Dienstag, 3. Februar 2026
Vorfreude auf Bett und Buch

Ein defekter Stromabnehmer. Das hatte ich bisher auch noch nie. Hat übrigens den Nachteil, dass kein Strom abgenommen werden kann, was dazu führt, dass es irgendwann dunkel wird. Zumindest, wenn es draußen noch dunkel ist oder man in einem Tunnel feststeckt. In meinem Fall war es ein Halt auf freier Strecke. Am Ende kamen wir auf eine Verspätung von knapp 50 Minuten für eine Strecke mit 35 Minuten Fahrtzeit. Nun denn. Immer noch besser, als mit dem Auto. Schon alleine aufgrund der Tatsache, dass ich aktuell gar kein eigenes habe.

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Ausgerechnet heute war auch noch Großkampftag im Headquarter. Es war nicht brechend voll, aber ungewöhnlich laut. Das ist sehr anstrengend, aber man hat sich zu diesem Allesollensichtreffen-Tag entschieden, also mache ich da mit. Hab dann auch tatsächlich zwei Termine arrangiert, damit man sieht: der Mann lebt dieses Konzept. Auch die Termine waren anstrengend, weil es so laut war. Wir haben dann einfach auch lauter gesprochen, was alle anderen animierte, selbiges zu tun und dann war es noch lauter. Bin gespannt, wie lange diese Neuerung beibehalten wird.

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Die Stimmung ist grundlegend etwas kribbelig. Keine Ahnung wieso. Wüsste nicht, dass es Vorfälle gab, die zu Unzufriedenheit geführt haben könnten. Es gibt die eine oder andere Sache, die die Leute nervös macht. Man hat Bedenken, dass die Home Office Regelungen auf dem Prüfstand stehen. Vielleicht ist dem wirklich so, aber das alleine kann nicht der Grund für die angespannte Grundstimmung sein. Seltsam.

Mit der Ex-Kollegin habe ich heute auch kurz geschrieben. War mir nicht sicher, ob sie noch bei dem neuen Arbeitgeber ist. Ist sie und wie es scheint auch zufrieden dort. Das freut mich.

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Freue mich auf Bett und Buch.

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Montag, 2. Februar 2026
Helleluja quasi

Man kann bei der Führerscheinstelle online einen Termin machen. Der nächste freie Termin ist Ende März. WTF?

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Halb Fünf. Immerhin. Zwar noch immer weit weg vom Weckerklingeln, aber ...ach, egal. Immer noch zu früh, aber ist jetzt halt mal so. Akzeptanz, leg los.

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Seit gestern gehen meine ach so intelligenten Stecker nicht mehr. Der Hersteller hat den Support eingestellt, nun funktioniert die App nicht mehr und ohne die App sind die Stecker nicht mehr intelligent. Ohnehin ein bisschen viel Chuzpe, sich als intelligent zu bezeichnen, wenn man ohne eine App zu nichts fähig ist. Da kann ich auch behaupten, ich bin voll schlau und weiß auf alles eine Antwort, aber wehe das Internet funktioniert nicht und ich habe keinen Zugriff auf Google, ChatGTP und Co. Nun denn.

Wenn ich die Stecker nun nicht mehr steuern kann, brauche ich sie auch nicht mehr. Sie haben keinen anderen Sinn als sich steuern zu lassen und eben dieser Funktion wurden sie nun beraubt. Eigentlich schon ein bisschen frech. Man hätte ja den Support kappen können, aber den Status Quo erhalten. Geht aber wahrscheinlich aus technischer Sicht nicht und da nun der Techniker, der das die letzten Jahre betreut hat in Rente geht, geht die Technik gleich mit in den Ruhestand.

Nun zeigt sich, dass meine Kaufsucht in Kombi mit den Prime Days nicht nur schlecht ist: es liegen hier nämlich andere intelligente Stecker rum, bisher ungenutzt, aber nun kommt ihre große Zeit. Die Einrichtung war simpel, die Lichter in Küche und Wohnzimmer leuchten nun wieder nach einem Zeitplan und können auch via einer App ein- und ausgeschaltet werden. Und diesmal war ich (ungeplant) schlauer als die intelligenten Stecker, denn auch wenn bei diesem Hersteller der Techniker ausfällt: mir egal. Die Stecker laufen auf diversen Protokollen, sie benötigen die hauseigene App gar nicht zwingend, es wird auch hell, wenn es dort dunkel wird. Es ist schon heute an die Zukunft gedacht (bzw. clever geklickt beim Suchtkauf). Alles wird gut und hell. Helleluja quasi.

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Der Plan: diese Woche produktiv sein. Aber mal so richtig. Meine Güte, das kann doch nicht so schwer sein?

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Sonntag, 1. Februar 2026
Elegant im Kaufhof

Ein Hoch auf den guten alten Telekomshop. Die Wartezeit war zwar unterirdisch, aber dafür können die Mitarbeiterinnen nichts; seine Kunden sucht man sich nicht aus. Als ich dann endlich dran war, dauerte es keine fünf Minuten und der Prepaid-Vertrag war gekündigt. Hurra!

Die Karte befindet sich in der Standheizung, die sich wiederum in dem Auto befindet, das ich verkauft habe und das sich nun vielleicht schon in Bulgarien oder weißderGeierwo befindet. Bis gestern hätte ich weiterhin die Standheizung starten können, ganz egal, wo das Auto sich gerade befindet. So lange dort SMS empfangen werden können, startet die Heizung. Hätte ich mal machen sollen, da hätte sich sicher jemand gewundert. Jetzt ist die Karte aber abgemeldet und die 5,91 Euro Restguthaben sind unterwegs auf mein Konto. Haken dran, erledigt.

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In einem Galerie Kaufhof war ich auch noch. Davon gibt es in der Stadt tatsächlich noch einen und es war richtig viel los. Vielleicht weil Monatswechsel und deshalb Geld auf dem Konto ist. Wäre in allen Kaufhofs immer soviel los gewesen in der Vergangenheit, wären die Kassen nie leer gewesen und man hätte den Kram nicht an Rene Benko verhökern und sich von ihm mehrfach über den Tisch ziehen lassen müssen. War aber wohl nicht so, aber gestern schon. Passende Schuhe habe ich keine gefunden, aber dafür waren viele Damen in elegant-winterlicher Aufmachung unterwegs. Die Freuden dieses seltsamen Wetters.

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Man kann ein komplettes Huhn problemlos und in einer sehr guten Qualität in einem Airfryer zubereiten. Eigentlich logisch, aber ich war dann doch überrascht, wie schnell und einfach und mit welchen tollen Ergebnis das geht. Ich erinnere mich an den klobigen Römertopf bei meiner Oma. Später so ein Teil aus Keramik, das ein bisschen wie eine hochgezogene Zitronenpresse aussah. Man stülpte das Tier darüber und es stand aufrecht im Ofen. Im Airfryer liegt es rum, wird zwischendurch noch einmal eingepinselt und am Ende gedreht. Es wird gar, knusprig und lecker. Man sollte vorher noch eventuell aus der nackten Haut stehende Haare entfernen, denn wider Erwarten verbrennen die nicht, sondern stehen auch am Ende des Garprozesses noch spröde von der nun dunklen Haut ab.

Theoretisch könnte man - sofern der Airfryer über verschiedene Kammern verfügt - auch gleich eine Beilage dazu bruzzeln. Pommes oder Bratkartoffeln zum Beispiel. Alibisalat wie ein Krautsalat geht natürlich auch. Den macht man allerdings nicht im Airfryer.

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Heute wären einige Faschingsumzüge hier in der Gegend. Ich gehe stattdessen aber lieber eine Runde laufen.

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Samstag, 31. Januar 2026
Mein kleiner haariger Wecker

Jeden Morgen um 5 Uhr steht die kleine Katze am Bett und miaut. Ich kann sie dann motivieren, ins Bett zu kommen, um zu kuscheln, aber eigentlich wäre mir durchschlafen wichtiger. Ich habe keine Ahnung, wieso sie plötzlich diesen 5-Uhr-Fimmel hat und ich kann mich auch nicht erinnern, wann das anfing. Ich weiß allerdings, dass das nervt. Eine Lösung habe ich allerdings auch nicht. Wie kann man ihr das wieder abgewöhnen? Ginge wahrscheinlich, wenn man wüsste, was der Auslöser war, was ich ja nicht weiß. Ein Dilemma.

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Was ist nur mit den Firmen los? Ich warte auf Antworten sowohl vom Autohändler, wie auch von der Solarfirma. Bei beidem geht es um einen Haufen Geld. Vielleicht ist die aktuelle Grippewelle schuld, das würde ich als Ausrede sogar noch durchgehen lassen - allerdings wäre es selbst in dem Fall schön, wenn man dies als Info weitergäbe. Sorry, viele krank, dauert ein paar Tage, bis wir die Info haben, Danke fürs Verständnis. Naja.

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Meine Eltern sind der Meinung, in ihrer Toilette wäre eine Ratte. Vorgestern meinte mein Vater noch etwas weghuschen und ein Stückchen Schwanz gesehen zu haben. Meine Mutter wiederum sagt, das Wasser hätte sich ein bisschen bewegt, so als wäre kurz vorher etwas untergetaucht. Nun könnte man das als Spinnerei abtun, bei der sich die beiden gegenseitig hochschaukeln und reinsteigern. Allerdings hat mein Vater einen Beweis in Form eines Fotos. Es handle sich dabei um Kot der Ratte, den meine Mutter gefunden habe, nachdem sie das unruhige Wasser in der Toilette gesehen habe. Dass das bedeuten würde, die Ratte käme durch das Rohr der Toilette nach oben, würde dort ihr Geschäft verrichten und wieder verschwinden kommt mir ein bisschen absurd vor, aber ich bin nun auch kein Fachmann in Sachen Ratten und deren Vorlieben bei der Defäkation. Jedenfalls ist die Aufregung groß und das Internet macht es nicht besser, denn dort hat sich mein Vater schon sehr ausführlich informiert und sieht nun beider Geschlechtsteile, sowie den Hintern in akuter Rattenbissgefahr. Eine erste Maßnahme war der exzessive Einsatz von Toilettenreiniger inklusive langem Nachspülen, um die Ratte zu vertreiben. Ganz sicher ob des Erfolgs dieser Methode sind sie aber nicht und nun ist da immer ein Hauch von Panik mit im Spiel, wenn ein Gang zur Toilette unausweichlich wird. Besonders nachts.

Es bleibt spannend.

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Freitag, 30. Januar 2026
Grasduft statt Babypuder

Gestern doch laufen gewesen. Langsam und nicht weit. Nur Spazierengehen war mir zu langweilig und hätte zu lange gedauert und ich bin meckerig drauf, alles doof und so. Es tat gut, die heiße Dusche danach auch und ich rede mir ein, das war eine gute Aktion. Geschlafen habe ich auch gut und das Gerotze am Morgen war nicht schlimmer als sonst. Also alles gut (naja, nicht gut. Aber gut im Sinne von nicht schlimmer).

Einkaufen war ich auch schon, gleich gehts zum Frisör und danach brauche ich ein Foto für den neuen Führerschein. Fotos kann man wohl hier beim Drogeriediscounter machen lassen, nur: möchte man das? Mitten im Laden rumsitzen und von einer gelangweilten Verkäuferin fotografiert werden, während um einen rum Damen das Sortiment an Hygieneartikeln durchforsten und an Pflegeprodukten riechen? Das hier ist Dorf, wahrscheinlich kennt man die meisten und dann sitzt man da und wird fotografiert. Mitten im Laden... es gibt wohl auch eine App. Die teste ich nachher. Man macht selbst das Foto und das wird dann nur im Laden ausgedruckt. Schauen wir mal, ob das funktioniert. Aber erst nach dem Frisörtermin. Allerdings reicht mir die Zeit nicht, um nochmal nach Hause zu fahren, weil das Rathaus nur bis 13 Uhr offen hat und somit vorher inkl. Foto dort auftauchen sollte. Richtig stressig, das alles und das am freien Tag (Sorry, Fritze).

Nochmal bzgl. Einkaufen. Neues Streu habe ich auch gekauft. Diesmal mit "frischem Grasduft". Es ist gemähtes Gras gemeint, hoffe ich. Würde mir noch fehlen, dass die kleine Katze riecht wie frisch gekifft. Das vorherige Streu roch nach "Babypuder". Wieso man auf die Idee kommt, das Zeug nach Babypuder riechen zu lassen, erschließt sich mir nicht, war aber so. Hoffe nur, dass die kleine Katze nicht so bald auf Babys trifft - ansonsten könnte es passieren, dass sie plötzlich den starken Drang verspürt, auf selbiges zu kacken und das wäre eine unschöne Situation.

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Donnerstag, 29. Januar 2026
Februar, der Teilzeitmonat

Normalerweise geht es einem bei einer Erkältung abends schlechter als am Morgen. Bei mir ist es umgekehrt. Abends ist so leidlich okay, morgens ist es übel. So auch jetzt. Heute ist wahrscheinlich auch der Tag, den ich bei der Arbeit nicht komplett durchziehe. Am Nachmittag ist ein Termin, der Konzentration in hohem Maße erfordert und wenn etwas gerade gar nicht geht, dann ist das konzentrieren. Hab auch kein schlechtes Gewissen: am Montag habe ich - schon angeschlagen - eine vermeintlich ach so wichtige Sache fertig gemacht, ohne die die Welt still stünde und das müsse unbedingt sein und so. Nachdem ich keine Rückinfo bekommen habe, ob alles so passt, was ich da so fabriziert habe, sehe ich, dass die Person, die das benötigte krank ist. Es bleibt nun also doch liegen. Ärgerlich. Aber ich war am Montag auch noch fitter als jetzt, es war also schon okay, dass da reinzuschieben und zu machen. Allerdings hasse ich künstlich aufgebauten Druck, der anscheinend nicht nötig wäre.

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Nach einer halben Stunde quer durchs Web surfen ist klar: heute halte ich nicht durch. Das hat nichts mit dem durchs Web surfen zu tun, aber ich habe gemerkt, dass mich selbst das schlaucht... und ich war noch nicht mal auf Nachrichten, die mich ob des Inhalts zusätzlich stressen (oranger Trottel und so). Habe nun beschlossen, dass ich mir ein paar unverfängliche Sachen ziehe, die ich ohne Nachzudenken runterarbeiten kann, das mache ich halb liegend im Sessel und dabei ignoriere ich die Firmenmailbox und alles, was das sonst noch an Kommunikation kommen könnte. Und hinlegen werde ich mich auch nochmal. Hab zwar einigermaßen geschlafen heute nacht, aber gefühlt nicht genug. Hilft alles nix; krank ist krank. Aber bitte nichts dem Merz verraten, sonst schimpft er wieder...

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Mir fehlen noch 30.000 Schritte um das Schrittziel für diesen Monat zu erreichen. 10.000 pro Tag; eigentlich machbar, wenn man nicht in den Seilen hängt. Es fehlen auch noch 800 Meter, um die 80 Kilometer Laufen vollzukriegen. Auch das ist eigentlich kein Problem, wäre da nicht die Erkältung. Aber mal ehrlich: 1 Kilometer ist immer drin. Muss ja nicht in Usain Bolt Zeit sein. Und 10.000 Schritte am Tag geht auch mit einem langen Spaziergang. Frische Luft ist wichtig, gerade wenn man angeschlagen ist. Also: die zwei Marker kriege ich hin bis Samstag. Alles andere wird sich zeigen. Die Quartalssachen sind eh schwierig, wegen Februar (dem an Tagen gemessenen Teilzeitmonat). Aber egal. Es kommt, wie es kommt.

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Mittwoch, 28. Januar 2026
Die kleine Katze und der nächtliche Röchler

Gestern doch durchgehalten. Tatsächlich ging es irgendwann ganz gut; so gut, dass ich in der Mittagspause sogar laufen war. Sogar das ging erstaunlich gut. Feierabend habe ich pünktlich gemacht, meinen Leihwagen zurückgebracht (Danke Mutti) und dann gechillt. Früh ins Bett, gelesen (aber nicht allzu lange, die Augen fielen immer wieder zu) und um halb Zehn das Licht ausgemacht. Schlafen war einigermaßen okay, die Nase lief zwischendurch und durch das durch den Mund atmen, trocknet alles aus, weshalb man aufwacht und genervt ist. Die kleine Katze kam in der Nacht und blieb nach dem Pflichtkraulen. Wahrscheinlich dachte sie ob meines Röchelns, es geht mit mir zu Ende und das wollte sie live erleben. Falls ich gerade nicht After Death-Halluzinationen habe, lebe ich aber noch. Ist für die kleine Katze wahrscheinlich auch okay - das Klo muss eh bald mal wieder sauber gemacht werden und wer macht das, wenn nicht der Röchler.

Jetzt am Morgen trieft die Nase sehr, mehr als gestern. Es fühlt sich wattig an im Kopf, die Erkältung legt also zu. Meinetwegen. Ich schaue mal, was heute so geht und wenn nichts geht, geht eben nichts. Isso.

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Das Geldausgeben geht weiter. Die eine Großanschaffung (das A-Wort) lässt noch auf sich warten, da lugt schon die nächste um die Ecke: das Angebot für die Photovoltaikanlage ist da. Sowas kostet Geld, das ist klar. Es liegt eine Berechnung bei, nach der sich die Sache nach zehn Jahren amortisiert. Das könnte sogar realistisch sein. Und letztlich ist klar: so eine Anlage muss aufs Dach - auch und gerade wegen der A-Sache. Hab nochmal nachgefragt, wann man loslegen könnte und bis wann dann alles stünde. Bin gespannt auf die Antwort.

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Let's go: schauen wir mal wie das läuft mit "Arbeit".

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Dienstag, 27. Januar 2026
Tee, viel Tee

Wieder um vier Uhr wach und nicht wieder einschlafen können. Es kratzt aber auch im Hals, die Nase ist zu und der Kopf dröhnt. Es scheint mich nun auch erwischt zu haben. Die Fahrt ins Headquarter lasse ich ausfallen (war gestern schon absehbar; deshalb habe ich das Bahnticket storniert) und ob ich den ganzen Tag durchziehe, kann ich noch nicht sagen. Gleich am Morgen ist ein wichtiger Kundentermin; den nehme ich auf jeden Fall wahr. Ist online, da besteht keine Gefahr für Leib und Leben für keinen der Beteiligten. Naja, mir könnte die Leinwand auf den Kopf fallen, Platzwunde, extremer Blutverlust, Ohnmacht, Tod, aber das passiert nicht so häufig und wird bestimmt auch heute gutgehen.
Nach dem Termin klinke ich mich aus, schalte das Handy aus und arbeite ein paar Dinge ab, die man stupide abarbeiten kann. Dazu Tee, viel Tee. Und wenn gar nichts mehr geht: Bett. Schlafend oder meinetwegen auch nur Andiedeckestarrend. Aber halt erholen, schonen, auskurieren. Leider fällt somit wohl auch Laufen aus. Adieu Schrittziel, Adieu 80 im Monat und Adieu 300 im Quartal. Doof, aber ist dann halt so. Kann man nix machen.

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Der gestrige Tag war schon für die Tonne. Am Vormittag ging gar nichts - aus einem Zehnminuten-Update wurden Stunden. Ohne halboffizielle Zugänge auf dem privaten Rechner wäre gar nichts gegangen. Gegen Mittag wurden die Symptome heftiger. Schniefnase, dicker Kopf usw. Dazu noch beschissene Kommunikation bei einem beschissenen Projekt. Gibt so Tage und gestern war so einer. Nervig. War dann früh im Bett, die kleine Katze fand es gut, aber Lesen ging nicht lange gut. Um kurz vor Zehn war Feierabend, das Licht aus und ich im Koma. Insofern ist vier Uhr gar nicht mal so dramatisch, aber fühle mich trotzdem wie überfahren. Jammerjammerjammer.

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Gerd Knebel ist tot. Mir war gar nicht bewusst, was für einen Impakt er hatte. Ich dachte immer, er und seine Projekte wären eher Nischenprodukte mit einem loyalen, harten, aber auch kleinen Fankreis. Okay, Badesalz ist natürlich schon eine Nummer, aber gefühlt lief das alles immer ein bisschen unterm Radar. Mitnichten. Machs gut und Danke für die vielen großartigen Momente.

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Montag, 26. Januar 2026
Mistichwerdekrank-Kopfschmerzen

Es hat auch hier geschneit, aber nur ein bisschen. So wenig, dass man ohne schlechtes Gewissen auch drinnen bleiben und das bisschen Schnee auch ungeräumt Schnee sein lassen kann. Sollte jemand meinen, um diese Uhrzeit die paar Treppen zur Tür erklimmen zu müssen, hat sicher einen so triftigen Grund, dass sie oder er ob etwaiger Glätte aufpassen würde. Und falls nicht, werde ich eben verklagt. Ist mir jetzt auch egal. Wer kommt denn auch auf die Idee so früh bei den Leuten klingeln zu wollen? Meine Güte. Dann gehe ich halt ins (sicher wohltemperierte) Gefängnis. Ach was, muss ich gar nicht. Die Uhrzeit (es ist vor Sieben!) gibt sicher mildernde Umstände. Und wenn jemand auf dem dann gefrorenen Blut des ersten Sturzopfers ausrutscht, gilt das als Folgeunfall (analog zu Folgefehler in Mathe) und zählt viel weniger. Am liebsten wäre mir natürlich, wenn gar nichts passieren würde. Sieht auch ganz danach aus.

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Es scheint so, als würde ich den herumfliegenden Viren und Bakterien doch nicht so richtig ausgewichen zu sein. Seit gestern kratzt der Hals, tut er immer noch und nun sind auch Kopfschmerzen da. Es sind nicht die gewohnten EsistallesScheißeichwillnurschlafen-Kopfschmerzen. Diese hier sind die Mistichwerdekrank-Kopfschmerzen. Wäre mir ehrlich gesagt auch egal. Das vorerst wichtigste Vorhaben ist gestartet (Das mit dem Auto oder wie ich es ab sofort nennen werden: die A-Sache), Flüge für den Urlaub sind gebucht, diverse Dinge sind angestoßen. Jetzt könnte ich umkippen (bitte nur krank, nicht tot) und mich auskurieren. Naja, bei der Arbeit gibt es einige Baustellen. Die tragen auch eine Teilschuld an den EsistallesScheißeichwillnurschlafen-Kopfschmerzen. Aber auch das würde irgendwie gehen. Ging ja schon mal und das sehr lange. Ehrlich gesagt... daran dachte ich in letzter Zeit öfter mal...

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Mir ist kalt.

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Sonntag, 25. Januar 2026
Influencer auf meinem Level

Flüge nach Irland für Juni gebucht. Dieses Jahr wird teuer. Irgendwann ist dann auch alles egal, das letzte Hemd hat keine Taschen, Carpe Diem und so weiter und so fort. Scheiss drauf. Auto und Photovoltaik wird allerdings von einem anderen Konto bezahlt, ansonsten wäre kein Urlaub drin. Es wäre gar nichts drin; auch kein Auto und schon gar keine Photovoltaik. Durch die anderweitige Finanzierung geht das aber mit Urlaub. Ein Glück.

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Auch irgendwie bescheuert, sich Autotestvideos NACH dem Kauf eines Autos anzuschauen. Wobei das so nicht stimmt: ich habe auch vorher ganz viele gesehen, klicke mich aber weiter durchs Netz und mache halt, wenn eben jenes Modell besprochen wird. Zum Glück sind die Tests alle weitestgehend positiv. Das ist also alles in allem mehr eine Bestätigung für die große Weisheit, die hinter meiner Entscheidung steckt. Das ist gut.

Viele dieser Videos werden von Männern zwischen 40 und 55 gemacht, alles so halb professionell, nicht schlecht, aber auch kein Hochglanzkino. Wenn man sich Influencer bisher als makellose Schönheiten, jung, strahlendweißes Lächeln, perfekte Körper und nur an den schönsten Plätzen der Welt unterwegs vorgestellt hat... es gibt auch andere. Da rauscht es schon mal, weil der Wind ins Mikro pustet. Das Handy, das bei der Bedienung einer App genutzt wird, hat die kleine Tochter als Bildschirmhintergrund und es wimmelt von Spieleapps wie CandyCrush, Subway Surfer und einem Zugfahrsimulator. Tinder wäre noch witzig, aber das konnte ich nicht erkennen.
Die Herren testen dann das Auto, indem sie durch die Gegend fahren und sich filmen, während sie fahren und reden. Das kann mal mehr, mal weniger informativ sein. Einige haben sich auch spezialisiert. Es gibt einen Kanal von einem Mann, der die Kofferräume der Fahrzeuge testet. Dafür hat er in seiner Garage diversen Kram herumstehen, den er dafür nutzt: Koffer (natürlich), Wasserkisten, Umzugskartons in verschiedenen Größen, Kleinkram, Kleidung, usw. Das lädt er dann in das jeweilige Auto. Die Koffer sind übrigens gesponsert. Es ist also durchaus ein Business. Der Kofferraumtester macht das aber tatsächlich auch auf einem eher professionellen Level. Es gibt noch andere Videos, er hat zusätzlich einen Podcast mit einem Kollegen zusammen usw. Hier denke ich schon, dass das sein Beruf ist und er damit seinen Lebensunterhalt bestreitet.

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Jetzt wurde es doch schon wieder autothematisch. Sorry. Ich gelobe Besserung.

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