Mittwoch, 29. April 2026
Rettet die Elefanten - powered by Steinway

Gestern fuhr eins dieser Autos mit Kamera auf dem Dach durch die Straße. Es wird nun also auch der letzte Winkel der Erde (=hier) für die Kartendienste fotografisch erfasst. Leider wusste ich vorher nicht, dass die hier vorbeikommen, sonst hätte ich sie natürlich gebührend in Kostümierung oder ähnlichem empfangen. Wann hat man schon mal die Chance für so einen weltweit zu sehenden Auftritt. Ich habe den Wagen aber erst gesehen, als er wendete, also muss die Welt weiterhin auf mich verzichten. Vielleicht ganz gut; die hat genug um die Ohren. Apropos Ohren: Kind Charles scheint sich gut zu schlagen beim orangen Clown. Wenn die britische Monarchie eins kann, dann solche menschliche Katastrophen gekonnt umschiffen. Okay, Prince Andrew vielleicht nicht, aber der wurde ja nun auch bei der Monarchie freigestellt.

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Timmy ist auf dem Weg in die Freiheit. Ich bin kein Fachmann in Sachen Wal, hoffe aber, dass ihm das ganze Brimborium nicht zuviel ist. Andererseits: Die Alternative wäre halt zu sterben. Ich bin kein Fachmann in Sachen Walgesundheit - keine Ahnung, was das Beste für Timmy gewesen ist. Liegen und Sterben lassen (Let lie and die. Der zweite Teil eines großen James Bond-Klassikers) oder eben doch Rauszerren aus dem seichten Wasser. Wenn das Tier die Fahrt überlebt und sich ins offene Meer bewegt, wäre das ja schön. Wenn der Peilsender aber einfach an der Stelle verharrt, wo Timmy rausgelassen wurde, die Signale aber plötzlich vom Meeresboden kommen... Tja. Und richtig fies wäre natürlich, wenn sich das Signal wieder Richtung Insel Poel bewegt. Was dann? Holen die Retter dann Harpunen raus und zwingen Timmy im Meer zu bleiben? Zieht man ein Netz, um ihn fernzuhalten (und Timmy so: "Cool, ein Netz! Gleich mal reinschwimmen!" Er hat da ja wohl ein gewisses Faible.) Man wird sehen.

Am Ende muss man froh sein, dass die Menschheit noch nicht diesen ominösen Elefantenfriedhof entdeckt hat, wo die Tiere zum Sterben hingehen. Da wäre was geboten. Die Rettungslastwagen würden Schlange stehen, eine private Initiative würde Diesel spenden (ist ja so teuer gerade) und einmal die Woche hat man als Helfer Dienst bei der Patrouille rund um den Friedhof, um die alten und kranken Elefanten abzuwehren, die sich auf den Weg zum Sterben gemacht haben.

Vielleicht wäre dem aber auch gar nicht so, denn ich bin nicht nur nicht Fachmann in Sachen Wal; gleiches gilt für Elefanten. Auch da: Keine Ahnung.

PS: Könnte mir aber vorstellen, dass das Projekt "Rettet die Elefanten" von Steinway gesponsert wird, die im Gegenzug nur das dort herumliegende Zeug haben wollen. Aber auch das ist nur eine Vermutung. Klaviere spielen bei mir in einer Liga mit Walen und Elefanten.

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Kieferverspannungen wegen Extremkeirschen. Wird Zeit endlich die Beissschiene einzuweihen.

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