Samstag, 25. April 2026
Laufen, Garten, Feierabend.

In der Nacht war die kleine Katze dreimal da, aber anders als sonst blieb sie jedesmal eine Weile. Eigentlich okay, nur nahm sie dabei auch ganz schön viel Platz ein für eine kleine Katze. So klein ist sie also gar nicht. Entsprechend mies habe ich geschlafen und dann musste ich auch noch früh raus, ein Termin, aber ich hätte mich auch gleich danach wieder hinlegen können, das hätte sich gelohnt. Hab ich aber nicht. Stattdessen verpasste TV-Sendungen von gestern nachgeholt (Die letzten 15 Minuten von der Küchenschlacht, Durchspulen durch die Ghetto-Sendung auf RTL II. Eigentlich interessieren mich da nur zwei, drei Leute und die auch nicht wirklich. Allerdings packt mich die von den Produzenten gewollte Empörung über die Unverschämtheit einiger Protagonisten dann doch. Mittlerweile war halb Acht und ich machte mich bereit für einen Morgenlauf. Zehn Kilometer sollten es werden, sagte die Uhr. Ist schon ein Weilchen her, dass ich zehn Kilometer gelaufen bin. Dass es machbar sein würde, wusste ich, aber dann müsste ich langsamer sein als sonst. Das klingt leichter als es ist. Mittlerweile habe ich meine Playlist im Verdacht; da sind zwar keine pushenden Songs dabei, aber die Beats sind wohl trotzdem relativ schnell und entsprechend ist meine Schrittfrequenz. Das passiert unterbewusst. Heute wollte ich aber bewusst laufen und mich darauf konzentrieren, dass ich nicht zu schnell werde. Kleiner Spoiler: Hat geklappt. Und weil es so gut lief, habe ich gleich 15 Kilometer draus gemacht. Das gibt Extrapunkte. 15 Kilometer habe ich noch viel länger nicht mehr gemacht als die 10. War auch anstrengend - trotz verminderter Geschwindigkeit. Der schlechte Schlaf spielte dabei sicher auch eine Rolle. Ein bisschen davon habe ich durch ein kleines Mittagsschläfchen nachgeholt. Danach meldete sich das schlechte Gewissen und der Blick in den Garten. Da gibts noch einiges zu tun, also habe ich einiges getan. Ich wollte auch Unkraut abflammen, habe deshalb auch bei meinem Vater ein Abflammgerät geholt, weil meins anscheinend nicht mehr funktioniert. Es stellte sich heraus, dass auch seins nicht geht. Oder ich mich blöd anstelle. Ob es an letzterem liegt, wird sich bald zeigen, denn ich war heute auch noch im Baumarkt und habe ein niegelnagelneues Abflammgerät geholt. Tatsächlich sogar zwei: Eins, das mit Kartuschen funktioniert (so wie meins und das von meinem Vater) und eins, das man an eine Propangasflasche anschließt. Das ist tendenziell ein Flammenwerfer, aber eigentlich geht es mir nur darum, dass ich endlich etwas haben möchte, das funktioniert. Diese kaputten Werkzeuge nerven nämlich sehr.

Jetzt ist aber Feierabend und eigentlich freue ich mich schon aufs Bett. Ist aber noch zu früh.

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