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Dienstag, 29. November 2011
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Es gibt Tage, denen man schon anmerkt, dass sie etwas Besonderes sein werden: die Vögel singen melodischer, die Sonne strahlt heller, die Wolken sind fluffiger. Ein elektrisierendes Knistern liegt in der Luft und die eigene, positive Aura überträgt sich auf alle Menschen, denen man begegnet. Sie lächeln und sind Teil eines Gesamtkunstwerkes, wie es nur alle hundert Jahre geschaffen wird. Das sind Tage, an denen Götter gezeugt und Königreiche ausgerufen werden. Tage, an denen kein Rot Rot genug ist, um sie im Kalender zu markieren. Tage, an denen man beschwingt aufsteht, an denen alles einfach klappt, als wäre nichts zu schwierig und alles zu packen. Tage, an denen man Bäume ausreissen könnte, um danach hundert neue zu pflanzen. Tage, an denen man die Welt umarmen möchte. Und die Welt einen. Tage, an denen man am Abend, nach getaner Arbeit, mit seligem Lächeln, die Arme in die Seiten gestemmt den Blick über sein Tagwerk schweifen lässt und sich eine tiefe Zufriedenheit breit macht, die postorgastische Züge hat.
Heute war nicht so ein Tag.
Heute war nicht so ein Tag.
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Montag, 28. November 2011
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"Hab mir eh Kindle b'stellt" klingt ja auch eher nach badischem Lusturlauber in Thailand, aber ich meine damit tatsächlich das "Kindle" von Amazon!
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Der Freiherr von und zu Guttenberg ist nicht der einzige Blender, der es irgendwie zu einer wie auch immer gearteten Reputation (immerhin sehen ihn ja immer noch nicht wenige als den Heilsbringer der deutschen Politik) geschafft hat: ich habe so einen Blender als Cheffe. Es vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht wundere, wie er mit all dem Getue, Geschwätz und Selbstlobpreißung durchkommt, aber er schafft es immer wieder irgendwie. Dabei ist das meiste so offensichtlich ohne Background und für Jeden ersichtlich. Da heißt es immer, man solle um Gottes Willen vorsichtig sein mit dem, was man im Web von sich preisgibt. Die Personaler schauen da sofort nach und wehe sie finden auch nur den kleinsten Krümel an wasauchimmer. Bei dem Kandidaten braucht es noch nicht mal eine tiefe Recherche. Die X*ING-Seite wimmelt von Rechtschreibfehlern, die Hälfte der genannten Firmen ist erfunden bzw. irrelevant, weil eigene Postfach-Klitschen und ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob der Abschluss an einer sehr renommierten Uni nicht gefälscht ist. Außerdem sollte man Interim Management richtig schreiben können, wenn man das mal beruflich gemacht hat. Die Präsentationen sind unter aller Kanone, die Emails jenseits von Substanz und frei von Kompetenz, wenn man die ganzen Worthülsen mal rausnimmt. Er ist trotzdem noch immer nicht aufgeflogen. Warum? Keine Ahnung. Und sogar bei seiner Kernkompetenz versagt er: Noch nicht mal auf den ersten drei Seiten bei der Google-Suche nach "Dipl. Betreibswirt" findet man diese Web-Koryphäe (der Schreibfehler ist vom X*ING-Profil). Wenn schon Lusche, dann aber mit allem drum und dran.
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Montag, 28. November 2011
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Gerade bei Amazon eine Bestellung abgeschickt, die einem Mitarbeiter auf 400 Euro-Basis eine Zeitlang im Betrieb halten sollte. Und das Beste: das Wenigste bei dieser Bestellung war für mich. Ich hätte jetzt gerne das Mutter-Theresa-Konsumgedächtniskreuz.
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Pizza ist Gemüse. Da dürfte Jamie Oliver aber ein paar Takte heulen, wenn er das hört und nicht nur er. Vielleicht war dieser Junge auch einfach nur viel zu oft in der Schulkantine.
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Ich sollte nicht mehr soviele Bücher lesen, die in England spielen. Die sitzten da ständig in Pubs, gerne auch schon mal mittags und trinken Pints. Dass erzeugt bei mir einen gewissen Bierdurst, was nicht gut ist. Zumindest lege ich nicht schon mittags los, wie die Leute in den Büchern. Aber trotzdem.
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Der Sex am Wochenende war super, oder wie der Single ohne Sozialkontakte gerne sagt: Give me five.
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Tja.
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Pizza ist Gemüse. Da dürfte Jamie Oliver aber ein paar Takte heulen, wenn er das hört und nicht nur er. Vielleicht war dieser Junge auch einfach nur viel zu oft in der Schulkantine.
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Ich sollte nicht mehr soviele Bücher lesen, die in England spielen. Die sitzten da ständig in Pubs, gerne auch schon mal mittags und trinken Pints. Dass erzeugt bei mir einen gewissen Bierdurst, was nicht gut ist. Zumindest lege ich nicht schon mittags los, wie die Leute in den Büchern. Aber trotzdem.
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Der Sex am Wochenende war super, oder wie der Single ohne Sozialkontakte gerne sagt: Give me five.
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Tja.
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Samstag, 26. November 2011
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Die meisten Stuttgart21-Sympathisanten, die ich bei Facebook kenne, sind auch in Pro-Blender-Gruppen wie "Gegen die Hexenjagd auf zu Guttenberg". Es gibt da bestimmt einen Zusammenhang und ein großes Ganzes dahinter, aber es hat sich mir noch nicht erschlossen. Vielleicht der Drang verarscht zu werden und sich deshalb selbst moralisch gefestigter zu fühlen? Keine Ahnung. Ist auch nicht wichtig. Sind per se meistens etwas suspekte Leute. Eine Dame ist dabei, die ihren Hintern und den allgemeinen Körperbau leugnet und sich zwanghaft in viele zu enge Kleidung quetscht, was nicht schön ist und das Bild besagter Presswurst heraufbeschwört, von der man immer hört. Kleidung drei Nummern zu zu klein zu kaufen ist ja an sich nicht schlimm; nur tragen sollte man sie nicht. Auch nicht, wenn man Modelmaße hat, normal gebaut ist, etwas mehr oder viel auf den Rippen hat. Niemand sollte das tun, wenn er nicht mit vorgehaltener Waffe dazu gezwungen wird. Bequem ist das sicher auch nicht, also entfällt auch dieses Argument. Vielleicht ist es auch nur ein bezahlter Test der Textilindustrie, der Aufschluss über die Belastbarkeit natürlicher und/oder chemischer Fasern geben soll. Ich werde mich aber hüten danach zu fragen. Sie scheint es jedenfalls total schön zu finden und wählt gerne grelle Leuchtfarben, damit der tagesaktuelle Stil auch ja ins Auge fällt. Dazu noch eine undezente Höhensonnebräune und Piercings an unschönen Stellen. Tja, die hießige Polizei findets anscheinend geil. Die Herren dürfen auch der Reihe nach mal dran. Wahrscheinlich auch gut so; dann hat man gemeinsame Themen. S21 und den Blender zum Beispiel.
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Freitag, 25. November 2011
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Höre gerade Nickelback und erinnere mich an die Aussage der bescheuerten Nachbarin zum Sänger. Es ging um den Zusammenhang von Stimme und nicht mehr trockener Unterwäsche.
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Freitag Abend, 20 Uhr und ich bin so müde, dass ich eigentlich schlafen sollte. Aber Hey: Freitag! Abend! 20 Uhr! Ich gehe niemals nie jetzt schon schlafen! Es ist Wochenende, ich kann morgen ausschlafen (also theoretisch) und überhaupt sehe ich es nicht ein, am Wochenende so früh schlafen zu gehen. Nicht, dass ich irgendwas Spannendes verpassen würde, aber es geht ums Prinzip.
Ich hätte weggehen sollen. Da vergeht die Müdigkeit ratzfatz und man hat Spaß, trifft nette Leute, die wahrscheinlich auch hundemüde waren und dann auch aufblühen. Aber ich war zu müde um die Müdigkeit auf diese Art zu vertreiben. Also bleibe ich zuhause (Home, sweet home), lese im Web die Dinge nach, die ich die Woche über verpasst habe und gönne mir Breaking Bad Staffel IV. Bier gibts natürlich auch, aber das ist ja nichts Besonderes oder gar Wochenendspezifisches.
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Die bescheuerten Car*gl*as-Radiospots sind ja an sich schon nervig genug. Die ganze Zeit über haben sie mich wegen eines Steinschlags nervös gemacht, der meine Frontscheibe ziert, aber nicht weit genug vom Rahmen weg ist, um mittels der patentierten Car*gl*as-Reparaturmethode repariert zu werden. Seit heute macht mich dieser Steinschlag nur noch geringfügig nervös, denn er ist mittlerweile nur noch der dezente Anfangspunkt eines veritablen, ca. 20 cm langen Risses in der Scheibe, der mich viel nervöser macht. Der Herr von der hießigen Werkstatt meinte, das sei halb so schlimm. Neue Scheibe muss rein, klar, aber passieren kann nichts ...außer, dass der Riss sich ausbreiten könnte. Nun stehen allwöchentlich knapp 250 Kilometer Fahrt an, übernächsten Samstag dann nochmal zusätzliche 300 Kilometer. Der größte Teil davon ist auf der Autobahn, also unter quasi Idealbedingungen. Die zwei Meter in diese von sadistischen Ingenieuren erdachte Garage sind allerdings genau das Gegenteil. Eine wackelige, quietschende, schräge Konstruktion und - so würde ich mal ganz unfachmännisch behaupten - der Feind einer unter Spannung stehenden Scheibe mit 20 cm langem Riss.
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Jetzt aber erstmal Drogen. In Breaking Bad, nicht bei mir.
Ich hätte weggehen sollen. Da vergeht die Müdigkeit ratzfatz und man hat Spaß, trifft nette Leute, die wahrscheinlich auch hundemüde waren und dann auch aufblühen. Aber ich war zu müde um die Müdigkeit auf diese Art zu vertreiben. Also bleibe ich zuhause (Home, sweet home), lese im Web die Dinge nach, die ich die Woche über verpasst habe und gönne mir Breaking Bad Staffel IV. Bier gibts natürlich auch, aber das ist ja nichts Besonderes oder gar Wochenendspezifisches.
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Die bescheuerten Car*gl*as-Radiospots sind ja an sich schon nervig genug. Die ganze Zeit über haben sie mich wegen eines Steinschlags nervös gemacht, der meine Frontscheibe ziert, aber nicht weit genug vom Rahmen weg ist, um mittels der patentierten Car*gl*as-Reparaturmethode repariert zu werden. Seit heute macht mich dieser Steinschlag nur noch geringfügig nervös, denn er ist mittlerweile nur noch der dezente Anfangspunkt eines veritablen, ca. 20 cm langen Risses in der Scheibe, der mich viel nervöser macht. Der Herr von der hießigen Werkstatt meinte, das sei halb so schlimm. Neue Scheibe muss rein, klar, aber passieren kann nichts ...außer, dass der Riss sich ausbreiten könnte. Nun stehen allwöchentlich knapp 250 Kilometer Fahrt an, übernächsten Samstag dann nochmal zusätzliche 300 Kilometer. Der größte Teil davon ist auf der Autobahn, also unter quasi Idealbedingungen. Die zwei Meter in diese von sadistischen Ingenieuren erdachte Garage sind allerdings genau das Gegenteil. Eine wackelige, quietschende, schräge Konstruktion und - so würde ich mal ganz unfachmännisch behaupten - der Feind einer unter Spannung stehenden Scheibe mit 20 cm langem Riss.
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Jetzt aber erstmal Drogen. In Breaking Bad, nicht bei mir.
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