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Montag, 30. März 2026
Ein Slot ohne Wettersperenzchen
Man sollte den Tag nicht mit dem Gang auf die Waage beginnen. Es sei denn, man ist sich sehr sicher, dass das Ergebnis ein gutes ist. Nach tagelangem Durchfall zum Beispiel. Hatte ich aber nicht, ganz im Gegenteil. Entsprechend ist das Ergebnis. Jetzt bin ich genervt, was sich durch den ganzen Tag ziehen wird. Wenn der Lerneffekt wenigstens etwas im Sinne von "Es muss sich etwas ändern und zwar..." wäre, aber ist es nicht. Bzw. doch, schon, nur ohne das "und zwar...". Nicht, dass es da keine Ideen und Herangehensweisen gäbe, aber diese zu ignorieren und stattdessen zu jammern ist um so vieles einfacher.
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Immerhin in der Mittagspause einen Slot ohne Wettersperenzchen erwischt und eine Runde laufen gewesen. Das Knie machte erstaunlich gut mit; dem war wohl klar, was passiert, wenn es nicht pariert. Immerhin sechs Kilometer und die Zeit war auch okay. Ziemlich viel Gegenwind, aber darüber wird heute nicht gemeckert, erhöht es doch den (so sehnlich gewünschten) Trainingseffekt. Für das Monatsziel fehlen mir noch 12 Minuten. Das sollte ich morgen noch hinkriegen. Mit den 300 Kilometern im Quartal wird es dagegen nichts. Dafür fehlen noch 22 Kilometer, also eindeutig zuviel für einen letzten Lauftag morgen. Nun denn, damit kann ich leben.
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Der Zeitumstellung sei Dank ist noch erstaunlich hell. Müde bin ich trotzdem.
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Immerhin in der Mittagspause einen Slot ohne Wettersperenzchen erwischt und eine Runde laufen gewesen. Das Knie machte erstaunlich gut mit; dem war wohl klar, was passiert, wenn es nicht pariert. Immerhin sechs Kilometer und die Zeit war auch okay. Ziemlich viel Gegenwind, aber darüber wird heute nicht gemeckert, erhöht es doch den (so sehnlich gewünschten) Trainingseffekt. Für das Monatsziel fehlen mir noch 12 Minuten. Das sollte ich morgen noch hinkriegen. Mit den 300 Kilometern im Quartal wird es dagegen nichts. Dafür fehlen noch 22 Kilometer, also eindeutig zuviel für einen letzten Lauftag morgen. Nun denn, damit kann ich leben.
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Der Zeitumstellung sei Dank ist noch erstaunlich hell. Müde bin ich trotzdem.
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Sonntag, 29. März 2026
Unterwegs
Uhrumstellungsgedöns überlebt. Ist ja auch nicht immer selbstverständlich. Wenn ich mich recht erinnere ist die Richtung ("Spring forward") aber eh die leichter verkraftbare. Müde bin ich trotzdem. Liegt an der vielen frischen Luft am Mittag, eine kleine Wanderung in den Weinbergen und später auch noch draußen sitzend in der Besenwirtschaft (und dabei den Arsch abfrieren). Ich hatte Bratwürste mit Sauerkraut, beides sehr lecker, aber Sauerkraut ist halt mein Endgegner. Das hat sich auch diesmal wieder bewahrheitet. Nun denn. Andere zahlen viel Geld für Selbstoptimierungsseminare mit innerer Reinigung; bei mir geht das viel günstiger und es schmeckt auch noch.
Im Gespräch erfahren, dass einer der Teilnehmer nicht in die USA einreisen darf, weil er mal "im Club" war. Club ist, so habe ich das verstanden, eine Motorradclub. Die Mitgliedschaft alleine dürfte nicht der Grund sein, denn der Club existiert noch. Allerdings solle man seinen Namen dort nicht erwähnen und überhaupt ist das Ganze eine Sache, die gedanklich am Besten mit einem sehr dicken Edding gestrichen und überhaupt makuliert werden sollte. Ich habe dann nicht weiter nachgefragt. Auch nicht bei der Sache mit dem Stiefvater. Es gibt widerliche Menschen auf dieser Welt, aber das weiß man ja. Trotzdem immer wieder furchtbar zu hören, wie erbärmlich dieses Arschlöcher sein können.
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Müde.
Im Gespräch erfahren, dass einer der Teilnehmer nicht in die USA einreisen darf, weil er mal "im Club" war. Club ist, so habe ich das verstanden, eine Motorradclub. Die Mitgliedschaft alleine dürfte nicht der Grund sein, denn der Club existiert noch. Allerdings solle man seinen Namen dort nicht erwähnen und überhaupt ist das Ganze eine Sache, die gedanklich am Besten mit einem sehr dicken Edding gestrichen und überhaupt makuliert werden sollte. Ich habe dann nicht weiter nachgefragt. Auch nicht bei der Sache mit dem Stiefvater. Es gibt widerliche Menschen auf dieser Welt, aber das weiß man ja. Trotzdem immer wieder furchtbar zu hören, wie erbärmlich dieses Arschlöcher sein können.
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Müde.
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Samstag, 28. März 2026
Kaffeenotstand
Das wird kein guter Tag. Die Kaffeemaschine ist kaputt und es ist keine Alternative vorhanden. Kein Instantkaffee, keine Kaffeetütchen von einer Reise, wo man an solche Kaffeenotstandnotfälle dachte, aber jetzt... Notstand, ein Notfall und kein rettendes Kaffeetütchen vorhanden. Grausame Welt. Ich könnte bei den Nachbarn klingeln, die sind doch bestimmt schon wach. Es ist gleich halb Acht, an einem Samstag. Da ist Klingeln völlig in Ordnung, besonders in einer so dramatischen Situation. Bestimmt haben die Instant Kaffee und falls nicht haben sie eine funktionierende Kaffeemaschine. Die Nachbarn könnten sich wieder hinlegen, wenn sie noch geschlafen hätten. Ich würde mir den Kaffee alleine machen und anschließend ganz leise die Tür zumachen und wieder verschwinden. Vielleicht nähme ich eine zweite Tasse mit. Für später. Mit einer Tasse kommt man ja nicht weit. Die zweite Tasse würde ich mir in der Mikrowelle warm machen und sollte auch die kaputt sein (vielleicht haben wir eine Technikmeuterei) ginge das auch in einem Topf auf dem Herd.
Kann man Kaffee eigentlich auch kalt aufbrühen? Durch sehr langes Rühren? Wahrscheinlich nicht. Das Wort "Aufbrühen" impliziert schon Hitze. Wird also nichts mit kaltem Wasser. Aber: Diese Pads sind am Ende nichts anderes als Teebeutel mit Kaffee anstatt Tee. Somit sollte es doch auch möglich sein, so einen Pad in die Tasse zu legen, heißes Wasser drüber, ziehen lassen und das Pad wieder irgendwie rausfischen... Hm.
Ein Wochenende sollte zum Erholen da sein, aber wie soll das funktionieren mit einer kaputten Kaffeemaschine? Man hat es nicht leicht.
Kann man Kaffee eigentlich auch kalt aufbrühen? Durch sehr langes Rühren? Wahrscheinlich nicht. Das Wort "Aufbrühen" impliziert schon Hitze. Wird also nichts mit kaltem Wasser. Aber: Diese Pads sind am Ende nichts anderes als Teebeutel mit Kaffee anstatt Tee. Somit sollte es doch auch möglich sein, so einen Pad in die Tasse zu legen, heißes Wasser drüber, ziehen lassen und das Pad wieder irgendwie rausfischen... Hm.
Ein Wochenende sollte zum Erholen da sein, aber wie soll das funktionieren mit einer kaputten Kaffeemaschine? Man hat es nicht leicht.
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Freitag, 27. März 2026
Frühschicht beim Zahnarzt
Den Zahnarzttermin auf 7.30 Uhr legen ist auch nur was für Frühaufsteher. Zum Glück bin ich das. Tatsächlich war ich aber noch nicht mal der erste Patient in der Praxis. Vor mir checkte gerade ein Mann ein, relativ hager, arbeitet auf dem Bau, Elektriker würde ich tippen, der offensichtlich seine Schwierigkeiten mit Zahnärztinnen und Zahnärzten hat. Das weiß ich deshalb, weil er es der Dame am Empfang sagte und mir später im Wartezimmer gleich nochmal. Er nannte es nicht "Schwierigkeiten", sondern direkt beim Namen: er habe Angst vor Zahnärzten. Das ist natürlich nicht gut, vor allem im Hinblick auf die Schmerzen, wegen denen er vorstellig wurde. Die ließen sich mittlerweile nämlich auch nicht mehr mit Schmerzmitteln runterregulieren. Mehr habe ich nicht erfahren, denn ich wurde aufgerufen.
Bei mir wars schmerzfrei: Eine Zahnreinigung und danach noch ein Abdruck für eine Beissschiene. Die billige, die auch von der Krankenkasse übernommen wird. Mir lag auf der (frisch mitgereinigten) Zunge, ob die teuren dann mit Brillanten besetzt und einem Goldüberzug an den Eckzähnen wäre, habe aber dann doch nicht gefragt. Es gibt also die "dünne" (so meinte die Zahnärztin).
Während des Zahnreinigungsprozesses hörte ich Stimmen nebenan: Die Assistentin, die dem Schmerzpatienten erklärte, wie er stehen und wo er sich festhalten soll (es ging wohl um Röntgen) und der Schmerzpatient sagte mit zittriger Stimme: Okay.
Ich weiß nicht, ob er noch da war als ich ging, aber egal wie: Ich drücke die Daumen, dass er das bald überstanden hat und endlich wieder kraftvoll zubeissen kann.
Bei mir wars schmerzfrei: Eine Zahnreinigung und danach noch ein Abdruck für eine Beissschiene. Die billige, die auch von der Krankenkasse übernommen wird. Mir lag auf der (frisch mitgereinigten) Zunge, ob die teuren dann mit Brillanten besetzt und einem Goldüberzug an den Eckzähnen wäre, habe aber dann doch nicht gefragt. Es gibt also die "dünne" (so meinte die Zahnärztin).
Während des Zahnreinigungsprozesses hörte ich Stimmen nebenan: Die Assistentin, die dem Schmerzpatienten erklärte, wie er stehen und wo er sich festhalten soll (es ging wohl um Röntgen) und der Schmerzpatient sagte mit zittriger Stimme: Okay.
Ich weiß nicht, ob er noch da war als ich ging, aber egal wie: Ich drücke die Daumen, dass er das bald überstanden hat und endlich wieder kraftvoll zubeissen kann.
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Donnerstag, 26. März 2026
Color up your life
Früher Vogel und so, aber trotzdem: Jeden Tag bräuchte ich das nicht. Obwohl ich ganz gut durch das Bahnchaos kam (man erreicht aufgrund Verspätungen Züge, die man gar nicht auf dem Schirm hatte), zieht es sich trotzdem und man verbringt viel Zeit auf Bahnsteigen. Okay, eigentlich finde ich das sogar ganz gut, diese Ruhe Dank Noise Cancelling und einfach nur da stehen. Ganz loriotesque (der aber sitzen wollte). Allerdings ist ein Tag dann trotzdem ganz schön lang und einfach nur da stehen ist doof, wenn es regnet und kalt ist und so. Gestern war nur ein bisschen kalt; der angekündigte Regen war nicht da, was mir recht war, denn trotz Schirm wäre nur da stehen um einiges unangenehmer gewesen.
Der Tag war ganz gut, ein Workshop/Coaching mit Kollegen in cooler Kulisse und mit gutem Kaffee. Bin immer wieder überrascht, mit welchen Allgemeinsätzen man als Coach so durchkommt. Deren Hauptgeschäft ist - zumindest kommt es mir so vor - Dinge, die man eigentlich selbst weiß zusammenzufassen und als Buzzwords in Präsentationen zu hämmern. Tatsächlich hilft das während des Workshops, man sitzt da und denkt immer wieder: "Stimmt, gute Idee. Muss ich echt mal machen". Man nimmt sich vor, das jetzt echt mal zu machen, die Motivation ist groß, die Pläne auch... und dann schläft das recht schnell wieder ein. Bei mir ist die Motivation aber noch groß und ich möchte gleich heute loslegen und die ersten Dinge umsetzen. Tschakka! Go! Ich schaffe das. Positiv denken, Mindset auf Linie bringen, alles wird gut.
Die anwesenden Kollegen waren alle handzahm und sogar der sehr sehr kommunikative Kollege war diesmal einigermaßen zurückhaltend, obwohl mich seine Signature-Floskel ("sagen wir mal") völlig kirre macht. Aber da ja jeder seine Spleens hat (inklusive mir, auch wenn ich noch nicht dahinter gekommen bin, was das sein könnte), will ich nicht meckern. Der Coach war so ein kleiner Promi, aber halt auch nur, wenn man sich in dem Bereich auskennt (was bei mir nicht der Fall ist). War aber nicht weiter schlimm und die Anekdoten waren anschaulich, zum Thema passend und auch nicht dauerpräsent. Das war schon okay. Ein Kollege, der sich in dem Wirkbereich des Coaches besser auskennt, war sehr interessiert und fragte immer mal wieder Dinge, die eher von Interesse am Leben des Coaches denn am eigentlich Themenkomplex zeugten, aber seis drum. Alles in allem ein guter Tag. Aber halt auch lang. Ging aber nicht nur mir so: In der ungeplanten (weil zufällig aufgrund einer Verspätung dastehenden) Bahn sah ich einige der Leute, die auch in aller Herrgottsfrüh mit mir am Gleis standen, um den Weg in die große Stadt anzutreten. Leider war die junge Dame nicht dabei, die diesen Sommer anscheinend nicht in Schwarz, sondern in dezenten Pastelltönen - gestern war es ein zartes Hellblau - bestreiten möchte. Vielleicht war sie auch in einem Workshop. "Color up your life - Ändere Dein Mindset mit frischen Farben". Wer weiß.
Der Tag war ganz gut, ein Workshop/Coaching mit Kollegen in cooler Kulisse und mit gutem Kaffee. Bin immer wieder überrascht, mit welchen Allgemeinsätzen man als Coach so durchkommt. Deren Hauptgeschäft ist - zumindest kommt es mir so vor - Dinge, die man eigentlich selbst weiß zusammenzufassen und als Buzzwords in Präsentationen zu hämmern. Tatsächlich hilft das während des Workshops, man sitzt da und denkt immer wieder: "Stimmt, gute Idee. Muss ich echt mal machen". Man nimmt sich vor, das jetzt echt mal zu machen, die Motivation ist groß, die Pläne auch... und dann schläft das recht schnell wieder ein. Bei mir ist die Motivation aber noch groß und ich möchte gleich heute loslegen und die ersten Dinge umsetzen. Tschakka! Go! Ich schaffe das. Positiv denken, Mindset auf Linie bringen, alles wird gut.
Die anwesenden Kollegen waren alle handzahm und sogar der sehr sehr kommunikative Kollege war diesmal einigermaßen zurückhaltend, obwohl mich seine Signature-Floskel ("sagen wir mal") völlig kirre macht. Aber da ja jeder seine Spleens hat (inklusive mir, auch wenn ich noch nicht dahinter gekommen bin, was das sein könnte), will ich nicht meckern. Der Coach war so ein kleiner Promi, aber halt auch nur, wenn man sich in dem Bereich auskennt (was bei mir nicht der Fall ist). War aber nicht weiter schlimm und die Anekdoten waren anschaulich, zum Thema passend und auch nicht dauerpräsent. Das war schon okay. Ein Kollege, der sich in dem Wirkbereich des Coaches besser auskennt, war sehr interessiert und fragte immer mal wieder Dinge, die eher von Interesse am Leben des Coaches denn am eigentlich Themenkomplex zeugten, aber seis drum. Alles in allem ein guter Tag. Aber halt auch lang. Ging aber nicht nur mir so: In der ungeplanten (weil zufällig aufgrund einer Verspätung dastehenden) Bahn sah ich einige der Leute, die auch in aller Herrgottsfrüh mit mir am Gleis standen, um den Weg in die große Stadt anzutreten. Leider war die junge Dame nicht dabei, die diesen Sommer anscheinend nicht in Schwarz, sondern in dezenten Pastelltönen - gestern war es ein zartes Hellblau - bestreiten möchte. Vielleicht war sie auch in einem Workshop. "Color up your life - Ändere Dein Mindset mit frischen Farben". Wer weiß.
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