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Samstag, 3. Februar 2024
Self Made Jet Lag
Es ist nicht so, dass ich schlecht schliefe, aber dieses früh wach sein nervt ungemein. Es sind zwar die ruhigsten Momente, gerade auch am Wochenende, wo nicht schon die Aussicht auf anstehende Arbeitstätigkeit eine gewisse Grundspannung in den Tag bringt, aber Schlaf an sich ist auch eine wundervolle Sache, der man sich gerne mehr widmen und die man mehr auskosten wollen würde. Vielleicht würde man auch wieder einschlafen, wenn man nur lange genug liegen bliebe, aber das ist dann auch vergeudete Zeit. Rumliegen, obwohl man eigentlich doch gar nicht mehr schlafen kann, nur damit man sich müde liegt, um dann doch wieder zu schlafen. Wenn man dann einschläft, wenn man es schafft, einzuschlafen (was soll denn das für eine Leistung sein? Ich habe es GESCHAFFT wieder einzuschlafen. Super, das hätte ich mir gar nicht zugetraut. Ich Teufelskerl. Da bin ich dann doch tatsächlich wieder eingeschlafen. Das hätte wohl auch keiner gedacht, aber ich habe es geschafft! War ein hartes Stück Arbeit, aber es hat geklappt... wahrscheinlich schläft man deshalb ein, weil es so anstrengend ist, wieder einschlafen zu wollen. Man ist so fertig von dem Versuch, dass der Körper irgendwann nicht mehr kann, dringend Erholung braucht und - tadaaa - einschläft), dann kann es passieren, dass man so tief und fest schläft, dass man anschließend nur schwer aus dem Bett kommt. Man hat sich müde geschlafen, ist fertig, der halbe Vormittag ist eh schon gelaufen und eigentlich quält man sich auch durch den Resttag. Abends ist man immer noch hundemüde, geht früh zu Bett. Und ist am nächsten Morgen viel zu früh wach. Ein Teufelskreis. Ein selbstgebautes Jet Lag quasi. Wahrscheinlich entkommt man dem nur, wie dem reisebedingten Jet Lag auch: Wach halten, so lange es geht. Einfach nicht früh schlafen gehen. Natürlich keine aufputschenden Getränke wie Kaffee oder Cola zu sich nehmen, das wäre Betrug am Körper und würde sich durch schlechten Schlaf rächen. Da ist sie wieder, die harte Arbeit, aber diesmal entgegengesetzt. Diesmal gehts nicht ums Wiedereinschlafenwollen, sondern ums Wachbleiben. Das Leben ist eines der schwersten und irgendwas ist wirklich immer.
Vielleicht probiere ich das heute Abend mal: ich halte mich wach, so lange es geht. Naja, vielleicht nicht so lange es geht. Mit viel Willenskraft wäre es sicher möglich so lange wach zu bleiben, bis man wach geworden wäre, wenn man früh schlafen gegangen wäre. Das ist dann ja absurd, wenn nicht sogar gefährlich; Stichwort: Raum-Zeit-Kontinuum. Aber ob das heute mit dem Wachbleiben klappt... ich weiß nicht. Bin schon wieder müde.
Vielleicht probiere ich das heute Abend mal: ich halte mich wach, so lange es geht. Naja, vielleicht nicht so lange es geht. Mit viel Willenskraft wäre es sicher möglich so lange wach zu bleiben, bis man wach geworden wäre, wenn man früh schlafen gegangen wäre. Das ist dann ja absurd, wenn nicht sogar gefährlich; Stichwort: Raum-Zeit-Kontinuum. Aber ob das heute mit dem Wachbleiben klappt... ich weiß nicht. Bin schon wieder müde.
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Freitag, 2. Februar 2024
Gehend überholt
Am Morgen noch im Podcast "Gemischtes Hack" über die Absurdität von Gehen als Sportart gehört und tatsächlich sieht das seltsam aus und prompt treffe ich auf der Laufrunde meinen Nachbarn, der mich grüßt und dann an mir vorbeizieht... gehend. Es sieht weiterhin absurd aus, aber man ist ganz schön schnell unterwegs, wenn man es kann (und er kann es; er geht auch Wettbewerbe und das sehr erfolgreich). Meine Ausrede ist übrigens, dass ich heute ohnehin gechillt und nicht auf Zeit laufen wollte. Der Nachbar aber leider Gottes auch nicht.
Ansonsten sind bis auf den Lauf am Morgen alle sonstigen Vorhaben für den Tag den Bach runter; so richtig habe ich nichts erledigt bekommen. Naja, ein paar Sachen schon. Termin für die Autoreparatur ist gemacht und ich musste nicht mal die Versicherung zur Sau machen. Der Herr von der Werkstatt sagte mir, dass es normal ist, dass die alles mögliche vom Kostenvoranschlag kürzen und anders sehen, das sei er gewohnt, aber was will man machen. Wir reparieren, das wird schon irgendwie klappen, in zwei Wochen habe ich den Termin und eine Woche kein Fahrzeug.
PS: das Wochenende wird tatsächlich komplett anders als angedacht. Die Erkältungswelle lässt grüßen.
Ansonsten sind bis auf den Lauf am Morgen alle sonstigen Vorhaben für den Tag den Bach runter; so richtig habe ich nichts erledigt bekommen. Naja, ein paar Sachen schon. Termin für die Autoreparatur ist gemacht und ich musste nicht mal die Versicherung zur Sau machen. Der Herr von der Werkstatt sagte mir, dass es normal ist, dass die alles mögliche vom Kostenvoranschlag kürzen und anders sehen, das sei er gewohnt, aber was will man machen. Wir reparieren, das wird schon irgendwie klappen, in zwei Wochen habe ich den Termin und eine Woche kein Fahrzeug.
PS: das Wochenende wird tatsächlich komplett anders als angedacht. Die Erkältungswelle lässt grüßen.
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Donnerstag, 1. Februar 2024
Senile Bettflucht
Um 5 Uhr wach. Einfach so. Das ist viel zu früh und lange vor dem Klingeln des Weckers. Trotzdem aufgestanden, bringt ja alles nichts. Wenn man dann doch irgendwann wieder einschläft und zwar so richtig, dann rächt sich das durch einen Fast-Herzinfarkt, wenn der Wecker schließlich doch seine Arbeit verrichtet. Also aufgestanden. Senile Bettflucht nennt sich das wohl. Das Frühstücksfernsehen startet erst um 5.30 Uhr, wie ich nun weiß. Vorher lief die Wiederholung der Panorama-Sendung von gestern. Es ging um Signa und Benko und ich will das alles nicht mehr hören. Dieser Typ war schon unsympathisch, als man damals Kaufhof an ihn verschachterte und keiner will gewusst haben, auf was für ein stereoidgepushtes Pferd man da setzte. Und als es um die Rettungen von Galeria Kaufhof ging, hätte man diesen Typen auch einnorden sollen, aber da war es schon zu spät und nun bringt er die Schäfchen ins Trockene, die er nicht eh schon auf die Seite geschafft hat. Es ist so enervierend, mit was die Leute durchkommen. Nun habe ich mich doch aufgeregt, dabei wollte ich das gar nicht. Was ich eigentlich sagen wollte: ich habe wohlwissend die Panorama-Sendung gestern ausgelassen, weil ich weiß, dass mir der ganze Mist nicht gut tut und nun läuft das am Morgen vor dem Frühstücksfernsehen und erschrickt Menschen wie mich, die nicht schlafen können. Was kontraproduktiv ist, denn solche Sendungen pflanzen sich ja ins Gehirn und man bekommt bestätigt, wie schlecht die Welt an manchen Stellen doch ist und wahrscheinlich schläft man dann auch in der kommenden Nacht unruhig und so weiter. Es ist ein Teufelskreis. Deshalb möchte ich auch nichts mehr zu Weidel und dem Rest dieser Bande wissen, lesen oder sehen. Wer es noch nicht kapiert hat, mit welchen geistigen (vorerst noch geistig; der Rest käme später) Brandstiftern es da zu tun hat und das ignoriert oder gar goutiert, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Mich braucht niemand mehr davon zu überzeugen. Es ist ja auch nicht sonderlich schwer, das zu erkennen. Aus dem gleichen Grund will ich auch Merz nicht mehr sehen, hören oder von ihm lesen. Oder Lindner. Natürlich ist Vogel-Strauß-Taktik nicht die cleverste, schon gar nicht, wenn man eh Probleme mit den Ohren hat - da ist Sand im Gehörgang sicher nicht gut - aber es ist die gesundheitlich unbedenklichste und das ist manchmal das wichtigste Argument.
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Mittwoch, 31. Januar 2024
Alles wird gut
Was für eine doofe Woche. Es brennt an allen Ecken und Enden, nichts klappt, wenn an einer Stelle endlich etwas einigermaßen funktioniert, hakt es an anderer Stelle und das Gesamtkonstrukt kommt wieder ins Stocken. Anstrengend. Wenn die Laune ohnehin fragil ist, sind solche Dinge dann doppelt belastend. Ich komme aus dem Meditieren und Mantren sprechen schon gar nicht mehr raus, aber auch das hilft nur bedingt. Sogar die Aussicht auf das nahende Wochenende ist keine wirkliche Hilfe, ich bin mir nicht sicher, ob es ein Wochenende zum drauf freuen wird. Das Gejammer ist also groß; gestern schon, aber heute nochmal mehr. Der Entfrustungslauf am Mittag tat gut, er entfrustete auch, es ist aber weiterhin noch genug Frust da, um die schlechte Laune weiterhin zu kultivieren. Es gibt einfach so Tage, nein, so Wochen. Letztlich gilt dennoch: alles wird gut. Hoffentlich.
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Dienstag, 30. Januar 2024
Ich bin die Ebbe!
Dafür, dass mein Job eigentlich aus zwei sehr strikt - auch zeitlich - getrennten Bereichen besteht, war ich seit der letzten Woche extrem einseitig unterwegs. Eigentlich sogar nur auf der einen Seite. Wäre ich ein riesiger Dampfer auf hoher See, müsste man davon ausgehen, dass die Ladung verrutscht ist und zwar auf eine sehr bedenkliche Weise.
Grundsätzlich wäre mir das egal: ich hasse beide Bereiche, aber es ist nun mal gewollt, dass es eine harte Aufteilung gibt. Steht sogar auf einem juristisch so gut wie nicht angreifbaren Papier, also sollte ich mich tunlichst auch daran halten. Nur müsste man das auch meinen Ansprechpartnern kommunizieren, damit die wissen, dass ich ein rares Gut bin, quasi wie Ebbe und Flut und wenn Flut ist und die Kinder nörgeln, weil Ebbe ja viel cooler sei, da könne man durch den Matsch und da wären Würmer und nicht nur das doofe Wasser, wo man ohnehin nicht drin schwimmen darf und das Wasser soll augenblicklich verschwinden, dann ist das ein hehres Anliegen der Nörgelkinder, aber selbst durch ein Potenzieren des Nörgelns ist nicht dran zu rütteln: das Wasser ist jetzt halt da und verschwindet erst wieder, wenn es Zeit dafür ist. Und genauso ist es bei mir, nur dass die Nörgler älter, aber keineswegs weniger nervig sind. Vielleicht sollte ich ab sofort jede Anfrage aus dem Bereich, der gerade nicht dran ist, mit „Ich bin die Ebbe!“ beantworten, befürchte aber, dass das neue Fragen aufwirft.
Grundsätzlich wäre mir das egal: ich hasse beide Bereiche, aber es ist nun mal gewollt, dass es eine harte Aufteilung gibt. Steht sogar auf einem juristisch so gut wie nicht angreifbaren Papier, also sollte ich mich tunlichst auch daran halten. Nur müsste man das auch meinen Ansprechpartnern kommunizieren, damit die wissen, dass ich ein rares Gut bin, quasi wie Ebbe und Flut und wenn Flut ist und die Kinder nörgeln, weil Ebbe ja viel cooler sei, da könne man durch den Matsch und da wären Würmer und nicht nur das doofe Wasser, wo man ohnehin nicht drin schwimmen darf und das Wasser soll augenblicklich verschwinden, dann ist das ein hehres Anliegen der Nörgelkinder, aber selbst durch ein Potenzieren des Nörgelns ist nicht dran zu rütteln: das Wasser ist jetzt halt da und verschwindet erst wieder, wenn es Zeit dafür ist. Und genauso ist es bei mir, nur dass die Nörgler älter, aber keineswegs weniger nervig sind. Vielleicht sollte ich ab sofort jede Anfrage aus dem Bereich, der gerade nicht dran ist, mit „Ich bin die Ebbe!“ beantworten, befürchte aber, dass das neue Fragen aufwirft.
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