Samstag, 24. Januar 2026
Es ist überstanden

Sie haben es geschafft: das Thema Auto ist (vorerst) überstanden. Das kaputte Auto ist verkauft, der Kaufvertrag für ein anderes ist unterschrieben, nun heißt es warten. Glückwunsch an alle Beteiligten: wir sind durch!

---

Eigentlich hat gestern alles geklappt. Außer Schlafen. Da waren es nur vier Stunden und ich war um vier Uhr morgens wach. Da läuft nur Mist im Fernsehen, wie ich nun weiß. Um fünf Uhr wird besser, da kommt das Gipfeltreffen mit Sträter, Schubert und König. Direkt danach das Morgenmagazin und damit ist der Tag offiziell eingeläutet.

Der Herr mit dem Anhänger war für 8 Uhr bestellt, war zehn Minuten früher vor Ort, der Wagen war ruckzuck auf dem Hänger und ebenso ruckzuck bei Ralf Schuhmachers Firma.

Auch dort: alles super. Kein Gemecker, ganz im Gegenteil. Ich habe das Auto bei der Bewertung zu schlecht angegeben. Die Sitze sind Teilleder, kein reiner Stoff und "nicht fahrtüchtig" bedeutet, dass quasi alle Achsen fehlen und das Ding nur ein Klumpen Metall ist. Meins fuhr aber, nur eben nicht gut und vor allem nicht sicher. Der Preis war am Ende trotzdem okay und auch abzüglich der Transportkosten 2.500 Euro über dem Angebot des Händlers. Für die Ersparnis kann man sich eigentlich ein neues Auto kaufen. Allerdings nicht so eins, mit dem ich eine Stunde später eine Probefahrt machte. Es ist elektrisch, es ist hochmodern und es ist schnell. Zumindest untenrum. Nach oben ist es abgeriegelt, aber das ist auch vollkommen okay. Die Zeit des ungestümen Rasens ist vorbei und Endgeschwindigkeit ist nicht alles.

Tatsächlich war eigentlich eh schon klar, dass es dieses Modell wird. Allerdings nicht bei diesem Händler. Er ist zu weit weg, es gibt zwar eine Filiale des Händlernetzes bei mir um die Ecke, aber die Frage, ob ich Service und ähnliches auch dort machen lassen kann, wurde auch gestern wieder herumgedruckst. Hintergrund ist, dass diese Filiale eine andere Marke verkauft, die aber zum gleichen Konzern gehört. Eigentlich sollte das also kein Problem sein; ist es aber anscheinend doch irgendwie (es gibt widersprüchliche Aussagen) und das macht keinen guten Eindruck. Außerdem war der Preis höher als bei einem Händler, der viel näher bei mir ist. Zu eben jenem Händler fuhr ich direkt im Anschluss. Um es kurz zu machen: Kaufvertrag ist unterschrieben.

Geht doch.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 23. Januar 2026
Four in the morning*

Halb Vier. Es wird immer früher. Aber heute ist auch ein aufregender Tag, das lasse ich gelten. Um 8 Uhr treffe ich mich mit jemandem, der einen großen Anhänger hat, mit dem er Dinge transportiert. Heute zum Beispiel mein armes, kaputtes Auto. Er transportiert Dinge anscheinend so gerne, dass er ein Geschäftsmodell daraus gemacht hat. Keine Ahnung, wie sich das rechnet, denn die Anfahrt ist schon nicht ohne, aber er wird schon wissen, was er tut.

Das arme kaputte Auto kommt dann zu Ralf Schuhmachers Firma, die hoffentlich so nett sind und mir noch viel Geld dafür geben. Verdient hätte es diese treue Seele. Naja, so treu eigentlich auch nicht, sonst hätte sie noch ein paar Jahre durchgehalten, aber nun denn. Man steckt nicht drin.

Sobald das über die Bühne ist (und es muss über die Bühne gehen, sonst werde ich wahnsinnig), geht es für mich weiter zur Probefahrt im Wunschmodell für die Zukunft. Ich habe schon eine Route rund ums dortige Autohaus aufs Handy geladen und bin sehr gespannt - sowohl auf die Fahrt, wie auch auf die Farbe. Die wäre etwas, sagen wir mal, ungewöhnlich. Und grell. Aber hey: wenn die Welt etwas braucht, dann ja wohl Farbe.

Ein bisschen fies ist das schon mit der Probefahrt, denn eigentlich ist relativ klar, dass ich dieses Modell kaufen werde... allerdings nicht bei diesem Händler. Dafür ist der Preis exorbitant höher als das Angebot, dass ich von einem anderen Händler hier in der Gegend habe. Vielleicht werde ich aber auch überrascht und man geht nach der Probefahrt soweit mit dem Preis runter, dass ich gar nicht anders kann als zu unterschreiben. Man wird sehen. So oder so ist der Plan, heute ein Auto zu kaufen. Nachdem ich vorher eins verkauft habe. Macht man ja auch nicht jeden Tag und ich finde, dass sind gute Gründe für schlechten Schlaf und frühes Wachsein.

---

Mist, schon wieder Autothema. Aber wir sind in der Schlussrunde; das ist jetzt bald vorbei. Am Anfang könnte es noch Nachwehen geben, weil ich so begeistert bin vom neuen Auto und den lieben langen Tag davon berichten und schwärmen will. Aber das geht vorbei, bald kommt dann der Alltag, Dinge wie Beschleunigung und coole Features in der App werden zur Normalität und peu à peu werden die Erwähnungen weniger, die Schwärmerei lässt nach und irgendwann kommt das Ding nur noch zur Sprache, wenn es zickt und nervt. Das ist der Lauf der Dinge, ich mache mir da keine Illusion, das ist ja auch okay. Heute ist trotzdem ein aufregender Tag. Übrigens auch fürs Bankkonto, aber das weiß noch nichts von dem Drama, das ihm bevorsteht. Hab ihm nichts gesagt, sonst hätte es auch schlecht geschlafen.

---

*
Auch andere sind anscheinend ab und an um vier wach.


referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 22. Januar 2026
Kratzbaum gegen Unausgeglichenheit

Es gibt Neues von der Autofront. Vielleicht geht es jetzt ganz schnell. Morgen ist (hoffentlich) der Verkauf des kaputten Autos durch und auch morgen ist eine Probefahrt mit einem (wahrscheinlich) neuen. Wo es denn gekauft wird ist noch nicht klar, aber DASS es gekauft wird eigentlich schon. Dann käme (eventuell) eine lange Wartezeit oder (vielleicht) auch nicht. Morgen also.

---


Gestern in der Mittagspause laufen gewesen. Nachdem ich eigentlich schon soweit war, mich krankzumelden, wirkte die frische Luft und vor allem die Sonne Wunder und ich hielt den Tag durch. Danke, Vitamin D.
Laufen klappte auch ganz gut, mit der Zeit bin ich zufrieden und es waren am Ende immerhin auch etwas über sechs Kilometer. Eigentlich perfekt für eine Mittagspause (bei der Geschwindigkeit, mit der ich unterwegs bin).

Ganz durch war der psychische Schlamassel noch nicht, aber gut auszuhalten. Am Abend habe ich noch einen Kratzbaum für die kleine Katze aufgebaut. Der stand schon ewig im Karton oben rum, wurde nie aufgebaut, weil die Katzis dann eigentlich schon zu groß dafür waren, aber da ich das Gefühl habe, dass die kleine Katze etwas unausgeglichen ist, hat sie nun den Baum zum Kratzen und Chillen. Bin gespannt, ob sie auch hochklettert. Wenn ich eine Katze wäre: ich würde es tun. Die Liegeflächen sehen sehr chillig aus.

Was mir gerade auffällt: auch die kleine Katze ist unausgeglichen. Ob das aus Solidarität ist und wenn ja: in welche Richtung? Sie ist unausgeglichen aus Solidarität zu meiner Unausgeglichenheit oder umgekehrt? Jetzt hat sie jedenfalls einen Kratzbaum - vielleicht hilft das. Und ich bald (hoffentlich) wieder ein Auto. Das wäre dann quasi mein Kratzbaum. Wobei ich nicht wegen fehlendem Auto unausgeglichen und nervlich belastet bin. Das geht ganz gut momentan. Aber dass das alte Auto sich so plötzlich und rabiat verabschiedetet hat... das nervt.

---

Ansonsten: zu früh wach, Kopfschmerzen, dies, das.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 21. Januar 2026
Niedrige Resilienz

4.30 Uhr. Eine beschissene Zeit, um aufzuwachen, aber war nun mal so. Nach einer weiteren halben Stunde hin- und herwälzen bin ich dann doch aufgestanden. Natürlich mit Kopfschmerzen. Es läuft wirklich unrund.

---

Einen Teil der Schuld hat der orange Trottel. Jede Nachricht über ihn, jedes Wort von ihm, jede Headline in der er erwähnt wird, senkt meine Resilienz. Allerdings entkommt man ihm nicht. Versuchen Sie es mal... keine Chance. Das Böse ist immer und überall. Das wusste die EAV schon.

---

Einer meiner Chefs von vor vielen Jahren treibt sich in Davos rum. Weshalb ist mir nicht ganz klar. Er ist Gründer einer Firma, die am Neuen Markt groß geworden, aber seither mehr oder weniger in der Bedeutungslosigkeit gelandet ist. Er ist weiterhin in dieser Firma, aber mit wem er in Davos über was reden sollte, ist mir nicht ganz klar. Ihm selbst wahrscheinlich auch nicht, aber ist ja eine schöne Gegend und das Geld vom damaligen Börsengang sollte auch nicht komplett verbraten sein, also wieso nicht einen Ausflug in die Schweiz. Es sei ihm gegönnt. Er ist auch wirklich nett und ich mochte ihn. Da er m.W. keinen Privatjet hat, ist auch die Anreise kein gewaltiger Schuss vor den klimatischen Bug, also alles okay. Und wer weiß, vielleicht kommt er ja doch irgendwie mit den Strippenziehern im Hintergrund ins Gespräch. Vielleicht ist er selbst einer dieser Strippenzieher und ich weiß das nur nicht. Alles ist möglich.

---

7.20 Uhr. Eine beschissene Zeit, um mit der Arbeit anzufangen, aber egal. Vorteil: es ist noch die Ruhe vor dem Sturm. Nachteil: viel früher raus komme ich trotzdem nicht. Nun denn, auf in den Kampf. Erstes ToDo des Tages wäre Struktur in mein Chaos bringen. Würde vieles vereinfachen. Wohlan, lasset die Spiele beginnen.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 20. Januar 2026
Der Halt entfällt

Mit Kopfschmerzen aufgewacht. Wahrscheinlich habe ich die halbe Nacht komplette Baumstämme zerbissen, denn der Kiefer ist auch verspannt. Es läuft unrund, aber ich kann nicht festmachen, woran es liegt. Deshalb habe ich auch keinen Lösungsansatz. Bisschen doof, aber nun denn. Vielleicht kommt auch noch eine Erkältung dazu. Momentan wird viel gerotzt und nicht immer kann ich dem entgehen. Falls ich morgen auch so mies drauf und von Kopfschmerz geplagt bin, melde ich mich krank. Eigentlich hatte ich lange genug Urlaub und somit viel Auszeit, aber vielleicht hat das nicht gereicht oder ich habe das falsch gemacht, dieses „Erholen“.

---

Am Freitag habe ich morgens einen Termin bei der Firma von Ralf Schuhmacher. Ich will das jetzt erledigt haben. Wenn die wirklich das zahlen, was online irgendwie berechnet wurde, bin ich zufrieden. Das wäre dann mehr als bei jedem der Autohäuser - selbst die Kosten für das Transportunternehmen eingerechnet (denn - eifrige Leser wissen Bescheid - das Auto fährt nicht mehr; es braucht also einen Lieferservice).

Direkt von Ralf Schuhmachers Firma aus fahre ich weiter zu einem Händler, wo ich eventuell direkt und sofort einen Kaufvertrag unterschreibe. Kommt drauf an, was im Preis noch geht. Ansonsten kaufe ich online. Ist mir jetzt auch egal.

---

Heute sind die Züge nicht ausgefallen. Leider hielten sie nicht immer da, wo sie hätten halten sollen. Der Halt entfiel wegen irgendwas behördlichem. Tja.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Montag, 19. Januar 2026
Ohne Höhepunkte

Ein (vorerst) letztes Mal: Thema Autokauf. Es gibt eine Entscheidung bzgl. Modell und eigentlich auch bzgl. Farbe. Letzteres klingt lapidar, ist aber eine Entscheidung, die sich auf die nächsten (hoffentlich vielen) Jahre auswirkt. Sieht aber so aus, als wäre ich mutig.

---

Das Wochenende war wieder mal viel zu schnell vorbei. Und es war ohne Höhepunkte - außer vielleicht der Besuch im Autohaus.
Gestern Nachmittag geht vielleicht als kleiner Höhepunkt durch: Eisstockschießen mit ein paar Leuten. Allerdings ohne Eis und jeglichem Talent bei einem der Anwesenden. Lustig war es trotzdem - als Höhepunkt geht es nicht durch. Wobei... in dieser an Höhepunkten armen Zeit sollte man mitnehmen was geht. Danach noch einen Kinderpunsch und später früh ins Bett. Vorher nochmal durchs Web gescrollt und ein paar Bücher bestellt. In der Nacht Gemeckere durch die kleine Katze (ich weiß noch nicht weshalb und habe ein bisschen Angst davor, es herauszufinden. Ich bin nicht aufgestanden) und irgendwann war auch mal gut. Kurz nach Fünf aufgestanden, was zu früh war, aber was will man machen...

Diese Woche versuche ich produktiver anzugehen und zu sein. Drücke mir selbst die Daumen, dass es klappt.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 18. Januar 2026
Menschliches Kundenabwehrprogramm im Autohaus

Das ist alles gerade sehr monothematisch, ich weiß. So ein Autokauf ist aber auch ein großes Thema. Der Plan ist, dass das Ding sehr sehr lange bei mir verweilt und da braucht es gute Vorbereitung, damit dieses lange Miteinander auch harmonisch verläuft. Augen auf bei der PartnerAutowahl.

Gestern war ich in einem weiteren Autohaus. Ohne Termin, einfach nur so um die verschiedenen Modelle mal live und in Farbe zu sehen. Das Autohaus gehört zu einem großen Verbund. Alleine auf diesem Areal waren fünf Autohäuser mit sechs verschiedenen Marken vertreten; darunter auch mein Favorit. Öffnungszeit zwischen 9 und 13 Uhr, ich war 9.20 Uhr vor Ort. Autohäuser bestehen aus sehr viel Glas, man kann gut reinsehen. Drinnen war in einer Ecke ein junger Mann am Schreibtisch mit zwei Personen zugange. Ein Verkäufer und zwei Interessenten, nehme ich an. An einem großen Empfangstresen in der Mitte saß eine junge Frau und telefonierte. Wunderbar, nicht viel los, da kann man gut schauen und schlaue Fragen stellen. Allerdings war die Tür abgeschlossen. Alles rütteln half nichts und die drinnen haben auch nichts bemerkt. Ich ging um die Ecke zur anderen Seite des Gebäudes. Da war auch eine Tür, auch diese verschlossen. Ich suchte im Internet die Telefonnummer des Händlers und rief an. Die junge Frau am Tresen legte ihr privates Handy weg und ging ran. Ich wies auf den Umstand hin, dass die Tür verschlossen sei. Die Antwort war pampiges Gemecker, ob ich denn einen Termin habe. Hatte ich nicht, aber rein wäre ich trotzdem gern. Wo ich denn sei. Sie hatte nicht verstanden, dass ich VOR der Tür stehe. Mittlerweile hatte sie mich bemerkt, ich winkte und sie meckerte, dass dies die falsche Tür sei, ich solle zur Seite. Das war die erste Tür, die ich probiert hatte. Also ging ich wieder hin, sie auch und siehe da: von innen kann man aufmachen, von außen nicht. Das war nicht gewollt, aber eben Tatsache. Trotzdem keine Entschuldigung der jungen Dame, die schnurstracks wieder an den Empfangstresen ging.

Ich schaute mich kurz um, fand aber das gewünschte Modell nicht, also fragte ich bei ihr, ob sie ein solches da hätten. Nein, hätten sie nicht. Ich sagte, dass ich der Meinung sei, auf der Website ein solches Modell gesehen zu haben. Ihr Antwort war, dass man da schauen muss, in welchem der ach so vielen Autohäuser des Verbunds das Auto stünde, es könnte zB. auch in Offenbach sein und das stünde ganz am Ende der Anzeige. Auf die Idee selbst mal online zu gehen und zu schauen kam sie nicht. Reichte mir dann auch und ich ging. Auf deren Parkplatz fiel mir ein Auto auf und siehe da: genau das Modell, das ich suchte. Ich ging via Handy online und schaute die Anzeigen des Autohauses durch und siehe da: es stand auf deren Seite. Mit der Adresse des Autohauses, an dem ich gerade stand. Ich ging nochmal zurück und wollte rein. Die Tür war wieder zu (sic!), da konnte man rütteln wie man wollte. Ich rüttelte sehr stark und sehr laut. Und klopfte noch dazu. Der Verkäufer und die potentiellen Kunden schauten irritiert, aber war mir egal. Die junge Dame kam genervt an die Tür. Ich zeigte ihr auf meinem Handy, dass mein gesuchtes Modell auf der Website eben jenes, ihres ihr Gehalt zahlenden Autohauses steht und scrollte die Anzeige bis zur Adresse. Sie fummelte mit langen Fingernägeln auf dem Display rum, an der Adresse vorbei und ganz nach unten, dann wieder nach oben. Ich nahm das Handy und scrollte für sie nochmal zur Adresse. Sie zischte mich an, ob sie auch mal schauen dürfte, sogar die Augen funkelten zickig. Sie durfte nicht mehr an mein Handy, ich sagte ihr (sehr laut, damit der Verkäufer und die potentiellen Kunden das auch hören), dass also sehr wohl das Auto, dass ich suche, bei ihnen vorrätig sei. Sie stapfte in Richtung des Verkäufers, wollte wohl nachfragen, aber ich hatte keine Lust mehr und rief ihr (wieder lautstark) nach, sie brauche sich keine Mühe machen. Und wenn sie das Auto suche: es stehe auf dem Parkplatz. Dann war ich weg.

Es gibt aber ein versöhnliches Ende: ich fand, gar nicht so weit entfernt, einen anderen Händler und der hatte das Modell. Und auch ein anderes, etwas kleineres. Ich konnte beide anschauen und saß in beiden drin. Jetzt habe ich das Problem, dass es wieder eine neue Unsicherheit gibt... welches von beiden macht am meisten Sinn für mich.

Autokauf ist harte Arbeit.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Samstag, 17. Januar 2026
Arm, aber mobil

Er war wie aus einer Screwball Comedy entsprungen. Pullunder überm Hemd, Brille mit Drahtgestell und etwas fahrig. Schaute immer woanders hin, wenn er mit einem redet. Einmal stand er so da, die Hände in der Hüfte und schaute in der Ferne, wie Superman, nachdem er die Welt gerettet hat. Allerdings hatte Superman keine Spucke in den Mundwinkeln und Superman hätte auch anders über den Gebrauchtwagen geredet, hätte erwähnt, dass er ein Jahr älter ist als zugelassen, dass ihm Dinge fehlen, die man heutzutage gerne hätte und überhaupt war da wenig supermanartig außer der Haltung. Trotzdem mache ich nächste Woche eine Probefahrt, wohl wissend, dass ich das Auto nicht nehmen werde. Wie ich wohl auch nicht bei diesem Händler Kunden sein möchte. Die Stimmung bei den Mitarbeitern war etwas seltsam. Bad Vibrations.

Das war der letzte Termin (bezgl. Fahrzeug) am gestrigen Tag. Der erste war am angenehmsten. Ein junger Mann, der auch an einem vorbeischaute - allerdings nur mit einem Auge und das nicht absichtlich. Es war dem Auge geschuldet. Nach einer kurzen, ersten Verwirrung sind wir eine Konfiguration durchgegangen, bei der mir beim Blick auf den Preis immer übler wurde. Am Ende kam aber sofort, unaufgefordert und ohne Bettelei ein Hausrabatt und nochmal irgendwas, das den Preis schon mal sehr nach unten korrigierte. Das machte ein wohliges Gefühl, man fühlte sich gut aufgehoben. Wunderbar. War allerdings immer noch teuer. Beim zweiten Modell (andere Marke) konnte noch nichts konkretes gesagt werden, da das über einen Kollegen in einem anderen Haus läuft: das ist ein Verbund verschiedener Autohäuser mit unterschiedlichen Marken. Tatsächlich wäre das aber mein Wunschauto (vielleicht eine andere Farbe: ich war bei der Konfiguration sehr mutig) und auch das (neue) Modell beim oben genannten Superman-Mundwinkelspeichelverkäufer.

Der zweite Termin war um die Ecke vom letzten Termin. Man hatte dort zwei Gebrauchte, die ich mir einfach mal anschauen wollte. Das sei kein Problem schrieb mir ein Verkäufer, er fahre das eine Auto aktuell und da er da sei, wäre es das Auto auch. Dem war auch so, aber das Auto konnte so gar nicht überzeugen. Optisch. Wer kommt auf die Idee weißes Ledersitze in ein Fahrzeug zu bauen. Also außer drittklassige Rapper mit einem guten Vorschuss vom Label oder Zuhälter mit schlechtem Geschmack? Das Auto hatte jedenfalls weiße Ledersitze, wie überhaupt viel Weiß im Innenraum verbaut wurde. Trotzdem hatte alles die Anmutung eines LKW Führerhauses. Das ist kein Wohlfühlauto. Schade. Ich habe zwar auch hier einen Termin für eine Probefahrt nächste Woche, aber werde wohl absagen. Wäre vergeudete Zeit.

Es bleiben also zwei Modelle, eins ist klarer Favorit, aber ist ja auch eine Entscheidung. Deshalb will ich heute zu einem weiteren Händler, der vom Favoritenmodellen noch ein paar Varianten stehen hat. Es geht um Sitze, Größe innen und außen und Form. Und nächste Woche dann die Entscheidung. Danach bin ich arm, aber mobil.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Freitag, 16. Januar 2026
Müde, aber bereit

Beschissen geschlafen und viel zu früh und gerädert aufgewacht. Perfekte Voraussetzungen für einen Tag voller Termine, bei denen man einigermaßen wach sein sollte. Nun denn; muss ich durch. Vielleicht hilft eine kalte Dusche und Ibuprofen.

Es geht los mit Einkaufen. Das ist noch einfach. Dann kommt aber schon jemand und will mich davon überzeugen, dass Photovoltaik eine großartige Idee ist. Ist es bestimmt auch, es ist aber auch eine teure Angelegenheit. Am Telefon sprach er davon, dass es sich in zehn Jahren amortisieren würde. Schauen wir mal, wie das sein kann. Vielleicht gibt es ja aktuelle Förderprogramme, die ich mitnehmen könnte.

Das gibt es wohl bald bei E-Autos. Allerdings bei Neukauf und wann das startet ist auch noch nicht klar. Trotzdem eine gute Nachricht, die mir das MoMa da gerade präsentiert. Mit dieser Info geht es dann später zu diversen Händlern, wo sich auch noch zeigen muss, was die mir für mein kaputtes Auto geben würden. Das erste Angebot ist ein Witz. Ich habe so gar keine Lust auf dieses Geschachere. Ich bin nicht der orange Idiot, der Deals liebt. Ich will einfach nur Fairness und nicht verarscht werden. In dieser Hinsicht wird das wahrscheinlich ein anstrengender Tag, denn Autohändler haben dieses Überdentischziehenwollen im Blut. Ist vielleicht ein Klischee und ich lasse mich heute gerne vom Gegenteil überzeugen.

Und irgendwann würde ich heute auch gerne eine Runde laufen. Die Frustfresserei macht sich nicht gut auf der Waage - da muss ich gegenarbeiten.

Bin schon müde (bzw. noch müder) beim nur über den Tag nachdenken. Aber natürlich bin ich auch positiv und optimistisch und tschakka und so. Let's go.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 15. Januar 2026
Atmen nicht vergessen

Es läuft unrund und ich kann nicht mal festmachen, woran es liegt. Eine undefinierbare Unruhe tagsüber und der ständige Drang nach Nahrung (gerne süß. Trostnahrung sozusagen), eine Wachphase mitten in der Nacht, verkrampftes Gebiss. Am Morgen Kopfschmerz und gleich wieder diese Unruhe.
Ich kenne das alles, natürlich, erinnere mich, wie es war. Wie man rauskommt, weiß ich allerdings nicht mehr. Die Erinnerung fehlt. Tatsächlich war es auch gar nicht so einfach und eine längerfristige Sache. Das weiß ich noch. So muss es aber nicht mehr ablaufen, jetzt, wo man die Muster erkennt. Man kann gegenarbeiten, früher Maßnahmen ergreifen, etwas tun. Nur was... Da fehlt die Erinnerung.

---

Zu Weihnachten habe ich Buch geschenkt bekommen. "Die Welt aus den Fugen" von Peter Scholl-Latour. Wie ich zu der Ehre kam, weiß ich nicht, habe aber eine Ahnung. Die schenkende ist eine alte Dame und sie verschenkt (so sagte man mir - ich bekam bisher selten etwas von ihr) nur Dinge, die sie sich auch selbst schenken würde. Oder selbst irgendwann geschenkt bekam, diese Geschenke aber nie genutzt habe. Wie es sich mit dem Buch verhält... keine Ahnung. Ich habe jedenfalls begonnen, es zu lesen.

Bisher bin ich bei der Hälfte und es ist spannend, Scholl-Latours Einschätzungen in der Retrospektive zu lesen. Tatsächlich stolperte ich schon ein paar Mal über Dinge, die er korrekt vorhersagte. Bei anderem lag er daneben. Es wäre spannend, würde er die aktuelle Weltlage mit den aktuell agierenden Personen noch erleben. Andererseits ist man fast neidisch, dass er das nicht muss.

---

One to go. Morgen aber trotz freiem Tag viel geplant. Solardingens, Autoschauen, dies, das. Atmen nicht vergessen.

referral   ... link (0 Kommentare)   ... comment