Samstag, 26. November 2011
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Die meisten Stuttgart21-Sympathisanten, die ich bei Facebook kenne, sind auch in Pro-Blender-Gruppen wie "Gegen die Hexenjagd auf zu Guttenberg". Es gibt da bestimmt einen Zusammenhang und ein großes Ganzes dahinter, aber es hat sich mir noch nicht erschlossen. Vielleicht der Drang verarscht zu werden und sich deshalb selbst moralisch gefestigter zu fühlen? Keine Ahnung. Ist auch nicht wichtig. Sind per se meistens etwas suspekte Leute. Eine Dame ist dabei, die ihren Hintern und den allgemeinen Körperbau leugnet und sich zwanghaft in viele zu enge Kleidung quetscht, was nicht schön ist und das Bild besagter Presswurst heraufbeschwört, von der man immer hört. Kleidung drei Nummern zu zu klein zu kaufen ist ja an sich nicht schlimm; nur tragen sollte man sie nicht. Auch nicht, wenn man Modelmaße hat, normal gebaut ist, etwas mehr oder viel auf den Rippen hat. Niemand sollte das tun, wenn er nicht mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen wird. Bequem ist das sicher auch nicht, also entfällt auch dieses Argument. Vielleicht ist es auch nur ein bezahlter Test der Textilindustrie, der Aufschluss über die Belastbarkeit natürlicher und/oder chemischer Fasern geben soll. Ich werde mich aber hüten danach zu fragen. Sie scheint es jedenfalls total schön zu finden und wählt gerne grelle Leuchtfarben, damit der tagesaktuelle Stil auch ja ins Auge fällt. Dazu noch eine undezente Höhensonnebräune und Piercings an unschönen Stellen. Tja, die hießige Polizei findets anscheinend geil. Die Herren dürfen auch der Reihe nach mal dran. Wahrscheinlich auch gut so; dann hat man gemeinsame Themen. S21 und den Blender zum Beispiel.

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Freitag, 25. November 2011
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Höre gerade Nickelback und erinnere mich an die Aussage der bescheuerten Nachbarin zum Sänger. Es ging um den Zusammenhang von Stimme und nicht mehr trockener Unterwäsche.

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Freitag Abend, 20 Uhr und ich bin so müde, dass ich eigentlich schlafen sollte. Aber Hey: Freitag! Abend! 20 Uhr! Ich gehe niemals nie jetzt schon schlafen! Es ist Wochenende, ich kann morgen ausschlafen (also theoretisch) und überhaupt sehe ich es nicht ein, am Wochenende so früh schlafen zu gehen. Nicht, dass ich irgendwas Spannendes verpassen würde, aber es geht ums Prinzip.
Ich hätte weggehen sollen. Da vergeht die Müdigkeit ratzfatz und man hat Spaß, trifft nette Leute, die wahrscheinlich auch hundemüde waren und dann auch aufblühen. Aber ich war zu müde um die Müdigkeit auf diese Art zu vertreiben. Also bleibe ich zuhause (Home, sweet home), lese im Web die Dinge nach, die ich die Woche über verpasst habe und gönne mir Breaking Bad Staffel IV. Bier gibts natürlich auch, aber das ist ja nichts Besonderes oder gar Wochenendspezifisches.

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Die bescheuerten Car*gl*as-Radiospots sind ja an sich schon nervig genug. Die ganze Zeit über haben sie mich wegen eines Steinschlags nervös gemacht, der meine Frontscheibe ziert, aber nicht weit genug vom Rahmen weg ist, um mittels der patentierten Car*gl*as-Reparaturmethode repariert zu werden. Seit heute macht mich dieser Steinschlag nur noch geringfügig nervös, denn er ist mittlerweile nur noch der dezente Anfangspunkt eines veritablen, ca. 20 cm langen Risses in der Scheibe, der mich viel nervöser macht. Der Herr von der hießigen Werkstatt meinte, das sei halb so schlimm. Neue Scheibe muss rein, klar, aber passieren kann nichts ...außer, dass der Riss sich ausbreiten könnte. Nun stehen allwöchentlich knapp 250 Kilometer Fahrt an, übernächsten Samstag dann nochmal zusätzliche 300 Kilometer. Der größte Teil davon ist auf der Autobahn, also unter quasi Idealbedingungen. Die zwei Meter in diese von sadistischen Ingenieuren erdachte Garage sind allerdings genau das Gegenteil. Eine wackelige, quietschende, schräge Konstruktion und - so würde ich mal ganz unfachmännisch behaupten - der Feind einer unter Spannung stehenden Scheibe mit 20 cm langem Riss.

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Jetzt aber erstmal Drogen. In Breaking Bad, nicht bei mir.

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Donnerstag, 24. November 2011
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Ludwig Hirsch ist tot und ganz im Stile seiner Lieder via Sprung aus dem Krankenhausfenster. So gut passts ja auch selten. Die letzte authentische Nummer war, soweit ich mich erinnere, die Sache mit Steve Irwin und dem Rochen.

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Ansonsten: müde. In so gut wie allen Belangen.

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Mittwoch, 23. November 2011
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In 200 Kilometern muss mein Wagen in seine erste Inspektion. Das wird ein Heidengeld kosten, dass ich zwar aktuell habe, aber gerne auch noch eine Weile behalten würde. Oder für andere Dinge ausgeben. Andererseits habe ich mir die Tage mal den Spaß gemacht und ausgerechnet, was ich für andere anstehende Ausgaben alles hätte tun können. Hammer. Soviel hat wahrscheinlich selten jemand aus meiner Gehaltsklasse für Sex bezahlt und noch dazu elend schlechten. Manche Erfahrungen sind extrem teuer. Und bitter. Hoffentlich ist der Lerneffekt nachhaltig.

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Die Aushilfskraft aus der Kantine fragte heute, ob es schon Neuigkeiten gibt. Die gibt es und es wundert mich, dass sie es noch nicht weiß: ihren Job wird sie nicht mehr lange haben. Zumindest nicht bei uns. Aber da es wiederum nicht mein Job ist, ihr das zu sagen, habe ich mich blöd gestellt und einen auf nichtsahnend gemacht. Kann ich gut.

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Jetzt zwei Tage Home Office. Dummerweise steht viel Arbeit an.

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Dienstag, 22. November 2011
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Cheffe machte heute - ganz ungewohnt - eine Mittagspause und speiste außer Haus. In der aktuellen Situation könnte das gut und gerne ein Treffen mit einem Headhunter gewesen sein. Könnte er meinetwegen auch zugeben, wenn dem so wäre. Ich würde ihn unterstützen und ihn auf Nachfrage in den Himmel loben. Idioten wegloben ist ja eine ganz gute Möglichkeit, Dinge zu regeln.

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Ich habe eine neue Art der abendlichen Entspannung entdeckt: Massagevideos bei youtube schauen. Außerdem habe ich ein neues Wunschurlaubsland für mich entdeckt: Indien. Ich würde aus dem Flieger steigen, mich ins erstbeste Taxi setzen und mich in einen dieser kleinen Frisörsalons fahren lassen, mich auf den Stuhl setzen und mich bis zum Abflug keinen Zentimeter mehr davon wegbewegen. Die massierenden Frisöre dürften sich gerne abwechseln, aber ich bliebe sitzen, auch wenn meine Kopfhaut schon wundgescheuert wäre. Und kurz vor dem Rückflug würde ich mich dann noch in einem dieser Flughafenmassagesessel massieren lassen, so denn so einer auf dem indischen Flughafen rumstände.

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Einer meiner Facebook-Freunde ist jetzt mit einer Fernsehmoderatorin liiert. Fühle mich entsprechend wichtig, obwohl ich ihn nicht sonderlich gut kenne, sie kenne überhaupt nicht persönlich.


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Ansonsten gilt: Relax wenn Baba das sagt!


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