Freitag, 29. August 2025
In trockenen Tüchern
Um halb Zwölf klingelt das Handy: Die Kollegen seien in einer halben Stunde da und tatsächlich fährt 28 Minuten später ein kleiner Lastwagen vor, zwei junge Männer steigen aus. Die hintere Rampe wird heruntergefahren und eine große Kiste auf die Straße gestellt. Vor dem Haus packen die jungen Männer die Kiste aus und tragen die zum Vorschein gekommene Maschine in den Keller. Eine kurze Info, dass die Anleitung und alles andere sich in der Trommel befindet, ein Foto für die Chefs, dass sie auch wirklich die richtige Maschine an den richtigen Ort gebracht haben, eine Unterschrift meinerseits, dann nehmen sie die alte Maschine mit nach oben. Sie packen das auf der Straße liegende Verpackungsmaterial zusammen, werfen es hinten in den LKW und schon sind sie wieder weg. Alles in allem hat die Aktion zehn Minuten gedauert. Ein guter Stundenlohn bei 15 Euro Trinkgeld. Aber das gibt man ja, weil etwas gut war oder lief und das lief sensationell.
Es war schon Wäsche vorbereitet, die nur darauf wartete, gewaschen zu werden. Und dann getrocknet. Für den Anfang war das einfache Wäsche. Dankbare Wäsche. Nur ein Handtuch war dabei und das ist dünn, saugt sich also nicht voll wie ein Schwamm. Dazu eine kurze Jeans, ein paar Geschirrtücher und Shirts. Zum Reinkommen. Die Waschmaschine war völlig unterfordert; sie ist von mir ganz andere Formen von "Mischwäsche" gewohnt. Den Trockner hatte ich derweil eingerichtet, denn natürlich kann er WLAN auch noch ganz viele andere Dinge. Und am frühen Nachmittag war es dann soweit: die erste Runde!
Was soll ich sagen... das Ding trocknet. In der App kann man sehen, wie lange es noch dauert, es brennt ein Licht im Inneren, wenn man das so möchte (oder die Wäsche Angst im Dunkeln hat), das man auch via App an- und ausschalten kann. Das "AI"-Programm schaut sich die Wäsche an - Form, Farbe, Gewicht und Feuchtegrad und entscheidet dann, wie lange das dauert. Macht sie anscheinend gut, denn die Wäsche war danach trocken.
Bei der Arbeit ist die Maschine sehr leise. Bin ich gar nicht gewohnt - die 25 Jahre alte Maschine klang wie eine Horde Orks, die in den Kampf ziehen. Jetzt schnurrt es im Keller wie ein Kätzchen. Ein asthmatisches Kätzchen, aber es ist um Welten leiser.
Nach dem ersten Lauf bin ich begeistert. Heute steht eine weitere Runde an, aber vorher will ich eine Runde laufen, damit die Waschmaschine was zu tun kriegt und sich nicht langweilt. Die Sachen kommen allerdings nicht in den Trockner, wobei das ginge, meine ich. Es gibt da bestimmt ein spezielles Programm für dieses komische Material. Muss ich nachher gleich mal in der App schauen. Aber ich werde es nicht nutzen: das kommt erst bei einem Trockennotfall zum Einsatz.
Langer Rede, kurzer Sinn: in Sachen Haushalt ist alles in trockenen Tüchern.
---
Den sonnigen Morgen für einen Morgenlauf genutzt. Die Uhr würde sich über 10 Kilometer freuen, ich war mir aber nicht sicher, ob ich das hinkriege. Mit Knien, Blase an der rechten Ferse und den üblichen Altersbeschwerden. Bin also einfach mal los und habe es auf mich zukommen lassen.
Um halb Neun ist noch nicht viel, aber doch erstaunlich viel los abseits des Dorfs. Einige Radfahrer, zwei Jogger und auch auf dem Golfplatz waren schon einige zugange. Die Sonne war präsent, aber nicht heiß. Eine Sonne, die für gute Laune sorgt. Zu Anfang hatte ich noch Musik auf dem Ohr, später Baywatch Berlin. Kurz vor Kilometer 5 war ich soweit weg von zuhause, dass klar war: es werden die 10. Auch schön. Gegen Ende war es aber doch anstrengend. Da kann ich noch so langsam laufen, die Füße tun halt irgendwann weh. Zwischendurch hatte ich sogar die Idee, vielleicht sogar auf 15 Kilometer zu erhöhen. Das hätte Extrapunkte von der Uhr gegeben. War dann aber klar, dass das nicht passieren wird. Bin trotzdem zufrieden. Zehn ist ja auch nicht übel. Und ich habe nun genug Wäsche zusammen, die es zu waschen gilt. Und dann zu - tadaaaa - trocknen.
Es war schon Wäsche vorbereitet, die nur darauf wartete, gewaschen zu werden. Und dann getrocknet. Für den Anfang war das einfache Wäsche. Dankbare Wäsche. Nur ein Handtuch war dabei und das ist dünn, saugt sich also nicht voll wie ein Schwamm. Dazu eine kurze Jeans, ein paar Geschirrtücher und Shirts. Zum Reinkommen. Die Waschmaschine war völlig unterfordert; sie ist von mir ganz andere Formen von "Mischwäsche" gewohnt. Den Trockner hatte ich derweil eingerichtet, denn natürlich kann er WLAN auch noch ganz viele andere Dinge. Und am frühen Nachmittag war es dann soweit: die erste Runde!
Was soll ich sagen... das Ding trocknet. In der App kann man sehen, wie lange es noch dauert, es brennt ein Licht im Inneren, wenn man das so möchte (oder die Wäsche Angst im Dunkeln hat), das man auch via App an- und ausschalten kann. Das "AI"-Programm schaut sich die Wäsche an - Form, Farbe, Gewicht und Feuchtegrad und entscheidet dann, wie lange das dauert. Macht sie anscheinend gut, denn die Wäsche war danach trocken.
Bei der Arbeit ist die Maschine sehr leise. Bin ich gar nicht gewohnt - die 25 Jahre alte Maschine klang wie eine Horde Orks, die in den Kampf ziehen. Jetzt schnurrt es im Keller wie ein Kätzchen. Ein asthmatisches Kätzchen, aber es ist um Welten leiser.
Nach dem ersten Lauf bin ich begeistert. Heute steht eine weitere Runde an, aber vorher will ich eine Runde laufen, damit die Waschmaschine was zu tun kriegt und sich nicht langweilt. Die Sachen kommen allerdings nicht in den Trockner, wobei das ginge, meine ich. Es gibt da bestimmt ein spezielles Programm für dieses komische Material. Muss ich nachher gleich mal in der App schauen. Aber ich werde es nicht nutzen: das kommt erst bei einem Trockennotfall zum Einsatz.
Langer Rede, kurzer Sinn: in Sachen Haushalt ist alles in trockenen Tüchern.
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Den sonnigen Morgen für einen Morgenlauf genutzt. Die Uhr würde sich über 10 Kilometer freuen, ich war mir aber nicht sicher, ob ich das hinkriege. Mit Knien, Blase an der rechten Ferse und den üblichen Altersbeschwerden. Bin also einfach mal los und habe es auf mich zukommen lassen.
Um halb Neun ist noch nicht viel, aber doch erstaunlich viel los abseits des Dorfs. Einige Radfahrer, zwei Jogger und auch auf dem Golfplatz waren schon einige zugange. Die Sonne war präsent, aber nicht heiß. Eine Sonne, die für gute Laune sorgt. Zu Anfang hatte ich noch Musik auf dem Ohr, später Baywatch Berlin. Kurz vor Kilometer 5 war ich soweit weg von zuhause, dass klar war: es werden die 10. Auch schön. Gegen Ende war es aber doch anstrengend. Da kann ich noch so langsam laufen, die Füße tun halt irgendwann weh. Zwischendurch hatte ich sogar die Idee, vielleicht sogar auf 15 Kilometer zu erhöhen. Das hätte Extrapunkte von der Uhr gegeben. War dann aber klar, dass das nicht passieren wird. Bin trotzdem zufrieden. Zehn ist ja auch nicht übel. Und ich habe nun genug Wäsche zusammen, die es zu waschen gilt. Und dann zu - tadaaaa - trocknen.
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