Freitag, 15. Februar 2013
Endlich Wochenende!

Pferdefleisch in Tiefkühllasagne und schwupp schlagen Meteoriten in Russland ein. Da gibt es doch bestimmt einen Zusammenhang! Wo sind die Verschwörungstheoretiker, wenn man sie mal braucht.

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Heute war ich fleißig. Also im privaten Sinne. Die drei geplanten Bewerbungen sind draussen, auf eine vorherige kam ein Anruf, den ich leider nicht entgegen nehmen konnte. Aber wenn ein Anruf kommt ist das doch sicher ein gutes Zeichen. Ist es doch, oder? Ja, bestimmt ist es das. Bin gespannt. Am Montag rufe ich zurück. Hach.

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Donnerstag, 14. Februar 2013
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Morgen gehen drei weitere Bewerbungen raus und alle drei wären ziemlich gute Geschichten. Das wäre nett, wenn da mal was ginge, nachdem mich die Lottofee schon ständig im Stich lässt (die zehn Euro letztens zählen nicht!). Es ist ein richtig gutes Gefühl, die Unterlagen uptodate zu haben, wobei das Anschreiben schon jedes Mal eine neue schwere Geburt ist. Es soll ja kein Standard-Formtext sein, aber zu frech geht natürlich auch nicht. Oder doch? Ist doch eigentlich eine hippe Firma? Aber ausgerechnet der Personaler ist dann vielleicht eher konservativ und schätzt es gar nicht, wenn so ein Schreiben von der gängigen, seit Jahrhunderten bewährten Form abweicht. Wie mans macht könnte es falsch oder genau richtig sein. Tja. Ich vertraue mal auf mein Schicksal, das alte Miststück. Vielleicht lässt es mich mit den Lottomillionen einfach nur deshalb so hängen, weil es mir einen coolen Job andrehen will. Wäre ja auch ok.

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Mittwoch, 13. Februar 2013
Backwarenverkäufergebalze

Der Backwarenverkäufer, der allmorgendlich Backwaren in unsere Fabrik zum Abverkauf liefert hat ein Auge auf eine Kollegin geworfen. Während er alle anderen ganz normal bedient, wird er bei ihr zum Charmeur alter Schule. Er erklärt ihr, was an diesem oder jenem Brötchen besonders ist, beglückwünscht sie zu ihrer Entscheidung vegetarisch zu leben und gibt ihr auch gleich Tipps, was er da aus seinem mehr oder weniger reichhaltigen Angebot empfehlen kann. Er beglückwünscht sie zu ihrer exzellenten Wahl - ganz egal ob es ein simples Brezel oder der Mega-Schokomuffin ist und er starrt ihr nach, wenn sie nach getätigtem Einkauf von dannen zieht. Das ist ja eigentlich ganz lustig, nur dauert das immer so lange und er ist eh nicht der Schnellste und sie will auch gar nichts von ihm. Ist sie also vor einem dran, hat man zur ohnehin nicht geringen Wartezeit noch die Balznummer zu ertragen. Mir lag schon auf der Zunge, ob ich mir mein Zeug nicht selbst einpacken soll, ich würde das Geld auch abgezählt hinlegen und er könnte in der Zwischenzeit mit der Kollegin mal kurz im Lager verschwinden. Auf den Bergen von Toilettenpapier ist es sicher bequem und ein paar ausrangierte Bürosessel stehen da auch rum, da könnte man mit ein bisschen Fanatasie sicher auch was draus machen. Aber ich habe mich bisher nicht getraut…

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Dienstag, 12. Februar 2013
Ah, Reifen nennt man die

Gibt es eigentliche eine Job-Seite nur für Schwätzer und Dilettanten? Wenn ja sind unsere Personalentscheider dort Dauergast. Es muss so eine Seite geben, ich wüsste sonst nicht, wo sie diese seltsamen Leute auftreiben, bei denen jedem anderen in Sekundenbruchteilen klar ist, dass das nichts wird. Ich muss mal fragen, ob ich beim nächsten Bewerbungsgespräch dabei sein darf. Vielleicht sind die da ja ganz anders, aber eigentlich kann ich mir das nicht vorstellen - sonst würden sie sich in anderen Situationen auch verstellen. Tun sie aber nicht. Besonders heftig ist es, wenn zwei dieser Blender aufeinander treffen. Buzzword-Bingo at its best. Wenn der eine schon beruflich Kühlschränke am Nordpol verkauft hat kontert der andere mit Heizlüftern in der Sahara. Top-Hotel hier, Edel-Restaurant da, der eine kennt diesen, der andere jenen. Alles High Potentials und beste Freunde. Eigentlich müssten die Handys dieser Typen den ganzen Tag klingeln, weil irgendwelche CEOs aus den ganzen DAX-Unternehmen anrufen und um Rat fragen. Seltsamerweise ist dem aber nicht so. Wahrscheinlich passiert das erst am Abend, dem arbeitsreichen Abend, denn Feierabend haben diese Helden ja nicht - auch nicht, wenn sie um 16 Uhr schon das Büro verlassen und so dämlich sind irgendwelche Kneipen-, Restaurant- oder Faulenzbilder in den Social-Media-Portalen zu hinterlassen. Ist dann sicher auch Business. Irgendwie.

Angenommen Sie hätten eine Werkstatt und wären auf der Suche nach einem hochqualifizierten KFZ-Fachmann. Einem Meister seines Fachs, einem Könner. Es bewirbt sich jemand, kommt zu Ihnen in den Laden und während sie mit ihm durch den Verkaufsraum laufen, fragt er sie nebenbei, was das für runde Dinger da an diesem Gefährt wären. Sie sagen: Reifen. Er: Ah, ok, ich habe mich schon immer gefragt, wie man die wohl nennt.
Wären sie nicht etwas verwundert und würden sie nicht beim dann folgenden Gespräch mal genauer nachfragen und ein paar andere fachliche Kompetenzen abklopfen? Eben! Bei uns bekäme er noch auf dem Weg ins Büro Vertrag und Kugelschreiber in die Hand gedrückt, dazu noch die Schlüssel für den Firmenwagen und eine Tankkarte im Ledertäschchen. Die geballte Inkompetenz fällt in den höheren Etagen dummerweise meist erst kurz nach Ende der Probezeit auf. Dann ist es den hohen Herren aber meist zu peinlich sich die eigene Unfähigkeit einzugestehen und man behält die Trottel oder - wenn es gar nicht anders geht - setzt sie vor die Tür und steckt ihnen noch einen Umschlag mit einer netten Abfindung in die Jackentasche. Beides nicht sehr clever, aber an der Tagesordnung.

Ich hab mal geschaut: www.klugscheissr.de wäre noch frei. Vielleicht sollte ich so ein Portal für Dödel und Nichtskönner aufmachen. Potentielle Kunden kenne ich ja schon zuhauf.

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Montag, 11. Februar 2013
Kranke und arbeitsscheue Bäcker

Wir haben ja wirklich viele Bäcker im Ort, aber einer hat „wegen Krankheit geschlossen“, der andere macht erst um 7 Uhr auf (und die Bäckereiaushilfsverkäuferin mit dem 7er BMW schaut ziemlich gestresst, wenn man zehn vor sieben vor der Tür steht, weil man davon ausgeht, dass Bäcker schon vorher aufhaben. Möge sie in der Servicehölle schmoren, die Zicke), wie ich heute morgen feststellen musste. Die anderen habe ich dann gar nicht mehr getestet, wobei ich mittlerweile weiß, dass auch ein dritter zu hat. Somit also ohne Frühstück auf die Autobahn, was vielleicht ganz gut war, denn das waren die Minuten, die zwischen Stau und Nicht-Stau entscheiden und ich hatte letzteres. Dafür aber kein Frühstück. Das gabs dann vom Brötchendienst in der Fabrik, aber der ist nicht so gut. Man gibt sich Mühe, aber manchmal reicht auch das nicht. Wer immer die Idee hatte, auf ein Körnerbrötchen mit Camenbert gemahlene Walnüsse zu streuen hasst Camenbert-Körnerbrötchen-Esser und die Butterbrezeln sind auch eine Frechheit. Aber was will man machen, wenn man Hunger hat und der einzig akzeptable Lean&Deluce-Laden in New York ist… Ist ja nicht so, dass ich ohne Frühstück verhungern müsste, aber es könnte knapp werden. Gefühlt zumindest. Naja, für den Notfall habe ich ja noch Eiweißriegel (schreibt man übrigens mit „ß“. Sollten sich manche Leute mal merken!) und wenn man die fauligen Stellen von den Äpfeln wegschneidet, die schon seit Wochen im Büro rumliegen, wären auch die eine Option. Sie müssen also keine Spendenaktion meinetwegen starten. Wenn sich aber mal jemand um die vielen kranken und arbeitsscheuen Bäcker im Ort kümmern könnte…

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