Freitag, 5. Juni 2026
Wirre Nacht

Die Ex lebt also noch. Sicher konnte man da nicht sein, wobei... vor einigen Wochen kam ein E-Mail; da lebte sie also auf jeden Fall noch. Unkraut und so.

Gestern abend kurz vor 22 Uhr kam wieder eine E-Mail. Großer Verteiler. Ihre Schwester und ihre Mutter, die wohl die Hauptempfänger sein sollten, außerdem ein ehemaliger Arbeitskollege von vor über dreissig Jahren, eine "Ärztin" ihres vorletzten Arbeitgebers (auch zehn Jahre her), ihr Sohn und einen Namen, den ich noch nie gelesen habe. Die E-Mail war eine längere Kommunikation zwischen ihr und ihrer Schwester, sehr wirr. Eine E-Mail der Mutter an die Schwester war auch innerhalb der Kommunikation. Da ging es um Entmündigung der Mutter, was aber gar nicht angedacht war und ähnlicher Irrsinn. Die ganze Familie ist eine einzige psychotische Katastrophe, was natürlich nicht schön ist, aber kommt vor. Es wäre auch nicht weiter dramatisch, würden sie ihre Eskapaden unter sich ausmachen; was sie in dem Kommunikationsstrang auch taten - bis gestern abend, wo der ganze Mist dann plötzlich an viele andere Leute ging. Was die Intention der Ex dafür war? Man weiß es nicht. Naja, man weiß es schon. Alkohol und alkoholinduzierte Aussetzer dürften der Grund gewesen sein. Laut den E-Mails ist der Gesundheitszustand der Ex wohl auch entsprechend. Es ist von einem Rettungswagen die Rede und von einem Arztbericht ("Seite 1"), aber das kennt man alles schon. Die Energie reicht aber immerhin noch für seltsame E-Mails und bescheuerte Aktionen. Unkraut und so.

In der Nacht ging das Mail-Hinundher weiter. Die Schwester fragt, warum die E-Mails auch an völlig unbeteiligte Leute geschickt wurden (dazu zähle ich auch mich; aber nun denn. Gemeint war die eine Person, deren Name ich nicht mal kenne). Die Ex meint, diese Leute müssten wissen, wie gemein die Schwester sei.

Es ist so absurd. Und irgendwie geht es um Geld. Natürlich. Selbst im größten Suff erkennt die Ex, was wichtig ist. Zumindest für sie.

Früher war ich im Zentrum dieser wirren Tiraden, diesmal nur ungewollter Zuschauer. Das ist um einiges besser, auch wenn mein Blutdruck trotzdem bei jedem "Ping", das eine neue Nachricht ankündigt hochgeht. Und so ähnlich wie man sich bei Trump wünscht, dass das Cholesterin und das sonstiges Zeug im Körper, das die jahrelange Ernährung mit Fast Food und Softdrink dort hinterlassen hat, endlich seine Wirkung tut, ist es hier mit Alkohol. Das ist kein schöner Gedanke, aber es wäre gelogen zu sagen, er wäre nicht da. Mag sein, dass das schlecht fürs Karma ist, aber dann ist dem halt so. Ist ja nicht so, als wäre im Laufe der vielen Jahre nicht genug Hilfe angeboten worden. Hat nur nicht geholfen und dann kam der Selbstschutz bei den restlichen Beteiligten. Solche "Schüsse" wie heute nacht kommen nur noch selten, aber wenn sie kommen, sind sie immer noch sehr laut und heftig. Zu laut und zu heftig.

Mal sehen, ob es heute noch zu einem Nachhall in Form von E-Mails kommt. Entschuldigungen von der Ex sicher nicht; die kamen nie. Aber vielleicht fragt jemand anders mal in die Runde, was das sollte. Aber auch da stehen die Chancen eher schlecht. Wie gesagt: Die ganze Familie ist eine Katastrophe und wieso sollten die Unbeteiligten etwas schreiben. Die werden verwirrt zurückbleiben. Wie immer die meisten verwirrt zurückbleiben, wenn die Ex gesoffen hat.

Im Garten ist auch das Unkraut zurück. Man ist da ein bisschen hilflos. Auch da.

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Donnerstag, 4. Juni 2026
Keine Eismaschine

Feiertag und trotzdem früh wach. Der Fluch der inneren Uhr - und der kleinen Katze. Die war die ganze Nacht schon aktiv und anhänglich noch dazu. Keine Ahnung, was gerade los ist. Vieles ändert sich da gerade; sie ignoriert nun wieder weitestgehend die Katzentoilette und geht stattdessen raus. Das ist natürlich begrüßenswert, liegt aber eventuell an der wuchernden Natur und den entsprechend guten Verstecken zum Erledigen diverser Geschäfte. Könnte sich also wieder ändern, dieses Phänomen. Sie ist aber auch ansonsten anders drauf, kommt öfter mal auf den Schoß und bleibt da auch länger mal gechillt liegen. Sie schläft in diversen Schränken, aber ist auch mal längere Zeit nicht auffindbar. Alles etwas ungewohnt, aber auch nicht dramatisch. Veränderungen sind ja manchmal gut und vielleicht hat sie einen Katzen-Lifestyle-Ratgeber gelesen, in dem genau das propagiert wird. Schlafen Sie mal in einem anderen Schrank... Sie werden sehen: Ihr Blickwinkel ändert sich. Kacken Sie im Freien! Es ist befreiend. Sie werden es fühlen. Der Schoß des seltsamen Geschöpfs, das bei Ihnen wohnt kann bequem sein. Versuchen Sie es. Wer weiß; vielleicht hat sie auch bei CatGPT nachgefragt.

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Gestern endlich mal wieder gelaufen. Nur kurz und sehr langsam. Das rechte Knie ist weiterhin äußerst fragil und ein entsprechender Eierlauf war das auch, aber egal: Ich war laufen! 4,5 Kilometer. Yeah. Nun würde ich heute gleich wieder und morgen auch nochmal, aber das wäre wahrscheinlich nicht so gut. Ein schneller Spaziergang, das wäre aber drin und wenn man dabei ganz ganz leicht hüpft und vielleicht doch etwas schneller... Hm. Vielleicht gehe ich später doch eine kleine Runde raus. Hängt ein bisschen vom Wetter ab, das sich noch nicht so recht entscheiden kann. Kalt genug für ein langes Oberteil ist schon mal. Tut bestimmt auch dem Knie gut, wenn es draußen so kühl ist... (auf der Suche nach Vorwänden).
Radfahren als Alternative ist noch schlechter, denn das geht ganz offensichtlich auf den Ellenbogen. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Doof, aber ist nun mal so.

Heute ist übrigens Tag 4 mit dreimal täglich Ibuprofen. Das hat auf jeden Fall einen Effekt; leider aufs Verdauungssystem, aber hey: Noch eine Baustelle. Was solls. Darauf kommt es nun auch nicht mehr an.

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Gestern in der Mittagspause kurz im LIDL gewesen und ich bin einerseits enttäuscht, aber gleichzeitig auch stolz auf mich. Letzteres, weil ich der Versuchung widerstanden habe, die Eismaschine zu kaufen. Zwei Stück waren noch da, mein Finger waren schon am Karton, aber ich habe widerstanden. Die Maschine ist der Nachbau eines ziemlich teuren Geräts aus der Profiküche. Man friert in einem speziellen Gefäss eine Flüssigkeit ein, zum Beispiel Eismasse. Das Glas mit dem Eisklumpen wird dann an die Maschine geschraubt ein sehr scharfe Messer hobeln in einer sehr hohen Geschwindigkeit Schicht für Schicht von der Eismasse ab. Das Ergebnis ist Eiscreme. Man kann noch andere Dinge damit machen, Milchshakes zum Beispiel, aber das Augenmerk liegt ganz klar bei Eis. Allerdings stellt sich die Frage, wie oft diese Maschine im Einsatz wäre und ob sich finanzieller Aufwand und benötigter Platzbedarf in der Küche mit dem kulinarischen Gewinn in Einklang bringen lassen. Wahrscheinlich nicht und deshalb: Kein Kauf. Die Vernunft hat gesiegt und darauf bin ich stolz.
Die Vernunft musste aber auch eine Niederlage einstecken, denn im Einkaufswagen landeten auch Dinge wie griechische Nuss-Glukosesirup-Brocken und Giotto nach Art Pastel de Nata. Dazu noch Nüsse "Honig & Salz" und so Mist. Alles völlig unnötig, alles sogar schlecht, aber Gier und Sucht waren hier die Gewinner. Da bin ich nun nicht stolz drauf, sondern enttäuscht. Meine Ausrede ist, dass meine Nerven zur Zeit nicht die besten sind, aber wenn ich ehrlich zu mir bin: Seid wann ist das ein sinnvoller Trost? Klar, Zucker und Fett, super. Die Laune ist kurz besser, aber spätestens beim schlechten Gewissen danach geht die wieder runter. Und dann erst der Gang auf die Waage... Mist.

Immerhin habe ich Tomaten, Kiwi und so gekauft. War ja nicht nur Dreck. Trotzdem bin ich genervt von mir.

Und immerhin: Keine Eismaschine!

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Mittwoch, 3. Juni 2026
Es werde smart

Heute wird es spannend. Der Netzbetreiber hat sich für den Vormittag angemeldet; der Stromzähler soll getauscht werden.

Dass es einen Termin gibt, ist schon ein kleines Wunder, denn entgegen dem heute einzubauenden Zähler ist die Auftragsverwaltung beim Netzbetreiber kein bisschen smart. Eher im Gegenteil. Auf den heutigen Termin warte ich seit Ende Februar. Es würde etwas fehlen hieß es. Der Betrieb, der die Technik eingebaut hat sagte: es fehlt nix. Man zeigte mir sogar deren Ansicht des Online-Portals des Netzbetreibers. Alles grün. Bei mir nicht. Bei mir stand, da fehle was. Es brauchte viele Anrufe, bis irgendwann klar war, dass nichts fehle. Es dauerte weitere zwei Anrufe (und einiger Wochen) bis es endlich zum heutigen Termin kam.

Nach diesen Erfahrungen ist es spannend, ob es neben dem zugesagten Termin auch tatsächlich zu Menschen kommt, die heute hier erscheinen und einen Zähler tauschen. Man wird sehen. Laut Termin geschieht das alles zwischen 8.30 Uhr und 11.30 Uhr. Ich bin jetzt schon aufgeregt.

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Dienstag, 2. Juni 2026
Im Nanometerbereich

Eigentlich wollte ich nur gemütlich hier sitzen und lesen. Ein Platz für mich alleine im ICE, die Klimaanlage funktioniert, ein guter Platz zum Lesen. Aber hier wird gearbeitet! Eine Dame telefoniert, es gibt Probleme bei den Tests, Unterschiede im Nanometerbereich, das ist tragisch. Ein Herr telefoniert auch. Er fragt am Telefon, ob er schicken soll oder gleich hier durchgeben. Ich wäre für letzteres, würde mich ja schon interessieren, um was es geht, aber es wird leider doch geschickt. Um 17.30 Uhr ist er dann wieder erreichbar und dann könne man das besprechen. Dabei hätte man das so schön hier durchgehen können. War aber vielleicht nicht so wichtig wie Dinge im Nanometerbereich. Drama, sag ich nur.
Ein Paar sitzt auch im Abteil, die arbeiten nicht. Sie liest, na also, ich wäre nicht allein. Aber eigentlich arbeite ich noch, ich könnte den Firmenlaptop rausholen und ganz wichtige Dinge tun. Weit größer als im Nanometerbereich, also quasi riesig. Aber ich möchte nicht; ich arbeite später von zuhause noch eine Runde. Gerade bin ich müde. Und würde gerne lesen. Vielleicht tue ich das jetzt doch, zwinkere kurz der Dame vom Pärchen, meiner literarischen Komplizin, zu, hole das Kindle raus und lese als ob der nächste Halt noch Stunden entfernt wäre (sind aber nur noch zehn Minuten).

Müde bin ich übrigens wegen wenig Schlaf und ich habe die Ibuprofen im Verdacht, auch ihren Beitrag zu leisten. Macht Ibu müde? Könnte die Frau am Telefon fragen, die scheint wissenschaftlich bewandert und könnte mir sagen, wie es sich mit Ibu und Müdigkeit verhält. So im Nanometerbereich.

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Off Topic: Habe aktuell eine Kaufsuchtphase. Die Leute von DHL und Co. hassen mich. Ich denke es liegt am Serotonin, wenn man kauft. Und das angespannte Warten auf die Pakete. Und das fast orgastische Gefühl, wenn man das Päckchen aufreissen kann. Hach... wenn nur der finanzielle Aspekt nicht wäre.

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Montag, 1. Juni 2026
Blatt für Blatt

Oh, Drei-Tage-Woche. Hatte ich gar nicht mehr so auf dem Schirm. Da ist die Laune doch gleich mal besser.

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Gestern Abend bin ich auf der Straße rum und habe Blätter eingesammelt, die der Baum vor dem Haus abgeworfen hat. Der Wind hat sie anschließend schön verteilt und damit mich die Nachbarn nicht abgrundtief hassen, habe ich versucht, ein kleines bisschen aufzuräumen.

Die Blätter sind sehr fest und steif und lassen sich nur schlecht mit einem Besen zusammenkehren. Einfacher geht das Einsammeln von Hand, Blatt für Blatt. Das sieht wahrscheinlich etwas bescheuert aus, aber es ist die wirksamste Methode; ich habe es getestet. Nach eine halben Stunde waren die meisten Blätter weg, aber das hält leider nicht sehr lange an. Egal. Man hat meinen guten Willen erkannt und das ist das Wichtigste.

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Heute kommt der Koffer. Ich habe nämlich einen bestellt. Die Koffer meiner Eltern, die ich all die Jahre für Reisen nutzte, sind - wie meine Eltern - in die Jahre gekommen und nicht mehr so wirklich reisefähig. Wie meine Eltern.
Deshalb braucht es nun einen eigenen Koffer. Ein Hartschalenmodell, der Standard und gleiches gilt für die Größe. Auch hier: Standard. Es gibt die Koffer noch in XXXL, aber die wiegen dann mehr und es passt (natürlich) mehr rein, weshalb sie am Ende nochmal mehr wiegen und man hat dann immer Terz bei Reisen, muss zuzahlen und wenn man das vergisst, ist das doppelt teuer, alles Mist. Ich wurde sogar mal am Gate ausgerufen, weil die Dame beim Einchecken zwar sah, dass mein Koffer mehr wog, als er sollte, aber ich nicht dafür zahlen musste. Zumindest nicht beim Einchecken. Nach dem Ausrufen am Gate allerdings schon. Hätte ich gewusst, um was es ging, hätte ich das Ausrufen ignoriert. Was hätten sie machen sollen? Den Flug canceln? Mein Gepäck wieder aus dem Flieger holen und den Abflug damit verzögern? Wäre knapp geworden mit dem Landen in der Heimat. Aber wenn man an einem Flughafen ausgerufen wird, reagiert man natürlich.

Auch zukünftig werde ich reagieren, wenn mein Name aus den Lautsprechern schallt, denn: Am Koffer wird es nicht mehr liegen. Der ist Standard und beim Packen achte ich aufs Gewicht. Man wird stolz auf mich sein, bei den Schulung von Flughafenpersonal wird in den Schulungsunterlagen ein Bild von mir zu sehen sein, als Beispiel für den perfekten Fluggast, wenn es um Koffer geht.

Nächste Woche dann der erste Einsatz des neuen Koffers. Spannend.

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Sonntag, 31. Mai 2026
Zum Nichtstun verdammt

Zum Nichtstun verdammt. Der Ellenbogen schmerzt auch bei Nichtstun; da möchte ich gar nicht wissen, wie es bei Radfahren wäre. Das Knie wird besser, aber da jetzt einen Lauf anzusetzen, würde alles wieder zerstören. Sehr nervig. Altwerden ist nichts für Feiglinge.

Mein Hausarzt ist nun in Urlaub, danach ich. Und was würde er schon machen... zum Orthopäden überweisen, nehme ich an. Der sagt dann, dass ist ein Tennisarm (bei der Schulter) und irgendwas mit Arthrose (im Knie) und wäre halt so, müsse man schonen, ach ja: Und Ibuprofen. Ich schone ja bereits wie verrückt. Man könnte mit mir problemlos zur See fahren, so ein guter Schoner bin ich. Nun starte ich auch ins Ibuprofen-Game. Das im Ellenbogen dürfte tatsächlich eine Entzündung sein und da komme ich mit meiner "Pferdesalbe" wahrscheinlich nicht sehr weit. Wäre mittlerweile soweit, dass ich eine Spritze direkt in den Brandherd (gesetzt von einer/m fachkundigen Ärztin/Arzt) in Betracht ziehen würde, wenn das Aussicht auf schnelle Heilung hätte. Gilt auch fürs Knie. Rein mit der Medizin, wenns hilft.
Das wird noch was geben mit mir, wenn die Zipperlein mehr werden. Das wünsche ich niemandem und ich entschuldige mich schon jetzt bei allen, bei denen ich jemals in Behandlung sein werde. Wobei... eigentlich stimmt das nicht. Vor Ort und auch im Krankenhaus bin ich ein Lämmchen, lieb und brav, lasse das meiste klaglos über mich ergehen und bin ein guter Patient. Die Behandelnden dürfen sich nicht beklagen. Außerdem war ich gut für ihre Statistik; ich habe schließlich alles überlebt. Bisher.

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Gewitter war da. Aber nur kurz. Das zählt eigentlich nicht.

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Freitag, 29. Mai 2026
Dann lieber einen Infarkt

Seit vorgestern liegt der nächste in der "Stroke Unit". Die Einschläge kommen näher. Wobei... der zählt nicht. Er ist zum einen älter und zum anderen war das abzusehen. Eigentlich sind alle verwundert, dass es erst jetzt passiert. Und dass er seine Lebensgefährtin überlebt hat, die zwar auch jenseits der meisten gesundheitlichen Vorgaben sämtlicher seriösen Quellen lebte, aber immer ein paar der bekannten Ursachen (Übergewicht, Rauchen) außen vor ließ. Nun ist es also auch bei ihm soweit. Er kommt wohl wieder auf die Beine; bis zu den Weinfesten im Herbst sollte er wieder gut im Futter stehen und der Durst ist da schon längst wieder da. Gute Besserung derweil.

Der andere, mein Jahrgang und eigentlich kein Kandidat für einen Infarkt ist wieder vollends genesen. Sport geht wieder auf altem Niveau, bzw. ginge, weil er mache nur so viel, wie er denkt, dass es ihm gut tut. Das macht er wohl genau richtig, denn gut sieht er aus. Für die Arbeit reicht die Kraft noch nicht; als Beamter muss er da aufpassen, Weil ist ja schon anstrengend und überhaupt. Er kümmert sich bis auch das wieder geht um sich und die Pflanzen, die es bei diesen Temperaturen nicht leicht haben und oft gegossen werden wollen. Das wäre mit der beruflichen Arbeit auch nur schwer in Einklang zu bringen.
Das hat er alles so nicht gesagt, ich habe mir das im Kopf zusammengesponnen und das wiederum gibt mir zu denken. Schaue ich zuviel Assi-TV auf RTL II?

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Bei mir ist (hoffentlich) noch kein Infarkt in Sicht. Den faulen Hintern zu bewegen, ist dabei sicher eine gute Sache. Allerdings fällt aktuell laufen aus. Das rechte Knie möchte nicht so wirklich. Gestern war ich dann mit dem Rad unterwegs. Kein Problem für das Knie, dafür schlecht für den linken Ellenbogen, der auch zickt. Bin ich schon reif für Liegerad? Was kommt als nächstes? Sandalen in Socken und der Hosenbund auf Brusthöhe? Bitte nicht. Dann lieber einen Infarkt.

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Donnerstag, 28. Mai 2026
Durchatmen, aber angestrengt

Vielleicht liegt es am Urlaub. Es ist immer kurz vor einem Urlaub, dass mein Körper streikt. Diese Schmerzen im rechten Knie, Innenseite und hinten hatte ich schon mal. Damals war ich eigentlich wegen Patellasehne beim Arzt, bekam Physiotherapie verschrieben und dort war die Patellasehne plötzlich weniger dazu Problem; dafür zickte die Stelle, die nun wieder zickt. Das wurde dann mit einer wärmenden Salbe, Ultraschall zum Knochenwärmen und Rumgedrücke (Massage würde ich das fast nicht nennen wollen) behandelt. Wurde besser, wäre es aber wahrscheinlich auch so geworden, weil ich geschont habe. Ich befürchte, das steht mir nun auch wieder bevor. Dieses Schonen. Ein Drama. Ich möchte nicht schonen, weil das wiederum ganz andere Probleme verursacht. Wie mans macht...

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Heute Abend ist Afterwork und ich habe keine Lust, gehe aber trotzdem ein Stündchen oder so hin. Wird eine kleine Runde am See. Ich will versuchen, dass ich pünktlichst in den Feierabend komme und noch eine Runde mit dem Rad durch den Wald radle und dann direkt an den See zu kommen, wo wir uns treffen werden. Der Plan ist eine halbe Stunde vorher aufzuschlagen, vielleicht noch die Füße ins Wasser hängen und durchatmen. Letzteres wird schwer, denn das Wetter ist herrlich und es sind Pfingstferien. Da ist Atmen wahrscheinlich eh schon schwierig; durchatmen wird richtig anstrengend und Angestrengtes Durchatmen widerspricht ja dem Sinn des Durchatmens, welches Entspannung sein sollte. Noch ein Drama. Dramen allerorten. Mannmannmann.

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Vielleicht doch ein Mittagsläufchen... ein kurzes?... so ein Mini-Lauf, eigentlich nur ein Schnellvordietürgehen?... hm....

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Mittwoch, 27. Mai 2026
Mittagspausenlauf

Kein Mittagspausenlauf gestern, war alles irgendwie zu knapp und die Knie, ach was, der Körper! Und überhaupt. Am Abend war es viel zu heiß, was ich bemerkte, als ich die Blätter, die der Baum vorm Haus schon viel zu früh von sich wirft zusammenfegte. In der Nacht reifte der Plan, vielleicht gleich ganz früh am Morgen eine Runde zu laufen und tatsächlich wäre es hell genug und die Luft so frisch... nur die Lust fehlt. Selbst nach dem ersten Kaffee kam die noch nicht. Dafür ist die Müdigkeit noch da. Heute hätte ich gut und gerne ein Stündchen länger schlafen können, bin aber doch so aufgestanden, dass ich die 6-Uhr Nachrichten im MoMa noch sehe. Man will ja informiert in den Tag starten.

Eigentlich könnte ich jetzt noch los, der Kaffee ist gleich getrunken und zeitlich wäre es noch gut machbar (6.58 Uhr), allein: Es fehlt weiterhin an Motivation. Dafür plane ich einen Mittagslauf. Im Wald sollte das machbar sein. Muss auch keine Riesentour werden; einfach den faulen Hintern etwas bewegen und Schritte machen. Das sollte heute klappen. Die Zeit blocke ich mir gleich mal im Kalender, dann gibt es diesbezüglich auch keinen Stress.

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Mittagspausenlauf geschafft, aber es war grenzwertig. War zwar die meiste Zeit im Wald, aber auch da fiel Atmen schwer. Wie machen die das nur in Hawaii beim Iron Man? Egal. Es wurden fünf Kilometer, Zeit war nicht wichtig (sie war okay) und ich ein bisschen entfrustet. Nach Feierabend wäre Laufen keine Option; da dürfte es nochmal um einiges heißer sein. Außerdem muss ich wieder Blätter einsammeln. Der Baum vorm Haus wirft seine nämlich schon ab und die müssen in die Biotonne. Sonst kriege ich Ärger mit den Nachbarn, wenn das alles nach überallhin geweht wird.

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Es geschehen noch Zeichen und Wunder: Heute in einer Woche ist Termin für Stromzählerwechsel. Ich freue mich noch verhalten, denn ob das wirklich klappt... man wird sehen...

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Wäre bereit für Urlaub. Noch ist es aber nicht soweit. Mist.

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Dienstag, 26. Mai 2026
Limbotänzer mit elastischsten Knien

Sinnliches Geknutsche mit einem Promi und Stress mit ihrem Ex. Die Ideenfindung von Träumen lässt mich immer wieder staunend zurück. Noch mehr würden die Leute staunen, die das analysieren sollen. Müssen sie aber nicht; ich nehme diese nächtlichen Eskapaden zur Kenntnis und gut ist.

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Heute dann doch nicht im Headquarter. Der Zug fährt nicht. Natürlich hätte es Alternativen mit ein paar Umstiegen mehr gegeben, aber jeder Umstieg beinhaltet die Option auf Verspätung. Außerdem ist bei diesen Temperaturen Bahnfahren kein Spaß und an Gleisen herumstehen auch nicht. Last but not least kommt meine Laune dazu. Die ist so tief, dass selbst der beste Limbotänzer mit den elastischsten Knien aller Zeiten nicht drunter durch käme. Die Gründe sind vielfältig; einen Grund kann ich (anders als bei der Sinnhaftigkeit meiner Träume) ausmachen. Ist so eine private Sache; da schmolle ich vor mich hin. Ein bisschen Baden in Selbstmitleid ist auch mit dabei. Leider ist das ein Bad, das nicht kühlt. Schade eigentlich.

Nun bleibe ich heute also im Home Office. Wenn mal die Zeit für Abmahnungen kommt, wird es leicht, Kanonenfutter für mich zu besorgen. Das liegt ja quasi in großen Haufen parat. Na meinetwegen.

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Heute Mittagspausenlauf? Hm...

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