Freitag, 13. Februar 2026
Bin wieder unter Strom

Gestern hatte ich für längere Zeit keinen Strom. Die Elektriker taten Dinge, welche Dinge weiß ich nicht. Ist auch egal, die Hauptsache war, dass der Strom nachher wieder da ist. Die Chancen standen gut und es klappte auch.

Post hätte in der Zeit nicht kommen dürfen, denn die Klingel ging nicht. Merkt man ja nicht, denn eine Klingel ist wenig auffällig, solange sie nicht benutzt wird und würde sie nun benutzt, fiele es nicht auf, da sich an ihrem Grundzustand, den sie die meiste Zeit ihres Daseins inne hat, nichts ändert. Klingle wer möchte. Ich hoffe, sie geht wieder - jetzt wo der Strom wieder fließt. Teste ich nachher mal.

Was nicht mehr ging (ich aber erst am Abend bemerkt habe): der Katzenbrunnen. Merkt man auch nicht sofort, denn er sprudelt in Etappen. Oder eben gar nicht, wenn er zwischendurch mal aus war. Wenn er längere Zeit still steht, trocknet der obere Blubberbereich aus und es kommt zu Kalkflecken. So fiel das überhaupt auf. Die kleine Katze darf sich freuen: es gibt wieder frisches Wasser. Hurra.

Und auch neu seit gestern: eine Wallbox im Carport. Eigentlich relativ unauffällig - außer wenn es dunkel ist, denn dann bemerkt man ein pulsierendes weißes Licht. Das sogenannte Bereitschaftslicht, das besagt, dass die Wallbox bereit ist. Ich hoffe, das kann man irgendwie deaktivieren. Es ist ja schön, wenn die Wallbox bereit ist, das muss man aber nicht so demonstrativ zur Schau stellen. Blink Blink Blink. Strahl Strahl Strahl. Pulsier Pulsier Pulsier. Ist ja gut, Wallbox. Wir haben verstanden.

Aber das kommt alles noch. Bin ja fresh im Game. Laufen tut es übrigens noch nicht. Ich denke, die Elektriker hatten am Nachmittag keinen Bock mehr; deshalb ist der sogenannte Wechselrichter noch nicht in Funktion, aber egal. Immerhin steht der ganze Technikkram. Die Einrichtung sollte nicht mehr so dramatisch werden.

Das ist alles sehr spannend, aber auch nerdig.

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Donnerstag, 12. Februar 2026
Good News

Die Nachrichten dieser Welt machen mich fertig. Mittlerweile bin ich an dem Punkt, an dem ignorieren eine gute Option darstellt. Aber ein paar Informationen möchte ich schon, allerdings nur schöne. Dafür gibt es "Konstruktiven Journalismus", aber der ist mir teilweise noch zu negativ. Klar ist es toll Lösungen anzubieten, aber ich möchte das Schlechte dieser Welt ignorieren. Ich bin soweit, dass ich glaube, dass es keine Lösungen gibt oder besser: dass es Lösungen gibt, aber die keinen interessieren. Der orange Psychopath wäre weg vom Fenster, wenn es nicht diesen Haufen Arschlöcher gäbe, die ihn unterstützen, um selbst Macht zu haben. Oder Thema Umwelt, dies und das. Egal. Konstruktiver Journalismus ist aber immer mal eins: konstruktiv. Trotzdem zu negativ.

Es gibt aber auch die "guten Nachrichten". Nur Katzenbabys, gerettete Kinder und Robben, Sonnenschein im Lalalauneland. Diese "Good News" gibt es sogar vom ZDF, siehe hier. Hach, wie schön. Aber hey... da steht ja nicht wirklich viel und vor allem: die aktuellste Nachricht ist vom 22. Januar. Ist seitdem etwa nichts Positives mehr passiert? Überhaupt ist die Menge an Meldungen auf der Seite sehr überschaubar. Das ist ja noch frustrierender! Es gibt gute Nachrichten, aber leider nicht sehr oft und leider sind es auch nicht sonderlich viele. Na Danke. Dass es so wenig Good News gibt, ist keine gute Nachricht.

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Heute sind wieder Elektriker da. Sie machen die Elektrik. Ob sie das gut machen... keine Ahnung. Weiß man wahrscheinlich erst am Ende. Wenn es da nicht zischt und bizzelt und alles macht, was es soll, ist es wohl gut gemacht. Oder wie ein Profi letztens zu mir sagte, nachdem er etwas im Schaltschrank tauschte und das ein paar Tage nochmal überprüfte: "Ist nichts schwarz, hat also nichts gebrannt. Das ist gut." Ja, das ist gut. Finde ich auch.

Wenn das Tagwerk der Elektriker heute erledigt ist, wäre alles angeschlossen und bereit. Dann braucht es noch das Go des "Netzbetreibers". Dort habe ich mich bereits angemeldet und bin bisher positiv überrascht. Die Anmeldung ging einfach, die Daten sind hinterlegt und das auch noch korrekt. Könnte gut sein, dass alles klappt. Ich bin guter Dinge.

Gibt also doch noch Good News.

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Mittwoch, 11. Februar 2026
Aufs Dach gestiegen

Halb Drei ist früh, viel zu früh. Das sind viereinhalb Stunden Schlaf und davon kann man noch eine halbe Stunde Katzestreicheln und -bekuscheln abziehen. Ich war trotzdem wach und konnte nicht mehr einschlafen. Nach ein paar Seiten im Buch und anschließendem Hin- und Hergewälze habe ich aufgegeben und nun sitze ich im Wohnzimmer und bin genervt. Immerhin: man kann auch um diese Zeit einiges erledigen. Die Spülmaschine ist schon ausgeräumt und das Katzenklo gereinigt. Und ich bin weiterhin genervt. Eigentlich auch müde, die Augen sind schwer, aber ich kann ums Verrecken nicht Schlafen. Das wird ein anstrengender Tag; für die Vorhersage braucht es keinen Nostradamus.

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Gestern fuhr die Bahn nicht, ergo: Home Office. Soweit, so nervig. Um kurz vor 9 Uhr klingelt es an der Tür, es stehen drei Männer vor der Tür. Genaugenommen steht einer vor der Tür und zwei vor einem Anhänger, der an einem Transporter hängt. Man wolle aufs Dach. Hört man ja nicht ständig, aber immerhin war mir klar, weshalb. Nur: wieso gestern? Es gab keinen Termin, das mit dem Dach sollte irgendwann passieren, erstmal kämen die Elektriker und das erst am Mittwoch (also heute). Gestern war Dienstag. Ein Anruf bei der Firma, die das alles "koordiniert", bzw. es koordinieren sollte ergab: die wissen auch von nichts. Was die aber nun wissen: ich kann am Telefon ganz schön pissig werden. Wurde ich auch. Jedenfalls wollten die drei Männer mir tatsächlich aufs Dach steigen und dort die Solarpanels aufbauen. Na meinetwegen: je schneller das erledigt ist, desto besser. Und schnell waren die. Keine Ahnung welche Nationalität (etwas osteuropäisches, natürlich, aber was genau... keine Ahnung) die Jungs waren - man scheint dort völlig schwindelfrei zu sein. Ähnlich wie dieser Stamm in den USA, die völlig problemlos auf den Gerüsten der Wolkenkratzern in New York herumturnen. Vielleicht nicht ganz so; es gibt einen durchaus nennenswerten Unterschied bei der Höhe der Wolkenkratzer im Vergleich zu dem Dach hier. Aber auch hier stand das Gerüst ruckzuck, die Halteschienen waren in ein paar Stunden montiert und nach der Mittagspause kamen die Panels hoch. Um halb Fünf war alles erledigt, das Dach ist bestückt, die Leitung liegt bereit für die Elektriker, die heute kommen und es gingen nur zwei Ziegel zu Bruch, wobei die Hauptarbeit darin bestand, den kleinen Restbestand zu suchen, der hier noch irgendwo rumliegt. Er wurde gefunden.

Am Mittag kam auch der "Koordinator" vorbei und hat sich wortreich entschuldigt. Anscheinend führt dieses Dachdeckerteam ein Eigenleben (was grundsätzlich okay ist; das ist ein Subunternehmen) und in diesem sind Termine nur eine grobe Richtung, keine Vorgabe. Nun denn; der Bahn sei Dank war ich zuhause und was erledigt ist, ist erledigt. Heute und morgen wird dann weiterer technischer Kram erledigt und somit sollte alles durch sein - bis auf die Anmeldung beim Netzbetreiber. Laut Internet dauert sowas um die vier Wochen. Danach kann es losgehen mit Solar und Photovoltaik. Große Freude allerseits - außer bei der kleinen Katze. Die Arbeiten heute finden im Keller statt und da um die Ecke steht ihre Toilette. Wenn da aber den ganzen Tag fremde Leute hantieren, wird das blöd für sie. Rausgehen und dort alles erledigen wäre natürlich eine Möglichkeit. Ging bis vor ein, zwei Monaten ja auch wunderbar. Vielleicht wäre das eine gute Gelegenheit, diese Tradition wieder aufleben zu lassen. Man wird sehen.

Im März startet also die Solarenergiegewinnung und somit wäre alles bereit für ein E-Auto. Bis das hier ist dauert es allerdings noch. Das ist ein bisschen nervig, aber Internet sei Dank werde ich bis dahin so gut informiert sein, dass ich bei Abholung dem Händler erklären kann, wie das Auto funktioniert. Bis dahin wüsste ich aber schon gerne, ob die Wallbox funktioniert. Vielleicht lade ich den Nachbarn mal zu einer Runde aufladen ein. Da freut der sich bestimmt und ich kann schauen, ob alles läuft.

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Um kurz vor Vier nochmal ins Bett und tatsächlich knapp eine Stunde geschlafen. Immerhin.

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Dienstag, 10. Februar 2026
Was soll man da sagen...

Und dann kommt aus der kalten eine Info, die man so nicht erwartet hat, die einen völlig unvorbereitet trifft - als gäbe es da eine Möglichkeit, sich vorzubereiten. Es war also keine Grippe oder starke Erkältung sondern posttraumatische Angststörungen. Und dann fallen so nebenbei Sätze, in denen die Sache an Tiefe gewinnt. Direkte Schutzbefohlene aus der Familie, Kind, Missbrauch. Man sitzt da, hört das und ist überfordert. Wie reagiert man da? Wahrscheinlich jeder unterschiedlich und jeder auf seine Art. Nach den gesundheitlichen Querelen und immer wieder neu auftauchenden Kriegsschauplätzen, hat sich bei mir anscheinend der interessierte und "neutrale" Beobachter herauskristallisiert. Mit Zuhören und Nachfragen, aber immer etwas distanziert und ohne Mitleid. Natürlich Mitgefühl! Aber kein Mitleid, kein Jammern auf die Schlechtigkeit die Welt, immer mit Optimismus und einer positiven (sofern man bei diesen Dingen von positiv) Sicht der Dinge. Nicht geheuchelt, das wäre schlimm, viel schlimmer als triefendes Mitleid.

Sie wirke auch auf manche kalt, sagt sie. Weil sie sagt, dass es eben so ist, man eh nichts ändern kann, der Beteiligte schon lange tot ist und er nicht auch noch im Tod über sie bestimmen soll. Das sagt sich einfach, ist es aber nicht. Genau das sage ich ihr. Und natürlich ist dem so; das weiß sie, das weiß ich. Trotzdem ist es ein guter Ansatz, der beste für sie und auch hier gilt: das mag nicht für jeden gelten. Für sie aber schon.

Es war kein tiefgreifendes Gespräch, wie auch via Online Videocall. Ich fühlte mich auch nicht bereit für Deep Talk bei dieser Thematik, aber vielleicht ist es wie bei Erster Hilfe direkt am Unfallort. Man macht nur etwas falsch, wenn man gar nichts macht. Gar nichts habe ich aber auch nicht gemacht. Ich habe zugehört und war emphatisch. Ohne Mitleid. Ob das gut war? Keine Ahnung. Aber falsch war es sicher auch nicht. Vielleicht spreche ich sie bei Gelegenheit darauf an. Ob das okay war, ob ich mehr tun kann, ob sie darüber reden möchte. Persönlich und direkt und nicht via Monitor. Wenn sie das möchte: gerne. Aber selbst dann gibt es Dinge, auf die man sich nicht vorbereiten kann. Sowas zum Beispiel.

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PS: die Bahn fällt aus. Somit also auch heute Home Office. Wenn man auf der Suche nach einem Grund für eine Abmahnung ist... bei mir wird man wahrscheinlich ziemlich schnell fündig.

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Montag, 9. Februar 2026
Die Matratzen sind gedreht

Die Matratzen sind gedreht, es fühlt sich härter an, ist es wahrscheinlich auch und nun schlafen mir in der Nacht erst recht die Arme ein. Es ist ein Drama. Aber vielleicht braucht es auch nur eine Umgewöhnung und dann ist alles gut. Man wird sehen. Vielleicht muss ich meine Arme nur zu Ihrem Glück zwingen. Um Acht Uhr wird der offizielle Schlafscore von der Uhr übermittelt, dann weiß ich eh mehr.

Könnte aber gut sein, dass der Schlafscore nicht der Brüller ist. Gestern mittag kam mir ein Mittagsschläfchen in die Quere, das ich dankend angenommen habe. Eigentlich müsste ich das ja in die Schlafbilanz mit einbeziehen. Am Ende ist es jetzt eh egal; bin ja wach und das sogar gefühlt. Bin schon weitaus geräderter aufgestanden.

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Im Einsatz war ich auch schon am frühen Morgen: Die kleine Katze verlangte nach einer gründlichen Reinigung ihrer Toilette und das völlig zu recht. Nicht zu fassen, was in so eine kleine Katze alles reinpasst. Und wie gut sie das alles in einer dann doch eher übersichtlichen Toilette verstecken kann. Wahnsinn. Ein bisschen was ging daneben, was aber wahrscheinlich der vorher nicht stattgefundenden Reinigung anzulasten ist, denn deshalb war die kleine Katze zu einer unnatürlichen Haltung beim Pinkeln gezwungen und dann kommt sowas eben von sowas. Auch nicht weiter schlimm. Bin ja schon mehr als froh, dass sie auch mit dem neuen Platz der Toilette zufrieden ist. Die musste ja umziehen, weil am Mittwoch Leute kommen und da, wo die Toilette bisher stand arbeiten. Das geht zwei Tage und dann in zwei, drei Wochen nochmal. Aber da der neue Platz eh ein bisschen besser und weniger offensichtlich ist, werde ich die Toilette wohl dort belassen. Nur vielleicht gründlicher und öfter reinigen. Echt der Hammer, zu was dieses kleine Tier fähig ist. Respekt.

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Am Wochenende im gleichen Raum mit einer (hoffentlich ehemaligen) grippegeplagten Person gewesen. So ein Husten, der von ganz ganz unten kommt, ist schon ziemlich eklig. Leise summte ich Willy Astor vor mich hin und war froh, als ich wieder raus war.


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Sonntag, 8. Februar 2026
Geschaltet wird links

Laufen gewesen und schon ist die Laune ganz okay. Wenn doch nur immer alles so einfach wäre.

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Die Urlaubsplanung macht Fortschritte. Nach den Flügen sind nun die ersten Unterkünfte gebucht und somit ist eigentlich auch die Route klar. Details kann man immer noch anpassen, aber die groben Eckdaten sind klar.

Man findet die ganzen Infos natürlich online, aber ich habe mir nun doch einen Reiseführer gegönnt. Hotel Tipps und ähnliches sind eher zu vernachlässigen; da ist das Internet klar besser, aber grundsätzliche Tipps, Routen und Sehenswürdigkeiten bleiben bestehen und lassen sich so (für mich) besser nachlesen.

Eine Frage, die mich umtreibt, ist der Umgang mit Linksverkehr und der entsprechenden Sitzposition in einem Mietwagen. Lenkrad ist dann rechts, Schaltung links und dazu fährt man auch noch auf der ungewohnten Fahrbahn. Speziell bei der Schaltung bin ich mir nicht sicher, ob man sich da schnell dran gewöhnt. Allerdings sind Automatik-Fahrzeuge gleich mal einen ganzen Schwung teurer und ehrlich gesagt, liest man nicht täglich von Dutzenden von Unfällen in Irland, bei denen schaltdumme Touristen aus rechtsfahrenden Ländern beteiligt waren. Insofern werde ich mir wohl die Mehrkosten für Automatik sparen und mich überraschen lassen.

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Irgendwie sind die Wochenenden immer zu kurz. Bin gespannt, wer von den KollegInnen morgen wieder am Start ist. Die Grippewelle ist auch bei uns angekommen und hat ihre Opfer gefordert. Bei der einen Kollegin bin ich mir allerdings nicht sicher, ob es die Grippe war, die zur Krankmeldung letzte Woche führte. Falls ja, hat sie es tatsächlich völlig umgenietet; normalerweise ist sie hart im Nehmen und schwenkt die weiße Fahne eher zu spät als zu früh. Man wird sehen, wie die Lage morgen ist. Und am Dienstag bin ich dann live vor Ort und kann die herumschwirrenden Restviren mitnehmen. Na meinetwegen.

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Heute ist das Dschungelfinale und auch dieses Jahr werde ich es voller Hingabe ignorieren. Naja, außer dass ich sehr hoffe, dass dieser eine Heuchler nicht gewinnt. Dem wird eh schon viel zu viel Aufmerksamkeit zuteil.

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Samstag, 7. Februar 2026
Wir müssen härter werden

Hab den Verdacht, dass meine Matratzen einfach nur völlig durchgelegen sind. Deshalb sinke ich da immer tiefer ein und da ich eine seltsame Seiten-Bauch-Schlafposition habe, wir mein Nacken deshalb unnatürlich stark gekrümmt und meine Arme schlafen mehr ein, da sie erhöht liegen. So etwas würde auch passieren, wenn ich zugenommen hätte, was ich aber nicht habe. Es kann also eigentlich nur an den Matratzen liegen.

Eine erste Möglichkeit wäre, die Matratzen zu drehen und zu wenden. Wenn ich mich recht erinnere, haben die auch tatsächlich eine weiche und eine harte Seite. Die sind also so ein bisschen wie ich. Dazu kann man auch noch die Seite wechseln, also rechte Seite nach links und umgekehrt. Somit sind die durchgelegenen Stellen wohl an einer leicht anderen Position. Ob das der Weisheit letzter Schluss ist, wird sich zeigen. Einen Versuch ist es wert. Die Alternative wäre wohl neue Matratzen und das geht dann ja gleich wieder ins Geld. Zumal ich mich damals für ein Sondermaß entschieden hatte. Das Bett ist riesig, auf das Ausmaß der Liegefläche wäre so mancher Swingerclub neidisch. Wahrscheinlich war das auch der Gedanke hinter der Wahl des Bettes: yeah, lasset die Spiele beginnen! Und für diese Spiele bräuchte es eine große Spielfläche, man weiß ja nie, was gespielt wird und wie viele Spieler beteiligt sind. Das war allerdings ein Irrtum: die meiste Zeit waren in dem Bett nur die Katzen und ich. Meistens sogar nur ich. Soviel zum Thema sinnlose Käufe in der Midlife Crisis.

Das Bett ist ein Boxspringbett. War damals in, ist es immer noch, aber egal. Den unteren Teil kann man ja sicher lassen, es müssten "nur" zwei neue Matratzen auf "die Box" und darauf ein Topper. Da würde der aktuelle wahrscheinlich sogar noch gehen. Was allerdings auch noch eine Option wäre: nur ein neuer Topper. So ein steinhartes Modell, mit Beton ausgegossen und in der Mitte eine Stahlplatte. Das würde die viel zu weichen, durchgelegenen Matratzen vielleicht kompensieren und schnelle, sowie günstige Abhilfe schaffen. Hm. Mal informieren und die KI fragen. Könnte mir aber vorstellen, dass das durchaus eine Option ist.

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Freitag, 6. Februar 2026
Auf dem Amt, danach Manuka-Honig

Der junge Mann von dem Autohaus, bei dem ich die Probefahrt hatte, lässt nicht locker. Letzte Woche rief er an (ich war nicht da) und ich antwortete, dass ich im Stress sei und mich am Freitag melden würde. Was ich nicht tat, denn ich war wirklich ein bisschen im Stress. Am Dienstag kam eine Mail, die man schon als dezent pissig beschreiben kann. Er würde ja weiterhin auf meinen Anruf vom Freitag warten und ob er denn "den verbindlichen Vertrag" fertig machen könne. Er weiß noch nicht, dass längst bestellt ist - nur nicht dort. Ich schrieb zurück, dass sein Angebot leider das teuerste in der Runde der Angebote sei (was stimmt) und ich deshalb Abstand davon nehmen würde. Die Antwort kam gestern abend, er bedankte sich für meine "offene Kommunikation" und ich solle ihm doch eins dieser anderen Angebote schicken, damit er das mit seinem Verkaufsleiter besprechen kann. Ich habe ihm geantwortet, dass es leider zu spät sei, weil ich sein "mehr kann ich leider nicht machen" als ein "mehr kann er leider nicht machen" interpretiert und das Angebot als eben jenes finale Angebot gesehen habe.

Ich habe keine Lust auf diesen Mist und bin dem Internet sehr dankbar für diese Vergleichsportale, wo man sagt, was man möchte und für genau dieses Anliegen reale Angebote bekommt. Kein Herumgeschleime, keine Verhandlungsscheiße, einfach nur ein Preis, den man annehmen kann oder eben auch nicht. Es gibt ja Leute, die dieses Gefeilsche lieben... ich gehöre nicht dazu.

Bin gespannt, ob er sich nochmal meldet und wie sein "Ton" sein wird. Das ist ein junger Kerl, vielleicht lernt er etwas draus. Gibt sicher noch mehr Typen wie mich, die keinen Bock auf Hin und Her haben. Dafür muss er eben noch ein Gespür entwickeln. Kriegt er hin, da bin ich mir fast sicher.

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Nicht nur meckern, auch mal loben: um 8.10 Uhr einen Termin beim Landratsamt gehabt. War knapp zehn Minuten früher dort, man meldet sich über einen vorher verschickten QR Code an, kriegt eine Nummer. 8.11 Uhr wurde meine Nummer aufgerufen, Antrag ausgefüllt bekommen, unterschrieben, bezahlt und wieder raus. Um 8.20 Uhr war ich schon wieder weg. Hammer! Und großes Lob. Wenn ich dann wirklich in zwei bis drei Wochen den neuen Führerschein nach Hause geschickt bekomme, gibts ein Fleißsternchen.

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Direkt im Anschluss noch beim Discounter eingekauft und weil ich ein Werbeopfer bin, habe ich auch Manuka-Honig mitgenommen. An der Kasse wurde ich darauf hingewiesen, was der kostet, weil nämlich letztens eine Kundin das NICHT wusste und den Honig dann wieder brachte, weil sie entsetzt war, wie teuer der sei. Ich wusste, was er kostet, aber da er Wunder vollbringt, geht das für mich klar. Jetzt komme ich mir aber vor wie ein Snob.

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Nächster Tagesordnungspunkt: die Toilette der kleinen Katze umziehen. Nächste Woche wird an dieser Stelle gearbeitet, deshalb kommt die Toilette einen Raum weiter. Sie sollte das merken, aber zur Sicherheit stelle ich kleine Hinweisschilder auf.

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Donnerstag, 5. Februar 2026
Auto geschrottet, aber immerhin S*x gehabt

Ich hatte Sex mit einer Ex-Kollegin. Laufen waren wir auch zusammen, was passt, denn sie läuft mittlerweile Marathon und dergleichen. Wir trafen uns in einer Stadt, es sah alles ein bisschen südlich aus, und gingen in ein Gebäude, das nicht wie ein Hotel, aber auch nicht wie ein Wohnhaus aussah. Das Zimmer war aber wie im Hotel eingerichtet. Und da hatten wir Sex. Wir hatten uns dafür getroffen. Es war schüchterner, fast zurückhaltender Sex. Eine Erkundung, weil keiner wusste, was und wie es der andere mag. Aber es war schön. Danach waren wir laufen. Im weiteren Verlauf habe ich dann das Auto meiner Mutter geschrottet (ich wollte es nur ein Stück nach vorne rollen, aber da war ein Schaufenster mit einer Säule in der Mitte. An die bin ich ganz leicht angestoßen, als ich den Wagen schiebend (!) nach vorne schob. Ich versuchte noch, mich irgendwie mit dem Fuß in den Fußraum und da auf die Bremse zu quetschen, aber das klappte nicht. Das Auto stieß ganz leicht an die Säule, was zur Folge hatte, dass die Motorhaube eingedrückt war und einen gewaltigen Knick hatte, das Dach war zerbröselt und die eigentlich nicht vorhandenen Haltestifte für das eigentlich nicht herausnehmbare Dach lagen blank. Die vordere Stoßstange war auch komplett abgerissen, das Auto war ein einziges Wrack. Ein bisschen viel Drama, wie ich finde). Ich traf dann auf die Ex-Kollegin, die um die Ecke des "Unfalls" die Laufschuhe erneut schnürte. Ich hatte wieder Lust auf Sex, sie ihren Küssen nach auch. Dann wachte ich auf.

Was für ein seltsamer Traum. Die Ex-Kollegin habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen. Wir haben auch keinen Kontakt. Gelegentlich sehe ich Fotos von ihren Zieleinläufen oder kurz danach mit Medaille um den Hals. Oder vom Skifahren oder sonstigen Urlauben mit der Familie. Wir hatten nie Sex, das war auch nie angemacht und überhaupt waren wir einfach Kollegen und selbst da hatten wir sonderlich viele Berührungspunkte. Umso mehr wundert mich dieser Traum. Was sollte mir das sagen?

Hab jetzt ein etwas ungutes Gefühl, wenn ich heute abend den Wagen meiner Mutter hole. Den kriege ich nämlich übers Wochenende.

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Mittwoch, 4. Februar 2026
Warten auf die Antworten

Seit nun über einer Woche warte ich auf eine Antwort und so langsam glaube ich, dass ich sie gar nicht mehr brauche. Die Frage war simpel: Wann könnte es denn nach Vertragsunterschrift losgehen und wie lange würde es alles in allem dauern? Ok, das sind genau genommen zwei Fragen, aber bisher wurde keine davon beantwortet. Ich habe vorgestern nochmal nachgefragt, aber auch da keine Antwort. Noch nicht mal eine Entschuldigung und dass man sich meldet. Ein Lebenszeichen oder so. Es kam nichts. Ehrlich gesagt habe ich aber keine Lust zu betteln. Es geht um einen Auftrag, der bezahlt wird. Es ist kein Hexenwerk, laut sozialen Medien wimmelt es von Firmen, die genau dies anbieten und die auch heiß drauf sind, den Auftrag zu bekommen. Ist so ein bisschen wie nächtliches Fernsehen in den 90ern, nur dass keine heißen Frauen mehr auf einen warten, sondern Firmen. Ich wäre ja auch bereit, eine 0190er-Nummer anzurufen, um die Informationen zu erhalten. Jetzt warte ich mal noch bis zum frühen Nachmittag, dann schreibe ich die Person an, die mir diese Firma vermittelt hat (und die auch so ein bisschen in diese Firma involviert ist) und frage dort nach. Und falls auch da keine zufriedenstellende Antwort kommt, darf jemand anders rein. Gibt ja anscheinend genug heiße Frauen Anbieter, die nur auf mich warten.

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Anscheinend hat man meine Bad Vibes gespürt: am Nachmittag kam ein Anruf. Bzw. sogar drei. Einer aufs Festnetz aber da konnte ich in dem Moment nicht ran. Kurz darauf ein Anruf aufs Handy (auch da konnte ich nicht rangehen) und später dann nochmal aufs Handy (war immer noch im Termin). Zwischenzeitlich kam eine Email, inklusive Entschuldigung ob der späten Meldung. Ich habe dann zurückgerufen und man konnte die Fragen beantworten. Vertrag ist nun unterschrieben, nächste Woche geht es los. Na also.

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