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Samstag, 19. November 2011
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Kinder sollen selbstbewusst sein, keine Frage. Aber wenn es zu Klugscheisserei ausartet, ist da irgendwas schief gelaufen. Der Vater sah übrigens aus, wie ein Laborassistent. Alternativ Programmierer für sehr sehr kuriose mathematisch nahezu unlösbare Problemlösungshilfetools. Oder Excel.
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Auf dem Parkplatz stand ein Maserati. Spontan das Lied im Kopf gehabt und gedacht: "Tja, Markus, du Arschkrampe, ...genau da sind wir mittlerweile". Später im Foyer dann den Ex-Ex-Ex-Überchef gesehen. War eventuell seiner und ja: die Drei Mark Zehn interessieren ihn tatsächlich nicht. Ich kam leider nicht dazu ihm Hallo zu sagen. Aber vielleicht ein anderes Mal. Vielleicht sehen wir uns ja bald öfter. Deshalb schon mal prophylaktisch Scherze über kleine Menschen vermeiden.
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Ansonsten stand der Tag im Zeichen von Entspannung und Low Carb. Ersteres habe ich vermisst und beim zweiten dachte ich die ganze Zeit, dass das jetzt viel besser wäre, als der Mist, den ich mir gerade gebe. Immerhin beim Sexentzug habe ich durchgehalten, wobei ich es irgendwie cooler fände, wenn der selbstauferlegt wäre.
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Auf dem Parkplatz stand ein Maserati. Spontan das Lied im Kopf gehabt und gedacht: "Tja, Markus, du Arschkrampe, ...genau da sind wir mittlerweile". Später im Foyer dann den Ex-Ex-Ex-Überchef gesehen. War eventuell seiner und ja: die Drei Mark Zehn interessieren ihn tatsächlich nicht. Ich kam leider nicht dazu ihm Hallo zu sagen. Aber vielleicht ein anderes Mal. Vielleicht sehen wir uns ja bald öfter. Deshalb schon mal prophylaktisch Scherze über kleine Menschen vermeiden.
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Ansonsten stand der Tag im Zeichen von Entspannung und Low Carb. Ersteres habe ich vermisst und beim zweiten dachte ich die ganze Zeit, dass das jetzt viel besser wäre, als der Mist, den ich mir gerade gebe. Immerhin beim Sexentzug habe ich durchgehalten, wobei ich es irgendwie cooler fände, wenn der selbstauferlegt wäre.
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Donnerstag, 17. November 2011
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Home Office ist toll. Man kann ein bisschen länger schlafen, weil zum einen das Büro zu Fuß locker und schnell erreichbar ist und zum anderen das Duschen auch bis zur Mittagspause warten kann. Überhaupt ist die Klamottenwahl eher zweitrangig. Immerhin ist es mittlerweile ziemlich kalt geworden; deshalb ist es keine gute Idee, sich nackt vor den Rechner zu setzen. Zumal nackte Haut und Leder sich vielleicht in der entsprechenden Szene gut macht, bei Bürostuhl und blankem Hintern ist der Kick aber dann doch eher gering. Vom Aufstehen nachdem man einige Zeit gesessen hat fange ich lieber erst gar nicht an. Ein paar Kleidungsstücke am Körper machen also durchaus Sinn, aber es muss dann doch nicht das Designerhemd und die italienischen Slipper, handgemacht von einem alten, halbblinden Schuster in Verona, der das noch von seinem Vater gelernt hat, wie dieser von seinem Vater usw. sein. Der krasse Gegensatz, den ich praktiziere vielleicht auch nicht, aber was solls. Ich bin alleine im heimischen Büro. Allerdings fürchte ich den Tag, an dem ich versehentlich die Webcam aktiviere, wenn ich mit einem wichtigen Kunden , oder noch schlimmer, vielen wichtigen Kunden in einer Konferenz skype. Vielleicht sollte ich diese Cam einfach mal prophylaktisch zukleben. Zur Sicherheit.
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Mittwoch, 16. November 2011
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Da ist man schon jahrelang im Web unterwegs, hat dies und das gesehen, erlebt, getan, gediest und gedast und dann das: der nun nicht wirklich webafine Vater taucht in einem Wikipedia-Artikel auf. Das Wort "Niederlage" erreicht eine neue Dimension.
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Dienstag, 15. November 2011
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Im Briefkasten die Postwurfsendung eines Maklerunternehmens. "An die Anwohner" steht im Empfängerfenster. Eine Einladung zur offenen Besichtigung. Man hat um die Ecke gebaut und weil man ja nett ist, offeriert man die Immobilie erstmal der Nachbarschaft. Konkret geht es um ein freistehendes Familienhaus im Grünen. Die Eckdaten lesen sich imposant und entsprechend ist der Preis: 820000 Euro. Ich habe eben mal online mein Konto gecheckt. Hm. Ich glaube, ich nehms nicht. Dankenswerterweise wohnt die Tochter Satans weit weg. Bei ihr würden die Überlegungen weit über das "Hm" hinausgehen.
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Montag, 14. November 2011
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Die Raucherdiskriminierung erreicht neue Dimensionen: eine Mini-Raucherkabine für die gesamten drei Terminals, direkt neben den Toiletten in eine widrige Ecke gepfercht und als Gipfel der Verhöhnung grinsen einen darin Raucherentwöhnungsnikotinkaugummiwerbeplakate an. Gleich drei Stück (für jedes Terminal eins). Frechheit. Es gab wohl auch ein Restaurant mit Raucherbereich, aber das war, wenn ich das richtig gesehen habe, ein französisches Restaurant. So sehr kann man gar nicht auf Entzug sein.
Stattdessen in ein deftig-urig angehauchtes Restaurant. Nicht zum essen, und das ist einem dann ja immer peinlich. Nein, danke. Keine Karte. Nur einen Kaffee. Dazu den leicht genervten Blick des Personals. In diesem Fall kein Problem: es gab ein technisches Problem in der Küche, weshalb diese kalt blieb. Perfekt. Naja, nahezu perfekt, weil "Rauchen verboten". Durch die ausgefallene Küche blieben anscheinend auch die Gäste weg, ich war so gut wie alleine dort. Das Personal schwelgte derweil an der Theke in Erinnerungen an die isländische Aschewolke. Das war wohl ein großes Fest für die terminalinterne Gastronomie. Heute hats nicht geklappt; der Nebel war dann doch nicht zäh genug und sowieso wäre die Küche ja eh nicht einsatzbereit gewesen.
Nachdem ich gehört hatte, dass Bratislava gar nicht weit weg ist, sondern quasi um die Ecke liegt, musste ich die ganze Zeit an Hostel (der gar nicht in Bratislava spielt, aber trotzdem) denken und tatsächlich waren da plötzlich ganz viele Halbschönheiten mit dem gewissen heroinesquen Touch. Dafür kein Hostel in nächster Nähe und ich somit in Sicherheit. Osteuropäische Schönheiten (und Halbschönheiten) erkennt man übrigens als osteuropäisch. Keine Ahnung wieso. Vielleicht ist es das letzte Quentchen, dass dann doch zur finalen Eleganz fehlt, vielleicht ist es eine andere Sorte Make-up. Eventuell könnte es natürlich auch die Sprache sein.
Die Sitznachbarin (dankenswerterweise mit einem freien Platz dazwischen) erkannte man auch an der Sprache. Nirgends klingt "Bussi" so schön wie bei Wienern. Sie sagte das nicht zu mir, sondern zum Freund am Telefon, der sie schon sehnsüchtig erwartet. Hoffe ich mal, sie hält es nämlich fast nicht mehr aus. Wie man mit solchen Fingernägeln ein iPhone bedienen kann ist mir auch schleierhaft, funktioniert aber anscheinend.
Ach ja: Tomatensaft wurde - natürlich - auch bestellt. In der Reihe vor mir, zusammen mit einem Monatsvorrat an Gummibärenkram, Wasser und Chips. Letzteres hätte mich ja auch angemacht, aber nachdem meine Nahrungsaufnahme an diesem Tag bis zu diesem Zeitpunkt aus einem Fehlkauf an der Terminalbäckerei (Ein Pseudolaugenbrötchen mit Schinken und Kraut(!). Ich habe das als Körnerbrötchen mit Schinken angesehen und per Fingerzeig bestellt. Ein Fehler), der auch nur halb gegessen wurde, wollte ich mir den zwar unverhofften, aber dennoch willkommenen Diättag nicht noch verderben.
Bei der Landung hat übrigens keiner geklatscht. Das gibt mir den Glauben an das Gute im Menschen dann doch zum Teil wieder zurück.
* teilweise am Nachmittag analog auf Papier vorgebloggt
Stattdessen in ein deftig-urig angehauchtes Restaurant. Nicht zum essen, und das ist einem dann ja immer peinlich. Nein, danke. Keine Karte. Nur einen Kaffee. Dazu den leicht genervten Blick des Personals. In diesem Fall kein Problem: es gab ein technisches Problem in der Küche, weshalb diese kalt blieb. Perfekt. Naja, nahezu perfekt, weil "Rauchen verboten". Durch die ausgefallene Küche blieben anscheinend auch die Gäste weg, ich war so gut wie alleine dort. Das Personal schwelgte derweil an der Theke in Erinnerungen an die isländische Aschewolke. Das war wohl ein großes Fest für die terminalinterne Gastronomie. Heute hats nicht geklappt; der Nebel war dann doch nicht zäh genug und sowieso wäre die Küche ja eh nicht einsatzbereit gewesen.
Nachdem ich gehört hatte, dass Bratislava gar nicht weit weg ist, sondern quasi um die Ecke liegt, musste ich die ganze Zeit an Hostel (der gar nicht in Bratislava spielt, aber trotzdem) denken und tatsächlich waren da plötzlich ganz viele Halbschönheiten mit dem gewissen heroinesquen Touch. Dafür kein Hostel in nächster Nähe und ich somit in Sicherheit. Osteuropäische Schönheiten (und Halbschönheiten) erkennt man übrigens als osteuropäisch. Keine Ahnung wieso. Vielleicht ist es das letzte Quentchen, dass dann doch zur finalen Eleganz fehlt, vielleicht ist es eine andere Sorte Make-up. Eventuell könnte es natürlich auch die Sprache sein.
Die Sitznachbarin (dankenswerterweise mit einem freien Platz dazwischen) erkannte man auch an der Sprache. Nirgends klingt "Bussi" so schön wie bei Wienern. Sie sagte das nicht zu mir, sondern zum Freund am Telefon, der sie schon sehnsüchtig erwartet. Hoffe ich mal, sie hält es nämlich fast nicht mehr aus. Wie man mit solchen Fingernägeln ein iPhone bedienen kann ist mir auch schleierhaft, funktioniert aber anscheinend.
Ach ja: Tomatensaft wurde - natürlich - auch bestellt. In der Reihe vor mir, zusammen mit einem Monatsvorrat an Gummibärenkram, Wasser und Chips. Letzteres hätte mich ja auch angemacht, aber nachdem meine Nahrungsaufnahme an diesem Tag bis zu diesem Zeitpunkt aus einem Fehlkauf an der Terminalbäckerei (Ein Pseudolaugenbrötchen mit Schinken und Kraut(!). Ich habe das als Körnerbrötchen mit Schinken angesehen und per Fingerzeig bestellt. Ein Fehler), der auch nur halb gegessen wurde, wollte ich mir den zwar unverhofften, aber dennoch willkommenen Diättag nicht noch verderben.
Bei der Landung hat übrigens keiner geklatscht. Das gibt mir den Glauben an das Gute im Menschen dann doch zum Teil wieder zurück.
* teilweise am Nachmittag analog auf Papier vorgebloggt
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