Samstag, 28. September 2013
Damenbesuch gehabt

Eine Viertelstunde ließ sie mich warten, die Ärztin. Dann durfte ich ins Behandlungszimmer. Und nochmal zehn Minuten warten. Sie kam, kurzer Smalltalk, alibimäßig Blutdruck messen, Lunge und Herz abhören. Stempel gekriegt, zehn Euro gezahlt (weil „Sonderleistung“) und wieder nach Hause. Das wäre auch in zwei Minuten gegangen. Und gerne auch ohne die zehn Euro. Nun denn, ich hab den Schrieb und alles wird gut.

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Heute Damenbesuch gehabt und mich spontan in die eine verliebt. Sie war nicht wirklich sicher auf den Beinen und taumelte leicht, fand es aber äußerst amüsant, wenn man ihr den Knautschball entriss und auf den Boden fallen ließ. Nach fünf Minuten hatte sie raus, dass man sich auch gerne mal zum Trottel macht und diesem Ball nachhechtet, wenn sie ihn wirft. Weitere zwei Minuten später fand sie Kugelschreiber total klasse, aber zum Glück nicht heraus, wie man sie zum schreiben kriegt. Den Plüschesel fand sie erst suspekt, aber später anscheinend doch ganz gut. Zu Anfang hatte sie gewisse Bedenken, was wohl auch daran lag, dass er in etwa so groß ist wie sie. Da er aber trotz kräftigem Ziehen an den Ohren nicht meckert und weiterhin so treudoof dreinschaut, war das wohl irgendwann ok. Die beiden werden bestimmt gute Freunde.

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Freitag, 27. September 2013
3333

Oh, Schnapszahl! Hoch die Tassen!

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Ärzte, dooo

Moah, übermotivierte Ärzte… muss man auch nicht haben. Eigentlich wollte ich nur einen Zettel unterschrieben, nicht mehr nicht weniger. Es geht um keine Krankmeldung, es kostet den Arzt nichts und es ist eine sinnvolle Sache. Aber nein: ich soll doch bitte zum Gespräch vorbeikommen. Na meinetwegen, gehe ich da eben morgen mal hin. Ach ja, es könnte eine Kleinigkeit kosten meinte die Dame, die mich anrief. Fühle mich ein bisschen wie in Mafiakreisen, lasse mich aber einfach mal überraschen.

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Donnerstag, 26. September 2013
Multi-Kulti live

Ein Auto französischen Fabrikats fährt vor, darin zwei Inder mit Turban, die schwäbisch sprechen und Pizza bringen. Selten soviel Multi-Kulti auf einmal erlebt, aber es war klasse. Im Nachhinein fand ich nur schade, dass ich nichts mexikanisches bestellt hatte.

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Ansonsten wäre es ganz nett, wenn das Finanzamt mal in die Pötte kommt. Ich warte dringend auf die Nachzahlung und einige meiner Gläubiger auch. Die Belege habe ich schon mal zurück, aber davon kriege ich nicht mal Schrippen beim Bäcker. Die sollen also mal Gas geben, was im krassen Gegensatz zum Wort „Amt“ steht. Aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt, also vielleicht wird das noch was nächste Woche. (und im Hintergrund hört man ein wieherndes Lachen).

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Mittwoch, 25. September 2013
Ponyhof ist nix für Eichhörnchen

Mittlerweile sind es schon zwei Oktoberfeste, zu denen ich die brandneuen Lederhosen ausführen kann, eventuell kommt noch ein drittes dazu. Kann also keiner behaupten, dass sich diese Investition nicht gelohnt hätte! Ich hoffe allerdings, dass die Festivitäten ein bisschen ruhiger ablaufen, als beim großen Vorbild in München. Gehe ich aber ziemlich sicher von aus, zumal ich bei beiden fest eingeplanten Terminen ohnehin nicht über die Stränge noch sonstwohin schlagen kann. Nichtsdestotrotz freue ich mich drauf. Keine Ausrede suchen müssen für Bier und ungesundes Essen. Großartig!

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Wer unbedingt mal über das BMW-Logo in der Lenkradmitte streicheln wollte, sollte das unbedingt bei Rocky tun!

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Ich war vorhin laufen, weil: noch ist es abends hell. Das ändert sich ja bald und an diese bescheuerte Minenarbeiterstirnlampe muss ich mich erst noch gewöhnen. Deshalb nutze ich die verbleibende Zeit, in der die Abendsonne die Landschaft in sattes Licht taucht. Nicht, dass mir das auffallen würde. Ich bin damit beschäftigt sexhotlinemäßig zu atmen und dabei auf den Herzschlag zu achten. Nicht, dass der zu überhören wäre: die Pumpe pumpt als gäbe es kein Morgen. Wenn sie noch mehr pumpen würde, gäbe es denn auch nicht. Sie arbeitet gefühlt am Limit und eigentlich achte ich auch mehr darauf, dass ihr Gezicke nicht überhand nimmt und sie beleidigt aufhört ihre Arbeit zu verrichten. Sanftes Stechen wird also ignoriert, wenn es mehr würde, wäre Zeit mal langsam zu machen. Hoffentlich liest sie nicht mit, sonst fängst sie damit schon nach den ersten Metern an. So ein Körper ist ja ein durchtriebenes Ding: der sucht sich ja schon Wege, wie er sich aus solchen Situationen elegant verdrücken kann. Bisher läuft es aber ganz gut.

Ganz im Gegensatz zu dem Eichhörnchen, das ich auf dem Weg sah. Eigentlich wirkte es ganz entspannt, wie es so da lag. Nur sind knapp ein Zentimeter einfach zu wenig für einen funktionierenden Eichhörnchenkörper. Dass der Körper so flach gestaltet war lag daran, dass das Eichhörnchen auf der Straße lag und das wahrscheinlich schon länger. Hätte es Eichhörnchensuperkräfte und wäre unverwundbar gewesen, könnte es mittlerweile sicher sehr viele Reifen anhand des Überrollgefühls erraten und wäre ein potentieller Kandidat für Wetten Dass? Hatte und war es aber nicht und somit endete das Ganze in reinem Plattsein. Nicht mehr und nicht weniger. Tja, das Leben ist eben auch für Eichhörnchen kein Ponyhof, wobei ich mir vorstellen könnte, dass ein Ponyhof für ein Eichhörnchen auch nicht ideal wäre.

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Dienstag, 24. September 2013
Glatze

Ein Kollege, ganz entfernte Abteilung und ich sehe den auch eher selten, hatte die letzten Wochen plötzlich sehr lichtes Haar. Ok, sowas kommt vor, ist aber dann in der Kürze der Zeit, in der das passierte, doch eher ungewöhnlich. Heute sah ich ihn wieder und aus dem lichten Haar wurde eine Glatze. Erster Gedanke: Fuck! Zweiter Gedanke: Hm, eigentlich sieht er aber ziemlich fit aus.

Was sagt man in so einer Person? „Hui, Krebs?“ oder „Steht Ihnen aber auch gut“… oder sagt man gar nichts und versucht das zu ignorieren, was man nicht ignorieren kann? Er hatte vorher recht volles Haar. Vielleicht ist es auch kein Krebs und er meint nur, das sähe total hipp aus. Dann tritt man mit der Krebs-Ansprache natürlich vollends ins Fettnäpfchen. Gar nicht so einfach. Aber zum Glück funktioniert in dem Laden vieles zwar nicht, aber der Flurfunk dafür 1A. Früher oder später (eher früher) werde ich also wissen, was der Hintergrund des Ganzen ist und kann entsprechend reagieren. Oder eben auch nicht. Einen Mode-Faux-pas werde ich sicher nicht kommentieren, beim anderen kann ich mir schon vorstellen, ihn darauf anzusprechen. Wieso auch nicht.

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