensilien eine leckere Gemüsepfanne wie die vorhin möglich ist. Außerdem weiß ich mittlerweile, was Röstaromen sind und dass "schwarz" ein zuviel von selbigem ist.
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Bilde ich mir das nur ein oder gibt es aktuell um einiges mehr Mücken und überhaupt Fluginsekten als noch vor ein paar Wochen oder die Jahre zuvor? Es nervt.
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Festgestellt, dass es einer Aversion gegen Großkotzigkeit nicht unbedingt zuträglich ist, wenn man so jemanden vor die Nase geknallt bekommt. Wenn jetzt Taten folgen, bin ich aber eventuell ein kleines bisschen versöhnt. Oder anders ausgedrückt: nicht schwätzen: machen!
Andererseits... wenn jemand prahlt, was für glohrreiche Connections er in die spitzesten Spitzen der weltweiten Wirtschaft hat... warum ist der dann nicht dort? Hm. Aber letztlich braucht man eben immer nur ein paar Trottel, die auf Buzzword-Exzesse und Namedropping reinfallen. Ich werde ja schon bei den vielen Rechtschreibfehlern in den Emails hellhörig. Manche sollten auch bei vom Rechner aus verschickten Emails "sent from my Blackberry" dazuschreiben, um eine Ausrede für diese Schreib-Legasthenie zu haben. Wenn dann plötzlich ein paar Abschnitte ohne Fehler auftauchen, riecht das stark nach ge-guttenbergt.
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Feierabendbier. Prost.
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In so Momenten, wo man denkt, dass es doch ganz ok aussieht auf den Konten, kommt etwas, was einen finanziell mal kurz wieder einigermaßen zurückwirft. Das ist der Nachteil an diesen schon in der Grundanschaffung nicht ganz günstigen Karossen: die Folgekosten sind ebenso exorbitant. Immerhin wurde ich dadurch davon abgehalten, irgendwohin zu fahren, wo ich noch mehr Geld ausgegeben hätte. Tja.
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Ich bin jetzt stolzer Besitzer von einer Ladung voller Tupperschüsseln (allerdings nicht die Originale), einer Salatschleuder, 3 Pfannen (zwei nicht mehr ganz neue, eine richtig neue), einer kleinen und einer großen Reibe, einem ziemlich coolen Messerblock (nicht der Block an sich, aber die simple und dennoch wirkungsvolle Idee dahinter) und einigen mehr oder weniger scharfen Messern. Ich rede mir ein, dass nur aufgrund dieser Utensilien eine leckere Gemüsepfanne wie die vorhin möglich ist. Außerdem weiß ich mittlerweile, was Röstaromen sind und dass "schwarz" ein zuviel von selbigem ist.
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Bilde ich mir das nur ein oder gibt es aktuell um einiges mehr Mücken und überhaupt Fluginsekten als noch vor ein paar Wochen oder die Jahre zuvor? Es nervt.
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Festgestellt, dass es einer Aversion gegen Großkotzigkeit nicht unbedingt zuträglich ist, wenn man so jemanden vor die Nase geknallt bekommt. Wenn jetzt Taten folgen, bin ich aber eventuell ein kleines bisschen versöhnt. Oder anders ausgedrückt: nicht schwätzen: machen!
Andererseits... wenn jemand prahlt, was für glohrreiche Connections er in die spitzesten Spitzen der weltweiten Wirtschaft hat... warum ist der dann nicht dort? Hm. Aber letztlich braucht man eben immer nur ein paar Trottel, die auf Buzzword-Exzesse und Namedropping reinfallen. Ich werde ja schon bei den vielen Rechtschreibfehlern in den Emails hellhörig. Manche sollten auch bei vom Rechner aus verschickten Emails "sent from my Blackberry" dazuschreiben, um eine Ausrede für diese Schreib-Legasthenie zu haben. Wenn dann plötzlich ein paar Abschnitte ohne Fehler auftauchen, riecht das stark nach ge-guttenbergt.
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Feierabendbier. Prost.
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Montag, 25. Juli 2011
Zweihundert
Zweihundert sind auch auf der Landstraße locker machbar. Be- und Beunruhigend zugleich.
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Mit dem festen Vorsatz dem Körper, der Seele und dem allgemeinen Wohlbefinden etwas Gutes zu tun in die Kantine gegangen. Dann gabs da Currywurst mit Pommes...
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Der Drang nach körperlicher Gewalt wird mit jeder gesprochenen und/oder geschriebenen Silbe größer. Wenn dann noch ein Anwaltsschreiben in der Post liegt, ist es fast nicht mehr auszuhalten. Ich lese manche Familiendrama-Meldungen in der Zeitung mittlerweile aus einem anderen Blickwinkel.
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Noch 9,5 Jahre, dann geht alles noch vorhandene Geld über verschlungene Wege auf irgendein Konto weit weit weg und ich hinterher. Eine Finca auf Malle, eine Strandlaube in der Karibik, irgendsowas. Eine ehemaliger Kollege ist anscheinend mittlerweile "Facility Manager" für ein paar verkommene Appartments in der Dom Rep. Wie ich ihn kenne gehts ihm gar nicht schlecht dabei.
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Für morgen den festen Vorsatz, dem Körper, der Seele und dem allgemeinen Wohlbefinden in der Kantine etwas Gutes zu tun. Allerdings: es gibt Gyros.
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Mit dem festen Vorsatz dem Körper, der Seele und dem allgemeinen Wohlbefinden etwas Gutes zu tun in die Kantine gegangen. Dann gabs da Currywurst mit Pommes...
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Der Drang nach körperlicher Gewalt wird mit jeder gesprochenen und/oder geschriebenen Silbe größer. Wenn dann noch ein Anwaltsschreiben in der Post liegt, ist es fast nicht mehr auszuhalten. Ich lese manche Familiendrama-Meldungen in der Zeitung mittlerweile aus einem anderen Blickwinkel.
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Noch 9,5 Jahre, dann geht alles noch vorhandene Geld über verschlungene Wege auf irgendein Konto weit weit weg und ich hinterher. Eine Finca auf Malle, eine Strandlaube in der Karibik, irgendsowas. Eine ehemaliger Kollege ist anscheinend mittlerweile "Facility Manager" für ein paar verkommene Appartments in der Dom Rep. Wie ich ihn kenne gehts ihm gar nicht schlecht dabei.
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Für morgen den festen Vorsatz, dem Körper, der Seele und dem allgemeinen Wohlbefinden in der Kantine etwas Gutes zu tun. Allerdings: es gibt Gyros.
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Dienstag, 12. Juli 2011
Psych
Am Donnerstag ist wieder ein Termin beim Psycho-Heini. Er mag mich nicht mehr. Beim letzten Mal habe ich ihm seine Widersprüche ziemlich klar vor Augen geführt. Fand er nicht so gut. Naja, mag wohl niemand wirklich, aber bei ihm ist es die Quintessenz des Jobs Wissen und Durchblick vorzugaukeln und wenn da der Vorhang fällt, ist das neben peinlich auch existenzgefährdend.
Diesmal nehme ich mir Stift und Papier mit. Ich kann kein Steno, aber für die wichtigsten Eckpunkte wirds reichen. Ich erinnere mich noch an so ziemlich jedes Gespräch, aber wenn man die Widersprüche – nicht nur von ihm – nur im groben Wortlaut wiedergibt, ist der Effekt, der Hall des ganzen vorherigen einfach nicht mehr da. Außerdem will ich für mich wissen, worum es wann genau ging.
Diesmal, so mein Tipp, werden skurrile Vorwürfe der Satanstochter kommen (btw: Satan ist tot. Aber das ist einen extra Eintrag wert) und ich bereite mich wie ein Schachspieler darauf vor. Spiele Konstellationen durch, bereite Gegenangriffe vor, überlege, wo ich wie parieren kann, muss, sollte. Das Problem dabei ist nämlich, dass der Psycho-Heini – wie geschildert – auch nicht wirklich auf meiner Seite steht. Wie er das mit sich selbst vereinbaren kann ist mir ein Rätsel, aber er sieht mir nicht so aus, als würde er sich solche Sorgen von der Seele kiffen. Er lächelt immer sehr verkniffen. Vielleicht frisst er die Sorgen anderer in sich hinein und hat deshalb Verstopfung. Ehrlich gesagt: ich würde es ihm gönnen. Mitsamt schmerzhafter Hämoriden. Er hat es verdient. Sie denken jetzt vielleicht, ich wäre ein zorniger misanthropher Mensch. Sie haben recht, was den Zorn betrifft. Das habe ich bei dem Typen tatsächlich (und bei der Tochter Satans um ein millionenfaches mehr), aber ich bin das zurecht. Ich kann Zeugen benennen, die mir da recht geben.
Die Vorwürfe, so sie denn kommen, werde ich mir anhören. Ich muss darauf achten, beim Zuhören nicht mit den Augen zu rollen oder immer wieder leise “Pah” zu sagen. Ob Deine meine durchdachten, durchspielten und bis ins Detail ausgearbeiteten Antworten kommen weiß ich noch nicht. Ich bin letztlich von der Meinung des durchgeknallten Psycho-Heinis abhängig. Bzw. nicht ich, aber jemand sehr wichtiges. Und deshalb sollte man soweit es geht nach des Psychos Pfeife tanzen. Am besten so, dass er nichtmal merkt, dass man ihm nur aus Gründen recht gibt.
Und irgendwann ist das alles hoffentlich durch.
Diesmal nehme ich mir Stift und Papier mit. Ich kann kein Steno, aber für die wichtigsten Eckpunkte wirds reichen. Ich erinnere mich noch an so ziemlich jedes Gespräch, aber wenn man die Widersprüche – nicht nur von ihm – nur im groben Wortlaut wiedergibt, ist der Effekt, der Hall des ganzen vorherigen einfach nicht mehr da. Außerdem will ich für mich wissen, worum es wann genau ging.
Diesmal, so mein Tipp, werden skurrile Vorwürfe der Satanstochter kommen (btw: Satan ist tot. Aber das ist einen extra Eintrag wert) und ich bereite mich wie ein Schachspieler darauf vor. Spiele Konstellationen durch, bereite Gegenangriffe vor, überlege, wo ich wie parieren kann, muss, sollte. Das Problem dabei ist nämlich, dass der Psycho-Heini – wie geschildert – auch nicht wirklich auf meiner Seite steht. Wie er das mit sich selbst vereinbaren kann ist mir ein Rätsel, aber er sieht mir nicht so aus, als würde er sich solche Sorgen von der Seele kiffen. Er lächelt immer sehr verkniffen. Vielleicht frisst er die Sorgen anderer in sich hinein und hat deshalb Verstopfung. Ehrlich gesagt: ich würde es ihm gönnen. Mitsamt schmerzhafter Hämoriden. Er hat es verdient. Sie denken jetzt vielleicht, ich wäre ein zorniger misanthropher Mensch. Sie haben recht, was den Zorn betrifft. Das habe ich bei dem Typen tatsächlich (und bei der Tochter Satans um ein millionenfaches mehr), aber ich bin das zurecht. Ich kann Zeugen benennen, die mir da recht geben.
Die Vorwürfe, so sie denn kommen, werde ich mir anhören. Ich muss darauf achten, beim Zuhören nicht mit den Augen zu rollen oder immer wieder leise “Pah” zu sagen. Ob Deine meine durchdachten, durchspielten und bis ins Detail ausgearbeiteten Antworten kommen weiß ich noch nicht. Ich bin letztlich von der Meinung des durchgeknallten Psycho-Heinis abhängig. Bzw. nicht ich, aber jemand sehr wichtiges. Und deshalb sollte man soweit es geht nach des Psychos Pfeife tanzen. Am besten so, dass er nichtmal merkt, dass man ihm nur aus Gründen recht gibt.
Und irgendwann ist das alles hoffentlich durch.
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Samstag, 4. Juni 2011
Für Twitter zu lang, zum bloggen zu kurz*
Irgendwann kommt eine finale Rechnung des Anwalts und ich weiß nicht, ob ich mich dann freuen werde, weil das gleichbedeutend mit einem finalen Schlussstrich ist, oder ob mir der Betrag dermaßen die Lampen aus der Fassung schießt, dass ich den vehementen Drang verspüren werde, den Schuß gleich mit etwas Großkalibrigem an meiner Hirnmasse zu wiederholen. Tendenziell wird es wohl eine Mischung aus beidem.
* Deshalb neue Kategorie
* Deshalb neue Kategorie
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