Samstag, 25. April 2026
Laufen, Garten, Feierabend.

In der Nacht war die kleine Katze dreimal da, aber anders als sonst blieb sie jedesmal eine Weile. Eigentlich okay, nur nahm sie dabei auch ganz schön viel Platz ein für eine kleine Katze. So klein ist sie also gar nicht. Entsprechend mies habe ich geschlafen und dann musste ich auch noch früh raus, ein Termin, aber ich hätte mich auch gleich danach wieder hinlegen können, das hätte sich gelohnt. Hab ich aber nicht. Stattdessen verpasste TV-Sendungen von gestern nachgeholt (Die letzten 15 Minuten von der Küchenschlacht, Durchspulen durch die Ghetto-Sendung auf RTL II. Eigentlich interessieren mich da nur zwei, drei Leute und die auch nicht wirklich. Allerdings packt mich die von den Produzenten gewollte Empörung über die Unverschämtheit einiger Protagonisten dann doch. Mittlerweile war halb Acht und ich machte mich bereit für einen Morgenlauf. Zehn Kilometer sollten es werden, sagte die Uhr. Ist schon ein Weilchen her, dass ich zehn Kilometer gelaufen bin. Dass es machbar sein würde, wusste ich, aber dann müsste ich langsamer sein als sonst. Das klingt leichter als es ist. Mittlerweile habe ich meine Playlist im Verdacht; da sind zwar keine pushenden Songs dabei, aber die Beats sind wohl trotzdem relativ schnell und entsprechend ist meine Schrittfrequenz. Das passiert unterbewusst. Heute wollte ich aber bewusst laufen und mich darauf konzentrieren, dass ich nicht zu schnell werde. Kleiner Spoiler: Hat geklappt. Und weil es so gut lief, habe ich gleich 15 Kilometer draus gemacht. Das gibt Extrapunkte. 15 Kilometer habe ich noch viel länger nicht mehr gemacht als die 10. War auch anstrengend - trotz verminderter Geschwindigkeit. Der schlechte Schlaf spielte dabei sicher auch eine Rolle. Ein bisschen davon habe ich durch ein kleines Mittagsschläfchen nachgeholt. Danach meldete sich das schlechte Gewissen und der Blick in den Garten. Da gibts noch einiges zu tun, also habe ich einiges getan. Ich wollte auch Unkraut abflammen, habe deshalb auch bei meinem Vater ein Abflammgerät geholt, weil meins anscheinend nicht mehr funktioniert. Es stellte sich heraus, dass auch seins nicht geht. Oder ich mich blöd anstelle. Ob es an letzterem liegt, wird sich bald zeigen, denn ich war heute auch noch im Baumarkt und habe ein niegelnagelneues Abflammgerät geholt. Tatsächlich sogar zwei: Eins, das mit Kartuschen funktioniert (so wie meins und das von meinem Vater) und eins, das man an eine Propangasflasche anschließt. Das ist tendenziell ein Flammenwerfer, aber eigentlich geht es mir nur darum, dass ich endlich etwas haben möchte, das funktioniert. Diese kaputten Werkzeuge nerven nämlich sehr.

Jetzt ist aber Feierabend und eigentlich freue ich mich schon aufs Bett. Ist aber noch zu früh.

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Freitag, 24. April 2026
Aufgezogen läufts

Mein Vater räumt auf. Vielleicht ist ihm langweilig, vielleicht will er ein paar Dinge regeln, bevor gar nichts mehr geht, man weiß es nicht. Jedenfalls hat er eine Uhr hervorgekramt, die nicht mehr läuft und mich gebeten, diese zwecks Batteriewechsel zu einem Uhrmacher zu bringen. Würde ich tun, nur hat diese Uhr keine Batterie. Es ist eine Automatikuhr und es braucht nur ein Aufziehen, um sie wieder zu aktivieren. Das habe ich aber erst herausgefunden, als die Uhr schon bei mir zuhause war und ich sie mir genauer angeschaut habe. Sie lag in einer hochwertigen Box, edles Holz und mit Zertifikat. Die Zertifikathülle zerbröselt, die Uhr ist schon was älter. Das sieht man ihr allerdings nicht an; sie wurde selten getragen und ehrlich gesagt ist sie auch ein bisschen protzig. Außerdem zu groß für mein Handgelenk. Das könnte man anpassen lassen, aber es braucht ja keinen Uhrmacher mehr, denn simples Aufziehen hat gereicht. Nun müsste man die Uhr öfter mal tragen, um sie via Automatik am Laufen zu halten. Oder man besorgt sich einen Uhrenbeweger, von dem ich bis vor kurzem nicht mal wusste, dass es so etwas gibt. Eine Vorrichtung, die Uhren bewegt, damit sie nicht stehen bleiben. Großartig. Für diese Erfindung gab es hoffentlich den Nobelpreis oder wenigstens haufenweise Auszeichnungen.

Ich habe auch mal geschaut, was die Uhr wert ist... Puh. Sagen wir mal so: Nach einem Verkauf wären steigende Kerosinpreise für den Urlaub im Juni kein Problem.

Mein Vater gab mir noch eine zweite Uhr mit. Ein Damenmodell. Die kriege ich allerdings nicht so einfach zum Laufen; hier braucht es wohl tatsächlich einen Uhrmacher. Oder eine bessere Anleitung als das YouTube-Video, über das ich gestolpert bin.

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Donnerstag, 23. April 2026
Klare Linien sind mein Adrenochrom

Einiges hat geklappt: Der Mittagspausenlauf zum Beispiel. Er fand statt und er war gut. Und ich war am Feierabend im Garten aktiv. Allerdings war sehr windig; die Wege abzuflammen war als nicht drin. Stattdessen habe ich die Brombeeräste in transportfähige Stücke geschnitten und in einen Sack verfrachtet. Dann wollte ich die Hecke weiter beschneiden. Beim letzten Mal musste ich mangels Akkuladung abbrechen. Nun ist der Akku wieder geladen und eigentlich könnte es losgehen. Es ging los, aber nicht so richtig. Zum einen war es wirklich windig und die Leiter wackelte, zum anderen ist die Säge anscheinend so langsam ein bisschen stumpf. Und so richtig doof: An einer Stelle ist ein Vogelnest; allerdings keine Vögel weit und breit. Trotzdem wollte ich das Stück natürlich aussparen, habe ich auch getan, allerdings ist das alles ein bisschen instabil. Ich hoffe, die kommen damit klar, falls da noch jemand ist. Vielleicht waren das ja auch Mietnomaden, die einfach nur ihren Mist hier gelassen haben und nun im Nachbargarten hausen.

Nach einer Stunde und der Befüllung eines großen Sacks habe ich auch in Sachen Garten den Feierabend eingeläutet. Wegen der Säge muss ich mal schauen, das war eher Qual denn sinnvolles Arbeiten. Und eine neue Leiter wäre auch kein Luxus. Die jetzige ist nicht mehr die beste und ein sicherer Tritt beim Handhaben einer Säge wäre schon ganz gut, denn für einen abgetrennten Finger oder eine sehr tiefe Schnittwunde ist das Ding immer noch zu haben. Das sähe dann wahrscheinlich so massakriert aus wie die Äste in der Hecke und jeder Chirurg wird mir recht geben: Wenn schon geschnitten, dann sauber.

Der heutige Plan ist eine Kopie des gestrigen: Ein schöner Mittagspausenlauf in der Sonne und abends in den Garten. Ich bin einfach gestrickt und solche klaren Linien sind mein Adrenochrom. Da muss kein Kind für leiden. Apropos: Was macht Xavier denn zur Zeit so? Schon ein paar Tage nichts mehr gehört.

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Mittwoch, 22. April 2026
Die Leiter, die Säge und ich

Früh im Bett gewesen, noch ein paar Seiten gelesen, aber dann Licht aus und geschlafen. Ging einigermaßen gut. In der Nacht kam die kleine Katze, so wie jede Nacht. Sie kuschelt kurz in den Arm und dann war es das auch. Heute entschied sie sich zu bleiben und legte sich ans Fußende. Auch okay. Allerdings meldete sich meine Blase zu Wort und forderte ihr Recht auf Entleerung ein. Eigentlich wäre dann wieder Schlafen angesagt gewesen. Ging aber nicht. Somit bin ich nun also seit halb Fünf wach. Mein Schlafscore wird unterirdisch sein, aber egal. Noch kurz auf die Waage (Seufz), dann in die Küche und Kaffee gemacht, MoMa lief noch nicht, der Sessel war trotzdem bequem. Es zieht ein bisschen im Wohnzimmer. So langsam zerbröselt das Haus an allen möglichen Stellen. Das ist aus zeitlicher Sicht okay, aber wenn es nach mir und meinem Nervenkostüm ginge, müsste das nicht sein. Das interessiert aber den Zerfall nicht, der geht seinen Weg und zeigt die Zähne der Zeit.

Der Arbeitsplan für heute ist grob gemacht, aber eigentlich ist eh schon klar, dass daraus nichts wird, weil irgendwas immer ist und ein paar der Irgendwasse schon in Lauerstellung sind. Insofern ist der heutige Plan nur ein hellroter, quasi ein rosa Faden, aber immerhin ist er da. Er wird keinen Halt geben, aber aufzeigen, was hätte sein können. Ich werte das als Trost.

Für die Mittagspause ist ein Lauf geplant. In der Sonne, ganz gechillt. Das wird schön, da freue ich mich drauf. Und nach Feierabend ruft der Garten. Das wird nicht so schön, da freue ich mich auch nicht drauf, aber muss halt auch gemacht werden.

Überhaupt drücke ich mich viel zu oft und viel zu sehr vor den Dingen, den gemacht werden müssen. Prokrastination ist mein zweiter Vorname, eigentlich sollte ich mir den in den Pass eintragen lassen, aber das schiebe ich vor mir her.

Im Garten liegen ganz viele Dornenäste von den Brombeeren. Die müssen in kleine Stücke geschnitten und in Säcke gepackt werden. Außerdem muss die Hecke final geschnitten werden. Die Säge kam da an ihre physikalischen Grenzen und ich auf der wackeligen Leiter auch, aber hilft ja nix: Da müssen wir durch, die Leiter, die Säge und ich. Klingt wie ein Roman aus den 80ern: Die Leiter, die Säge und ich.

Außerdem auch dem (persönlichen, nicht dem Arbeits-) Plan: Bei dem Stromversorger anrufen, damit die das endlich mit dem Zähler geregelt bekommen. Der Installateur sagt: Alles erledigt, seine App zeigt: Alles erledigt. Meine App sagt: Es fehlen noch Unterlagen vom Installateur, der Strombetreiber sagt: Es fehlen noch Unterlagen vom Installateur, aber man solle doch mal direkt bei der Technik nachfragen, einen Moment, man verbinde (das war am Montag)... dann flog ich aus der Leitung mit der Bandansage, dass man außerhalb der Arbeitszeiten anriefe; diese seien Montag bis Donnerstag von 8 bis 13 Uhr. Auf Nachfrage bei der Hotline (die, die sagten, dass noch Unterlagen vom Installateur fehlen würden, aber man verbinde mich mit der Technik) sagte man mir, dass die Technik eigentlich noch da sein sollte; die arbeite bis 14 Uhr. Tut sie aber nicht oder zumindest tut sie es nicht via Telefon. Jedenfalls steht heute ein neuer Versuch an. Gleich nachher um 8 Uhr. Bin gespannt. Man könnte meinen, dass Gas-Kathi Reiche dort persönlich die Anrufe wegdrückt.

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Dienstag, 21. April 2026
In vollen Zügen

Ein Tag mit einer Überdosis Menschen. Am Morgen ein ICE mit vielen Fahrgästen, ich entschied mich auf einen Stehplatz zwischen den Wagons, die S-Bahn war völlig überfüllt, wieder ein Stehplatz (diesmal ungewollt), dicht gedrängt und viel zu warm, im Büro dann wieder viel zu viele Leute und jeder wollte irgendwas. Immerhin die Heimfahrt war entspannt. Für das letzte Stück entschied ich mich zehn Minuten zu warten, um die leerere Regionalbahn statt der vollen S-Bahn zu nehmen. Zuhause nochmal kurz in den Home Office Modus gewechselt, aber sehr froh um die Ruhe gewesen, die hier herrscht.
Solche Tage sind anstrengend. Früher machte mir sowas nichts aus, heute bin ich extrem genervt von diesem Zuviel von allem.

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Jens Riewa hat eine neue Brille. Jetzt sieht er aus wie ein Nerd aus einer schlechten 90er-Jahre-Teeniekomödie.

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Viel Zeit in vollen Zügen zu verbringen hat immerhin einen Vorteil: Man kann nicht nebenher arbeiten und lesen ist ohne Sitzplatz auch doof - deshalb bin ich nun fast up-to-date in meiner Podcast-Playlist.

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Müde.

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Montag, 20. April 2026
Bier & Wandern

Wassertrinkend an einer Bierwanderung teilzunehmen ist nur im ersten Drittel amüsant. Dann ändert sich vieles: Der Humor, die Stimmungslage der Teilnehmenden und gestern auch das Wetter. Letzteres zeigte sich aprilig; es war warm, kalt und ein bisschen feucht und das alles im schnellen Wechsel. Man kam im Klamottenwechsel (die im Zwiebellook angelegt waren) gar nicht hinterher.
Am Ende waren es immerhin zehn Kilometer, meine direkten Mitläufer waren noch guter Dinge, andere teilweise nicht mehr. Aggressionen über die vermeintlich falsche Bundesligamannschaftenvorliebe usw. inklusive. Spuren von Rassismus kamen natürlich auch durch und überhaupt waren es viel zu viele Menschen. Aber immerhin den faulen Hintern bewegt und nicht nur auf der Couch abgehangen, wobei mir nicht so ganz klar ist, wo dabei der Fehler liegen sollte. Nachdem man vorher zwei Tage lang einen Garten auf Vordermann (bzw. in diese Richtung) gebracht hat, sollte man sich das doch eigentlich verdient haben. Es sollte aber nicht so sein. War wahrscheinlich zur Übung für den August, wo man mich auf eine "Malle-Party" mitschleppt. Ich habs echt nicht leicht.

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Wäre bereit für Wochenende. Ein erholsames.

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Samstag, 18. April 2026
Flammen werfen und Hochentasten

Zwei Tage hintereinander Gartenarbeit. Das geht ganz schön in die Arme. Und Beine. Und eigentlich überall rein.

Die Arme wurden wegen Hochentastungstätigkeiten in Mitleidenschaft gezogen. Die Thuja-Hecke ist zu hoch und soll deshalb oben gekappt werden. Das wurde sie schon lange nicht mehr, deshalb sind die Auswucherungen stark und kräftig und zwar in einem Ausmaß, dass man mit einer Heckenschere nicht weit kommt. Dafür habe ich aber einen Hochentaster, also ein Teil, das Äste hoch oben den Garaus macht. Letztlich ist es eine Säge an einer Stange. Das klappt an einem Baum mit horizontal wachsenden Ästen sicher wunderbar, an der Hecke wächst aber alles nach oben und die Säge ist zwar klappbar, aber nicht zur Seite. Ich kann also nicht vom Boden aus die Spitzen kappen. Das geht nur mit einer Leiter.

Meine Leiter ist der wackelig und der Untergrund nicht eben. Das hat was von Circe de Soleil, wie ich da oben stehe, eine Säge an einem langen Stil in der Hand und auf der Wackelleiter balancierend versuche, die Hecke in Form zu bringen. Es klappt nur leidlich. Da die Säge am schwersten ist, ich habe die Stange weit hinten nehmen muss, damit die Säge auch weit nach hinten bei der Hecke kommt, ist der Schwerpunkt ungünstig und es fühlt sich an wie Krafttraining, was es letztlich auch ist. Ich warte auf die Schreie des Drill Sergeant, der brüllt, ich solle mich nicht anstellen wie ein Mädchen und ob ich mir von einer Säge sagen lassen möchte, ich sei ein Schwächling und ich würde am liebsten Zurückbrüllen, er solle seine Scheisssäge nehmen und sie sich sonstwohin stecken und die doofe Hecke gleich dazu, aber da ist niemand, es sind nicht mehr Stimmen im meinem Kopf als üblich und ich säge halt Stück für Stück vor mich hin, so lange bis der Akku der Säge leer ist, wofür ich fast ein bisschen dankbar bin.

Heute war es einfacher: Da habe ich "geflammt". Wenn Rammstein mal einen Flammenwerferbediener für die nächste Tour sucht - ich bin bereit. Dann kann ich auch gleich mal schauen, ob es diese ominöse Kabine unter der Bühne immer noch gibt und mache Alterskontrolle bei der Row Zero, die es ziemlich sicher weiterhin gibt. Von den Aftershow-Partys werde ich allerdings nichts mitkriegen; da liege ich schon längst im Bett. Flammen werfen ist nämlich auch nicht ohne. Es ist nicht ganz so armmuskelfordernd wie Hochentasten, aber müde bin ich nun auch.

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Freitag, 17. April 2026
Ganzkörperlatexanzug vs. Brombeeren

In der Mittagspause ein Siebenkilometerlauf, abends nach der Arbeit noch über eine Stunde im Garten gearbeitet... es ist ja nicht so, dass es an Bewegung fehlen würde, aber die Waage... ach, lassen wir das.

Der Garten. Es gibt da eine Thuja Hecke, die ziemlich hoch ist. So hoch, dass man ohne Leiter nicht nach oben kommt. Auf der anderen Seite ist der Garten der Nachbarn und die haben, so scheint es, Brombeeren. Sollte jemals die Welt untergehen, falsch, WENN die Welt untergeht (mittlerweile bin ich mir fast sicher... dauert nicht mehr sooo lange), werden neben Kakerlaken, Ratten und Textilmotten Brombeeren die Katastrophe - egal welcher Art sie sein wird - überleben. Brombeeren sind die Pest. Sie wachsen wie verrückt, die Äste werden so dick wie eine vollgefressene Anaconda und sie verwirbeln sich in alles, dem sie nahe kommen. So zum Beispiel einer Thuja Hecke. Furchtbar. Selbst wenn man es schafft, einen Ast zu kappen, ist das nur die halbe Miete, denn man muss den Strang und alles was noch dran hängt aus dem Gebüsch zerren, was der Geburt eines widerwilligen Oktopus wahrscheinlich sehr nahe kommt. Wenn sich das Gestrüpp schließlich löst, gilt es, sehr aufzupassen, denn es kommt wie ein gespanntes Gummi direkt auf einen zugeschossen. Eine Brille ist also Pflicht, lange Kleidung auch, denn ansonsten hat man sehr viele sehr stachelig-hakelige Teile am Körper, die schmerzen und auch fieselig beim Entfernen sind. Wer sowas hat, sollte auf den guten alten Ganzkörperlatexanzug zurückgreifen. Das ist perfekt! Gut, die Nachbarn schauen wahrscheinlich etwas konsterniert, aber da muss man durch, wenn man die Brombeerentfernaktion unbeschadet überstehen möchte.

Leider mangelt es bei mir neben Ganzkörperlatexanzug auch an einer brauchbaren Leiter. Meine ist ein bisschen wackelig, was auf holprigem Boden doppelt heikel ist. Somit komme ich nicht bis ganz nach oben bei der Hecke, zumal da auch sehr dicke Äste sind, die meine Heckenschere an ihre Grenzen bringen. Somit habe ich gestern den unteren Part einigermaßen in Form gebracht, oben die Äste und Brombeerauswüchse entfernt, an die ich einigermaßen kam, aber den Rest musste ich noch stehen lassen. Somit sieht die Hecke nun aus wie der aktuelle Frisurentrend bei männlichen Teenies. Diese Alpakafrisur, die unten relativ kurz und in Form ist, aber oben quasi wild rauswuchert. Ich habe also eine jugendlich-frische Hecke. Aber auch nur noch bis zum Nachmittag: Da kommt ein Teleskop-Entaster zum Einsatz, mit dem ich auch auf höchster Ebene für Ordnung sorgen kann. Das wäre was für Friedrich Merz - Ordnung auf höchster Ebene schaffen. Ginge tatsächlich auch in seinem Fall mit dem Teleskop-Entaster, das Ding ist sehr scharf und der Akku frisch geladen, aber ich denke, das wäre illegal und wir sind ja nicht bei den Amis, wo das Landesoberhaupt mit solchen Aktionen durchkommen würde.

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Donnerstag, 16. April 2026
Es ward Licht und siehe da: Er erkannte Blutgefäße und Nerven

Gestern noch von dem bösen Zucker und den fiesen Nüssen im Teigmantel und so berichtet und heute morgen auf der Waage die Quittung. Ich möchte nicht darüber reden. Nur soviel: Ein Mittagslauf von 7,5 Kilometern in einer ganz guten Zeit hilft nur bedingt gegen die Auswirkungen einer beschissenen Ernährung.

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Zum Thema Auto gibt es Neuigkeiten. Nein, ich weiß weiterhin nicht den Liefertermin, aber es sieht so aus, als bekäme ich das "neue Modell" mit aktuellerer Software, dem einen oder anderen zusätzlichen Schnickschnack und so, aber das meinte ich gar nicht. Die Neuigkeit ist, dass nun auch eine Abholung in der Autostadt Wolfsburg möglich ist. Das soll eine coole Sache sein und ich habe noch Resturlaub; könnte also auch unter der Woche hin und vielleicht sogar noch einen kleinen Kurzurlaub drumherum planen. Mal schauen... ich wüsste ja auch noch gar nicht, wann das wäre, kann also noch keinen Urlaub eintragen und planen schon zweimal nicht. Aber grundsätzlich ist das sicher eine Option.

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Die kleine Katze hat ziemlich lange Krallen. Üblicherweise wetzt sie diese an einem Baum im Garten ab (der arme Baum... er sieht mitleidserregend aus) und gut ist. Das scheint aber nicht mehr zu klappen und/oder nicht mehr zu reichen. Nun hört man, wie sie über den Holzboden im Schlafzimmer tappert und sie bleibt immer öfter in den Bezügen hängen.

Im Fachgeschäft habe ich eine Nagelschere gekauft. Sie hat ein kleines Licht vorne bei den Scherenblättern. Damit man die kleinen Blutgefäße sähe, meinte der Verkäufer. Meine Antwort "Und dank dem Licht kann man sicherstellen, dass man auch keine Blutgefäße versehentlich auslässt" hat er nicht als Witz erkannt, sondern mir erklärt, dass es darauf ankommt, diese Äderchen und die ebenfalls in den Krallen vorhandenen Nervenstränge eben nicht zu durchtrennen! Ach so.

Ich habe mich allerdings noch nicht rangetraut. Vorher braucht es ein paar Online Videos, wie das genau gemacht wird, wie man die Katze hält, wie die Schere und wie das mit den Blutgefäßen und Nerven genau aussieht. Aber dann kann es losgehen!

Überhaupt ist das mit dem Trauen so eine Sache. Seit letzter Woche liegt die Beissschiene rum und ich habe sie noch kein einziges Mal drin gehabt. Anfangs habe ich nicht dran gedacht; die letzten Tage habe ich es aktiv verdrängt. Wenn sie in der Box auf dem Nachttisch liegt, hat sie allerdings nicht den gewünschten Effekt. Ich muss mich also auch hier rantrauen.

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Müde.

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Mittwoch, 15. April 2026
Karotten sind Deine Freunde

Dachte eigentlich, dass sich das mit der Grundsteuer erledigt hat; also erledigt im Sinne von: ist jetzt alles klar, ist ja auch schon bezahlt und gut ist. Nun hat man sich aber die Gemeinde für eine Erhöhung der Grundsteuer entschieden und natürlich zu ihren Gunsten, sprich: Sie wollen Geld. Nun ist die Idee, das vom Steuerberater prüfen zu lassen und eventuell Widerspruch einzulegen. Allerdings wäre gut möglich, dass die Rechnung des Steuerberaters eventuell erspartes Geld vollumfänglich ausgleichen würde. Naja, schauen wir mal. Man hat einen Monat Zeit für einen Widerspruch und die erste Rate ist Mitte Mai fällig. Da ist noch viel Zeit für einen Lottogewinn.

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Schon die ganze Woche sind da diese Kopfschmerzen. Keine Ahnung woher sie rühren. Ich rede mir ein, das hätte mit dem "Wetterwechsel" zu tun, aber so sehr ändert sich das Wetter nun auch wieder nicht. Mein (nur leise ausgesprochener) Verdacht ist. Zuviel Zucker. Das hat sich zu einem massiven Problem entwickelt, das ist dringend angehen muss. Anscheinend bin ich die Sorte Mensch, die unbedingt eine Sucht haben muss. Gut, es könnte Heroin oder Crystal Meth sein und das wäre bedeutend schlimmer als Zucker, aber auch der tut mir nicht gut. Seine Karriere begann bei mir als reine Nervennahrung. Zur Beruhigung, Hallo Serotonin, los, zeige Deine Wunderkräfte. Und weil meine Nerven dauerwund sind, braucht es auch dauernd Beruhigung. Den Rest kann man sich bei Christiane F. nachlesen; man muss nur den Suchtstoff durch Zucker ersetzen. Okay, ganz so brutal ist es denn doch nicht. Bisher gibt es im Bekanntenkreis nur wenige Zuckertote und tendenziell werde ich deshalb auch nicht auf dem Strich landen (wo auch die Chancen damit meine Sucht zu finanzieren für mich eher gering wären... allerdings ist Zucker günstig. Würde also mit großzügigen Rabatten und bei einem Special-Interest-Klientel vielleicht doch funktionieren), aber ist halt auch eine Sucht. Und die muss ich bekämpfen. Oder zumindest stark eindämmen. Ist ja auch relativ einfach: Man muss es nur weglassen. Tja. Das wiederum ist dann doch analog zu Heroin. Auch da gilt: Einfach weglassen; das hilft.

Ein dämlicher Ansatz - und eigentlich auch nur eine Suchtverlagerung ist der Einsatz von "herzhaften" Snacks. Konkret sind das Nüsse und gewürzte Reiswaffeln (Barbecue und Sour Cream/Onion), allerdings hat sich gezeigt, dass sie keinen Ersatz darstellen, sondern quasi zum Neutralisieren eingesetzt werden. Wenn der Grundgeschmack im Mund knallesüß von zuviel Schokolade oder ähnlichem ist, kommen eine Handvoll Nüsse im Teigmantel zum Einsatz und siehe da: Jetzt geht auch wieder was mit viel Zucker. Ein Teufelskreis. UND: Es bleibt nicht bei Reiswaffeln und noch relativ harmlosen Nüssen. Das sind nur die Einstiegsdrogen. Der erste Schritt ist von normalen Nüssen zu denen im Teigmantel. Damit haben sie einen schon, denn als nächstes kommen die harten Sachen ins Spiel: Chips! Der Endgegner.

Jetzt gilt es, die ersten Schritte einzuläuten. Weg vom exzessiven Zuckerkonsum, die herzhaften Nebenbuhler langsam ausschleichen lassen. Das Mindset ändern (Karotten sind Deine Freunde! Zucker ist Dein Feind!). Strategien entwickeln (Lust auf Zucker und kurz vor der Kapitulation? Ab ins Bett! Es ist erst 18 Uhr? Egal! Ab ins Bett!!!). Tapfer sein, stark sein. Und immer dran denken: Du bist nicht allein. Stevia ist an Deiner Seite und unterstützt Dich.

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