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Dienstag, 31. Mai 2011
Gibt ja so Stimmwunder
Diese Dame gehört definitiv dazu:
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Montag, 2. Mai 2011
Wildnis adieu
Mein Vermieter schreibt mir eine Email an die Firmenadresse, die ich zum Glück noch am ersten Urlaubstag lese. Mein Balkon sei ja total verwildert, er habe das von oben gesehen, so kann man das unmöglich lassen und außerdem würden die Wurzeln die Plane kaputt machen, die da unter den Steinen sei. Ich solle das also säubern und zukünftig sauber halten.
So läuft das hier. Ich widerstehe dem ersten Impuls und beginne meine Email nicht mit "Lieber Herr Blockwart", kann mir aber den Seitenhieb nicht verkneifen, dass Emails doch bitte an meine Privat- und nicht die Firmenadresse zu richten sind. Dem zweiten Impuls diverse Mängel aufzuzählen gebe ich auch nicht nach. Stattdessen beschreibe ich ihm in aller notwendigen Kürze die Widrigkeiten meines beruflichen und privaten Daseins und merke an, dass die Balkonauffrischung ohnehin für Anfang Mai angedacht war - was eine dreiste Lüge ist, aber den Anschein von Souveränität heucheln soll.
Jetzt ist Anfang Mai und seit einer knappen halben Stunde ist auch der Balkon einigermaßen ansehnlich. Drei Rewe-Einkaufstüten voll Biomüll sind in die Biomülltonne gewandert, zusammen mit zwei vollkommen unnützen Gartenhandschuhen. Den Rest erledigt jetzt die chemische Keule, wobei ich befürchte, dass das Zeug, das ich hier habe, zu sanft ist. Es gibt zwei Testplatten, die damit behandelt wurden. Morgen wird sich zeigen, ob es reicht.
Beim Nachbarn linkerseits wachsen auch diverse Pflanzen auf dem Boden und da es an genau einer Stelle von oben tropft, gehe ich davon aus, dass auch der Mieter über mir der floralen Natur freien Lauf lässt und zwar in einem Ausmaß, der planenschädigend ist. Das könnte ich jetzt natürlich dem Blockwart schreiben, aber vorher muss ich noch andernorts Tabula Rasa machen. Die zwei großen Balkontüren sind nun sauber und ehrlich: es war nicht schön. Morgen dann noch der Rest der Wohnung und dann kann ich meckern. Dummerweise bin ich dann aber schon gar nicht mehr da.
Ein Dilemma. Wie immer.
So läuft das hier. Ich widerstehe dem ersten Impuls und beginne meine Email nicht mit "Lieber Herr Blockwart", kann mir aber den Seitenhieb nicht verkneifen, dass Emails doch bitte an meine Privat- und nicht die Firmenadresse zu richten sind. Dem zweiten Impuls diverse Mängel aufzuzählen gebe ich auch nicht nach. Stattdessen beschreibe ich ihm in aller notwendigen Kürze die Widrigkeiten meines beruflichen und privaten Daseins und merke an, dass die Balkonauffrischung ohnehin für Anfang Mai angedacht war - was eine dreiste Lüge ist, aber den Anschein von Souveränität heucheln soll.
Jetzt ist Anfang Mai und seit einer knappen halben Stunde ist auch der Balkon einigermaßen ansehnlich. Drei Rewe-Einkaufstüten voll Biomüll sind in die Biomülltonne gewandert, zusammen mit zwei vollkommen unnützen Gartenhandschuhen. Den Rest erledigt jetzt die chemische Keule, wobei ich befürchte, dass das Zeug, das ich hier habe, zu sanft ist. Es gibt zwei Testplatten, die damit behandelt wurden. Morgen wird sich zeigen, ob es reicht.
Beim Nachbarn linkerseits wachsen auch diverse Pflanzen auf dem Boden und da es an genau einer Stelle von oben tropft, gehe ich davon aus, dass auch der Mieter über mir der floralen Natur freien Lauf lässt und zwar in einem Ausmaß, der planenschädigend ist. Das könnte ich jetzt natürlich dem Blockwart schreiben, aber vorher muss ich noch andernorts Tabula Rasa machen. Die zwei großen Balkontüren sind nun sauber und ehrlich: es war nicht schön. Morgen dann noch der Rest der Wohnung und dann kann ich meckern. Dummerweise bin ich dann aber schon gar nicht mehr da.
Ein Dilemma. Wie immer.
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Freitag, 22. April 2011
K-Freitag
Früher bestand der Karfreitag aus für einen Feiertag relativ frühem Aufstehen, einer kleinen Fahrradtour und Unmengen an Bier. Manche aßen sogar Fisch, ich beschränkte mich auf das Schwimmenlassen des imaginären Fisches in meinem Magen. Die Rückfahrt war meistens gemeingefährlich und weit entfernt von den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung. Einmal hat es mich deshalb auch so zerlegt, dass ich ohnmächtig mit einer blutenden, weil aufgeplatzen Augenbraue auf der Straße lag und den Rest der Nacht in der Notaufnahme verbrachte. Immerhin eine exzellente Ausrede für die Kopfschmerzen am nächsten Tag. Zum Glück hatte ich damals noch etwas von der eigentlich verschreibungspflichtigen Salbe aus den Staaten. Die Schürfwunden im Gesicht waren in kürzester Zeit verschwunden.
Die letzten Jahre waren ähnlich, wenn auch gemäßigter. Kein Fahrrad mehr, auch nicht diese drastischen Mengen an Alkohol – zumindest nicht auf meiner Seite. Bei anderen schon, was die üblichen sinnleeren Streits nach sich zog. Egal.
Heute war die Lust auf Fisch (weder real noch imaginär) genauso klein wie die Lust auf viele Menschen und bei dem Wetter heute wären es viele, sehr viele Menschen gewesen. Keine Lust auf Smalltalk, Sonnenbrand und deutsches Liedgut, was traditionell ab einem bestimmten Zeitpunkt von einem Pulk Senioren angestimmt wird.
Stattdessen wollte ich schlafen, schlafen und nochmal schlafen. Das hat allerdings auch nicht wirklich geklappt, aber trotzdem bin ich so ein klitzekleines bisschen und im Ansatz erholt. Noch zwei solcher Tage und der Nervenzusammenbruch ist verschoben. Das dürfte machbar sein.
In diesem Sinne: Frohe Ostern.
Die letzten Jahre waren ähnlich, wenn auch gemäßigter. Kein Fahrrad mehr, auch nicht diese drastischen Mengen an Alkohol – zumindest nicht auf meiner Seite. Bei anderen schon, was die üblichen sinnleeren Streits nach sich zog. Egal.
Heute war die Lust auf Fisch (weder real noch imaginär) genauso klein wie die Lust auf viele Menschen und bei dem Wetter heute wären es viele, sehr viele Menschen gewesen. Keine Lust auf Smalltalk, Sonnenbrand und deutsches Liedgut, was traditionell ab einem bestimmten Zeitpunkt von einem Pulk Senioren angestimmt wird.
Stattdessen wollte ich schlafen, schlafen und nochmal schlafen. Das hat allerdings auch nicht wirklich geklappt, aber trotzdem bin ich so ein klitzekleines bisschen und im Ansatz erholt. Noch zwei solcher Tage und der Nervenzusammenbruch ist verschoben. Das dürfte machbar sein.
In diesem Sinne: Frohe Ostern.
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Freitag, 15. April 2011
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Ok, wieder ein bisschen beruhigt. Und das trotz des heutigen Anrufs vom Anwalt. Es bleibt spannend und ohne richterlichen Segen wird nichts mehr gemacht. Hoffentlich erwischt diese Nachricht das Miststück in einem Moment, in dem die Wirkung der Happy-Pills nachlässt, die sie zur Zeit zweifelsohne schluckt. So eine Laune hat man nicht ohne Chemie. Nicht mit diesem Leben. Ich bin kein Happy-Pills-Experte, aber ich gehe davon aus, dass man - so man nicht auf Level gehalten wird - hinterher in ein Loch fällt. Mit etwas Glück füllt sich dieses Loch mit einem Haufen Fusel und mit noch mehr Glück passieren dann Dinge. Aktuell wäre ich mit grobem Unfug zufrieden, aber es gab auch schon Momente, die geistigem Mord sehr nahe kommen.
Als Ausgleich zu dem ganzen Mist habe ich ja die Arbeit. Da machts momentan Spass, das glauben Sie gar nicht. Diese Woche war ich kurz davor, nach fünf Minuten Anwesehenheit das Büro wieder zu verlassen, nachdem mich die Chefin in ihrer zeitlich unbegrenzten PMS-Laune dumm engepflaumt hat. Bin aber dann doch geblieben. Warum kann ich nicht mal sagen.
Als Ausgleich zu dem ganzen Mist habe ich ja die Arbeit. Da machts momentan Spass, das glauben Sie gar nicht. Diese Woche war ich kurz davor, nach fünf Minuten Anwesehenheit das Büro wieder zu verlassen, nachdem mich die Chefin in ihrer zeitlich unbegrenzten PMS-Laune dumm engepflaumt hat. Bin aber dann doch geblieben. Warum kann ich nicht mal sagen.
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Montag, 11. April 2011
BUUUMMMMMMM
Über die letzten Monate hin habe ich eine Theorie entwickelt, die in ihrer Aussage so heftig ist, dass ich sie noch nicht mal unter Androhung von Gewalt darlegen würde und doch bin ich mir sicher, dass ich in vielen Fällen richtig damit liege. Es liest sich in der Presse nur anders.
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Heute in der Fabrik mehrfach an einem Zusammenbruch vorbeigeschlittert. Das Brutale: noch nicht mal der gute alte "Das wird schon wieder besser"-Spruch zieht. Es wird auf absehbare Zeit keineswegs besser, sondern immer nur schlimmer und das nicht nur gefühlt, sondern tatsächlich. Und das nicht nur in der Fabrik sondern an allen Kriegsschauplätzen. Sich täglich neu zu motivieren ist mittlerweile ein Ding der Unmöglichkeit. Letztlich ist es nur noch ein Funktionieren und das auch nur noch halbwegs. Früher oder später reissen die letzten Seile, an denen noch alles hängt und dann wird alles mit einem Höllenlärm explodieren.
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In der Mailbox eine Email einer Headhunterin. Sie will meine Telefonnummer. Das ist der Lichtblick des Tages. Wenn man sich die Website des Ladens anschaut, wird aus dem Licht allerdings ziemlich schnell eine schwaches Leuchten. Ich lasse mich trotzdem mal anrufen. Wer weiß.
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Statistisch gesehen bin ich bei den Kandidaten, die an Krebs erkranken werden aufgrund diverser Indikatoren ganz vorne mit dabei. Die armen Schweine, die an japanischen Schrottreaktoren herumdoktoren müssen mal ausgenommen.
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Immerhin habe ich keinen Heuschnupfen.
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BUUUMMMMMMM
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Heute in der Fabrik mehrfach an einem Zusammenbruch vorbeigeschlittert. Das Brutale: noch nicht mal der gute alte "Das wird schon wieder besser"-Spruch zieht. Es wird auf absehbare Zeit keineswegs besser, sondern immer nur schlimmer und das nicht nur gefühlt, sondern tatsächlich. Und das nicht nur in der Fabrik sondern an allen Kriegsschauplätzen. Sich täglich neu zu motivieren ist mittlerweile ein Ding der Unmöglichkeit. Letztlich ist es nur noch ein Funktionieren und das auch nur noch halbwegs. Früher oder später reissen die letzten Seile, an denen noch alles hängt und dann wird alles mit einem Höllenlärm explodieren.
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In der Mailbox eine Email einer Headhunterin. Sie will meine Telefonnummer. Das ist der Lichtblick des Tages. Wenn man sich die Website des Ladens anschaut, wird aus dem Licht allerdings ziemlich schnell eine schwaches Leuchten. Ich lasse mich trotzdem mal anrufen. Wer weiß.
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Statistisch gesehen bin ich bei den Kandidaten, die an Krebs erkranken werden aufgrund diverser Indikatoren ganz vorne mit dabei. Die armen Schweine, die an japanischen Schrottreaktoren herumdoktoren müssen mal ausgenommen.
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Immerhin habe ich keinen Heuschnupfen.
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BUUUMMMMMMM
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