Dienstag, 24. März 2026
On the road again

Weil die Bahn die Bahn ist, bin ich eine Stunde früher aufgestanden. Da fuhren nämlich eine S-Bahn und ein Regionalexpress und die Chance, DASS sie fuhren, war ungemein höher als beim ICE, der schon des öfteren ohne Nennung von Gründen nicht erschien. Somit war ich auch sehr früh im Büro und konnte die Ruhe vor dem Sturm nutzen. Wobei... so ruhig war gar nicht mehr. Erstaunlich viele Leute sind da am Morgen unterwegs. Wer hätte das gedacht.

Morgen bin ich wieder hier in der Stadt und ich überlege, ob ich nicht auch wieder früher fahre. Allerdings ist mein Termin etwas später (9 Uhr oder so) und für irgendwo abhängen wird es morgen zu kalt. Und nass. Also muss die Bahn morgen bitte zusehen, dass alles einigermaßen im Plan fährt. Ich weiß, ich weiß, aber wenn irgendwas zuletzt stirbt, dann ja wohl die Hoffnung.

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Der erste Termin war super, ich konnte auch gleich noch etwas wichtiges abklären (Quintessenz: der popelnde Kollege ist ein Arschloch), dann war mein Rechner bei der IT. Geplant war eine halbe Stunde. Naja. Outlook war im Streikmodus und die Lösungsansätze waren zwar Ansätze, führten aber zu keiner Lösung. Zwei Stunden dauerte das Drama schließlich; jetzt scheint es zu funktionieren. Und falls nicht ist mir das auch egal, denn morgen bin ich im Termin und da brauche ich den Rechner nicht.

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Müde.

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Montag, 23. März 2026
Zähne wie ein Fels in der Brandung

Am Freitag werden Abdrücke für eine Beissschiene gemacht. Sowas hatte ich noch nie, aber ich setze ein bisschen Hoffnung darauf. Allerdings bekämpft sie ja nur die Folgen (abgeschmirgelte Zähne) und nicht die Ursache. Geknirscht wird weiterhin, nur ohne das Knirschen.

Am Wochenende mit einem Mann gesprochen, der das so extrem hatte und hat, dass die Zähne alle runtergerockt sind. Da wurde Schicht für Schicht abgetragen, wie bei einem Fels im Meer, der immer und immer wieder von Wellenbergen getroffen wird und dabei auch immer Mü an Sediment verliert. Allerdings wird so ein Fels oft sehr glatt dadurch, Zähne sehen aus wie mit dem Reibeisen bearbeitet. Außerdem ist es einem Fels egal, wenn die Schichten abgetragen werden; da ist auch im Inneren nur weiterer Fels. Bei Zähnen kommen da Nerven, Blutbahnen und lauter sensibler Kram. Es macht schon Sinn, dass drumherum eine Schutzschicht ist, aber eben jene Schutzschicht wird durch Knirschen immer weiter abgetragen.

So weit ist es bei mir noch nicht und damit es erst gar nicht so weit kommt, soll eine Schiene her. Ich bin gespannt.

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Diese Woche steht ein Workshop an; es sind viele Kollegen dabei. Gerade habe ich nachgeschaut, ob DER Kollege dabei ist. Ist er nicht. Wäre er dabei gewesen, hätte ich überlegt, ob ich absage. Widerspricht ein bisschen dem Gedanken eines "Workshops", wo es gilt zu verbessern, zu optimieren, Fehler zu finden und auszumerzen. Aber mit diesem Kollegen, dieser Diva merze ich gar nichts mehr aus. Der kann mich kreuzweise und darf sich zukünftig darauf freuen, jede Anfrage schriftlich einzureichen. Kein Bock mehr auf den Scheiß. Das ist übrigens der popelnde Kollege. Das nur als Info und ohne Zusammenhang.

Der Workshop wird von einem ehemaligen Profi-Sportler geleitet. Gut, dass das bei der Beschreibung dabei steht; ich hätte es nicht gewusst. Ist aber auch nicht mein Sport und überhaupt kenne ich nur die richtig großen Namen und selbst da bin ich mir oft nicht sicher, ob das ein Spieler, ein Trainer oder ein Kommentator war.

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Keine Lust auf die Woche, aber da muss ich wohl durch.

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Sonntag, 22. März 2026
Die kleinen Problemchen des Lebens gibt es auch noch

Zum Grillen braucht es ein Bier. Es ist Wochenende, da geht ja wohl ein Bier. Ein Feierabendbier, das muss sein... es findet sich immer ein Grund. Die letzte Woche seien es aber nur derer zwei gewesen; das Bier zum Grillen erst das dritte. Man könnte nun nach den Gründen für die anderen zwei Bier fragen, denn Wochenende war nicht und Feierabend sollte vorherige Tätigkeiten beinhalten, die über einen Arztbesuch oder Einkaufen hinausgehen. Um es positiv zu sehen: Es waren nur drei. Bis Samstag Abend 19 Uhr. Was den Rest betrifft, wird man sehen. Die nächste Zeit wird eh spannend, denn die Ärztin hat ein MRT angeordnet. Das macht Sinn, denn in den letzten Wochen übergibt er sich immer wieder. Offiziell seien es womöglich Gallensteine und dem möchte man mittels MRT auf die Spur kommen. Mein Verdacht ist, dass man gleich mal einen Gesamtblick auf das Ganze haben möchte, denn es könnte sein, dass auch der Rest in den Seilen hängt. So oder so wäre der nächste Schritt, der dann (hoffentlich) entdeckten Ursache für die Kotzerei den Garaus zu machen. Wenn es nur Gallensteine sind: Wunderbar. Die saugt der Student im ersten Semester mit einem Strohhalm durch die Bauchdecke ab. Bei anderen Befunden würde es weniger einfach. Und der Patient müsste zustimmen. Aber nun warten wir mal ab und drücken die Daumen... soweit das mit einem Tremor halt geht.

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Es ist wieder viel zu viel Trump in den Schlagzeilen. Ignorieren ist nicht einfach. Das andere große Thema ist die Fernandes-Ulmen-Story und die darf keinesfalls ignoriert werden. Auch da kann man in dunkle Kommentarecken gelangen, aber das habe ich bisher ganz gut umschifft. Für heute Nachmittag hat Collien Fernandes zu einer Demonstration in Berlin aufgerufen. Eine Woche nach der unsäglichen Naidoo-Rechtsidioten-Demo und diesmal mit wirklichen Dingen und Anliegen aus der realen Welt und mit hoffentlich vielen Teilnehmern. Ich bin mir sicher, dass es groß werden wird. Und das ist gut so.
Dann gibt es noch Krieg. Nein, es sind viele Kriege und zwei davon schaffen es in die Nachrichten - einer davon, der Krieg in der Ukraine, aber immer weniger. Dafür sieht man oft die starren Augen einer Frau, die so offensichtlich für ihre ehemaligen (und irgendwann auch wieder aktuellen) Arbeitgeber aus der fossilen Energiewelt und man fragt sich, warum sie damit durchkommt? Aber sie kommen alle durch. Spahn kommt durch, die ganzen blauen Nazis kommen durch, die RBB-Trulla kam durch, dieses ganze Trump-Einschleimerpack und die Trump-Familie kommt mit den absurdesten Sachen durch, Orban kommt durch, Bezos/Musk/Zuckerberg kaufen sich immer wieder von irgendwas frei und kommen durch, Lindner, Scheuer, diese ganzen Maskenteuerverkaufsarschlöcher kamen durch (und dürfen auch noch die durch Beschiss erhaltene Kohle behalten), alle kommen sie durch. Nur René Benko sitzt weiterhin in Haft. Immerhin.

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Muskelkater von der Gartenarbeit gestern. Das on top zu Restverkrampfungen des Zahnarztbesuchs. Ob ich wohl je wieder kartoffelsackartig völlig entspannt und schmerzfrei irgendwo abhängen kann?

Später will ich eine Runde laufen gehen. Eine kleine Runde, wenn möglich langsam und völlig gechillt. Das brauche ich einerseits, um den Kopf etwas freipusten zu lassen, aber vor allem Hänge ich auch mit meinen Podcasts hinterher. Ich bin bei Fest & Flauschig von letzter Woche und wir haben schon wieder Sonntag. Das artet auch schon fast in Arbeit aus. Die fehlenden Bahnfahrten der letzten Wochen sind schuld. Dabei habe ich die meiste Zeit um mal was "wegzuhören". Da diese Woche eventuell sogar zwei Fahrten anstehen, wird der Berg an Ungehörtem vielleicht etwas kleiner. Oder ich muss mehr laufen; allerdings habe ich mir angewöhnt, den ersten Teil der Strecke mit Musik zu untermalen. Erst dann steige ich bei Podcasts ein. Da meine Läufe meistens kurz sind, bleibt da nicht mehr viel Zeit und schwupp entsteht ein Podcastberg. Tragisch.

Es gibt also auch noch die kleinen Problemchen des Lebens.

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Samstag, 21. März 2026
Zum Glück keine Modelleisenbahn

Gartenarbeit... wie kann man sowas nur schön finden. Okay, das Destruktive beim Schneiden von Ästen hat was, aber auch dieser Reiz verfliegt sehr schnell. Immerhin wird man belohnt, irgendwann, wenn alles blüht und wieder schön aussieht und so. Aber eigentlich hat auch die Wildnis was und vielleicht sollte man die Natur sich selbst überlassen, sie weiß ja wohl am besten, was für sie gut ist und überhaupt. Und natürlich ist das nur eine Ausrede und kann unter der Überschrift "Faulheit" zusammengefasst werden. Ach so, es gibt noch ein großes Plus: Man sieht hinterher, dass man was geschafft hat, dass man gearbeitet hat, man hat Früchte seiner Arbeit, große Berge an abgeschnittenen Ästen und Blättern (und auch ein paar Blüten... sorry). Man trifft viele andere Menschen beim Grünschnitt und manche kennt man sogar. Deshalb fühlt man sich nicht so alleine in dieser wundersamen Welt der Gartenarbeit. Es gibt noch andere, die sich das geben. Naja. Wenn man es genau nimmt, gibt es noch schlimmere Dinge, die man an einem Samstag machen könnte. Zum Glück mache ich mir nichts aus Modelleisenbahnen.

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Freitag, 20. März 2026
Auf dem Zahnfleisch gehend nach dem gestrigen Drama

Zwei fucking geschlagene Stunden saß ich auf dem Zahnarztstuhl, während eine Ärztin nebst Assistentin über mich gebeugt in meinem offen stehenden Mund hantierten. Mein ganzer Körper war ein einziger großer Krampf, der Sauger saugte über den Mund 97 Prozent meiner gesamten Körperflüssigkeit ab, der Rest wurde für Schweiß benötigt, ich kenne nun sämtliche Geräusche, die die diversen Bohrer und Polierer im menschlichen Kopf erzeugen können und heute habe ich Muskelkater in den Armen (vom Festkrallen im Stuhl) und in den Kiefern. Zwei Stunden. Immerhin lief es ohne Betäubung ab, die Schneidezähne sind da unsensibel und es waren auch keine Nerven in der Nähe der Kampfhandlungen. Trotzdem... zwei Stunden. Auf dem Heimweg war mein Gang nicht der sicherste, ich erkannte ein leichtes Wanken an mir, das aber mangels Anästhesie und/oder Konsum von Drogen rein durch die vorherige Muskelanspannung aller (!) Muskel zustande gekommen sein kein.

Nächste Woche dann noch eine Zahnreinigung und - auch das wird sicher ein Fest - einen Abdruck für eine Beissschiene machen. Ich bin nämlich nicht nur auf Zahnarztstühlen, sondern auch in der Nacht verkrampft und das macht sich durch Knirschen bemerkbar - in diesem Fall bei den Zähnen und nicht wie beim Laufen in den Knien. Wobei auch die nachts Geräusche von sich geben, denn es knackt gelegentlich, wenn ich mich umdrehen. Faszinierend, so ein Körper.

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Dieses Verkrampfe gestern hat Spuren hinterlassen: Beim Mittagspausenlauf wunderte ich mich über Muskelkater in den Waden und überhaupt müde Beine. Ein kurzer innerer Scan des sonstigen Körpers verriet mir: Da tut so ziemlich alles weh. Meine Güte, DAS war wirklich eine Anspannung vom Feinsten.

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Mittagsschlaf? Hm...

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