Donnerstag, 20. Juni 2013
Ach ja, der Sturm ist jetzt auch hier

Noch ein bisschen Premium-Wettercontent: das versprochene Gewitter (14 Uhr hieß es!) war immer noch nicht da. Aber immerhin kühlt es gerade auf sehr angenehme Temperaturen runter. Wenn es so bliebe, gäbe es auch kein Gemecker meinerseits. Ich sitze auf der Terrasse, genieße den kühlen Wind und trinke ein zwei drei Weizen, das ich zufällig da habe (ist ja mittlerweile ein bierfreier Haushalt hier. Eigentlich). Herrlich. Ist fast wie Urlaub, nur dass ich morgen nicht aufstehen muss, um vor den Engländern eine Liege zu belegen, sondern um zu arbeiten. Mist.

Und sonst so? Hm. Heute eine Bewerbung rausgehauen. Eine Firma, gegründet vom ehemaligen Chef einer Firma, bei der ich mich Anfang des Jahres beworben hatte (aber nicht genommen wurde). Nahezu die gleiche Jobbeschreibung, teilweise sogar mit absolut identischen Sätzen. Die sind auch nur zwei Straßen voneinander entfernt. War also einfach: der Text konnte so bleiben, nur die Ansprechpartner musste ich ändern. Mal sehen, ob da was kommt. Und morgen geht die nächste Bewerbung raus. An so eine Art Start-Up. Wusste gar nicht, dass es sowas auch außerhalb von Berlin gibt. Die Chefs von dem Laden sind aber alle etwas älter, also nicht so frisch von der Uni gehüpfte Möchtegernchefs oder überkokste Endzwanziger. Das verspricht ja eine gewisse Nachhaltigkeit. Rede ich mir zumindest ein. So oder so wäre es wichtig, dass ich dem Mistladen, in dem ich gerade bin endlich den Rücken kehre. So schnell wie nur irgend möglich. Und das mit Lotto hat ja bisher nicht geklappt (doch, 9,20 Euro. Hurra).

Ach ja, der Sturm ist jetzt auch hier.

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Donnerstag, 20. Juni 2013
Seit 3234 Tagen im #Neuland

War das nicht ich, der kürzlich über die eisigen Temperaturen gemeckert hat? Falls ja: vergessen Sie es: das war nicht wirklich ich. Es ist nicht einfach, dieses Leben mit einer multiplen Persönlichkeit.

Heute war es jedenfalls viel viel viel zu heiß. Ich habe Brandspuren auf der Nasenwurzel vom Aufsetzen der Sonnenbrille, nachdem das Auto inklusive Brille den ganzen Tag in der prallen Sonne stand. Und es macht keinen Spaß, wenn einem die Klamotten den halben Tag am Körper kleben. Nein, eigentlich den ganzen Tag. Der Schweiß brennt sich dann fest, wenn man sich abends in das aufgeheizte Auto und die nicht minder aufgeheizten Sitze setzt. Es klingt wie der Moment, wenn man die Steaks auf den heißen Grill legt. Riecht aber leider nicht so gut.

Morgen kommt das große Gewitter und damit die Abkühlung. Freuen Sie sich jetzt schon über das Kältegejammere am Wochenende.

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Mittwoch, 19. Juni 2013
Man will ja niemandem zur Last fallen

Im Radio kamen heute den lieben langen Tag Tipps, was man an heißen Tagen wie diesen tun und tunlichst vermeiden sollte. Zu letzterem gehörten anstrengende Aktivitäten vor 20 Uhr. Und weil das ein total bescheuerter Sender ist (aber leider der einzige, den wir im Büro einigermaßen empfangen), habe ich genau das Gegenteil getan! Joggen! Um kurz nach 18 Uhr in der prallen Sonne (naja, im Wald) und mit Ozon bis zum Abwinken. So! Klappte auch super, aber zur Sicherheit war ich die meiste Zeit in Nähe des Friedhofs hier am Berg. Im Falle einer spontanen Dehydration hätte ich einer Witwe die Gießkanne entreißen und mich vor dem Dursttod retten können und wenn es dafür zu spät gewesen wäre, hätten es die Leute, die über mich gestolpert wären nicht weit gehabt. Man will ja niemandem zur Last fallen und schon gar nicht, wenn man selbst nicht mehr so wirklich mithelfen kann. Habs aber überlebt und die Witwen blieben beim Gräber bewässern auch unbehelligt. Alles ok.

Dieser bescheuerte Sender, den wir als einzigen reinkriegen, sendet übrigens den Werktag über die meisten Songs drei mal und am nächsten Tag wiederholt sich das. Unglaublich. Man spürt förmlich, wie man dabei verdummt. Aber was will man machen: als Alternative bliebe das Gelaber von Cheffe und einigen Kollegen und ehrlich: dann lieber zum gefühlt millionsten Mal Passenger oder Daft Punk.

Hey, morgen wirds nochmal so richtig heiß, bevor das große Gewitter und die Abkühlung kommt. Vielleicht gehe ich nochmal joggen. Bei normalen Temperaturen kann ja jeder.

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Dienstag, 18. Juni 2013
Ich sollte echt öfter weggehen

Die Tage mit einem Typen gesprochen. Man war leidlich (also ich) angeheitert und ich kannte den eigentlich gar nicht. Naja, irgendwann redet man ja mit jedem und je nach Level auch gerne mal über Weltpolitik, die aktuelle Hochwasserlage, Wetter im allgemeinen oder Sex. Sein Level war schon hart an der Harald-Juhnke-zu-Bestzeiten-Marke und über das Thema Hochwasser kam er in nicht wirklich elegantem Schwung („apropos feucht“) auf eine spezielle Sache zu sprechen, nach der ihm gelüste, welche neben ihm noch einen zweiten Herrn und eine Dame involviere. Dinge, die man halt so erzählt, nachdem man eine Viertelstunde bei einem Bier zusammen steht. Passenderweise hatte er die Dame schon dabei: seine seit etwas über einem Jahr von ihm geschiedene Ex-Ehefrau. Selbige war nicht wirklich erfreut über den Verlauf des Gesprächs und ich glaube auch einen gewissen Widerwillen in ihren Gesichtszügen erkannt zu haben, als er ihr seine Zunge in den Hals schob. Schon witzig, wie unterschiedlich Scheidungen doch verlaufen können. Bei den beiden schien noch so eine gewisse Grunderotik da zu sein, wenn auch bei diesem speziellen Thema wohl noch Diskussionsbedarf bei Ex-Mann und Ex-Frau zu bestehen schien. Insofern habe ich auch die Frage, ob ich Lust hätte mit einzusteigen mit einem spontanen „Häh???“ beantwortet.

Ich hab die beiden später nicht mehr gesehen, aber ich hatte auch meine Brille nicht dabei und war sowieso froh, dass ich die Leute in nächster Nähe noch einigermaßen erkannte. Ob sie noch Erfolg hatten, weiß ich also nicht, aber ich gehe mal davon aus, dass es für diese Konstellation sicherlich einige Kandidaten gab, die nicht „Häh???“ gesagt, sondern ihr Bier in einem Zug gekippt und mit den Worten „Yep, wo gehen wir hin?“ schon mal den Gürtel gelockert hätten. Oder haben. Man weiß es ja nicht.

Kurz danach habe ich übrigens mit jemandem gesprochen, der mehrere Monate in der Klapse saß, weil er sehr konkrete Mordgedanken hatte.

Ich sollte echt öfter weggehen.

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Donnerstag, 13. Juni 2013
Freue mich jetzt schon aufs Jammern

Es regnet. Super. Hats ja schon lange nicht mehr. Dieser Regen fühlt sich aber komplett anders an: er ist heftiger und eher so eine Art Sommergewitter, denn der Tag an sich war der Hammer. Sah total super aus, so aus dem Bürofenster betrachtet. Am Abend dann bei verhältnismäßig brüllender Hitze joggen(!) gewesen, aber im Wald, da war es ok. Wobei… einmal ging es über eine Autobahnbrücke, da waren natürlich keine Bäume. Das war dann schon sehr heiß, so ohne Sonnenschutz. Außerdem musste ich da ja schneller laufen: die ganzen Autofahrer unter mir konnten mich ja sehen. Das sind die Momente, in denen der Puls hart an der Herzinfarktmarke kratzt.

Und nächste Woche dann über 30 Grad. Freue mich jetzt schon aufs Jammern.

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